Songtutorial · Bonnie Tyler · Easy Strumming

It’s a Heartache auf der Gitarre: Begleitung und Melodie verbinden

Der Song wirkt auf den ersten Blick schlicht. Genau deshalb eignet er sich als klare Gitarrenstunde: fünf Akkorde und zwei Strumming-Varianten tragen die Begleitung, eine fallende Bewegung verbindet den Chorus, und die Sologitarre übernimmt später die Gesangsmelodie.

TonartC-Dur in der Lektion
IntroCsus2, vier Wiederholungen
MaterialAkkordblatt mit kompletter Form
LernkernStrumming, Bending, Melodie

Die vollständige Gitarrenstunde

Vom einfachen Akkordsong zur ausgearbeiteten Gitarrenfassung

Horst zeigt zuerst die Begleitung, zerlegt dann die melodische Sologitarre und hört anschließend in die zusätzlichen Gitarrenspuren des Arrangements hinein.

Dein Auftrag: Spiele zunächst nur C, E-Moll, F, G und A-Moll im gleichmäßigen Handpuls. Die fallende Chorusbewegung und das Solo kommen erst dazu, wenn der Wechsel ohne Stopp funktioniert.

Ein Song, drei Lernstufen

Stufe eins ist die reine Akkordbegleitung. Stufe zwei ergänzt Csus2 im Intro und die fallende Bewegung im Chorus. Stufe drei übernimmt die Gesangsmelodie auf der E-Gitarre.

Das vorhandene PDF zeigt Intro, Strophen, Chorus, beide Soloteile und Outro. D-Moll erscheint im Chorusabgang zusätzlich zu den fünf Grundakkorden.

Du musst nicht alles gleichzeitig lernen. Horst empfiehlt für das Solo Abschnitte von höchstens einem oder zwei Takten.

Akkorde und rechte Hand

Zwei Strumming-Wege, ein durchgehender Puls

Die rechte Hand bewegt sich gleichmäßig. Die Muster entstehen durch Betonungen und ausgelassene Saitenkontakte, nicht durch hektisches Anhalten.

Pattern 1

Direkt und songnah

Zwei betonte Abschläge bilden den Anfang. Danach folgen paarweise Anschläge, während die Hand im Wechselpuls bleibt.

Pattern 2

Klassischer Popgroove

Die zweite Variante nutzt den typischen fließenden Auf-Ab-Puls, den Horst für viele Popsongs der 1970er und 1980er erklärt.

Chorus

Fallende Bewegung

A-Moll, G, F, E-Moll und D-Moll erzeugen den hörbaren Abgang. Greife nur so viel Zusatzbewegung, wie im Tempo sauber bleibt.

Der F-Akkord klingt als Barré geschlossen und kräftig. Wenn der Griff noch nicht stabil ist, arbeite zuerst nur am Wechsel C, E-Moll, F und G. Timing geht vor Griffvollständigkeit.

Im Intro wird Csus2 viermal gespielt. Horst leitet den Griff aus der verschobenen A-sus2-Form ab und zeigt ein Picking, das die schwebende Klangfarbe hörbar macht.

Melodiesolo

Erst die Gesangslinie, dann die Verzierungen

Die Sologitarre folgt der Gesangsmelodie. Dadurch kannst du die Phrase im Ohr behalten, während du Bending, Vibrato, Hammer-On und Pull-Off einzeln ergänzt.

Bending auf Zielton

Der Einstieg liegt im zwölften Bund auf der G-Saite und führt in ein Ganzton-Bending. Prüfe den Zielton vor jedem Versuch.

Vibrato nach der Landung

Erst wenn der Ton stimmt, kommt das Vibrato dazu. Die Bewegung darf die Tonhöhe nicht unkontrolliert verändern.

Pull-Off statt Zwang

Horst ändert an einer Stelle die notierte Ausführung und bevorzugt einen Pull-Off. Die musikalische Linie zählt mehr als blinde Tabtreue.

Melodie zuerst

Spiele die Töne anfangs ohne Bendings. Erst danach ergänzt du Halbton, Ganzton, Slides und kurze Stopps.

Bendings auf der dünnen E-Saite sind körperlich anspruchsvoller. Horst zeigt Alternativen auf der H-Saite und nutzt mehrere Finger als gemeinsamen Block. Der Zielton entscheidet, nicht die Griffbrettposition.

Im zweiten Soloteil antwortet der Gesang auf die Gitarrenmelodie. Höre diese Kanonwirkung zuerst, bevor du die Phrase nachspielst.

Arrangement und Gitarrenspuren

Warum die einfache Begleitung im Studio reich klingt

Horst hört im verwendeten Arrangement sieben Gitarrenspuren: Akustikbegleitung, gedoppelte Stellen, elektrische Fills, Oktaven und zwei Solostimmen. Das erklärt die Fülle, ohne die Grundbegleitung komplizierter zu machen.

Eine elektrische Spur ergänzt kurze Übergänge, offene Saiten und Oktaven. Andere Stimmen doppeln nur einzelne Töne oder setzen ein Arpeggio in eine freie Lücke.

