Peter Maffay · Akustikgitarre · Gesangsbegleitung · Horst Keller

Nessaja auf der Gitarre

Vier Grundakkorde tragen die Strophen, aber die Musik entsteht erst durch Picking, offene Akkordfarben, dynamische Refrains und die Modulation von D-Dur nach E-Dur. Horst zeigt eine kräftige Solofassung und eine ruhige Begleitung, die sich an der Unplugged-Wirkung orientiert.

Lerne zuerst die Akkordfolge in D-Dur. Danach entscheidest du bewusst, wo du zupfst, wo du den Anschlag öffnest und wie du den letzten Teil einen Ganzton höher führst.

StarttonartD-Dur
ZieltonartE-Dur
FormStrophe, Refrain, Modulation
Lektion27 Minuten

Die vollständige Gitarrenstunde

Begleitung, Dynamik und Modulation

Horst spielt zunächst seine komplette Fassung. Danach erklärt er die Akkorde, zwei Begleitweisen, den Wechsel in die höhere Tonart und die Stopps im letzten Refrain.

Dein Auftrag: Spiele D, A, Fis-Moll und G ohne Unterbrechung. Lass Picking, Sus-Akkorde und Modulation zunächst weg. Öffne erst im Refrain den Anschlag und höre, ob deine Lautstärke dem Gesang folgt.

Begleiten wie eine kleine Band

Wenn du allein singst und spielst, fehlt die Band, die Spannung, Dichte und Lautstärke verändert. Horst überträgt diese Aufgaben auf die Gitarre.

Die rechte Hand spielt deshalb nicht ein einziges starres Muster durch. Sie reagiert auf Strophe, Refrain, Auftakt, Stopps und die höhere Schlussstrophe.

Das harmonische Fundament

Vier Akkorde tragen die Strophe

Die Grundfolge bleibt übersichtlich. Gerade deshalb hörst du sofort, ob ein Wechsel sauber sitzt und ob die Oberstimmen wirklich verbunden klingen.

D-Dur

Offener Ausgangspunkt

Horst lässt bei seiner farbigen D-Form die hohe E-Saite mitklingen. So bleibt der Griff offen und führt weich in die nächste Harmonie.

A-Dur

Zwei Greifwege

A funktioniert als normaler offener Griff oder als kompakte Barré-Fassung. Wähle die Form, aus der du sicher nach Fis-Moll kommst.

Fis-Moll

Der Mollanker

Der Barré-Griff braucht gleichmäßigen Druck. Übe den Wechsel langsam und prüfe jede Saite, bevor du den Rhythmus verdichtest.

G-Dur

Offene Oberstimme

Horst nutzt eine offene G-Farbe und zeigt für den kräftigeren Refrain zusätzlich eine reduzierte Rockfassung mit gedämpfter A-Saite.

Im Refrain ergänzt H-Moll als relative Mollstufe die Bewegung. Dsus und Hsus sind Klangfarben, keine Voraussetzung für den ersten vollständigen Durchlauf.

Greife jede Erweiterung erst dann, wenn die einfache Akkordfolge ohne Suchpause läuft. So bleibt die Harmonie auch beim Singen stabil.

Zwei Spielweisen, ein musikalischer Bogen

Picking in der Strophe, offener Anschlag im Refrain

Für die ruhige Strophe verwendet Horst sein Pickingmuster Nummer 2, das er auch als Eric-Clapton-Pickingmuster bezeichnet. Der Bass gibt Orientierung, die oberen Saiten füllen den Akkord aus.

Im Refrain löst er sich vom festen Pattern. Die Hand spielt voller, der Gesang wird lauter und die Gitarre erzeugt den nötigen Kontrast.

Der Wechsel der Lautstärke ist Teil des Arrangements, nicht bloß eine Frage des Anschlags.

Begleitung aufbauen

  1. Akkorde in ganzen Schlägen verbinden.
  2. Basston und obere Saiten trennen.
  3. Pickingmuster langsam wiederholen.
  4. Refrain mit größerer Bewegung öffnen.
  5. Gesang und Gitarre gemeinsam steigern.

Oberstimmen statt zusätzlicher Akkorde

Sus-Klänge und Griffwechsel schaffen Bewegung

Die offene hohe E-Saite im D-Griff und die offene G-Saite in Horsts G-Variante halten gemeinsame Töne hörbar. Dadurch klingen die Wechsel weniger blockhaft.

Dsus und Hsus nehmen vorübergehend die Terz aus dem Akkord. Diese kleine Veränderung reicht, um eine Phrase zu öffnen oder eine Wiederholung anders zu färben.

