Songtutorial · Chris Isaak · Begleitung und E-Gitarre

Wicked Game: Drei Akkorde, ein unverwechselbarer Gitarrensound

Bm, A und E laufen durch den ganzen Song. Die musikalische Spannung entsteht durch gezielte Akzente, eine singende E-Gitarre, kontrolliertes Tremolo und viel Raum.

TonartH-Moll, im Video B-Moll
AkkordfolgeBm · A · E · E
Partitur131 Takte · 112 BPM
LernkernAkzente, Picking, Tremolo

Die vollständige Gitarrenstunde

Die vollständige Gitarrenstunde in 52 Minuten

Horst beginnt bei der einfachen Akustikbegleitung, zerlegt danach das prägende Intro und führt durch die wechselnden E-Gitarren-Fills, den Chorus, das Finale und den räumlichen Soundaufbau.

Dein Auftrag: Spiele zuerst nur Bm, A und E. Setze die Akzente deutlich, halte den Puls ruhig und lasse die Akkorde zwischen den Schlägen wirklich stehen.

Einfaches Material, viele Feinheiten

Die Akkordfolge bleibt gleich. Gerade dadurch hörst du sofort, ob die Akzente, die Lautstärke und der Wechsel zwischen Begleitung und Melodie funktionieren.

Die beiden Gitarren haben unterschiedliche Aufgaben. Die Akustikgitarre hält den Song zusammen. Die E-Gitarre antwortet mit langen Tönen, kleinen Akkordfarben und melodischen Zwischenspielen.

Die vorhandenen Notationen arbeiten in Standardstimmung. Akustik- und E-Gitarrenfassung umfassen jeweils 131 Takte bei 112 BPM. Das freie Outro verlangsamt auf 82 BPM.

Lerne den Song deshalb in Ebenen: Akkordpuls, Hauptmotiv, wiederkehrende Begleitfigur, Varianten und erst danach das vollständige Arrangement.

Akustikgitarre und Puls

Vier Takte tragen den ganzen Song

Ein Takt Bm, ein Takt A und zwei Takte E. Die Form ändert die Akkorde nicht. Entscheidend sind saubere Basssaiten, klare Akzente und eine entspannte Schlaghand.

Bm

Barre ruhig setzen

Beginne von der A-Saite und kontrolliere zuerst den Griff. Der Akzent kommt erst dazu, wenn alle Töne sauber stehen.

A

Bewegung sparen

Bleibe mit der Greifhand nah am Griffbrett. Die Schlaghand trägt denselben Puls weiter.

E

Zwei Takte gestalten

Der Akkord bleibt doppelt so lange. Nutze die zwei Akzente, ohne den zweiten Takt lauter zu machen.

Loop

Naht kontrollieren

Der Übergang vom zweiten E zurück zu Bm muss genauso ruhig klingen wie jeder innere Wechsel.

Das prägende E-Gitarrenmotiv

Lange Töne brauchen Zielkontrolle

Die offene H-Saite und das Fis im siebten Bund bilden den Anfang. Der Ton wird nicht mit vielen Noten interessant, sondern durch Tonhöhe, Abwärtsbewegung, Vibrato und Raum.

Offene H-Saite

Lass den Grundton stehen und höre, ob er ohne Nebengeräusch in den Hall übergeht.

Fis im siebten Bund

Der Quinton kommt mit kontrollierter Tremolo-Bewegung. Kleine Tonhöhenänderungen reichen aus.

Rake und Abwärtspicking

Gedämpfte Saiten führen in die Zielnote. Die kurzen Abwärtsschläge geben dem Lick seinen Akzent.

Ohne Tremolohebel

Bende vom sechsten in den siebten Bund, setze Vibrato und slide anschließend kontrolliert abwärts.

Nimm dir für jeden langen Ton Zeit. Wenn der Anfang sauber steht, verbindest du ihn mit dem kurzen Lauf und dem Akkordfragment am Ende.

Horst empfiehlt Singlecoils und die Zwischenposition, weil der Klang dort klar und leicht perlig bleibt. Die Alternative ohne Hebel ist kein Ersatztrick, sondern ein eigener musikalischer Weg mit Bending, Vibrato und Slide.

E-Gitarren-Begleitung

Aus einer Figur entsteht ein ganzes Arrangement

Die wiederkehrende Pickingfigur liegt auf Bm, A und E. Horst isoliert einzelne Takte, reduziert bis auf 70 BPM und zeigt, wie sich Akkordtöne, offene Saiten, Hammer-On, Slide und kleine Vibratotöne verbinden.

Übe nicht jede Studiovariante als neues Stück. Lerne zuerst das Intro und zwei wiederkehrende Antworten. Daraus kannst du Verse und Zwischenspiele musikalisch abdecken.

