Gitarre lernen: Kapitel 2 – die wichtigsten Akkorde auf der Gitarre, von Powerchords bis E7#9

Im 2-ten Teil der Serie geht um das Basiswissen in Bezug auf die Akkordbegleitung auf der Gitarre.
Was ist ein Akkord, wie baut er sich auf, wie wird er verwendet und was muss ich tatsächlich wissen.

Ein Akkord ist der Zusammenklang von drei oder mehr Tönen, die in der Regel einen bestimmten Aufbau haben (Terzschichtung). Auch zwei Töne können schon als Akkord gelten (Powerchord). Die Grundlage für den Aufbau von Akkorden ist die Dur-Tonleiter. In diesem FallC-Dur
In diesem Text werden einzelne Töne mit Kleinbuchstaben (c, d, e … ) bezeichnet,
Akkorde in der gebräuchlichen Symbolschrift in Großbuchstaben (C, G, Am, D7 … ).
Akkorde werden typischerweise als Begleitung zu einer gesungenen oder gespielten Melodie verwendet.

Dreiklänge

Die einfachsten und weitaus häufigsten Akkorde sind die Dreiklänge. Ein C-Dur -Dreiklang besteht aus den Tönen: c – e – g.
Wir gehen also vom Grundton c zum Ubernächsten der Tonleiter,e, dann weiter zum Ubernächsten, g.
Ein C-Dur -Dreiklang besteht also aus zwei übereinander geschichteten Terzen, zuerst eine große, dann eine kleine. Er wird einfach als C bezeichnet.
Wenn wir auf gleiche Art vom Ton d aus den übernächsten Ton f aufschichten, und dann wieder den übernächsten a, erhalten wir den D-Moll-Dreiklang (Dm). Hier haben wir zuerst eine kleine, darüber eine große Terz.

Ein Durdreiklang besteht grundsätzlich aus einer großen und einer kleinen Terz.
Ein Molldreiklang besteht grundsätzlich aus einer kleinen Terz und einer großen Terz.
Wir sprechen auch dann noch von einem Dreiklang, wenn etwa dem C-Dur-Dreiklang c -e – g noch ein hohes c hinzugefügt wird. Es können sogar beliebig viele Oktav-Verdoppelungen der Akkordtöne ergänzt werden, der Akkord wird trotzdem Dreiklang genannt.
Der Grundton muss nicht immer der erste sein. Die Töne können umgestellt werden, man spricht dann von Umkehrungen. Man sollte also die Begriffe Grundton (der dem Akkord den Namen gibt) und Basston (tiefster Akkordton) nicht verwechseln. Ein C-Dur-Dreiklang kann z. Bsp. so gebaut sein: e – g – c – g

Wenn wir von h aus einen Dreiklang bilden, erhalten wir den Klang h – d – f , der aus zwei kleinen Terzen besteht. Dies nennen wir einen verminderten Dreiklang Hm-oder HmS- oder Hdim (diminished, diminue), da das Intervall h – feine verminderte Quinte ist. (zur Erinnerung im Englischen wird ein H als B bezeichnet, ein deutsches B ist im Englischen ein Bb)
Dies wären die Tonleitereigenen Dreiklänge von C-Dur. Es sind die einzigen Dreiklänge, die keine Töne mit Vorzeichen enthalten. Einfache Lieder oder Stücke in C-Dur beschränken sich auf diese Akkorde, oder kommen sogar mit nur zwei oder drei aus (C, G, F).

Vom Aufbau her haben wir also nur die Akkordtypen:

– Dur-Dreiklang
– Moll-Dreiklang
– verminderter Dreiklang

„Wie man Barré Akkorde lernt und spielt.“ Ein Kompendium! Barree Akkord Gitarre

Rhythmusgitarre Folge.4 „Rockgitarre: Riffs, Powerchords und mehr“

Viel Spaß und viel Erfolg
Horst Keller

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4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Gustav Neges
    23. Juni 2021 16:31

    Hallo Horst,
    ich muß sagen danke für deine Arbeit es macht richtig Freude Dir zu folgen,
    Du hast einen neuen Fan
    bleib gesund und mach weiter
    Gustav

    Antworten
  • Walther Gugeler
    28. Juli 2021 16:25

    Hallo Horst,
    nachdem ich als 67-jähriger Oldie und Ruheständler 🙂 mit meinen „Anfänger“-Kenntnissen wieder auf der Suche nach sinnvollen Unterrichten war, wurde ich bisher enttäuscht, da die sehr vielen Schulungen nicht meinen Wünschen entsprachen. Per Zufall mit ich auf Deine Seite gestoßen und kann nur eines sagen : „KLASSE !!!“ Ich bin sofort Unterstützer geworden und freue mich schon auf weiteres Material. Ich habe als „Anfänger“ vieles falsch gemacht und gehe jetzt aufgrund Deiner sehr guten Anleitung systematisch vor. Dein Statement in Lexikon 1 bezüglich Prioritäten setzen und die Ablenkung durch digitale Geräte zu reduzieren, fand ich sehr gut. Als IT-Mensch bin ich durch mein Berufsleben auch schon so richtig abhängig von den digitalen Medien geworden. Jetzt packe ich es mal anders an frei nach dem Motto „Es ist nur das umsonst, was man nicht probiert hat“. Parallel dazu werde ich natürlich Deine 30 Schulungstage als Grundlage benützen. Ganz liebe Grüße vom „Oldie“ Walther

    Antworten
  • Patricia Nastoll
    22. August 2021 14:27

    Hier noch ein Oldie (60 Jahre) aus der Lüneburger Heide! Unmusikalisch, kein Rhythmusgefühl und leichte Arthrose in den kleinen Fingergelenken. Also ideale Voraussetzungen für eine großartige Karriere als Gitarristin:)
    Trotzdem bin ich mit Begeisterung dabei und fühle mich bei deinem Unterricht gut aufgehoben. Die ersten Erfolge stellen sich auch schon ein. Danke für eine Ausführlichen Erklärungen besonders bei den Basics!

    Antworten

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