Metallica · Rhythmusgitarre · Sebastian Minet
Enter Sandman: Hauptriff, Downstrokes und Palm Muting
Dieses Tutorial konzentriert sich auf den ersten Lernblock des Songs: Clean-Intro, verzerrter Aufbau, Hauptriff, Palm Muting und druckvolle Downstrokes. Sebastian Minet spielt jeden Riffteil zuerst vor und erklärt danach Griff, Anschlag und Dämpfung in langsamem Tempo.
Die vollständige Videolektion
Vom offenen Intro zum schweren Hauptriff
Sebastian zeigt fünf aufeinanderfolgende Riffbausteine. Die Lektion endet bewusst beim Hauptriff. Strophe, Pre-Chorus und Chorus folgen im zweiten Teil.
Die Dämpfung trägt den Groove
Die Griffbilder sind nicht das Hauptproblem. Entscheidend ist der Wechsel zwischen offenem Akzent und kontrolliert gedämpftem Puls. Liegt der Handballen zu weit vorn, verliert der Ton seine Höhe. Liegt er zu weit hinten, wird das Riff zu offen.
Sebastian legt den Handballen an der Brücke an und verschiebt ihn nur leicht auf die Saiten. So bleibt der Anschlag kompakt, ohne den Ton vollständig abzuwürgen.
Höre jeden Riffteil zuerst im normalen Tempo. Nutze danach die langsame Erklärung und stoppe, sobald Nebensaiten, Leersaiten oder Slides unkontrolliert klingen.
Clean-Intro
Ein Griff, offene Saiten und klare Reihenfolge
Das Intro beginnt mit einem Zweiklang im fünften und siebten Bund. Dazu kommen offene Saiten und zwei einzelne Töne. Die Wirkung entsteht aus der festen Reihenfolge, nicht aus Kraft.
Fünfter und siebter Bund
Greife den fünften Bund auf der D-Saite und den siebten Bund auf der A-Saite. Ringfinger oder kleiner Finger sind möglich.
E, A und G ordnen
Spiele tiefe E-Saite, gegriffene A-Saite und offene G-Saite als klar getrennte Ereignisse.
Sechster und fünfter Bund
Der nächste Baustein verbindet den sechsten Bund der tiefen E-Saite mit dem fünften Bund der A-Saite.
Wechselschlag nutzen
Im offenen Intro hilft der Wechselschlag, die Saitenfolge ruhig und ohne unnötige Handbewegung zu spielen.
Trenne Griff und Saitenfolge beim Üben. Halte den Zweiklang zunächst liegen und sprich die Saitennamen mit. Danach spielst du nur den Ablauf, noch ohne Tempo.
Verzerrter Aufbau
E-Powerchord, Akzent, Downstrokes und Slide
Der nächste Riffteil startet mit dem offenen E-Powerchord. Optional kann der zweite Bund auf A- und D-Saite als kleiner Barré gegriffen werden.
Offener Akzent
Schlage den E-Powerchord einmal breit und ungedämpft an. Dieser Anschlag setzt den Startpunkt.
Gedämpfte Antworten
Lege den Handballen sofort wieder auf und spiele die folgenden Anschläge ausschließlich als Downstrokes.
Slide auf der A-Saite
Verbinde den fünften mit dem siebten Bund. Start und Ziel bleiben hörbar, die Nachbarsaiten ruhig.
Neu beginnen
Nach dem Slide kehrst du zum offenen Akzent zurück. Die Schleife muss ohne zusätzliche Leersaite schließen.
Sebastian zählt zunächst fünf, im vollständigen Ablauf sieben gedämpfte Downstrokes. Maßgeblich ist die im Video vorgespielte Phrase. Zähle langsam mit und vergleiche direkt mit der Aufnahme.
Hauptriff
Slide, Einzeltöne, Vibrato und tiefe Powerchords
Der zentrale Riffkern beginnt mit zwei E-Anschlägen. Danach führt ein schneller Slide auf der A-Saite in den siebten Bund. Es folgen der sechste und fünfte Bund auf der tiefen E-Saite.
Der Ton im fünften Bund bekommt Vibrato. Spiele diese Figur dreimal. Danach kommt die tiefe Antwort mit G- und Fis-Powerchord sowie der offenen E-Saite dazwischen.
Der erste G-Powerchord ist der offene Akzent. Die anschließenden Anschläge werden wieder gedämpft. Genau dieser Lautstärkewechsel gibt dem Ende seine Kontur.
Kontrollpunkte
- Slide: Das Ziel im siebten Bund kommt exakt im Puls.
- Vibrato: Der Ton schwingt erst nach sauberer Landung.
- Leere E-Saite: Sie sitzt zwischen den Powerchords, nicht zufällig daneben.
- Akzent: Nur der vorgesehene Startschlag öffnet den Klang.
Direkt zu den Stellen
20 direkte Kapitel
- 00:09 · Begrüßung und ZielSebastian stellt Song und Aufbau der Lektion vor.
- 00:43 · Clean-Intro beginntDer erste Riffbaustein wird angekündigt.
- 00:51 · Intro im TempoDie komplette Figur als Klangvorlage.
- 01:09 · Zweiklang greifenFünfter und siebter Bund im Detail.
- 01:49 · Offene SaitenE-, A- und G-Saite in der richtigen Folge.
