Bon Jovi · Richie Sambora · Sologitarre

Wanted Dead or Alive Solo: Pentatonik und Pinch Harmonics

In Teil 2 zeigt Horst keinen Ton-für-Ton-Abklatsch der Studioaufnahme. Du bekommst ein klares Gerüst aus vier D-Moll-Pentatoniklagen, Pinch Harmonics, zwei markanten Bendings und einem druckvollen Finale. Damit kannst du das Solo nachvollziehen und zugleich eine eigene Variante über die Strophenakkorde entwickeln.

TonmaterialD-Moll-Pentatonik
LandkarteVier Lagen
FokusSolo und Ausdruck
Lektion8:30 Minuten

Die vollständige Videolektion

Ein Solokonzept statt bloßer Kopie

Horst trennt bewusst zwischen dem Referenzsolo und einer spielbaren eigenen Fassung. Er zeigt die Bereiche auf dem Griffbrett, erklärt die wiederkehrenden Ausdrucksmittel und spielt zwei Varianten vor.

Dein Auftrag: Spiele heute noch kein komplettes Solo. Markiere nur drei Zielpunkte: die tiefe Lage am 3. und 5. Bund, den Sechstonlauf um den 12. bis 15. Bund und den Landeton D.

Die Lektion braucht zwei Arbeitsweisen

Die gesprochenen Erklärungen liefern Bünde, Lagen und Bewegungen. In den längeren Spielpassagen hörst du, wie Horst daraus eine zusammenhängende Dramaturgie baut.

Imitiere zuerst die Funktion, nicht jede Verzierung. Ein Lauf verbindet zwei Register, ein Bending setzt einen Höhepunkt, ein Zielton beendet die Phrase.

Der alte Beitrag enthält keinen eigenen Download. Das Video bleibt deshalb die maßgebliche Quelle für Timing, Anschlagswinkel und Dynamik.

Griffbrettlandkarte

Vier Lagen statt einer langen Tonleiter

Das Solo bleibt in der D-Moll-Pentatonik, bewegt sich aber durch mehrere Register. Horst macht daraus keine abstrakte Skalenübung, sondern vier Arbeitszonen mit klarer Aufgabe.

Tiefe Zone

3. und 5. Bund

Hier beginnt ein großer Teil der rauen Phrasierung. Die wiederholten Töne sind die Basis für Pinch Harmonics und rhythmische Akzente.

Mittlere Zone

5. bis 8. Bund

Horst ergänzt Töne auf den Bundpaaren 5 und 7 sowie 6 und 8. Diese Zone verbindet die tiefe Lage mit höheren Linien.

Hohe Zone

12. bis 15. Bund

Der markante Sechstonlauf liegt hier. Horst zählt 12, 14, 13, 15, 13 und 15, danach folgt das Bending zum Zielton.

Landepunkt

D als Abschluss

Gegen Ende der ersten Solohälfte landet Horst auf D. Der Zielton ordnet die Phrase, auch wenn der Weg dorthin frei variiert wird.

Lerne nicht vier Boxen auf einmal. Verbinde zuerst die tiefe Zone mit dem hohen Lauf. Die mittlere Lage kommt hinzu, wenn du Anfang und Ziel sicher hörst.

Anschlag und Obertöne

Pinch Harmonics gezielt finden

Die quietschenden Obertöne entstehen nicht durch mehr Verzerrung allein. Entscheidend sind Anschlagstelle, Kontakt des Daumens und die gewählte Tonabnehmerposition.

Brücken-Pickup

Horst empfiehlt den Treble- beziehungsweise Brücken-Pickup, damit die Obertöne klarer hervortreten.

Anschlagstelle suchen

Beginne ungefähr an der Kante oder leicht hinter dem ersten Tonabnehmer. Verschiebe den Anschlag dann in kleinen Schritten.

Plektrum kurz halten

Nach der Plektrumspitze berührt der Daumen die Saite kurz. Zu viel Daumen stoppt den Ton, zu wenig lässt nur den Grundton stehen.

Bund und Stelle koppeln

Ein Pinch Harmonic reagiert auf Bund und Anschlagpunkt. Markiere die Stelle, die für deinen gegriffenen Ton zuverlässig spricht.

Horst sagt ausdrücklich, dass die vielen Obertöne des Referenzsolos nicht jeden Bund zweifelsfrei erkennen lassen. Seine Lösung ist praktisch: Bleib im gesicherten Pentatonikmaterial und forme dort kontrollierte Obertöne.

Läufe, Bendings und Finale

Drei Bausteine tragen die Dramaturgie

Der hohe Sechstonlauf ist reine Pentatonik. Der letzte Ton im 15. Bund wird auf die Höhe des 17. Bundes gezogen. Horst wiederholt dieses Bending zweimal, bevor die Linie auf D endet.

Später folgt ein ähnlicher Lauf eine Oktave tiefer. Dazu kommt ein typisches Blues-Bending um den 12. Bund, gefolgt von einem Ton mit dem kleinen Finger im 13. Bund.

Das Finale lebt von Anschlagsdruck und klaren Stopps. Horst verbindet die leere E-Saite mit einem G-Powerchord im 10. Bund, gleitet nach F und schließt mit D, C, D.

