Bon Jovi · Richie Sambora · Akustikgitarre

Wanted Dead or Alive Gitarre: Intro, Akkorde und Rhythmus

Das Intro wirkt groß, besteht aber aus einer klaren Ordnung: eine leere D-Saite als Fundament, Sechsten auf G- und E-Saite, ein gleichbleibendes Zupfmuster und wenige markante Akkordfarben. Horst zeigt dir außerdem die Begleitung für Strophe und Refrain, kleine Live-Fills und den Weg zu einer lockeren rechten Hand.

FundamentLeere D-Saite
IntervallSechsten
FokusIntro und Begleitung
Lektion21:19 Minuten

Die vollständige Videolektion

Vom berühmten Intro bis zur Songbegleitung

Horst beginnt mit dem Klang einer simulierten zwölfsaitigen Gitarre. Für die Erklärung wechselt er auf eine normale Akustikgitarre, damit Anschlag, Saitenwahl und Griffwechsel deutlich zu hören sind.

Dein Auftrag: Spiele zunächst nur die leere D-Saite, G-Saite, hohe E-Saite und wieder die G-Saite. Halte dieses Muster gleichmäßig, ohne schon die komplette Griffbrettfolge einzubauen.

Die rechte Hand bleibt konstant

Die H-Saite wird im Intro ausgelassen. Genau darin liegt die erste Hürde: Die rechte Hand muss den weiten Weg zur hohen E-Saite treffen, ohne die dazwischenliegende Saite versehentlich anzuschlagen.

Du kannst das Muster mit den Fingern, mit Plektrum oder hybrid spielen. Horst empfiehlt für den Klang und die Lautstärkebalance das durchgehende Spiel mit Plektrum.

Wenn das Intro langsam unsicherer als schnell wirkt, fehlt noch die bewusste Kontrolle. Stabilität entsteht hier durch kurze, genaue Wiederholungen.

Das Intro als Griffbrettweg

Eine Pedalnote, zwei Griffbilder, sieben Stationen

Die leere D-Saite bleibt als tiefer Bezug stehen. Darüber wandern Sechsten auf G- und hoher E-Saite. Für die linke Hand wechseln nur zwei Griffbilder.

Pedalnote

Leere D-Saite

Jede Figur beginnt wieder auf D. Dadurch bleibt das Intro geerdet, obwohl sich die oberen Stimmen weit über das Griffbrett bewegen.

Griffbild A

Versetzte Sechste

Mittelfinger und Zeigefinger bilden die versetzte Form. Horst nutzt sie unter anderem am Anfang und an mehreren Übergängen.

Griffbild B

Parallele Sechste

Mittelfinger und Ringfinger stehen parallel. Der Wechsel zwischen beiden Formen ist wichtiger als isolierte Kraft.

Weg

14, 12, 10, 9, 5, 4, 2

Diese Bundstationen dienen dem Mittelfinger als Orientierung. Am Ende folgt der Slide in die tiefe Schlussposition.

Übe nicht sofort alle sieben Stationen. Verbinde zuerst 14 und 12, danach 12 und 10. Erst wenn zwei benachbarte Wege ruhig funktionieren, hängst du den nächsten an.

Vorspiel und Live-Fills

Kleine Bewegungen erzeugen den Cowboy-Charakter

Nach dem Intro folgt ein kurzes Vorspiel zur Strophe. Horst erklärt die Wirkung über Viertelton-Bendings auf den tiefen Saiten, einen offenen D-Klang und wenige gezielte Verzierungen.

Viertelton

Das C im 3. Bund der A-Saite wird nur leicht gezogen. Der Ton liegt zwischen unverändertem Ton und Halbton-Bending.

Offene Saiten

Leere A- und D-Saite geben dem Lick seine trockene Bewegung. Die Töne müssen kurz und klar aufeinanderfolgen.

Dadd9-Farbe

Der offene D-Griff erhält zusätzliche Leersaiten. So bleibt die Begleitung weit und passt zum akustischen Intro.

Flageoletts

Ein verschobenes D-Griffbild am 7. Bund liefert Naturtöne auf den mittleren Saiten. Der Finger berührt die Saite nur leicht und löst sich sofort.

Horsts bildhafte Klangbeschreibung für das leichte Bending ist kein technischer Messwert. Entscheidend ist die Hörkontrolle: Der Ton soll schmutzig anziehen, aber den Halbton nicht erreichen.

Strophe und Refrain

Vier Akkorde, mehrere Klangfarben

Das Zentrum ist D. Innerhalb des D-Griffs wechseln Dsus4, D und Dadd9. Dazu kommen Cadd9, G und F. Horst zeigt die Griffe so, dass die Hand möglichst wenig unnötig umgebaut wird.

Für F verwendet er bewusst keinen vollen Barrégriff. Die kompakte Form reicht für die Gitarrenfunktion, der tiefe Grundton kann von der Bassgitarre getragen werden.

