Spiele wie Jimi Hendrix: Das große Finale – Slow Blues Meisterschaft & Dein Master-Übeplan (Teil 5)

Wir haben uns durch perkussive Grooves gearbeitet, haben Double-Stops in melodische Balladen verwandelt und die Geheimnisse von Jimis Rhythmusspiel entschlüsselt. Jetzt stehen wir am Gipfel: Der Slow Blues in E-Moll. Dies ist der Moment, in dem die Technik zur Nebensache wird und das Gefühl übernimmt. Hendrix’ Blues-Spiel war niemals nur eine Aneinanderreihung von Skalen – es war ein Dialog. In diesem großen Finale führen wir alle Fäden zusammen und zeigen dir, wie du die Gitarre förmlich zum Sprechen bringst. Es geht um Dynamik, um das „Atmen“ zwischen den Noten und um die absolute Kontrolle über dein Instrument.


Die Seele des Blues: Was dich in Teil 5 erwartet

Der Slow Blues ist die Königsdisziplin. Hier gibt es kein Verstecken hinter schnellen Läufen. Jeder Ton zählt. Wir tauchen tief in die E-Moll Pentatonik ein, aber wir nutzen sie auf die „Hendrix-Art“.

Die Schwerpunkte dieses Finales:

  • Die Magie der Phrasierung: Lerne das „Call & Response“-Prinzip kennen. Deine Gitarre stellt eine Frage, und du lieferst die Antwort – mal sanft, mal schreiend.
  • Bending-Kontrolle & Vibrato: Wir analysieren die Hebelwirkung und die Kraftübertragung aus dem Unterarm, um Ganzton-Bendings auch in den unteren Bünden absolut sauber zu intonieren.
  • Harmonische Verschmelzung: Wir integrieren Hendrix-typische Akkord-Umkehrungen direkt in den Blues-Fluss, sodass Rhythmus und Lead-Spiel zu einer untrennbaren Einheit verschmelzen.

Der Master-Übeplan: Deine Strategie zur Hendrix-Meisterschaft

Um das volle Potenzial dieser fünfteiligen Serie auszuschöpfen, reicht es nicht, die Videos nur anzuschauen. Du brauchst ein System. Dieser Master-Übeplan ist dein täglicher Begleiter für die nächsten Wochen. Wir teilen deine Zeit (ca. 60 Minuten) in drei hocheffiziente Phasen auf:

Phase 1: Der Motor – Rhythmus & Perkussion (15 Minuten)

Fokus: Grundlagen aus Teil 1 & 2 Beginne dein Training immer mit dem Fundament. Nimm dir einfache Akkordfolgen vor und konzentriere dich ausschließlich auf die Anschlagshand. Nutze Dead Notes und perkussive Schläge, um diesen unnachahmlichen „Hendrix-Drive“ zu entwickeln. Dein Ziel ist es, dass die Rhythmik auch ohne Töne bereits nach Musik klingt.

Phase 2: Das Vokabular – Melodisches Füllwerk (20 Minuten)

Fokus: Wissen aus Teil 3 & 4 Jetzt weben wir die Melodien ein. Nutze Double Stops und melodische Verzierungen (Hammer-ons und Pull-offs) innerhalb deiner Akkordformen. Die Grenze zwischen Begleitung und Solo muss verschwimmen. Übe das „Ausschmücken“ von Akkorden, bis es sich völlig natürlich anfühlt.

Phase 3: Die Krönung – Ausdruck & Blues-Phrasierung (25 Minuten)

Fokus: Das Finale (Teil 5) Wende alles Gelernte im E-Moll Slow Blues an. Nimm dir einen Backing-Track und konzentriere dich auf Call & Response. Spiele weniger Noten, aber gib jedem Ton eine Bedeutung. Arbeite an deinem Vibrato und der Dynamik – vom Flüstern bis zum eruptiven Ausbruch.


Video-Lektion & detaillierte Zeitmarken

In diesem Video gehen wir gemeinsam durch den kompletten Slow Blues. Nutze die Zeitmarken, um gezielt an deinen Schwachstellen zu arbeiten.

00:00 Beginn / Intro
00:58 Die harmonische Basis: E-Moll Pentatonik in der ersten Lage
01:48 Erster Lick: Upstroke, Blues-Bend und der Hendrix-Triller
03:06 Akkord-Antworten: E-Dur und A-Powerchord einbauen
05:06 Ein absoluter Klassiker: Der typische Hendrix-Blues-Lick
05:52 Die Herausforderung: Ganzton-Bendings im zweiten Bund
06:55 Üben bei reduziertem Tempo (80 BPM)
08:04 Die Hendrix-Umkehrung: Akkord-Variationen (A-Dur Form)
10:39 Phrasierung: Frage-Antwort-Prinzip (Call & Response)
13:51 Einsatz von Double Stops (Takt 15–17)
15:51 Der finale Lauf: Tonleiter-Abgang auf E
17:30 Technik-Check: Hebelwirkung und Kraft beim Bending
19:41 Sound-Setup: Hals-Pickup, Marshall Plexi & Fender Amps
19:51 Gemeinsames Durchspielen (Langsames Tempo: 70 BPM)
20:56 Finale Demo (Originaltempo: 132 BPM)
22:55 Fragen & Antworten aus dem Live-Chat
23:23 Ausblick: Kommende Serien (Eric Clapton & Gary Moore)
25:52 Sound-Vergleich: Hals- vs. Mittel-Pickup (SRV Stil)
28:12 Vorschau: Nächste Live-Stunde (John Mayer Special)
29:15 Ankündigung: Hendrix-Workshop im Mai
34:10 Verabschiedung

Drei Profi-Tipps für den Hendrix-Sound

  1. Der Daumen als Anker: Hendrix nutzte fast immer den Daumen der Greifhand für die Basstöne auf der tiefen E-Saite. Das lässt deinen anderen Fingern die Freiheit, die typischen Verzierungen und Double Stops darüber zu legen.
  2. Edge of Breakup: Stelle deinen Verstärker so ein, dass er gerade so anfängt zu verzerren, wenn du fest anschlägst. Wenn du sanft spielst, sollte er fast clean klingen. Das ist das Geheimnis seiner dynamischen Ausdruckskraft.
  3. Hals-Pickup & Volume-Poti: Nutze den Hals-Pickup für den cremigen Blues-Ton. Lerne, mit dem Volume-Poti deiner Gitarre zu arbeiten, um den Zerrgrad während des Spielens zu steuern – so wie Jimi es live immer getan hat.

Dein Weg hat gerade erst begonnen

Mit diesem fünften Teil schließen wir die Hendrix-Serie ab, aber dein persönlicher Weg mit diesem Stil hat gerade erst begonnen. Nutze den Master-Übeplan, bleib geduldig und lass die Musik durch dich hindurchfließen. Hendrix zu spielen bedeutet, mutig zu sein und seinem eigenen Gefühl zu vertrauen.

Viel Freude und nachhaltigen Fortschritt beim Üben!
Dein Horst Keller


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