Fingerübungen sind besser als ihr Ruf!

Fingerübungen haben bei Musikschülern einen abschreckenden Ruf. Wenn sie dieses Wort hören, denken sie - womöglich - sofort an stundenlanges eintöniges Auf- und Abspielen von Tonleitern, immer noch einmal, bis zum Umfallen.

So werden Fingerübungen jedoch nicht eingesetzt. Sie werden zum Aufwärmen vor Beginn des eigentlichen Übens oder einfach so, zwischendurch verwendet. Natürlich bedient man sich ihrer auch zum Einspielen vor einem Vortragsstück oder vor einer Live Performance. Da sie die Beweglichkeit und Koordination der Finger fördern, kann man sie auch allgemein einsetzen, z.B. der Abwechslung halber beim üben.

Die bekanntesten Fingerübungen sind die Tonleitern. Tonleitern spielen bringt etwas! Ich empfehle das konsequente lernen und üben der Durtonleitern mit 3 Fingern pro Saite in allen sieben Lagen auf dem Griffbrett.

Es gibt aber noch viele andere Fingerübungen, ja ganze Sammlungen davon. Man sollte Fingerübungen nicht unterschätzen. Zum einen gibt es welche, die ein sehr hohes musikalisches Niveau haben, zum anderen stellen sie eine praktische Ergänzung zum Üben von “richtigen” Musikstücken dar. Es gibt auch wirklich gut klingende Fingerübungen. 
Fingerübungen, die man öfter macht, kann man auswendig spielen. Dies hat den Vorteil dass man sie überall und jederzeit verwenden kann, hierzu braucht man nicht erst nach Noten oder Tabulaturen suchen.


Ich habe in meiner Jugendzeit selten Fingerübungen gemacht. Ich dachte, sie wären langweilig und unsinnig. Heute weiß ich, dass das nicht stimmt und trainiere konsequent mindestens 30 bis 45 Minuten bevor ich mit dem tatsächlichen lernen von neuen Material beginne..

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Lieber regelmäßig wenig üben als ab und zu viel!

Am besten ist es natürlich, wenn man regelmäßig viel übt. Auf jeden Fall ist die Regelmäßigkeit das wichtigste. Man sollte jeden Tag eine bestimmte Zeit auf der Gitarre gespielt haben. 

Der Grundsatz der Regelmäßigkeit gilt ganz allgemein beim Lernen. Es ist von Psychologen erforscht worden, dass das erreichte Niveau bei regelmäßigem Lernen und Üben am höchsten ist. Das trifft auf praktisch alle Gebiete zu. Nehmen wir zum Vergleich das Erlernen ein Fremdsprache. Auch hier sollte TÄGLICH ein gewisses Pensum gelernt werden. Die Regelmäßigkeit bedeutet ja wiederholte Beschäftigung mit dem Lernstoff.

 

Bei vielen Schülern läuft es oft folgendermaßen ab: Sie haben einmal in der Woche Gitarrenunterricht. Dort bekommen sie jeweils den neuen Übungsstoff vom Lehrer mitgeteilt. Nach der Unterrichtsstunde tun sie dann tagelang nichts. Erst als die Woche fast um ist, fällt ihnen ein: “Ach du liebe Zeit, morgen ist ja wieder Gitarrenunterricht.” Dann sezten sie sich schnell an die Gitarre und beginnen zu üben. Am darauffolgenden Tag sollte nachmittags um 16.00 Uhr die Unterrichtsstunde sein. Wenn nichts dazwischen kommt, wird kurz davor nochmals etwas geübt. Danach ging es dann schnell zum Unterricht, der eigentlich dann kein echter Unterricht mehr ist, sondern den Lehrer dazu zwingt das Material zu wiederholen, weil er festellst das nichts behalten bzw. geübt wurde...

Man kann sich vorstellen, wie viel bei solch einer Vorgehensweise herausgekommen kann. Das Ergebnis ist recht mager. Bezahlter Unterricht wird zu bezahlten Übestunden die sich im schlimmsten Fall über Jahre hinziehen können. (wenn der Lehrer nicht vorher konequenterweise den Schlussstrich zieht)
Später als Erwachsener sieht er die Dinge dann anders und bedauert es sehr nicht viel früher den echten Wert des Übens erkannt zu haben.

