Bon Jovi · Richie Sambora · Akustikgitarre
Wanted Dead or Alive Gitarre: Intro, Akkorde und Rhythmus
Das Intro wirkt groß, besteht aber aus einer klaren Ordnung: eine leere D-Saite als Fundament, Sechsten auf G- und E-Saite, ein gleichbleibendes Zupfmuster und wenige markante Akkordfarben. Horst zeigt dir außerdem die Begleitung für Strophe und Refrain, kleine Live-Fills und den Weg zu einer lockeren rechten Hand.
Die vollständige Videolektion
Vom berühmten Intro bis zur Songbegleitung
Horst beginnt mit dem Klang einer simulierten zwölfsaitigen Gitarre. Für die Erklärung wechselt er auf eine normale Akustikgitarre, damit Anschlag, Saitenwahl und Griffwechsel deutlich zu hören sind.
Die rechte Hand bleibt konstant
Die H-Saite wird im Intro ausgelassen. Genau darin liegt die erste Hürde: Die rechte Hand muss den weiten Weg zur hohen E-Saite treffen, ohne die dazwischenliegende Saite versehentlich anzuschlagen.
Du kannst das Muster mit den Fingern, mit Plektrum oder hybrid spielen. Horst empfiehlt für den Klang und die Lautstärkebalance das durchgehende Spiel mit Plektrum.
Wenn das Intro langsam unsicherer als schnell wirkt, fehlt noch die bewusste Kontrolle. Stabilität entsteht hier durch kurze, genaue Wiederholungen.
Das Intro als Griffbrettweg
Eine Pedalnote, zwei Griffbilder, sieben Stationen
Die leere D-Saite bleibt als tiefer Bezug stehen. Darüber wandern Sechsten auf G- und hoher E-Saite. Für die linke Hand wechseln nur zwei Griffbilder.
Leere D-Saite
Jede Figur beginnt wieder auf D. Dadurch bleibt das Intro geerdet, obwohl sich die oberen Stimmen weit über das Griffbrett bewegen.
Versetzte Sechste
Mittelfinger und Zeigefinger bilden die versetzte Form. Horst nutzt sie unter anderem am Anfang und an mehreren Übergängen.
Parallele Sechste
Mittelfinger und Ringfinger stehen parallel. Der Wechsel zwischen beiden Formen ist wichtiger als isolierte Kraft.
14, 12, 10, 9, 5, 4, 2
Diese Bundstationen dienen dem Mittelfinger als Orientierung. Am Ende folgt der Slide in die tiefe Schlussposition.
Übe nicht sofort alle sieben Stationen. Verbinde zuerst 14 und 12, danach 12 und 10. Erst wenn zwei benachbarte Wege ruhig funktionieren, hängst du den nächsten an.
Vorspiel und Live-Fills
Kleine Bewegungen erzeugen den Cowboy-Charakter
Nach dem Intro folgt ein kurzes Vorspiel zur Strophe. Horst erklärt die Wirkung über Viertelton-Bendings auf den tiefen Saiten, einen offenen D-Klang und wenige gezielte Verzierungen.
Viertelton
Das C im 3. Bund der A-Saite wird nur leicht gezogen. Der Ton liegt zwischen unverändertem Ton und Halbton-Bending.
Offene Saiten
Leere A- und D-Saite geben dem Lick seine trockene Bewegung. Die Töne müssen kurz und klar aufeinanderfolgen.
Dadd9-Farbe
Der offene D-Griff erhält zusätzliche Leersaiten. So bleibt die Begleitung weit und passt zum akustischen Intro.
Flageoletts
Ein verschobenes D-Griffbild am 7. Bund liefert Naturtöne auf den mittleren Saiten. Der Finger berührt die Saite nur leicht und löst sich sofort.
Horsts bildhafte Klangbeschreibung für das leichte Bending ist kein technischer Messwert. Entscheidend ist die Hörkontrolle: Der Ton soll schmutzig anziehen, aber den Halbton nicht erreichen.
Strophe und Refrain
Vier Akkorde, mehrere Klangfarben
Das Zentrum ist D. Innerhalb des D-Griffs wechseln Dsus4, D und Dadd9. Dazu kommen Cadd9, G und F. Horst zeigt die Griffe so, dass die Hand möglichst wenig unnötig umgebaut wird.
Für F verwendet er bewusst keinen vollen Barrégriff. Die kompakte Form reicht für die Gitarrenfunktion, der tiefe Grundton kann von der Bassgitarre getragen werden.
Lerne die Folge zuerst nur mit Abschlägen. Danach kommt die leicht synkopierte Bewegung der rechten Hand hinzu. Der Groove darf locker sein, die Akkordwechsel müssen trotzdem auf ihrem Platz landen.
Im Refrain ergänzt Horst einen kurzen offenen Saitenlick. Behandle ihn als Farbe. Die Begleitung muss auch ohne diesen Zusatz stabil bleiben.
Arbeitsfolge
- D-Familie: Wechsle Dsus4, D und Dadd9 ohne Rhythmus.
- Grundfolge: Verbinde D, Cadd9, G und F nur mit Abschlägen.
- Puls: Halte die rechte Hand locker in Bewegung.
- Fills: Ergänze Viertelton-Lick und Flageoletts erst zuletzt.
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20 direkte Kapitel
- 00:09 · EinführungHorst stellt Song und Lernziel vor.
- 00:22 · Zwölfsaitiger KlangSimulation und Klangidee des Intros.
