Bryan Adams · Cis-Dur · Capo, Klavierbegleitung und Keith-Scott-Solo
Everything I Do auf der Gitarre: Begleitung und Solo.
Die Aufnahme lebt vom Klavier. Horst überträgt dessen Bassbewegung und Akkordflächen auf Akustikgitarre, zeigt eine einfache Plektrumvariante, eine warme Fingerstyle-Begleitung und das achttaktige Solo von Keith Scott. Der Schlüssel ist nicht Tempo, sondern Ruhe: 66 BPM, klare Bassnoten, tragende Slides und viel Platz zwischen den Phrasen.
Komplette Videolektion
57 Minuten für Akkorde, Begleitung, Solo und Improvisation.
Horst beginnt bei der Rolle des Klaviers und baut die Gitarrenfassung von Grund auf. Du lernst die Akkordformen mit Capo, Slash- und Sus-Akkorde, zwei Begleitarten, die vollständige Form, das Solo und einen eigenen Übeloop über zwei Akkorde.
Die Notation bestätigt 68 Takte in 4/4 und 66 BPM. Intro, Strophen, Refrains, Bridge, Solo und Outro sind klar getrennt. Du musst nicht alles gleichzeitig lernen. Horsts Reihenfolge beginnt mit der Strophe, nimmt danach den Refrain und widmet sich erst dann dem Solo.
Dein erster Auftrag: Setze den Capo in den ersten Bund und spiele nur die drei Formen C, G/C und F/C. Lass das C im Bass liegen und höre, wie sich darüber die Akkordfarbe verändert.
Dein Hörtest: Bleibt die Bassnote klar, während der obere Akkord wechselt? Wenn der Bass scheppert oder verschwindet, verlangsame den Wechsel und spiele noch keinen vollständigen Songabschnitt.
Capo und Akkordlogik
Der Capo macht aus C-Dur-Formen die Originaltonart.
Die Aufnahme erklingt in Cis-Dur. Horst setzt den Capo in den ersten Bund und denkt die Begleitung trotzdem in vertrauten C-Dur-Formen. Bei offenen Akkorden ist das bequem. Bei verschiebbaren Barré-Formen musst du die Griffposition jedoch ebenfalls einen Bund höher setzen. Capo und Barré addieren sich, sie ersetzen einander nicht.
Der Bass führt die Bewegung
G/C, F/C, C/G, C/E und Dm/F behalten die Akkordfarbe, verändern aber den Basston. Spiele zuerst nur die tiefste Note, dann den vollständigen Griff.
Die Funktion bleibt hörbar
Wenn Dm/F oder C/E noch nicht sauber sitzen, darfst du zunächst Dm oder C spielen. Horst zeigt ausdrücklich beide Wege und priorisiert flüssiges Timing.
Spannung ohne neue Griffwelt
Csus4 entsteht durch das zusätzliche F, Gsus4 durch die entsprechende Quarte. Übe zuerst Grundakkord und Erweiterung im direkten Wechsel.
Vier Bausteine für die Begleitung
Du kannst das Klavier mit Plektrum oder Fingern übersetzen.
Die Begleitung muss ruhig bleiben. Mit dem Plektrum spielt Horst Achtel in Downstrokes und betont die Eins leicht. In der Fingerstyle-Variante wechseln Zeigefinger und Daumen. Auf der ersten Zählzeit treffen Akkord und Bass gemeinsam, danach läuft der Wechsel weiter.
Bassnote
Der tiefste Ton benennt die Bewegung. Triff ihn einzeln sauber, bevor du den oberen Akkord hinzufügst.
Downstrokes
Acht gleichmäßige Abschläge pro Takt reichen. Die Eins ist etwas kräftiger, der Rest bleibt weich.
Finger und Daumen
Der Zeigefinger trägt die Akkordfläche, der Daumen beantwortet sie mit dem Bass. Auf der Eins spielen beide zusammen.