Lerne die Folge zuerst nur mit Abschlägen. Danach kommt die leicht synkopierte Bewegung der rechten Hand hinzu. Der Groove darf locker sein, die Akkordwechsel müssen trotzdem auf ihrem Platz landen.

Im Refrain ergänzt Horst einen kurzen offenen Saitenlick. Behandle ihn als Farbe. Die Begleitung muss auch ohne diesen Zusatz stabil bleiben.

Arbeitsfolge

  1. D-Familie: Wechsle Dsus4, D und Dadd9 ohne Rhythmus.
  2. Grundfolge: Verbinde D, Cadd9, G und F nur mit Abschlägen.
  3. Puls: Halte die rechte Hand locker in Bewegung.
  4. Fills: Ergänze Viertelton-Lick und Flageoletts erst zuletzt.

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten für Intro und Begleitung

  1. Rechte Hand: Spiele nur D, G, hohe E und G. Vermeide bewusst die H-Saite.
  2. Zwei Formen: Wechsle versetzte und parallele Sechste ohne Zupfmuster.
  3. Teilwege: Verbinde jeweils nur zwei benachbarte Bundstationen.
  4. Vorspiel: Übe Viertelton-Bending, offene D-Saite und Dadd9 getrennt.
  5. Akkorde: Spiele D-Familie, Cadd9, G und F nur mit Abschlägen.
  6. Songform: Verbinde Intro, Vorspiel, Strophe und Refrain in kleinen Blöcken.

Lockerheit ist ein Prüfkriterium

Horst betont am Ende der Lektion die lockere rechte Hand. Das heißt nicht, dass die Bewegung beliebig wird. Der Weg über die ausgelassene H-Saite muss klein und wiederholbar bleiben.

Stoppe nach jedem fehlerhaften Übergang. Wiederhole nur die beiden Stationen, zwischen denen die Hand die Orientierung verliert.

Höre anschließend verschiedene Original- und Livefassungen. Nutze sie als Referenz für Groove, Zusatzlicks und Dynamik, nicht als Anlass, jede Variante gleichzeitig zu kopieren.

Sound und Instrument

Zwölfsaitiger Schimmer, sechssaitige Kontrolle

Klangbild

Zwölfsaitige Farbe

Horst demonstriert zu Beginn eine Variax-Simulation nach dem Guild-Modell über einen E-Gitarren-Amp. Er bezeichnet den Klang selbst als Annäherung, nicht als perfekte Kopie.

Übeklang

Normale Akustikgitarre

Für die Detailarbeit ist die klare sechssaitige Gitarre hilfreicher. Du hörst sofort, ob die H-Saite versehentlich mitschwingt und ob alle Sechsten sauber stehen.

Reihenfolge für den Klang

Stabilisiere zuerst Saitenwahl, Lautstärkebalance und Timing. Eine Zwölfsaitige oder Simulation vergrößert den Schimmer, aber auch jedes unsaubere Nebengeräusch.

Premium-Material

Akkorde und Intro-Übersicht

Für VIP-Guitar-Mitglieder

Bestehender geschützter Download

Der vorhandene Dateilink bleibt unverändert. Das lokale Archiv enthält ein historisches Word-Dokument und eine JPG-Fassung mit Akkordfolge sowie Intro-Tabulatur.

Datei-ID und öffentliche Schutzroute wurden beibehalten.

Hörkontrolle

Prüfe Saitentrennung, Zielhöhe und Puls

Im ersten Durchgang hörst du nur das Intro. Die leere D-Saite soll jedes Griffbild gleich stark tragen, die H-Saite darf nicht ungewollt dazwischenklingen.

Im zweiten Durchgang kontrollierst du das Viertelton-Bending. Es braucht Zug, darf aber nicht bis zum hörbaren Halbton steigen.

Im dritten Durchgang zählt die Begleitung. Die rechte Hand bleibt locker, während Dsus4, Dadd9, Cadd9, G und F rhythmisch klar wechseln.

Hörfragen

  1. Bleibt die H-Saite im Intro wirklich stumm?
  2. Klingen beide Sechstengriffe gleich laut und sauber?
  3. Bleibt der Puls stabil, wenn ein Live-Fill hinzukommt?

Passende nächste Schritte

Vom Akustikintro zum vollständigen Bon-Jovi-Sound

Deine sinnvolle Reihenfolge

Stabilisiere in Teil 1 zuerst Intro und Akkordbasis. Danach zeigt Teil 2, wie aus derselben Songwelt ein elektrisches Solo mit mehreren Pentatoniklagen entsteht.

Dein nächster Schritt

Spiele heute nur zwei saubere Übergänge

Verbinde im Intro 14 mit 12 und danach 12 mit 10. Wenn D-Saite, G-Saite und hohe E-Saite gleichmäßig klingen, setzt du erst morgen die nächste Station dazu.

„Es ist leicht, jedoch musst du es oft wiederholen.“Horst Keller in der Videolektion

Was bremst dich stärker: die ausgelassene H-Saite oder der Wechsel der Sechstengriffe?

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