Ed Sheeran · Deep Blue Something · Tim Blesing

The A Team und Breakfast at Tiffany’s auf der Gitarre

Zwei Begleitwelten in einer Lektion: freie akustische Dynamik mit Capo bei The A Team und ein konsequentes Drei-Akkorde-Strumming bei Breakfast at Tiffany’s. Tim Blesing und Horst zeigen, wie Hören, Groove, Akkordvarianten und eine ergänzende zweite Gitarre zusammenwirken.

The A TeamCapo 2 · G-Dur-Formen
BreakfastD · G · A
Partitur110 BPM · 113 Takte
LernkernGroove, Dynamik, Rollen

Die vollständige Gitarrenstunde

66 Minuten mit Tim Blesing und Horst Keller

Tim spielt beide Songs zunächst im Zusammenhang. Danach untersuchen beide Gitarristen den Grundrhythmus, Akkordübergänge, dynamische Abstufungen, zweite Gitarrenstimmen und den passenden Klang.

Dein Auftrag: Wähle zuerst einen Song. Höre einen vollständigen Durchgang, klopfe den Puls mit und spiele danach nur die Grundbegleitung. Gesang, Fills und zweite Gitarre kommen erst hinzu, wenn der Rhythmus trägt.

Der gemeinsame Nenner ist das Hören

Tim erklärt seinen Lernweg klar: Original häufig anhören, Akkorde und Gesang zunächst getrennt üben, Strophe und Refrain stabilisieren und erst danach den gesamten Song verbinden.

Horst setzt noch früher an. Der Groove soll nicht nur aus einem notierten Muster entstehen. Du hörst den Akzent, imitierst die Bewegung und kontrollierst anschließend, ob die rechte Hand auch an den Akkordwechseln weiterläuft.

Bei The A Team bleibt die Begleitung frei und atmend. Breakfast at Tiffany’s verlangt dagegen ein wiederkehrendes Pattern, das Strophe und Refrain zusammenhält.

Song 1 · The A Team

Capo, Bassübergänge und ein frei geführter Akustikgroove

Der Capo sitzt im zweiten Bund. Tim greift G-Dur-Formen, die dadurch klingend nach A-Dur transponiert werden. Die Begleitung lebt nicht von einem einzigen starren Anschlag, sondern von Akzenten, Palm Mutes und dynamischen Veränderungen.

Strophe

G · G/F# · Em · C · G

Der Basston Fis verbindet G-Dur mit E-Moll. Der Übergang soll melodisch klingen und nicht als hektischer Griffwechsel erscheinen.

Pre-Chorus

Am7 · Cadd9 · G · D/F#

Am7 und die offene C-Farbe vergrößern den Klang. Hammer-On und offene D-Variante bleiben im Puls der Begleitung.

Chorus

Em · Cadd9 · G

Tim lässt Ring- und kleinen Finger als gemeinsame Anker liegen. So werden die Wechsel ruhig und die offenen Saiten verbinden die Akkorde.

Dynamik

Leise beginnen, Refrain öffnen

Strophe, Refrain und Bridge erhalten unterschiedliche Lautstärken. Die emotionale Wirkung entsteht aus diesem Bogen, nicht aus zusätzlicher Komplexität.

Übe Gitarre und Gesang zunächst getrennt. Tim spielt zuerst zum Original, nutzt es als Orientierung und setzt beide Ebenen erst zusammen, wenn Akkorde, Rhythmus und Melodie einzeln sicher sind.

Song 2 · Breakfast at Tiffany’s

Drei Dur-Akkorde, ein markantes Pattern und kontrollierte Steigerung

D-Dur, G-Dur und A-Dur tragen nahezu den gesamten Song. Gerade deshalb muss das Anschlagmuster stabil bleiben. Die GP- und GPX-Partituren stimmen überein: 110 BPM, 113 Takte und sieben Spuren.

D-Verzierung

Vom D-Dur-Griff löst sich der Mittelfinger kurz. Danach ergänzt der kleine Finger eine Sus-Farbe. Horst und Tim korrigieren die Bewegung im Video gemeinsam als Pull-Off und Rückkehr.

G-Dur

Der G-Griff wird vollständig mit vier Fingern gespielt. Die rechte Hand zieht dasselbe Pattern ohne Pause durch.

A-Dur

Am Ende der Figur wird der Ringfinger kurz gelöst. Im Refrain bleibt die A-Farbe einfacher und die Akkordreihenfolge wechselt zu D, A, G.

Dynamikreserve

In der ersten Strophe reichen die hohen drei Saiten. Die tiefen Saiten kommen erst im Refrain hinzu und erzeugen dort den hörbaren Schub.

Das Arrangement der Partitur umfasst Steel Guitar, zwei E-Gitarren, Bass, Schlagzeug, Leadgesang und Harmoniestimme. Du musst diese Dichte nicht allein nachspielen. Eine klare Begleitrolle und eine sparsame zweite Stimme reichen für den Einstieg.

Arrangement statt Doppelung

Zwei Gitarren teilen Rhythmus, Lage und Klangbereich

Bei The A Team kann eine Gitarre die offene Akustikbegleitung tragen. Eine zweite Stimme setzt nur einzelne obere Töne oder ein kurzes Picking hinzu. Weil Tim frei phrasiert, muss die Zusatzstimme besonders gut zuhören.