Dynamik
Das Tempo ist langsam. Halte die Bewegung klein und nutze Akzente, statt durch mehr Anschlag unnötig laut zu werden.
Form und längere Songfassung
Die Form bleibt klar, obwohl die Harmonie immer reicher wird.
Die Partitur gliedert 68 Takte in Intro, zwei Strophen, drei Refrains, Bridge, Solo und Outro. Die ersten drei Formen C, G/C und F/C tragen bereits große Teile der Strophe. Im Refrain kommen Dm, Bassumkehrungen und G hinzu. Die Bridge erweitert die Farbe mit B, Es, D und Gsus4.
Die längere Fassung zeigt besonders deutlich, warum Keith Scotts Spiel für Gitarristen interessant ist. Die Gitarre beansprucht keinen Raum, den der Song nicht braucht. Lange Töne, Slides und Pausen verbinden die Harmonie, ohne die Gesangslinie zu bedrängen.
Keith Scotts achttaktiges Solo
Slides und Pausen tragen das Solo.
Das Solo liegt über zweimal F und zweimal C in den notierten Formen, klingend durch den Halbtonversatz in Cis-Dur. Horst entfernt für die E-Gitarre den Capo und arbeitet in der sechsten Lage. Die Melodie beginnt häufig leicht nach der Zählzeit. Genau dieses späte Einsetzen erzeugt den entspannten Charakter.
Der Weg gehört zur Phrase
Rutsche hörbar in den Zielton und halte ihn aus. Der Slide ist kein Griffwechsel, sondern der eigentliche Ausdrucksträger.
Nicht jede Phrase beginnt auf der Eins
Lass die kleine Pause stehen. Spiele den Einsatz erst, wenn du ihn innerlich hörst, statt aus Nervosität zu früh zu beginnen.
Dezent mit Hebel oder Hand
Einige lange Töne erhalten nur eine kleine Bewegung. Mit fester Brücke ersetzt du den Tremolohebel durch ein ruhiges Fingervibrato.
Direkte Kapitel im Tutorial
Springe genau zu dem Teil, den du heute trainierst.
- 00:04 · ÜberblickKlavierbegleitung, Akkorde, Gitarrensolo und Lernweg.
- 06:29 · Capo und OriginaltonartC-Dur-Formen im ersten Bund, klingend Cis-Dur.
- 08:33 · AkkordformenC, G/C, F/C und die Bassbewegung des Klaviers.
- 11:20 · Sinnvolle LernreihenfolgeStrophe zuerst, dann Refrain und weitere Formteile.
- 11:52 · Begleitung mit PlektrumDownstrokes, Achtel und leichte Betonung der Eins.
- 13:47 · Fingerstyle-BegleitungDaumen, Zeigefinger und gemeinsamer Anschlag auf der Eins.
- 17:40 · RefrainakkordeDm, C/E, Dm/F und der klaviernahe Bassweg.
- 18:25 · Dm/F greifenDie Form aus einem bekannten C7-Griff ableiten.
- 20:51 · Vereinfachter RefrainGrundakkorde nutzen, wenn Bassumkehrungen noch bremsen.
- 22:48 · Sus-AkkordeTerz durch Quarte oder Sekunde ersetzen.
- 24:09 · BridgeErweiterte Akkordfolge und fast tonartwechselnde Wirkung.
- 27:01 · Akustikspur in Guitar ProDownstrokes, Akzente und der Doppelschlag vor dem Wechsel.
- 30:51 · SoloformAcht Takte, jeweils zwei Takte F und zwei Takte C.
- 32:29 · Tremolo und SolosoundSingender Ton, Sustain, Echo und dezentes Vibrato.
- 34:29 · Ein bis zwei Takte lernenDas Solo in kurze kontrollierbare Phrasen teilen.
- 35:50 · Erste SolophraseSlides, Palm Mutes und lang gehaltene Zielnoten.
- 37:26 · Laid-back-TimingSpäte Einsätze und bewusste Pausen vor der Phrase.
