Songtutorial: „Little Wing“ Jimi Hendrix

„Little Wing“ ist ein Song, der von Jimi Hendrix geschrieben und 1967 aufgenommen wurde. Es ist eine Ballade mit langsamerem Tempo, „Rhythm and Blues“, die von Hendrix‘ Gitarre und Gesang inspiriert ist, angereichert mit Studioeffekten, begleitet von Bass, Schlagzeug und Glockenspiel. Mit etwa zweieinhalb Minuten Länge ist es eines seiner prägnantesten und melodischsten Stücke.

„Musikalisch ist Little Wing so strukturiert, dass es dem ganzen Song einen hauchzarten Touch verleiht, von der fesselnden Eröffnungsansprache über das eindringliche Glockenspiel bis hin zur Verwendung eines Leslie-Lautsprechers für die Gitarre“. Basierend auf einer „sanften, gefühlvollen Akkordfolge, die die Melodie anleitet und ein genaues Spiegelbild von Titel und Text darstellt“. Der Song wurde im 4/4-Takt mit einem Takt im 2/4-Takt bei einem langsamen Rock-Tempo (70-72 Schläge pro Minute) notiert und baut auf einer Akkordfolge ohne Bridge-Sektion auf.

Nach einer instrumentalen Einleitung folgen zwei Verse, gefolgt von einem Gitarrensolo, das vom Biographen Keith Shadwick als „reich melodisch“ beschrieben wurde. Bemerkenswert ist die Kürze des Songs: „Das Lied verschwindet nach nur zwei Minuten und fünfundzwanzig Sekunden in einem zauberhaften Solo. Auch live war ‚Little Wing‘ kaum länger – er sagte, was er sagen wollte und hörte auf“.

Hendrix’s Verwendung von Gitarrenakkorden für den Song beinhaltet unkonventionelle Fingerpositionen und seine typische Herangehensweise an das Griffbrett.
Er hatte die Tendenz, mit den Fingern sehr flach zu spielen und er hatte einen sehr langen Daumen, sodass er über den Hals hinauskam, um Bassnoten zu spielen. Das ließ seine Finger in einer für ihn optimalen Position, um all dieses akkordartige Zeugs zu spielen.
Diese flache Spiel brachte ihm auch den doppelten Saiteneffekt (Double Stop) jedes Mal, wie es auch in ‚Castles Made of Sand‘ sehr schön zu hören ist.
Ein Nachschlagewerk von Hal Leonard vergleicht seine Spielweise mit dem Ansatz eines Pianisten, mit Hendrixs „Daumen und den Bassnoten, der fast wie die linke Hand eines Keyborders funktioniert, und die Finger seiner Greifhand können mit der rechten Hand eines Pianisten verglichen werden“ Gitarrist Adrian Belew bezeichnet die Technik als „verlorene Kunst“.

Ich spiele den Song gerne bei ca. 54bpm, wie Hendrix auf späteren Live-Aufnahmen auch. Dadurch wird alles viel lyrischer und ruhiger und gibt enormen Raum für Improvisationen.
Ich hoffe ich konnte Euch hiermit eine Freude machen, jedoch sage ich es nochmals sehr deutlich (wie auch im Video), dies ist die Champions League des E-Gitarrenspiels. Es braucht sehr viel Zeit und Erfahrung diese Spielweise zu verstehen, zu fühlen und gut interpretieren zu können.
Trotzdem lohnt der Song, weil er von der Akkordstruktur leicht ist und man so wunderbar darauf improvisieren kann.

Vielen Dank an Sebastian Minet für das wunderbare Zusammenspiel und für die schöne Zeit, die wir zusammen hatten.

JIMI HENDRIX – Little Wing in Em (14 minutes backing track)

Viel Spaß und viel Erfolg
Horst Keller

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