Signature Lick Nr. 1 · Zwei Minuten, ein klarer Gedanke
Mark Knopfler: Akkordtöne zu einer Phrase machen
Dieser kurze Lick zeigt, wie sich die Töne eines D-Moll- und D-Moll-7-Arpeggios so verbinden lassen, dass daraus keine Tonleiterübung, sondern eine melodische Aussage entsteht.
D-Moll-Arpeggio: D, F, A. Dazu die kleine Septime C für Dm7.
Akkordtöne gezielt treffen und als zusammenhängende Phrase hören.
Im Video spiele ich mit Plektrum. Knopflers typischer Ton entsteht dagegen wesentlich durch den Fingeranschlag.
Ein Lick wird nicht dadurch musikalisch, dass alle Töne richtig sind. Er wird musikalisch, wenn jeder Ton weiß, wohin er will.
Horst Keller
So arbeitest du mit dem Lick
- Höre die Phrase zuerst vollständig und singe ihren rhythmischen Verlauf mit.
- Spiele sie langsam und markiere gedanklich D, F, A und C. So erkennst du, welcher Ton welche harmonische Aufgabe übernimmt.
- Spiele dieselbe Phrase einmal mit Plektrum und einmal mit den Fingern. Achte auf Attack, Lautstärke und Tonlänge.
- Lass nach der Phrase bewusst Raum. Die Pause entscheidet mit darüber, ob der nächste Ton wie eine Antwort klingt.
- Nimm dich kurz auf. Prüfe nicht zuerst das Tempo, sondern Timing, Tonlänge und Zielton.
Was du von Mark Knopfler übernehmen kannst
Sein Fingeranschlag gehört zu seinem unverwechselbaren Ton. Wertvoller als eine äußerliche Kopie ist jedoch sein musikalisches Denken: Er formuliert kurze Motive, lässt ihnen Luft und setzt Akkordtöne so ein, dass sie wie Sprache wirken. Genau dafür ist dieser Lick eine kompakte Übung.








