Helix Stadium · The Eras Update

Helix Stadium Update 1.4: zwölf Plexi-Kanäle und sechs neue Effekte im Praxistest

Der 70er Plexi gefällt mir in diesem Vergleich besonders gut. Er hat Druck, reagiert auf den Anschlag und lässt sich mit dem Volume-Regler der Gitarre zurücknehmen. Im Livestream vom 22. Oktober spiele ich die vier Plexi-Jahrgänge des Helix Stadium gegeneinander und probiere die neuen Effekte aus. Nimm dir für den Anfang einen Amp und höre auf seine Reaktion, bevor du den nächsten auswählst.

Horst Keller mit Gitarre: Helix Stadium Update 1.4, zwölf Plexi-Kanäle und sechs neue Effekte
Aufzeichnung22. Oktober 2026
Video89:18 Minuten
Brit SL1004 Jahrgänge · 12 Kanäle
Update 1.46 neue Effekte

Die Aufzeichnung vom 22. Oktober 2026

Den Unterschied hören und spielen

Die Aufzeichnung dauert 89:18 Minuten. Die Plexi-Vergleiche beginnen bei 05:27, der Omega Granophyre bei 27:13. Zur PortaBox 424 kommst du bei 44:11. Den Mercator hole ich am Ende ab 1:22:47 nach.

Vier Jahrgänge · drei Kanäle

1967, 1968, 1970 oder 1971?

Im Brit SL100 wählst du zwischen vier Baujahren. Zu jedem gehören die Kanäle Normal, Bright und Jumped. Das ergibt zwölf Plexi-Kanäle innerhalb eines Modells. Das Update enthält insgesamt 14 neue Agoura-Kanäle: Zu diesen zwölf kommen Omega Granophyre und Prosecutor.

Brit SL100 – Originalabbildung von Line 6
Brit SL100. Originalabbildung: Line 6, Release Notes 1.4.

Beim 68er spiele ich mit dem Anschlag und lasse den Normal-Kanal arbeiten. Beim 70er höre ich in meinem Vergleich mehr Druck und einen kräftigeren Bass. Das ist mein Höreindruck mit dieser Gitarre und diesen Einstellungen, keine Rangliste für jede Spielweise.

Ab 24:50 probiere ich den 71er Jumped in Richtung des alten Van-Halen-Sounds aus. Es geht um eine klangliche Annäherung; dafür schalte ich den Tube Screamer zunächst aus. Hör dir den Amp auch ohne zusätzliche Verzerrung an.

Nachtrag aus dem Live-Chat

BrightCap gehört zum Bright-Anteil

Hier ist eine Korrektur wichtig: BrightCap wirkt auf den Bright-Kanal beziehungsweise dessen Anteil im Jumped-Betrieb, nicht auf Normal. Meine frühe Zuordnung im Video korrigiere ich später nach dem Hinweis aus dem Chat. Die entsprechende Stelle beginnt bei 1:13:08.

Bei wenig Gain kann die BrightCap-Einstellung mehr Höhen und Biss hörbar machen; bei höherem Gain fällt die Wirkung dezenter aus. Vergleiche mit derselben kurzen Phrase und verändere dabei nicht gleichzeitig mehrere Regler.

Zum Vergleichen der Lautstärke dient der Level-Regler. Der Master-Regler kann dagegen die Endstufensättigung beeinflussen. Ein lauterer Sound ist noch kein besserer Sound.

Die beiden weiteren Ampmodelle

Omega Granophyre und Prosecutor

Der Omega Granophyre basiert auf dem Granophyre 6L6 von Omega Ampworks. Ich beginne im Video mit wenig Drive und drehe die Verzerrung anschließend auf. So hörst du mehr von seiner Bandbreite als mit nur einer High-Gain-Einstellung.

Der Prosecutor ist eine neue Agoura-Weiterentwicklung eines Line-6-Originalmodells. Beim ersten Umschalten ist kurz noch der Omega aktiv; den Prosecutor hörst du tatsächlich erst ab etwa 36:48. Danach spiele ich mit Clean, Crunch und dem Volume-Regler der Gitarre.

Nicht nur der Plexi bekommt Zuwachs

Sechs neue Effekte am vorhandenen Sound ausprobieren

Essex Vibe greift das Vibrato eines VOX AC-30 Top Boost auf. Rock Box Dist und Rock Box Boost sind zwei getrennte Blöcke nach den beiden Seiten der Z.Vex Box of Rock. Für einen Vergleich lasse ich den Amp stehen und schalte den jeweiligen Effekt dazu.

Mit PortaBox 424 kommt der Vorverstärkercharakter eines Tascam Portastudio ins Spiel. Mein Tipp im Video: zunächst Gain zurücknehmen und Level anheben, dann dieselbe Passage ohne und mit dem Block spielen. So lässt sich hören, was der Effekt zum Grundsound beiträgt.

PortaBox 424 – Originalabbildung von Line 6
PortaBox 424. Originalabbildung: Line 6, Release Notes 1.4.

Dimension W orientiert sich am BOSS DC-2W Waza Craft. Den sechsten Effekt, Mercator, habe ich im ersten Durchgang ausgelassen und hole ihn ab 1:22:47 nach. Er überträgt den Vorverstärkercharakter des Line 6 Cartographer in einen Effektblock.

Versionen auseinanderhalten

Die neuen Modelle gehören zu 1.4

The Eras Update 1.4 erschien am 13. Oktober 2026. Die Version 1.4.1 vom 20. Oktober ist ein Fehlerkorrektur-Update; Stadium App und Plugin bleiben laut Release Notes zunächst bei 1.4. Die hier vorgestellten Amp- und Effektmodelle stammen aus 1.4.

Im Rückblick spreche ich auch über die Proxy Cloning Engine. Zur zeitlichen Einordnung: Sie kam mit 1.3, nicht erst mit dem späteren Wartungsupdate 1.3.2. Für Update- und Sicherungsschritte gelten die aktuellen Anweisungen von Line 6.

Offizielle Release Notes zu Helix Stadium 1.4 von Line 6

Ein Sound, den du wirklich spielst

Beginne mit wenigen passenden Modellen

Ab 1:04:10 spreche ich darüber, warum mir ein paar passende Ampmodelle wichtiger sind als möglichst viele gespeicherte Sounds. Such dir einen Amp, der zu deinem Geschmack, deiner Spielweise und deiner Gitarre passt.

Spiele eine kurze Phrase erst leise, dann kräftiger. Nimm den Volume-Regler der Gitarre zurück und höre auf den Übergang von verzerrt zu sauberer. Erst danach kommen Booster, Hall oder Delay dazu. Im Livestream lassen sich diese Unterschiede an denselben Modellen verfolgen.

VIP-Guitar · Helix Stadium

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