Nochmals: Langsamkeit ist der Schlüssel!

Zum Thema langsam üben wurde schon viel gesagt. Wegen der Wichtigkeit soll hier nochmals darüber geschrieben werden.

Vielen fällt das langsame Üben schwer. Der Grund dafür liegt in der Ungeduld des Menschen. Man möchte schnell ein Stück können, und übt es daher schnell. Und genau das ist falsch. Jeder “Verspieler” muss durch mindestens zwei richtige Griffe ausgeglichen werden. Beim schnellen Üben verspielt man sich aber öfter und muss diese Stellen daher mehrfach wiederholen. Daher kommt man schneller voran, wenn man ein Stück langsam übt. Und doch fällt es immer wieder schwer - insbesondere wenn man schon längere Zeit an einem Stück gearbeitet hat - ganz langsam zu üben. Der Gitarrenschüler sollte daher sein besonderes Augenmerk auf diesen Punkt richten.

Das Musizieren zwingt den Schüler sozusagen zur Geduld. Dies ist ein Beispiel, wie Musizieren die Disziplin fördert und erzieherisch wirkt. Auch in anderen Bereichen fordert das Gitarrenspiel dem Schüler diszipliniertes Verhalten ab. Man braucht dazu: Ausdauer, Geduld, Zielstrebigkeit, Fleiß u.a. Insofern stellt das aktive Musizieren einen Gegenpol zu dem etwas aus den Fugen geratenen Zeitgeist. Es verkörpert sozusagen Urwerte des Menschen und stellt in gewisser Weise einen Fels in der Brandung unserer hektischen Zeit dar.

Heutzutage muss alles schnell gehen, einfach sein, abwechslungsreich. Üben ist verpönt. Dabei muss jedes Können durch Üben erarbeitet werden, egal auf welchem Gebiet. Diese Jagd nach immer neuer Abwechslung stellt eine Flucht vor der inneren Leere des Menschen dar, die tiefgreifende geistige Ursachen hat.





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