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Kurze Abschnitte üben!

Ein Musikstück das über mehrere Seiten geht, sollte zum üben in kleinere Abschnitte unterteilt werden. Wie lang diese Abschnitte sind, hängt von der Art und vom Schwierigkeitsgrad des Stückes ab. Ein Abschnitt könnten zum Beispiel die ersten vier Takte sein.

 

Sehr schwierige Stücke bzw. Stellen muss man eventuell taktweise üben, im Extremfall sogar nur halbe Takte. Zusammengehörige Abschnitte (sogenannte Phrasen) sollten möglichst nicht getrennt werden. 

 

Können entsteht nur durch üben. Das wesentliche Kennzeichen des Übens ist die Wiederholung. Erst durch das immer wieder erneute ausführen bestimmter Fingerbewegungen wird die Beherrschung, die Kontrolle des Musikstückes erreicht. Die Wiederholung ist also das Entscheidende. Und diese Wiederholung ist intensiver, wenn man nur kleine Abschnitte übt. Sie wird jedoch verwässert durch das üben von langen Teilen des Stückes. Es wäre falsch, alle Noten von A bis Z zu üben. 

Während meines Musikunterrichts als Jugendlicher habe ich dies nie so ganz verstanden und beachtet. Ich hatte einfach nicht die Geduld, kurze Abschnitte zu üben. Dabei kommt man schneller voran, wenn man diesen Grundsatz berücksichtigt.

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Spielen ist kein Üben!

Üben ist das konzentrierte und gezielte Training eines Musikstückes. Spielen hingegen ist das Reproduzieren bereits geübter Musikstücke. 

Wer zum Beispiel pro Tag eine Stunde üben möchte, möge darauf achten, dass es auch tatsächlich ein Üben ist und kein Spielen. Ein Freund von mir, der ebenfalls Gitarrenunterricht hatte, erzählte mir:

- Ich übe jeden Tag mindestens eine Stunde, meistens sind es sogar zwei. Ich möchte später nämlich Musik studieren.

- Welche Stücke übst Du denn, fragte ich ihn. Er nannte mir die Titel seiner Stücke und es stellte sich heraus, dass es sich zum großen Teil um seine Lieblingsstücke handelte, die er schon bestens spielen konnte. Sein “Üben” war also überwiegend eine Freizeitbeschäftigung. Echt geübt hatte er nur etwa eine halbe Stunde am Tag.

Wenn man beginnt, ein Stück zu üben, muss man sich ziemlich konzentrieren. Man muss die Tabulatur/Noten richtig lesen, oft muss man linke und rechte Hand erst einmal getrennt spielen, usw. Aber nach und nach wird einem das Stück geläufig. Man spielt es immer besser, achtet verstärkt auf den musikalischen Vortrag bis man es irgendwann absolut einwandfrei spielen kann. Erst wenn dieses Niveau erreicht ist, wird aus dem Üben ein Spielen. Vorher bringt es dem Schüler immer noch etwas an Übungswirkung.

Der Weg bis zum absolut einwandfreien Vorspielen ist meistens länger, als man denkt. Selbst dann, wenn einem das Stück völlig geläufig ist, gibt es oft noch viele Details zu verbessern, ist oft noch an vielen Stellen “herum zu feilen”. Im Gitarrenunterricht wird der Musiklehrer daher schon vorher ein neues Stück zum Üben aufgeben, allerdings mit dem Hinweis, dass das soeben abgeschlossene Stück noch weiter geübt werden sollte.

Nun ist es ja nicht so, dass Spielen vermieden werden soll. Im Gegenteil, im Grunde ist es ja das Ziel des Übens, dass man ein Stück vorspielen kann. Nur muss man sich im Klaren darüber sein, dass Üben nicht das gleiche ist wie Spielen. Jeder Gitarrist/Musiker sollte zwischendurch seine Stücke spielen. Würde er sie nach der Übungsphase überhaupt nicht mehr anrühren, würde er sie wieder verlernen.

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