Vier Hörkontrollen

  1. Klingt die hohe E-Saite im D frei?
  2. Bleibt die G-Saite in der G-Farbe offen?
  3. Ist die A-Saite im Rock-G sauber gedämpft?
  4. Löst sich der Sus-Ton deutlich auf?
  5. Bleibt der Puls bei jedem Griffwechsel erhalten?

Ein Ganzton höher

Die Schlussstrophe wechselt von D-Dur nach E-Dur

Nach dem Instrumentalteil steigt das Arrangement einen Ganzton. Die bekannten Funktionen bleiben erhalten, aber jeder Akkord erhält einen neuen Namen und einen neuen Griff.

D wird E

Der neue Grundakkord gibt der Schlussstrophe mehr Helligkeit und Spannung.

A wird H

H-Dur kann als Barré oder als Sus-Farbe gespielt werden.

Fis-Moll wird Gis-Moll

Der Mollgriff wandert in den vierten Bund und behält seine Funktion.

G wird A

A-Dur übernimmt die offene vierte Stufe der neuen Tonart.

Horst nennt auch den Kapodaster als mögliche Abkürzung. In der Lektion transponiert er die Akkorde jedoch bewusst. Damit wird die Modulation zugleich zu einer Übung für dein Akkordwissen.

Übe den neuen Block zunächst ohne Übergang. Wenn E, H, Gis-Moll und A sicher stehen, verbindest du genau den letzten D-Dur-Refrain mit dem ersten E-Dur-Takt. So bleibt der Tonartwechsel deutlich und der Puls stabil.

Ruhig oder mit mehr Kraft

Baue deine eigene Solofassung

Horst zeigt am Ende eine entspannte Fassung und stellt sie seiner kräftigeren Konzertbegleitung gegenüber. Beide verwenden dieselbe Form, aber nicht dieselbe Anschlagsdichte.

Im letzten Refrain setzen kurze Stopps klare Markierungen. Spiele sie erst ohne Gesang, damit Abdämpfen und Wiedereinsatz wirklich gemeinsam landen.

Entscheidend ist, dass du nicht Horsts Oberfläche kopierst, sondern seine Arrangementlogik verstehst.

Drei Fassungen

  1. Nur Akkorde und klarer Puls.
  2. Ruhige Strophe mit Picking.
  3. Offener Refrain mit dynamischem Anschlag.
  4. Modulation in die höhere Tonart.
  5. Stopps als bewusster Schlussakzent.

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten von den Akkorden zum Arrangement

  1. Grundfolge: D, A, Fis-Moll und G ohne Pause verbinden.
  2. Refrain: H-Moll ergänzen und den Anschlag öffnen.
  3. Picking: Bass und Oberstimmen langsam koordinieren.
  4. Farben: Dsus, Hsus und offene Saiten einzeln prüfen.
  5. Modulation: E, H, Gis-Moll und A als neuen Block lernen.
  6. Form: Ruhige und kräftige Fassung vollständig spielen.

Kurze Schleifen statt kompletter Durchläufe

Übe zunächst nur die Wechsel A zu Fis-Moll und Fis-Moll zu G. Danach nimmst du den Übergang vom Refrain in den Instrumentalteil und schließlich die Modulation separat.

Nimm eine ruhige Strophe auf. Höre nicht auf einzelne falsche Töne, sondern zuerst auf Puls, Lautstärke und die Länge der ausklingenden Akkorde.

Der Kontrollpunkt lautet: Die Gitarre muss die Form auch ohne Gesang verständlich machen.

Zwei tragfähige Klangbilder

Offenes Picking oder kräftiger Solobegleiter

Ruhige Fassung

Luft zwischen den Akkorden

Picking, offene Oberstimmen und kleinere Bewegungen lassen der Stimme viel Raum.

Kräftige Fassung

Mehr Dichte im Refrain

Größere Anschlagsbewegung, volle Akkorde und Stopps übernehmen Aufgaben einer Begleitband.

Beide Klangbilder sind in Horsts Lektion angelegt. Wähle die Fassung nach Stimme, Raum und musikalischem Bogen.

Material und nächste Schritte

Vertiefe Gesangsbegleitung, Picking und Maffay-Songs

Geschütztes Originalmaterial

Die bestehende Premium-Route und ihre Datei-ID bleiben unverändert. Das Material unterstützt dich beim Nachvollziehen von Akkorden und Form.

Dein nächster Schritt

Erst eine Tonart, dann der ganze Bogen

Spiele die D-Dur-Folge dreimal ohne Unterbrechung. Öffne danach nur den Refrain. Wenn beides sicher ist, lernst du E, H, Gis-Moll und A als geschlossenen zweiten Block.

„Spiel es auf deine Art und Weise. Eigne es dir an.“Horst Keller, aus der Videolektion

Was fordert dich mehr: das Picking, die Dynamik oder die Modulation nach E-Dur?

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