Für deine Fassung reicht eine klare Rollenwahl. Begleite den Song oder spiele die Melodie. Die Studiolagen sind Hörmaterial, kein Pflichtprogramm.

Vier Hörkontrollen

  1. Bleibt der Strumming-Puls ohne Unterbrechung?
  2. Ist der Chorusabgang als Bewegung hörbar?
  3. Trifft jedes Bending seinen Zielton?
  4. Ergänzt das Fill eine Lücke, statt die Begleitung zu verdecken?

Saubere Tonhöhen

Bendings mit einem festen Referenzton aufbauen

Horst übt die Bewegung in der Griffbrettmitte, weil dort die Saitenspannung gut kontrollierbar ist. Schlage zuerst den Zielton an, gehe einen Halbton oder Ganzton zurück und bende exakt zu diesem Ton.

Zeige-, Mittel- und Ringfinger bilden einen Block. Der Daumen stabilisiert die Hand am Hals. Wiederhole denselben Ablauf auf G-, H- und hoher E-Saite, denn jede Saite reagiert anders.

Das Vibrato beginnt erst nach einer sauberen Landung. Halte den Zielton zunächst ruhig. Danach gibst du ihm eine gleichmäßige Bewegung.

Vier Hörkontrollen

  1. Bleibt der Strumming-Puls ohne Unterbrechung?
  2. Ist der Chorusabgang als Bewegung hörbar?
  3. Trifft jedes Bending seinen Zielton?
  4. Ergänzt das Fill eine Lücke, statt die Begleitung zu verdecken?

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten von der Begleitung zum Solo

  1. Akkorde: C, E-Moll, F, G und A-Moll ohne Rhythmus wechseln.
  2. Puls: Pattern 1 nur auf gedämpften Saiten spielen.
  3. Form: Strophe und Chorus mit D-Moll-Abgang verbinden.
  4. Intro: Csus2 viermal gleichmäßig arpeggieren.
  5. Melodie: Ersten Soloteil ohne Bending in kurzen Loops spielen.
  6. Ausdruck: Halbton, Ganzton und Vibrato einzeln ergänzen.

Für das Solo gilt Horsts Grenze: höchstens ein oder zwei Takte pro Schleife. Wiederhole erst, wenn Anfang und Ende der Phrase klar sind.

Melodie zuerst, Verzierung danach

Singe oder summe die Linie, bevor du sie greifst. Die Gitarre übernimmt im Arrangement genau diese Gesangsmelodie.

Prüfe jedes Bending gegen einen festen Referenzton. Schlage den Zielton an, rutsche zurück und bende dorthin. Horst demonstriert diesen Ablauf für Halbton und Ganzton.

Wenn die dünne E-Saite zu viel Kraft verlangt, versuche dieselbe Note auf der H-Saite. Nutze Zeige-, Mittel- und Ringfinger als Block.

Nimm die Akkordbegleitung einmal auf. Spiele darüber nur die Melodie. Erst wenn beides zusammen rhythmisch stabil bleibt, ergänzt du Slides, Pull-Offs und Vibrato.

Für die Chorusbewegung genügt zunächst die Akkordfolge. Die zusätzliche Bassführung kommt in einer zweiten Runde dazu. So bleibt die rechte Hand ruhig und der Übergang verliert nicht seinen Puls.

Premium-Material

Akkorde und vollständige Songform

Der bestehende geschützte Download bleibt unverändert. Das einseitige PDF enthält Intro, Strophen, Chorus, beide Soloteile und Outro mit Akkorden.

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Klang und Dynamik

Akustische Basis, singende E-Gitarre

Die beiden Rollen brauchen unterschiedliche Klangbilder. Die Begleitung bleibt offen und rhythmisch, die Melodie trägt einen runden angezerrten Ton.

Begleitung

Akustisch und transparent

Horst nutzt in der Lektion ein Akustikmodell. Csus2 und die offenen Saiten sollen ausklingen, während der Strumming-Puls stabil bleibt.

Melodie

Marshall, zwei Overdrives, Echo

Für den runden Soloton beschreibt Horst einen alten Marshall-Klang, Tube Screamer und Prince of Tone in Reihe sowie ein Echo.

Mehr Verzerrung ersetzt keine Tonhöhenkontrolle. Stelle zuerst ein langes Sustain ein, reduziere das Echo und prüfe dann Bending und Vibrato trocken genug, um jeden Zielton zu hören.

Passende nächste Schritte

Vertiefe Bending, Vibrato und Easy Strumming

Wo sitzt deine schwierigste Stelle?

Nenne im Kommentar eine konkrete Passage: F-Barré, Chorusabgang, Csus2, erstes Bending oder Melodie ohne Verzierung. Das native Kommentarformular bleibt offen.

Dein nächster Schritt

Vier Takte Begleitung, zwei Takte Melodie

Nimm heute nur diese beiden Bausteine auf. Morgen ergänzt du die fallende Bewegung und ein sauberes Ganzton-Bending.

„Einfach nur die Melodie des Gesangs übernehmen.“Horst Keller, aus der Videolektion

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