- 01:35 · Intro im ZusammenhangDas bekannte Motiv als Ganzes.
- 02:10 · ZupfmusterD-, G-, E- und wieder G-Saite.
- 02:29 · SechstenDas Intervall hinter der oberen Stimme.
- 03:04 · BundstationenDer Mittelfinger dient als Orientierung.
- 04:51 · Plektrum oder FingerDrei Anschlagvarianten im Vergleich.
- 05:44 · Intro langsamDie vollständige Folge wird wiederholt.
- 06:15 · PentatonikbezugHorst ordnet die Töne musikalisch ein.
- 06:48 · Vorspiel zur StropheDer nächste Songbaustein beginnt.
- 07:27 · Viertelton-BendingDie Klanghöhe liegt zwischen zwei Tönen.
- 08:01 · Dadd9-MusterOffene Saiten erweitern den D-Griff.
- 09:20 · Live-FillsZusätzliche Richie-Sambora-Verzierungen.
- 10:08 · Flageolett-Lick3-2-0-Bewegung und Naturtöne.
- 11:18 · StrophenrhythmusGerade Basis und leichte Synkope.
- 12:35 · Dsus4 und Dadd9Die Klangfarben des D-Griffs.
- 13:41 · Cadd9 und GGemeinsame Finger erleichtern den Wechsel.
- 14:00 · F ohne BarréDie kompakte Live-Variante.
- 16:20 · RefrainAkkordfolge und kleiner Fülllick.
- 19:17 · Übetipp und SchlussWiederholung, Lockerheit und Originalaufnahme.
Konkreter Übeplan
Sechs Einheiten für Intro und Begleitung
- Rechte Hand: Spiele nur D, G, hohe E und G. Vermeide bewusst die H-Saite.
- Zwei Formen: Wechsle versetzte und parallele Sechste ohne Zupfmuster.
- Teilwege: Verbinde jeweils nur zwei benachbarte Bundstationen.
- Vorspiel: Übe Viertelton-Bending, offene D-Saite und Dadd9 getrennt.
- Akkorde: Spiele D-Familie, Cadd9, G und F nur mit Abschlägen.
- Songform: Verbinde Intro, Vorspiel, Strophe und Refrain in kleinen Blöcken.
Lockerheit ist ein Prüfkriterium
Horst betont am Ende der Lektion die lockere rechte Hand. Das heißt nicht, dass die Bewegung beliebig wird. Der Weg über die ausgelassene H-Saite muss klein und wiederholbar bleiben.
Stoppe nach jedem fehlerhaften Übergang. Wiederhole nur die beiden Stationen, zwischen denen die Hand die Orientierung verliert.
Höre anschließend verschiedene Original- und Livefassungen. Nutze sie als Referenz für Groove, Zusatzlicks und Dynamik, nicht als Anlass, jede Variante gleichzeitig zu kopieren.
Sound und Instrument
Zwölfsaitiger Schimmer, sechssaitige Kontrolle
Zwölfsaitige Farbe
Horst demonstriert zu Beginn eine Variax-Simulation nach dem Guild-Modell über einen E-Gitarren-Amp. Er bezeichnet den Klang selbst als Annäherung, nicht als perfekte Kopie.
Normale Akustikgitarre
Für die Detailarbeit ist die klare sechssaitige Gitarre hilfreicher. Du hörst sofort, ob die H-Saite versehentlich mitschwingt und ob alle Sechsten sauber stehen.
Reihenfolge für den Klang
Stabilisiere zuerst Saitenwahl, Lautstärkebalance und Timing. Eine Zwölfsaitige oder Simulation vergrößert den Schimmer, aber auch jedes unsaubere Nebengeräusch.
Premium-Material
Akkorde und Intro-Übersicht
Für VIP-Guitar-Mitglieder
Bestehender geschützter Download
Der vorhandene Dateilink bleibt unverändert. Das lokale Archiv enthält ein historisches Word-Dokument und eine JPG-Fassung mit Akkordfolge sowie Intro-Tabulatur.
Datei-ID und öffentliche Schutzroute wurden beibehalten.
Das Material ist für privates Studium und Unterricht bestimmt. Liedtext wird in diesem Beitrag nicht wiedergegeben. Rechte an Komposition, Text und Originalaufnahme verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern.
Hörkontrolle
Prüfe Saitentrennung, Zielhöhe und Puls
Im ersten Durchgang hörst du nur das Intro. Die leere D-Saite soll jedes Griffbild gleich stark tragen, die H-Saite darf nicht ungewollt dazwischenklingen.
Im zweiten Durchgang kontrollierst du das Viertelton-Bending. Es braucht Zug, darf aber nicht bis zum hörbaren Halbton steigen.
Im dritten Durchgang zählt die Begleitung. Die rechte Hand bleibt locker, während Dsus4, Dadd9, Cadd9, G und F rhythmisch klar wechseln.
Hörfragen
- Bleibt die H-Saite im Intro wirklich stumm?
- Klingen beide Sechstengriffe gleich laut und sauber?
- Bleibt der Puls stabil, wenn ein Live-Fill hinzukommt?
Passende nächste Schritte
Vom Akustikintro zum vollständigen Bon-Jovi-Sound
Deine sinnvolle Reihenfolge
Stabilisiere in Teil 1 zuerst Intro und Akkordbasis. Danach zeigt Teil 2, wie aus derselben Songwelt ein elektrisches Solo mit mehreren Pentatoniklagen entsteht.