Bei Breakfast at Tiffany’s bleibt eine Gitarre beim D-G-A-Pattern. Die zweite spielt ein höheres Picking, Powerchords im Refrain oder melodische Linien aus der D-Dur-Pentatonik.

Vermeide große Lagensprünge. Horst zeigt mehrere D-Dur-Formen und leitet daraus nahe Tonleiterpositionen ab. So bleibt die zweite Stimme spielbar und musikalisch zusammenhängend.

Drei Arrangierregeln

  1. Fundament: Eine Gitarre hält den Puls ohne Aussetzer.
  2. Kontrast: Die zweite Stimme nutzt eine andere Lage oder weniger Töne.
  3. Steigerung: Tiefe Saiten, Powerchords und dichterer Klang kommen erst im Refrain.

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten vom Hören bis zum Zusammenspiel

  1. Hören: Einen Song vollständig hören und nur den Puls mitklopfen.
  2. Rechte Hand: Das Grundmuster eine Minute auf abgedämpften Saiten spielen.
  3. Akkorde: Die Hauptfolge langsam verbinden, ohne den Anschlag anzuhalten.
  4. Songteile: Eine Strophe und einen Refrain getrennt stabilisieren.
  5. Dynamik: Strophe leise, Refrain offen spielen und beide Fassungen aufnehmen.
  6. Zweite Rolle: Erst jetzt Picking, Powerchords oder eine melodische Ergänzung hinzufügen.

Eine Ebene nach der anderen

Bei The A Team übst du zuerst Gitarre und Gesang getrennt. Bleibe bei einem kurzen Abschnitt, bis der Akkordwechsel ohne Suchbewegung gelingt. Danach verbindest du Strophe und Refrain.

Bei Breakfast at Tiffany’s ist die rechte Hand die Hauptaufgabe. Das Material ist harmonisch überschaubar, aber die D-Verzierung, das A-Lösen und die Refrainfolge müssen in derselben Bewegung bleiben.

Nimm einen leisen Strophendurchgang und einen offenen Refrain auf. Wenn der zweite Teil nur schneller statt größer klingt, reduziere die Kraft und öffne gezielt mehr Saiten.

Beim Spiel zu zweit hört jede Person einen Durchgang lang nur auf die andere Rolle. So erkennst du sofort, ob sich die Stimmen ergänzen oder gegenseitig verdecken.

Premium-Material

Akkordblätter, Tabs und Guitar Pro

Die bestehende Download-ID bleibt unverändert. Im lokalen Archiv wurden drei PDFs sowie deckungsgleiche GP- und GPX-Partituren zu Breakfast at Tiffany’s geprüft.

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Gitarrenrollen und Klang

Akustische Offenheit und eine klare zweite E-Gitarre

The A Team

Fingeranschlag, Palm Mute und Luft

Der Klang darf zwischen gedämpfter Strophe und offenem Refrain atmen. Ein durchgehender Loop oder eine sparsame zweite Figur kann die freie Hauptbegleitung stützen.

Breakfast at Tiffany’s

Clean, Bridge-Single-Coil und kurzes Echo

Horst beschreibt für die zweite Gitarre einen hellen Single-Coil-Klang und ungefähr 175 bis 200 Millisekunden Slapback. Wenig Feedback hält die Wiederholung klar.

Die vorherige gemeinsame Lektion

Im Popsong-Tutorial Vol. 4 arbeiten Tim und Horst mit I’m Yours und Chasing Cars an Strumming, Picking, Dynamik und Rollenverteilung.

Vol. 4 öffnen

Getrennter Hörpass

Puls, Dynamik und Rollenverteilung prüfen

Höre bei The A Team zuerst nur auf die Lautstärkekurve. Werden Strophe, Refrain und Bridge unterscheidbar, obwohl das Grundmaterial ähnlich bleibt?

Bei Breakfast at Tiffany’s kontrollierst du zuerst das D-G-A-Pattern. Im zweiten Durchgang hörst du nur auf die tiefen Saiten. Sie sollen den Refrain vergrößern, ohne den Puls zu beschleunigen.

Drei Fragen

  1. Läuft die rechte Hand an jedem Akkordwechsel weiter?
  2. Bleibt die Strophe hörbar kleiner als der Refrain?
  3. Hat die zweite Gitarre eine eigene Lage und Aufgabe?

Passende nächste Schritte

Vertiefe Schlagmuster, Picking und Dur-Pentatonik

Welchen Song beginnst du?

Schreibe im Kommentar, ob du zuerst The A Team oder Breakfast at Tiffany’s übst und welche Begleitrolle du übernimmst.

Dein nächster Schritt

Ein Song, ein Grundrhythmus, ein klarer Dynamikbogen

Wähle heute einen Song und spiele zehn Minuten nur die Grundbegleitung. Nimm den letzten Durchgang auf. Erst morgen ergänzt du Gesang, Fills oder die zweite Gitarrenstimme.

„Es ist sehr, sehr wichtig, dass man sich das Original ganz oft anhört, dass man in diesen Groove, in dieses Gefühl, in den Rhythmus reinkommt und dann imitiert man den Rhythmus.“Horst Keller, aus der Videolektion

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