Songtutorial · Pink Floyd · Rhythmus und Solo

Another Brick in the Wall: Groove, Fills und Gilmours Solo

Ein D-Moll-Groove trägt den Song. Seine Wirkung entsteht durch präzise Stopps, versetzte Akkordfills und ein Solo, das mit Bendings, Rakes und Zielnoten eine vollständige Geschichte erzählt.

TonartD-Moll
Tempo103 BPM
Partitur77 Takte · 7 Spuren
LernkernGroove, Fills, Bending

Die vollständige Gitarrenstunde

Die vollständige Gitarrenstunde in 74 Minuten

Horst trennt die Lektion in Grundsound, D-Moll-Begleitung, Akkordfills und das komplette Solo. Er zeigt nicht nur die Töne, sondern auch Dämpfung, Anschlag, Zielhöhe und musikalische Alternativen für besonders extreme Bendings.

Dein Auftrag: Spiele zuerst nur den D-Moll-Akkord im fünften Bund. Zwei Schläge, sofort lösen, mit beiden Händen stoppen und die Pause genauso ernst nehmen wie den Akkord.

Wenige Akkorde, viele Aufgaben

Die Begleitung besteht im Kern aus Dm, G, F und C. Einfach wird sie dadurch nicht. Der Groove lebt von kurzen Akkorden, toten Saiten, klaren Stopps und mehreren Gitarrenspuren, die sich gegenseitig ergänzen.

Das Solo beginnt in der Partitur bei Takt 29. Es arbeitet überwiegend mit der D-Moll-Pentatonik, ergänzt Töne aus D-Moll und richtet wichtige Phrasen hörbar an den Akkorden aus.

Das lokal geprüfte GP-Archiv dokumentiert Standardstimmung, 103 BPM, 77 Takte und sieben Spuren. Horst weist zugleich darauf hin, dass eine Tabulatur nie jede Nuance der Aufnahme vollständig abbildet.

Arbeite deshalb in zwei Ebenen: Nutze Notation und Video für die Bewegung, kontrolliere aber Tonhöhe, Länge und Timing immer mit dem Ohr.

D-Moll und die rechte Hand

Der Strophengroove beginnt mit einem sauberen Stopp

Horst greift D-Moll als verschobene A-Moll-Form im fünften Bund. Diese Lage erlaubt es, den Akkord sofort zu lösen und die Saiten kontrolliert abzudämpfen.

Dm

Zweimal anschlagen

Drücke den Akkord nur für die beiden Schläge. Die Greifhand bleibt danach auf den Saiten liegen, ohne weiter zu drücken.

Stopp

Beide Hände nutzen

Die linke Hand löst den Griff, die rechte Hand stoppt zusätzlich. So entsteht die kurze, trockene Kante.

Puls

Die Eins markieren

Zähle durchgehend vier Viertel. Die Betonung bleibt klar, auch wenn Akkord und Pause sich abwechseln.

Loop

Vier Takte hören

Wiederhole nur den Grundgroove. Erst wenn jede Pause gleich lang wirkt, kommen Fills und Formwechsel hinzu.

Der scheinbar kleine Unterschied entscheidet über den ganzen Song. Wenn der Akkord nachklingt, verliert der Groove seine scharfe Kontur. Wenn du zu hart stoppst, entstehen Nebengeräusche. Suche den Punkt, an dem der Klang sofort endet, die Hand aber entspannt bleibt.

Form und Akkordfills

Dm, G, F und C werden zu einer Gitarrenstimme

Der Grundakkord hält große Teile der Strophe. Beim Wechsel nach G und in den Refrain öffnen Akkordlagen und kurze Abgänge das Arrangement.

G-Dur abdämpfen

Halte die Begleitung kurz und rhythmisch. Der neue Akkord darf den D-Moll-Puls nicht ausbremsen.

Dm im zehnten Bund

Die höhere Lage schafft Platz für den Wechsel nach C und die folgenden F- und G-Farben.

Akkorde als Fills

Spiele die Griffwechsel wie eine Melodie. Jeder Akkord hat einen klaren Einsatz und ein klares Ende.

Zurück zum Fundament

Nach dem Abgang landet die Begleitung wieder auf Dm. Diese Rückkehr muss ruhig und zwingend wirken.

Horst zeigt zwei mögliche Lagen für denselben harmonischen Weg. Entscheide nach Klang und Bewegungsökonomie. Die höhere Variante wirkt auf den mittleren Saiten voller, die andere kann für deine Hand leichter sein.

Das vollständige Gitarrensolo

Bending ist hier Melodie, nicht Dekoration

Der Einstieg verbindet Pull-Off, schnelle Sechzehntel und ein Ganzton-Bending. Danach folgen Akkordtöne, lange Zielnoten, Double Stops und Rakes. Jede Technik besitzt eine melodische Aufgabe.

Die großen Bendings brauchen Vorbereitung. Horst stützt mit mehreren Fingern, dämpft mit dem Zeigefinger und warnt davor, die extreme Zugweite unkontrolliert zu erzwingen.

Für die besonders hohe Phrase zeigt er eine musikalische Alternative: Teile den Zug auf zwei Positionen auf, statt die gesamte Strecke auf einer Saite zu erzwingen. Die Kontur bleibt erhalten und das Risiko sinkt.