- 38:58 · Zweite SolophraseSlide-Verbindungen, Vibrato und Blue-Note-Farbe.
- 47:19 · Fünf PentatoniklagenCis-Dur außerhalb der gewohnten C-Dur-Positionen trainieren.
- 50:10 · Eigener ÜbeloopF und C aufnehmen, Capo abnehmen und darüber solieren.
Konkreter Übeplan
Von drei Akkorden zum eigenen Zwei-Akkord-Loop.
Horsts Lernweg ist klar: erst die Strophe, dann den Refrain, danach Bridge und Solo. Jede neue Akkordform wird aus einer bekannten Form abgeleitet. Das Solo wächst in ein bis zwei Takten. Am Ende nimmst du die Begleitung selbst auf und übst die Cis-Dur-Pentatonik darüber.
Trenne Bass und Akkord: Spiele jede Slash-Verbindung zuerst nur auf den tiefen Saiten. Ergänze danach die obere Akkordfläche. So hörst du, welche Stimme tatsächlich unsauber ist.
Nutze beide Begleitarten: Beginne mit Downstrokes und stabiler Eins. Übertrage dieselbe Harmonie erst danach auf Daumen und Zeigefinger. Der Puls darf sich dabei nicht verändern.
Loop statt Dauerdurchlauf: Nimm zweimal F und zweimal C mit Capo im ersten Bund auf. Entferne den Capo für die E-Gitarre und spiele Cis-Dur-Pentatonik darüber.
- Capo-Logik sichern: C, G/C und F/C langsam wechseln. Bei Barré-Formen die Lage bewusst einen Bund höher setzen.
- Plektrumvariante stabilisieren: Acht Downstrokes pro Takt spielen und nur die Eins leicht betonen.
- Fingerstyle ergänzen: Auf der Eins Bass und Akkord gemeinsam anschlagen, danach Daumen und Zeigefinger abwechseln.
- Form bauen: Strophe, Refrain und Bridge getrennt lernen. Vereinfachte Grundakkorde sind erlaubt, bis der Puls sicher ist.
- Solo phrasiert lernen: Ein bis zwei Takte loopen. Slides vollständig ausspielen und jede Pause stehen lassen.
- Fünf Lagen verbinden: Über den eigenen Zwei-Akkord-Loop jede Cis-Dur-Pentatoniklage einzeln spielen, danach die Übergänge verbinden.
Für VIP-Guitar Premium-Member
Notation, Guitar Pro und Backing-Material zum Tutorial
Der bestehende Premium-Download bleibt unverändert eingebunden. Die Akkordausarbeitung zeigt Capo, Slash- und Sus-Akkorde. Die Solonotation enthält die acht Takte mit Slides, Palm Mutes, Vibrato und Bendings. GP und GPX bilden die vollständige 68-taktige Mehrspurform ab. Nutze das Material für Griffkontrolle, Formverständnis und kurze Soloschleifen.
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Diese Dateien sind Horst Kellers Interpretation des Stücks und ausschließlich für privates Studium, Ausbildung oder Forschung bestimmt.
Sound aus der Lektion
Warme Akustikbegleitung, singende Single-Coil-Linie.
Horst nutzt für die Begleitung einen Akustikgitarrenklang. Das Solo spielt er mit Single-Coil-Farbe, leichtem Overdrive, Sustain und deutlich hörbarem Delay. Die Verzerrung darf die Slides nicht verschmieren. Der Ton muss lang tragen, ohne aggressiv zu werden.
Transparenz vor Größe
Bassnote und obere Akkordfläche müssen getrennt hörbar bleiben. Zu viel Bass oder Kompression macht die Klavierbewegung undeutlich.
Sustain ohne Schärfe
Single Coil, leichter Crunch und Delay tragen die langen Töne. Stelle erst die Lautstärke und dann den Effektanteil ein.
Gezielt weiterlernen