Diese drei Bausteine reichen für eine eigene Fassung: tiefer Obertoneinstieg, hoher Lauf mit Bending, druckvoller Akkordabschluss.

Arbeitsfolge

  1. Zielton: Spiele die Zielhöhe des Bendings zuerst normal.
  2. Lauf: Verbinde die sechs Töne langsam und gleichmäßig.
  3. Bending: Ziehe den letzten Ton zweimal exakt zur Referenzhöhe.
  4. Finale: Übe Powerchords und Slide getrennt vom Lauf.

Direkt zu den Stellen

20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten für ein eigenes Solo

  1. Landkarte: Spiele die D-Moll-Pentatonik nur in der tiefen und hohen Zone und benenne den Landeton D.
  2. Obertöne: Suche auf einem einzigen Ton drei klare Anschlagstellen für Pinch Harmonics.
  3. Lauf: Wiederhole die Bundfolge 12, 14, 13, 15, 13, 15 ohne Bending.
  4. Zielhöhe: Spiele den Ton im 17. Bund, höre ihn und ziehe danach vom 15. Bund auf dieselbe Höhe.
  5. Form: Baue eine Phrase aus tiefem Einstieg, hohem Lauf und Landeton.
  6. Finale: Ergänze erst zuletzt Powerchords, Slide und die zweite freie Solovariante.

Drei Punkte genügen für den Anfang

Horsts Ansatz lässt dir Freiheit, aber keine Beliebigkeit. Anfangszone, hoher Höhepunkt und Landeton bilden feste Pfeiler. Dazwischen darfst du innerhalb der D-Moll-Pentatonik variieren.

Wiederhole kurze Wege statt eines achtminütigen Durchgangs. Spiele zehnmal nur Einstieg und hohen Lauf, danach zehnmal Lauf und Landeton.

Erst wenn diese Übergänge ohne Suche funktionieren, improvisierst du über einen Akkordloop oder den vollständigen Song.

Sound und Dynamik

Präsenz vor maximaler Verzerrung

Pickup

Brückenposition

Der höhenreiche Tonabnehmer macht die Pinch Harmonics deutlicher. Suche den Oberton zuerst mit moderatem Gain.

Anschlag

Druck als Finale

Horst schlägt im Schlussteil bewusst sehr kräftig an. Nutze diesen Druck als Kontrast, nicht als Dauereinstellung.

Reihenfolge für den Sound

Stelle zuerst Pickup, Anschlagstelle und Daumenkontakt ein. Ergänze Gain erst danach. Wenn der Oberton nur mit maximaler Verzerrung erscheint, ist die Anschlagbewegung noch nicht stabil.

Materialbestand

Was für diese Lektion verifiziert ist

Der Ausgangsbeitrag enthält die öffentliche 8:30-Minuten-Lektion und keinen geschützten Download. Im lokalen Archiv liegen ein historisches Word-Dokument und eine JPG-Fassung mit Akkorden sowie einer Intro-Tabulatur, aber keine Guitar-Pro-, separate Audio- oder Backingtrack-Datei für diesen Beitrag.

Das historische Dokument enthält auch vollständigen Liedtext. Dieser wird hier bewusst nicht wiedergegeben. Für Teil 2 tragen Horsts vollständige Videolektion, die lokal decodierte Tonspur und das vollständige Transkript alle veröffentlichten Soloangaben.

Quellenabgrenzung

  1. Live-Beitrag: Identität und WordPress-Schutzfelder.
  2. Videolektion: Lagen, Läufe, Obertöne und Dynamik.
  3. Archivmaterial: Akkordfolge und Intro als Kontext.
  4. Newsletter WO.43/2025: Lernweg und Verknüpfungen.

Hörkontrolle

Prüfe Ausdruck getrennt von Geschwindigkeit

Im ersten Durchgang hörst du nur die Zielhöhe der Bendings. Der gezogene Ton muss denselben Platz treffen wie die vorher gespielte Referenznote.

Im zweiten Durchgang kontrollierst du die Obertöne. Sie sollen bewusst an markierten Stellen erscheinen und nicht zufällig jeden zweiten Anschlag färben.

Im dritten Durchgang zählt die Form. Die Phrase braucht einen Anfang, einen hörbaren Höhepunkt und einen klaren Schluss auf D oder im Powerchord-Finale.

Hörfragen

  1. Trifft jedes Bending die vorher gehörte Zielhöhe?
  2. Erscheinen die Pinch Harmonics nur an gewählten Akzenten?
  3. Bleibt zwischen den Registern ein erkennbarer Spannungsbogen?

Passende nächste Schritte

Verbinde Intro, Pentatonik und Bending

Deine sinnvolle Reihenfolge

Wenn dir die Akkordbasis fehlt, beginnst du mit Teil 1. Für Teil 2 stabilisierst du danach Pentatonik und Bending, bevor du die freien Verzierungen ergänzt.

Dein nächster Schritt

Stabilisiere zuerst drei Zielpunkte

Spiele die tiefe Lage, den hohen Sechstonlauf und den Landeton D einzeln. Verbinde danach nur zwei dieser Punkte. Die Pinch Harmonics und das druckvolle Finale kommen hinzu, wenn der Weg auf dem Griffbrett nicht mehr gesucht werden muss.

Was bremst dich stärker: der Lagenwechsel oder die Zielhöhe des Bendings?

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