Später wandert das Solo aus der ersten Pentatonikposition in die fünfte Lage. Slides und Pull-Offs verbinden die Register, während Viertelton-Bendings und Double Stops die Bluesfarbe setzen.

Vier Hörkontrollen

  1. Trifft jedes Bending seine Zielhöhe?
  2. Bleiben ungespielte Saiten wirklich still?
  3. Kommt das Vibrato erst nach dem Zielton?
  4. Erzählt jede Phrase einen eigenen Satz?

Wenn ein langer Zug unsicher ist, spiele zuerst Ausgangs- und Zielton getrennt. Erst danach bändigst du die Strecke dazwischen.

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten vom Groove zum vollständigen Solo

  1. Stopp: Dm zweimal anschlagen, lösen und mit beiden Händen geräuscharm stoppen.
  2. Puls: Vier Takte nur mit dem Strophengroove spielen und die Eins klar halten.
  3. Form: G, F und C ohne Fills ergänzen, danach die höheren Akkordlagen einsetzen.
  4. Soloanfang: Pull-Off und erstes Ganzton-Bending als Zwei-Takt-Loop üben.
  5. Zielhöhe: Jeden großen Zug gegen einen vorher gespielten Zielton prüfen.
  6. Verbindung: Zwei sichere Phrasen koppeln, aufnehmen und erst bei sauberer Naht erweitern.

Takt für Takt ist hier die schnelle Methode

Horst empfiehlt für den technisch dichten Abgang ausdrücklich kleine Einheiten. Ein einzelner Takt besitzt bereits Bending, Pull-Off, Double Stop oder Slide. Diese Bewegungen müssen zuerst getrennt sitzen.

Reduziere 103 BPM zunächst auf etwa 50 BPM. Halte die Notenwerte trotzdem exakt. Langsames Tempo ist nur dann hilfreich, wenn die Pausen und Einsätze genauso sorgfältig gespielt werden.

Bei extremen Bendings gilt eine eigene Grenze: Tonhöhe und Kontrolle sind wichtiger als die originale Griffweise. Nutze Horsts Alternative, wenn die Hand verkrampft oder die Saite gefährlich überlastet wird.

Nimm jeden Abschnitt auf. Höre zuerst nur auf Intonation, danach auf Timing und zuletzt auf Ausdruck. Drei klare Durchgänge zeigen mehr als zehn unkontrollierte Versuche.

Premium-Material

Der geschützte Download bleibt erhalten

Die bestehende Download-ID und ihre öffentliche Schutzroute bleiben unverändert. Lokal geprüft wurden eine zweitseitige Akkordfassung, GP-, GPX- und GP3-Dateien sowie zwei vollständig decodierte Audiodateien.

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Sound aus Horsts Lektion

Modulation für die Fläche, Kontrolle für das Solo

Begleitung

Clean-Amp, Chorus und dezenter Druck

Horst nutzt einen HiWatt-artigen Clean-Sound, 4×12-Box, Plattenhall, dezenten Chorus und Kompression. Flanger und mehrere Delays dienen vor allem der Introfläche.

Solo

Overdrive vor dem Amp

Für das Solo kommt ein Tube-Screamer-artiger Overdrive vor den cleanen Amp. Der Kompressor sitzt in Horsts Kette hinter dem Amp, dazu bleibt Hall, aber kein deutliches Delay.

Effekte tragen nur einen guten Zielton

Kompression verlängert leise Töne und der Overdrive gibt Biss. Beides ersetzt weder saubere Intonation noch kontrollierte Nebensaiten. Prüfe die Phrase zuerst trocken, danach mit dem vollständigen Klang.

Getrennter Hörpass

Groove und Solo brauchen verschiedene Maßstäbe

Beim Rhythmus hörst du auf Länge, Pause und gemeinsame Bewegung beider Hände. Beim Solo hörst du auf Zielhöhe, Tonlänge und die Richtung jeder Phrase.

Prüfe nie alles gleichzeitig. Schalte zuerst den Sound einfacher, dann nimmst du eine Spur auf und markierst nur eine konkrete Baustelle.

Drei Fragen nach jeder Aufnahme

  1. Enden die D-Moll-Schläge gemeinsam?
  2. Treffen die Bendings den vorher gehörten Zielton?
  3. Bleibt zwischen zwei Phrasen genug Luft?

Passende nächste Schritte

Vertiefe Bending, Vibrato und Pentatonik

Was ist deine schwierigste Stelle?

Schreibe im Kommentar, ob Strophengroove, Akkordfills, große Bendings oder der schnelle Soloabgang deine größte Baustelle sind.

Dein nächster Schritt

Ein Takt, eine klare Kontrolle

Beginne heute mit dem D-Moll-Stopp. Wenn vier Durchgänge gleichmäßig klingen, nimm den ersten Solo-Takt bei 50 BPM und prüfe nur die Zielhöhe.

„Es ist ein Meisterwerk und es lohnt sich, dem Wochen Zeit zu geben und es Takt für Takt zu lernen.“Horst Keller, aus der Videolektion

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