Cream · Eric Clapton · Bluesrock

Outside Woman Blues auf der Gitarre: Zwei Akkorde, Groove und Clapton-Licks

Der Song wirkt harmonisch schlicht. Die eigentliche Arbeit steckt im E7#9-Groove, in den präzisen Stopps und in Claptons Phrasierung. Horst zerlegt Rhythmusgitarre, Solo und Turnaround in spielbare Bausteine.

TonzentrumE-Blues
HarmonieE7#9 · H7#9
Partitur108 BPM · 65 Takte
LernkernGroove, Stopps, Phrasierung

Die vollständige Gitarrenstunde

67 Minuten Rhythmus, Solo und Bluesvokabular

Horst arbeitet mit der Rhythmusspur, der Solospur und dem Bass aus der Guitar-Pro-Partitur. Im Mittelpunkt stehen die spätere Live-Spielweise, ein entspanntes Übetempo und die Frage, wie du das Material in dein eigenes Spiel überträgst.

Dein Auftrag: Spiele zunächst nur E7#9, H7#9 und das wiederkehrende Motiv. Das Solo beginnt erst, wenn Wechsel, Stopp und Auftakt ohne Suchen funktionieren.

Ein Blues, der durch Details lebt

Die Studiofassung und spätere Live-Versionen unterscheiden sich in Tempo, Form und Soloraum. Horst nimmt die klarere Live-Spielweise als Lernbasis und trennt sie vom Studio-Solo.

Die Partitur speichert 108 BPM. In der Lektion nennt Horst für die Studioaufnahme etwa 116 bis 120 BPM und reduziert zum Lernen deutlich. Diese Werte beschreiben unterschiedliche Bezugsstände.

Du brauchst keine große Akkordliste. Du brauchst einen stabilen Puls, saubere Dämpfung, kontrollierte Bendings und Pausen, die genauso bewusst gesetzt sind wie die Töne.

Rhythmusgitarre

Zwei Dominantakkorde und ein wiederkehrendes Motiv

E7#9 liegt in der C7-Form im siebten Bund, H7#9 in derselben Form im zweiten Bund. Die leere E-Saite, kurze Auftakte und das Motiv verbinden die Akkordflächen.

E7#9

Form im siebten Bund

Der Grundton E liegt auf der A-Saite. Horst erklärt den Aufbau über C7, die None und die erhöhte None.

H7#9

Gleiche Form, zweiter Bund

Der Wechsel bleibt klein. Entscheidend ist, dass Bassnote, Akkord und Stopp rhythmisch eindeutig zusammenspielen.

Motiv

Vor jedem Neustart

Das Riff führt zurück zum E. Horst zeigt es in mehreren Lagen und erlaubt eine bequemere Position mit gleichem musikalischem Ziel.

Stopp

Stille gehört zur Phrase

Vor dem Motiv endet der Akkord exakt. Ohne diesen Stopp verliert der Groove seine Kontur.

Greife nicht sklavisch dieselbe Lage wie Clapton. Horst zeigt eine alternative Position, die den großen Sprung verkürzt. Klang, Timing und musikalische Funktion sind wichtiger als eine äußerlich identische Bewegung.

Form und Groove

Den Zwölftakter als Ablauf hören

Die Begleitung kreist lange um E7#9 und wechselt anschließend zu H7#9. Auftakte und das wiederkehrende Motiv markieren die Übergänge. Die Live-Fassung schafft mehr Raum für einen vollständigen Blues-Turnaround.

Spiele zuerst jeden Baustein einzeln. Danach verbindest du vier Takte, dann einen vollständigen Durchgang. Die Form muss im Ohr sein, bevor du über sie improvisierst.

Der Backingtrack enthält Gesang. Nutze ihn erst nach einem langsamen Formlauf, damit dich die Aufnahme nicht über das eigene Tempolimit zieht.

Drei Kontrollpunkte

  1. Puls: Die rechte Hand bleibt auch während der Stopps innerlich im Takt.
  2. Auftakt: Das Motiv beginnt vor dem neuen Abschnitt und landet klar auf E.
  3. Dynamik: Akkord, Bassnote und Riff haben unterschiedliche Gewichte.

Claptons Solosprache

Kurze Licks, klare Zielnoten und bewusste Pausen

Bendings

Ganzton, Halbton und Viertelton erfüllen verschiedene Aufgaben. Prüfe den Zielton vor jedem Bending separat.

Repeating Licks

Clapton wiederholt kleine Motive. Dadurch entsteht eine Hookline, obwohl das Solo frei und spontan wirkt.

Pausen

Nach einem hochgezogenen Ton folgt oft ein sofortiger Stopp. Die Pause ist Bestandteil der Phrasierung.

