Der erste Legato-Lick: Sechs Übungen für saubere Hammer-ons und Pull-offs
Der angeschlagene Ton ist klar, danach wird die Linie immer leiser? Diese sechs Übungen führen deine Greifhand von einer einzelnen Saite über die C-Dur-Lage bis zum Vierfinger-Stretch.
Der erste Legato-Lick, den jeder Gitarrist lernen sollte
Beim Legato entscheidet zuerst, ob jeder Ton gleich laut, gleich lang und rhythmisch stabil klingt. Ich zeige dir die grundlegende Siebenton-Bewegung, übertrage sie auf andere Saiten und verbinde sie zu einem Lauf durch die C-Dur-Lage. Zum Schluss erweitern wir die Bewegung um chromatische Fingersätze und einen Vierfinger-Stretch für Fortgeschrittene.
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Weitere Legato-Lektionen mit Horst
Wenn ein Hammer-on noch leise bleibt oder der Pull-off den Ton verschluckt, übe die Bewegung zunächst einzeln. Diese Lektionen führen dich von den Grundlagen zur Kombination und zur Vierfinger-Technik.
Alle 26 Kapitel: direkt zur gewünschten Stelle
- 00:00 Intro & Begrüßung
- 02:10 Statement: Rückzug von Instagram, TikTok & X (Fokus auf das Wesentliche)
- 05:35 Die 4 Kriterien für sauberes Legato: Lautstärke, Tonlänge, Timing & Entspannung
- 07:02 Joe Satriani als Vorbild & kraftsparendes Greifen
- 09:48 Das Legato-Kern-Pattern: 1 Pick, 2 Pull-Offs, 2 Hammer-Ons
- 11:13 Die Basis-Übung auf der hohen E-Saite (Bund 10-8-7)
- 12:13 Übe-Tipp: Kein Delay beim Üben (kaschiert unsaubere Töne)
- 13:38 Die 4 Grundübungen & Dehnung zwischen Zeige- und Mittelfinger
- 15:05 Der optimale Legato-Sound: High Gain (PRS Archetype Lead)
- 17:28 Legato durch die C-Dur Tonleiter (Position 1)
- 19:00 Übe-Variation 1: Fingersatz 1-3-4 chromatisch & vertikal
- 20:12 Übe-Variation 2: Fingersatz 1-2-4 & horizontaler Ablauf
- 21:47 Übe-Variation 3: 3- und 4-Finger-Chromatik (Lockerheit trainieren)
- 23:31 Stretches für Fortgeschrittene & Warnung vor Überlastung
- 25:35 Helix Stadium Setup: Noise Gate, Timmy Overdrive & Plate Reverb
- 28:01 Live-Chat: Langsam starten, Saitenlage & 09er Saiten
- 29:35 Praxistransfer: Schnelle Läufe in Songs (Gary Moore: The Loner)
- 32:25 Der 6-Wochen-Übeplan: Metronom & feste Routine
- 34:25 C-Dur Tonleiter auf einzelnen Saiten & Lagenwechsel
- 36:38 Finger aufwärmen: Das richtige Training mit dem Grip Master
- 38:40 Rekapitulation der wichtigsten Fingersätze & Haltung
- 41:40 Einfachheit statt Malmsteen-Patterns
- 43:00 Sound-Alternativen: Satriani & The Loner Presets im Helix
- 44:40 Weiterführendes Legato-Training über die VIP-Guitar KI-Suche
- 45:47 Termine: Band-Workshop in Grebenau (Hey Joe & Sunshine of Your Love)
- 46:44 Verabschiedung & Outro
Woran du gutes Legato erkennst
Ein Legato-Lauf ist nicht schon sauber, weil alle Bundzahlen stimmen. Höre auf vier Dinge:
Wenn nur der erste Ton kräftig klingt, hilft meistens kein höheres Tempo. Verkleinere die Bewegung und prüfe, ob Hammer-on und Pull-off den Ton wirklich erzeugen.
Genug Sustain, aber kein Echo als Versteck
Ich spiele die Bewegung im Livestream mit einem verzerrten, sustainreichen Solo-Sound. So muss die Greifhand den Ton nicht mit überflüssigem Druck erzwingen. Ein starkes Echo lässt dieselbe Übung schnell größer und gleichmäßiger wirken, als sie gespielt wurde. Beim technischen Kontrollgang bleibt das Delay deshalb aus.
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Alle sechs TAB-Beispiele aus dieser Lektion, die Erklärungen zur Technik und eine praktische Übeanleitung in einem Heft: mit Metronomtraining, Tages- und Sechswochenplan, Übeprotokoll und Abschlusscheck. Für A4-Ausdruck und Tablet.