- 03:17 · Verzerrter AufbauDer zweite Riffblock wird vorgespielt.
- 03:50 · E-PowerchordOffene E-Saite und zweiter Bund.
- 04:46 · Palm MutingHandballenposition an der Brücke.
- 06:13 · Akzent und DownstrokesOffener Startschlag, gedämpfte Antworten.
- 07:28 · Slide verbindenFünfter in den siebten Bund auf der A-Saite.
- 08:16 · Ersten Riffteil bauenAkzent, Downstrokes und Slide zusammensetzen.
- 08:40 · ÜbergangsriffDer Baustein vor dem eigentlichen Hauptriff.
- 10:55 · Zwei GitarrenrollenHetfield- und Hammett-Part werden getrennt.
- 12:26 · Hauptriff im TempoDas zentrale Thema als vollständige Vorlage.
- 13:05 · Hauptriff zerlegenZwei E-Anschläge, Slide und Einzeltöne.
- 14:17 · Dreimal wiederholenRiffkern und Übergang zum Endteil.
- 14:35 · G-PowerchordGriff und Dämpfung der tiefen Antwort.
- 15:27 · Fis, G und EDie Schlussfolge langsam erklärt.
- 16:50 · Hauptriff langsamDer gesamte Ablauf als Übevorlage.
- 17:24 · Ton und HörkontrolleWarum Dämpfung und Klang vor Tempo kommen.
Konkreter Übeplan
Sechs Einheiten für einen kontrollierten Riffklang
- Clean-Intro: Zweiklang halten und die Saitenfolge achtmal ohne Tempo spielen.
- Dämpfung: Offenen E-Akzent und vier gedämpfte Downstrokes abwechseln. Lautstärke und Tonlänge prüfen.
- Slide: Fünfter zu siebtem Bund als kurze Schleife üben. Keine Nebensaite darf mitklingen.
- Übergang: E-Powerchord, einzelne Töne und erneute Downstrokes langsam verbinden.
- Hauptriff: Riffkern dreimal spielen und danach G-, Fis- und E-Ende anfügen.
- Form: Clean-Intro, verzerrten Aufbau, Übergang und Hauptriff in einer Aufnahme verbinden.
Kurze Schleifen, klare Kriterien
Erhöhe das Tempo erst, wenn der offene Akzent deutlich größer klingt als die gedämpften Anschläge. Mehr Gain kann eine unruhige rechte Hand nicht verdecken.
Nimm Einheit zwei, vier und sechs auf. Höre nur auf Tonlänge, Nebensaiten und den Zeitpunkt des Slides. Korrigiere eine Sache pro Durchgang.
Sebastian empfiehlt, den Song häufig zu hören. Nutze das als Klangvergleich, nicht als Tempodruck. Dein sauberstes langsames Tempo ist der Ausgangspunkt.
Sound und Anschlag
Druck entsteht vor dem Verstärker
Downstrokes kompakt halten
Bewege das Plektrum nur so weit wie nötig durch die Saiten. Ein fester Puls ist wichtiger als ein großer Ausholweg.
An der Brücke dosieren
Verschiebe den Handballen millimeterweise. Suche den Punkt, an dem der Ton kurz und schwer, aber noch klar gestimmt bleibt.
Offen gegen gedämpft
Spiele denselben E-Powerchord viermal offen und viermal gedämpft. Beide Varianten bleiben gleich laut angeschlagen. Der Unterschied soll aus Tonlänge und Dämpfung entstehen, nicht aus zufälliger Kraft.
Archivmaterial
Die GP3-Partitur als zusätzliche Orientierung
Im VIP-Guitar-Archiv liegt eine vollständige GP3-Partitur zu Enter Sandman. Sie umfasst 168 Takte mit Bass, zwei Gitarrenspuren und Schlagzeug. Beide Gitarrenspuren sind in Standardstimmung angelegt, die Datei speichert 123 BPM.
Die Partitur ist umfangreicher als diese erste Videolektion. Für Griffweise, Dämpfung und Anschlag dieses Beitrags bleibt Sebastians Tutorial die maßgebliche Quelle.
Quellenabgrenzung
- Video: konkreter Lernweg für Teil 1.
- GP3: vollständige Songstruktur als Archivquelle.
- Newsletter: Metal-Rhythmus und systematisches Üben.
- Teil 2: Strophe, Pre-Chorus und Chorus.
Hörkontrolle
Drei Durchgänge vor dem nächsten Tempo
Im ersten Durchgang hörst du nur auf die offenen Akzente. Sie müssen an derselben Stelle und mit derselben Länge erscheinen.
Im zweiten Durchgang prüfst du die gedämpften Downstrokes. Jeder Anschlag bleibt kurz, aber als gestimmter Ton erkennbar.
Im dritten Durchgang zählen die Übergänge. Slide, Vibrato und offene E-Saite dürfen den Puls nicht verschieben.
Hörfragen
- Bleibt der offene Akzent größer als die Antwort?
- Landet jeder Slide klar im siebten Bund?
- Klingt die offene E-Saite nur an den vorgesehenen Stellen?
Passende nächste Schritte
Vertiefe Songform und Metal-Rhythmus
Dein nächster Durchgang
Spiele den verzerrten Aufbau einmal mit sehr wenig Gain. Wenn Akzente, Slides und Dämpfung dann klar bleiben, trägt deine Spieltechnik den Riffklang.