Turnaround

Über H verbindet Horst die H-Moll-Pentatonik mit einer benachbarten Lage der E-Moll-Pentatonik und löst zurück nach E auf.

Die Partitur trennt Rhythm, Solo Guitar und Bass. In der Solospur sind 19 Bendings, drei Slides und sieben Vibrato-Noten codiert. Übe diese Artikulationen als Vokabular, nicht als bloße Tonfolge.

Horst bleibt im Studio-Solo überwiegend in zwei benachbarten Lagen der E-Moll-Pentatonik. Für die spätere Live-Variante erweitert er den Turnaround um H-Moll. Ganz am Ende der Lektion zeigt er das Hauptmotiv zusätzlich mit Double Stops. So entstehen aus demselben harmonischen Gerüst drei klar unterscheidbare Ausdrucksebenen.

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten vom Akkord zum Solo

  1. Akkorde: E7#9 und H7#9 ohne Rhythmus zehnmal sauber wechseln.
  2. Motiv: Das Riff in zwei bequemen Lagen spielen und auf E landen.
  3. Groove: Vier Takte mit Bassnote, Akkord und exakt beendetem Stopp loopen.
  4. Form: Einen vollständigen Zwölftakter ohne Solo und ohne Tempoverlust spielen.
  5. Solo: Jeweils nur ein Lick bei 50 bis 70 BPM mit geprüftem Zielton üben.
  6. Transfer: H-Moll-Turnaround, E-Moll-Auflösung und eine eigene Phrase aufnehmen.

Zwischen reduziertem und vollem Tempo wechseln

Horst hört kurze Abschnitte langsam und anschließend im Originaltempo. So bleibt die musikalische Richtung hörbar, ohne dass die Finger der Aufnahme hinterherlaufen.

Ein Lick ist erst gelernt, wenn Rhythmus und Pause stimmen. Spiele den Zielton zuerst ohne Bending. Ziehe die Saite danach genau bis zu diesem Ton.

Nimm nach jeder Einheit einen Durchgang auf. Prüfe nur drei Dinge: stabiler Puls, klarer Stopp, kontrollierte Auflösung nach E.

Die vollständig decodierte MP3 dauert 3:58 Minuten und enthält Gesang. Sie eignet sich für den Formlauf, sobald du dich nicht mehr an der Aufnahme orientieren musst.

Premium-Material

Noten, Guitar Pro und Backingtrack

Die bestehende Download-ID bleibt unverändert. Im lokalen Archiv wurden Rhythmus- und Solo-PDF, inhaltlich deckungsgleiche GP- und GPX-Partituren sowie der Backingtrack mit Gesang geprüft.

Noch kein Zugriff? Unterstützerstufen ansehen

Horsts Unterrichtssound

Mittiger Amp, dosierter Overdrive und wenig Raum

Grundklang

Plexi-Charakter und Hals-Pickup

Horst nutzt im Helix einen Brit-Plexi-Amp, leichte Kompression und die Halsposition seiner Stratocaster. Der Ton bleibt direkt und mittig.

Farbe

Overdrive nur als Verstärkung

Ein Tube-Screamer-artiger Boost arbeitet mit wenig Gain und mehr Level. Hall und Delay bleiben sparsam, damit Artikulation und Stopps hörbar bleiben.

Passendes Songpreset

Horst stellt den Sound in der Lektion ausführlich vor. Das bestehende Helix-Preset ist weiterhin im Shop verfügbar.

Preset ansehen

Getrennter Hörpass

Groove, Artikulation und Auflösung prüfen

Höre zuerst nur die Rhythmusgitarre. Sitzen Bassnote, Akkord und Stopp an derselben Stelle? Danach prüfst du im Solo, ob jedes Bending einen Zielton und jede Phrase ein klares Ende hat.

Mehr Noten machen die Phrase nicht besser. Claptons Wirkung entsteht aus Wiederholung, Dynamik, Tonhöhe und bewusstem Raum.

Drei Fragen

  1. Bleibt der Puls während jedes Stopps stabil?
  2. Erreichen Ganzton- und Halbton-Bendings den Zielton?
  3. Löst der Turnaround hörbar nach E auf?

Passende nächste Schritte

Vertiefe Bluesform, Clapton-Licks und Phrasierung

Welcher Baustein fordert dich?

Schreibe im Kommentar, ob Akkordwechsel, Stopp, Bending oder Turnaround bei dir zuerst auf den Übeplan kommt.

Dein nächster Schritt

Ein Zwölftakter, ein Lick, eine Aufnahme

Spiele heute die Rhythmusform einmal sauber durch. Ergänze danach genau ein Solo-Lick und höre die Aufnahme ohne Gitarre in der Hand.

„Blues dürft ihr immer auf eure eigene Art und Weise spielen.“Horst Keller, aus der Videolektion

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