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Beginne mit Beispiel 1. Den Vierfinger-Stretch aus Beispiel 6 nimmst du erst hinzu, wenn die Grundbewegung ohne Spannung gelingt.
Die sechs Übungen in einer sinnvollen Reihenfolge
1. Hohe e-Saite: die Bewegung freilegen
10-8-7-8-10-8-7Du beginnst mit einem Abschlag, danach folgen zwei Pull-offs, zwei Hammer-ons und zwei Pull-offs. Auf einer einzigen Saite hörst du sofort, ob Lautstärke und Abstand der Töne stabil bleiben.
2. H-Saite: dieselbe Aufgabe mit anderem Griffabstand
10-8-6-8-10-8-6Die Bewegungslogik bleibt gleich. Weil der Abstand größer wird, zeigt diese Übung schnell, ob du mit Reichweite oder mit unnötigem Druck arbeitest.
3. G-Saite: Klang und Dämpfung kontrollieren
9-7-5-7-9-7-5Die tiefere Saite reagiert anders unter den Fingern. Halte die Siebenergruppe gleichmäßig und achte darauf, dass die H- und D-Saite nicht ungewollt mitschwingen.
4. D-Saite: die Zelle in den mittleren Saiten festigen
9-7-5-7-9-7-5Bundfolge und Technik entsprechen Beispiel 3, die Saite verändert jedoch Widerstand und Klang. Erst wenn beide Varianten gleich selbstverständlich klingen, lohnt sich der Schritt über das ganze Griffbrett.
5. C-Dur-Gesamtlage: aus der Zelle wird ein Lauf
Jetzt wandert die Siebenerbewegung durch alle sechs Saiten der C-Dur-Lage. Jede neue Saite beginnt mit einem Abschlag. Danach übernimmt wieder die Greifhand. Übe zunächst jeden Saitenblock einzeln, verbinde anschließend zwei benachbarte Saiten und spiele erst zuletzt den vollständigen Lauf.
6. Vierfinger-Stretch: jeder Finger übernimmt Verantwortung
5-7-8-9-8-7-5Auf der hohen e- und auf der H-Saite gilt dieselbe Bundfolge. Der Fingersatz ist 1-2-3-4-3-2-1, die Technik Abschlag-H-H-H-P-P-P. Hier arbeiten alle vier Finger. Der kleine Finger ist kein später Zusatz, sondern Teil der Grundbewegung. Dieser Stretch ist die fortgeschrittenste der sechs Übungen. Wenn es zwickt oder schmerzt, stoppst du sofort, lockerst die Hand und machst eine Pause.
Ein Übeplan, der Fehler hörbar macht
- Plane sechs Wochen für diese Bewegungsform ein. Eine Woche Antesten reicht nicht, um daraus eine verlässliche Routine zu machen.
- Plane täglich etwa 20 bis 30 Minuten mit Pausen ein, soweit die Hand dabei locker und beschwerdefrei bleibt. Das ist kein Durchhaltezwang. Verteile die Zeit bei Bedarf auf kürzere Abschnitte und spiele mit Metronom.
- Spiele jedes Beispiel so langsam, dass du jeden Ton einzeln beurteilen kannst. Bricht ein Ton ein, reduzierst du zuerst das Tempo.
- Nimm zehn saubere Wiederholungen auf einer Saite auf. Höre die Aufnahme an, bevor du schneller wirst.
- Verbinde bei Beispiel 5 zunächst nur zwei Saiten. Kommt ein Nebengeräusch hinzu, geh zurück auf den einzelnen Saitenblock.
- Nimm Beispiel 6 erst dazu, wenn die vorherigen Bewegungen locker gelingen und du den Stretch ohne Druck greifen kannst. Stoppe bei Schmerz oder Spannung in Daumen, Unterarm oder Schulter.
- Wähle eine Zelle aus den Beispielen 1 bis 5 und baue daraus eine kurze Phrase in C-Dur oder A-Moll. Beispiel 6 ist eine chromatische Technikübung und gehört nicht vollständig zu diesen Tonleitern.
Der wichtigste Fortschritt ist nicht die höchste Metronomzahl. Es ist der Moment, in dem ein angeschlagener Ton und sechs Töne aus der Greifhand wie eine zusammenhängende Linie klingen.
Hammer-on und Pull-off genauer verstehen
Wenn eine Bewegung noch unklar ist, trenne sie wieder vom ganzen Lauf. Arbeite zuerst am Hammer-on, dann am Pull-off und verbinde beide erst, wenn die Einzeltöne kontrollierbar sind.
Nimm dir zuerst Beispiel 1 vor. Wenn sieben Töne gleichmäßig klingen und die Hand danach noch locker ist, hast du die richtige Grundlage für alle weiteren Übungen.