Im Chorus wird das Picking dichter. Die Akkorde bleiben dieselben, aber Pausen, offene Saiten und kleine Auftakte verändern die Spannung.

Im Finale wird die Bewegung zurückgenommen. H-Saite, Fis, Asus2-Farbe und E führen in ein freies, langsamer werdendes Ende.

Vier Hörkontrollen

  1. Bleibt der Puls unter allen Fills stabil?
  2. Klingen offene Saiten bewusst oder zufällig?
  3. Beginnt das Vibrato erst auf dem Zielton?
  4. Unterscheiden sich Hauptmotiv und Begleitantwort klar?

Wenn eine Variante den Grundpuls verdeckt, gehe zum letzten sicheren Takt zurück.

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten von drei Akkorden zum Arrangement

  1. Akkorde: Bm, A und E ohne Rhythmus sauber und geräuscharm verbinden.
  2. Puls: Vier Takte mit klaren Akzenten und durchlaufender Schlaghand spielen.
  3. Hauptmotiv: H-Saite, Fis, Vibrato und Abwärtsbewegung einzeln kontrollieren.
  4. Picking: Einen Takt bei 50 bis 70 BPM loopen, danach in Zehnerschritten steigern.
  5. Antworten: Zwei kurze Fills auswählen und in jedem Durchlauf an derselben Stelle einsetzen.
  6. Arrangement: Begleitung aufnehmen und Motiv, Chorusfigur sowie Finale darüber spielen.

Wiederholung macht aus Noten eine Bewegung

Horst beschreibt das Picking als Muster, das nach vielen Wiederholungen spürbar wird. Beginne mit einem Takt und prüfe jeden Wechsel, bevor du die nächste Variante hinzunimmst.

Steigere nur bei gleichbleibender Lockerheit. Halbes Tempo, 50 BPM oder 70 BPM sind sinnvolle Ausgangspunkte. Danach gehst du in Zehnerschritten weiter.

Für das Intro gilt ein anderer Maßstab als für das Picking: Halte den Ton aus, prüfe die Tonhöhe und beginne das Vibrato erst dann. Geschwindigkeit hilft hier nicht.

Mit einem vier Takte langen Loop trennst du Begleitung und E-Gitarrenrolle. Höre besonders auf die Naht vom zweiten E zurück zu Bm.

Premium-Material

Drei PDFs und zwei Übeaudios

Der bestehende geschützte Download bleibt unverändert. Lokal geprüft sind die sechsseitige Akustiknotation, die fünfseitige E-Gitarrennotation, das Akkordblatt sowie Full Score und isolierte Gitarren als vollständig decodierte MP3-Dateien.

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Sound aus Horsts Lektion

Clean, räumlich und in der Bewegung kontrolliert

Grundklang

Singlecoils und voller Clean-Amp

Horst nutzt die vordere Zwischenposition, einen vollen Clean-Sound, eine 4×12-Box, ein SM57 sowie Low Cut und High Cut gegen unnötige Schärfe.

Raum und Bewegung

Zwei Hallräume, wenig Tremolo

Dynamic Hall und Searchlights liefern Tiefe. Ein dezentes optisches Tremolo bewegt den Ton, ohne als deutlicher Effekt in den Vordergrund zu treten.

Den Klang als eigene Ebene behandeln

Kompression, EQ, Hall und Tremolo können den langen Ton tragen. Entscheidend bleibt, dass deine Zielnote sauber ist und der Effekt die Spielbewegung nicht verdeckt.

Timing-Labor

Vier Takte reichen für das ganze Übesystem

Nimm Bm, A, E und E als ruhige Begleitung auf. Spiele darüber zuerst nur das Hauptmotiv. Danach kommen zwei Antworten und die Chorusfigur.

Ändere pro Durchgang nur eine Sache. Wenn die Naht stolpert, repariere die Begleitung. Wenn die Melodie schwimmt, nimm die E-Gitarre einzeln zurück.

Atmosphäre beginnt beim Timing

Langer Hall kann einen unsauberen Einsatz verdecken, aber nicht korrigieren. Prüfe Motiv und Akkordwechsel erst trocken, danach mit dem vollständigen Sound.

Passende nächste Schritte

Vertiefe Puls, Bending und Vibrato

Was fordert dich stärker: Puls oder langer Ton?

Schreibe im Kommentar, ob Bm-Wechsel, Pickingfigur, Tremolohebel oder die Variante mit Bending deine größte Baustelle sind.

Dein nächster Schritt

Drei Akkorde, vier Takte, eine klare Rollenverteilung

Beginne heute mit dem Loop aus Bm, A, E und E. Wenn die Naht ruhig bleibt, spiele das Hauptmotiv darüber und kontrolliere jeden langen Ton.

„Es ist ein entspanntes, langsames Lied, aber auch sehr, sehr interessant mit vielen, vielen Feinheiten.“Horst Keller, aus der Videolektion

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