Eric Clapton · Derek and the Dominos · Teil 2

Layla Gitarre Teil 2: Akkorde und Solo-Tipps

Nach dem berühmten Riff aus Teil 1 folgt die eigentliche Arbeit: die Strophenbegleitung auswendig spielen, zwischen zwei verschiebbaren Griffideen wechseln und das Solo aus kleinen Pentatonikbausteinen entwickeln. Horst zeigt dir die Akkorde langsam, bietet mehrere Griffvarianten an und führt anschließend durch typische Blues-Rock-Mittel wie Bendings, Viererfiguren, Triolen und Vibrato.

BegleitungStrophe und Übergang
SoloD-Moll-Pentatonik
FokusGriffwechsel und Ausdruck
Lektion10:18 Minuten

Die vollständige Videolektion

Von Cismoll 7 bis zu eigenen Soloideen

Horst setzt direkt dort an, wo Teil 1 endet. Zuerst kommt die Strophenbegleitung, danach wechselt er in die erste Lage der D-Moll-Pentatonik und zeigt, wie du aus wenigen wiederholbaren Figuren ein Solo formst.

Dein Auftrag: Spiele heute nur Cismoll 7 und Gis 7. Bewege die vollständige Griffhand eine Saitengruppe höher und wieder zurück, ohne den Rhythmus oder die restliche Akkordfolge hinzuzunehmen.

Erst Orientierung, dann Tempo

Horst zoomt bewusst auf die Greifhand. Die Akkordfolge ist nicht lang, aber sie verbindet Barréformen, offene Akkorde und kurze Übergänge. Wenn du dabei ständig auf ein Blatt schauen musst, verliert die rechte Hand ihren Puls.

Darum lautet seine klare Empfehlung: Lerne die Akkordfolge auswendig. Die Form wiederholt sich, und genau diese Wiederholung macht den Song zu einem guten Training für sichere Wechsel.

Im Soloteil geht es nicht um eine ausnotierte Kopie. Horst zeigt typische Bewegungen und erklärt, wie du sie innerhalb der Pentatonik wiederholen, versetzen und musikalisch beenden kannst.

Die Strophe als Griffweg

Zwei verschiebbare Griffideen tragen die Strophe

Der Einstieg liegt in Cismoll. Horst baut die Begleitung aus vertrauten Formen auf und zeigt bei mehreren Akkorden eine bequeme Alternative.

Cismoll 7

A-Moll-7-Form

Die offene A-Moll-7-Idee wird in den 4. Bund verschoben. Der kleine Finger bleibt weg, dadurch entsteht die Septime.

Gis 7

Eine Saitengruppe höher

Für den nächsten Griff wandert die Fingergruppe gemeinsam eine Saitengruppe nach oben. Danach geht sie wieder zurück.

Übergang

C, D und E

Die drei Stationen können als Powerchords oder als normale Akkorde gespielt werden. E7 bringt eine stärkere Bluesfarbe.

Fortsetzung

Fismoll 7 und H7

Fismoll 7 entsteht aus einer verschobenen Em7-Idee. Für H7 zeigt Horst eine klassische und eine verschobene Variante.

Entscheide dich pro Durchgang für eine Griffvariante. Wechsel nicht während des Übens zwischen Powerchord, offenem Griff und Septakkord. Erst ein stabiler Weg, dann die nächste Klangfarbe.

Aus der Begleitung wird ein eigener Übeweg

Baue die Folge in vier überschaubaren Blöcken

Die Harmonie wirkt auf dem Papier länger, im Video zeigt Horst aber klare Wiederholungen. Teile sie nach Bewegungsart, nicht nach möglichst vielen Akkordnamen.

Block 1

Cismoll 7 und Gis 7. Die Griffhand bewegt sich als Einheit und kehrt in die Ausgangslage zurück.

Block 2

C, D und E oder E7. Hier trainierst du die kurze aufsteigende Verbindung.

Block 3

Fismoll 7, H7, E und A. Spiele zunächst nur gleichmäßige Abschläge.

Block 4

Fismoll 7, H7, E und das kurze A. Von dort führt die Begleitung direkt zurück zum Thema.

Horst demonstriert die komplette Folge erst langsam und danach im Tempo. Die zweite Gitarre kann nur die Akkorde tragen, während die andere das Thema spielt. So bleibt die Rollenverteilung in einer Band klar.

Solo-Werkzeug statt Notenkette

D-Moll-Pentatonik, Wiederholung und klare Endpunkte

Der Soloteil beginnt in der ersten Lage der D-Moll-Pentatonik am 10. Bund. Horst lässt das Intro laufen, improvisiert darüber und zerlegt anschließend einzelne Bewegungen.

Eine typische Figur wiederholt eine kurze Folge aus vier Tönen. Danach wechselt Horst in eine benachbarte Pentatoniklage, läuft ein Vierermuster abwärts und zeigt, wie man an einer sinnvollen Stelle stehen bleibt.

Wiederholung ist hier Gestaltung. Ein kurzes Motiv bekommt erst durch gleichmäßigen Puls und einen bewussten Zielton musikalische Richtung.

Dazu kommen breite Bendings, Triolenläufe und Vibrato. Ein Wah-Pedal kann die Farbe verstärken, ersetzt aber keine saubere Tonhöhe und keinen klaren Rhythmus.

Vier Kontrollpunkte

  1. Lage: Finde die D-Moll-Pentatonik am 10. Bund ohne Suchbewegung.
  2. Motiv: Wiederhole nur eine kurze Viererfigur im Puls.
  3. Ziel: Beende den Lauf bewusst, statt die Skala vollständig abzuspulen.
  4. Ausdruck: Prüfe Bendinghöhe und Vibrato getrennt vom Tempo.

Direkt zu den Stellen

20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten für Begleitung und Solo

  1. Griffpaar: Wechsle Cismoll 7 und Gis 7 zehnmal ohne Rhythmus.
  2. Aufstieg: Verbinde C, D und E zunächst als Powerchords.
  3. Septakkorde: Übe Fismoll 7 und eine bequeme H7-Variante.
  4. Form: Spiele alle vier Begleitblöcke langsam auswendig.
  5. Solo-Motiv: Wiederhole eine kurze Viererfigur in der D-Moll-Pentatonik.
  6. Ausdruck: Ergänze erst am Schluss Bending, Vibrato oder einen Triolenlauf.

Trenne Harmonie und Ausdruck

Wenn die Akkordfolge stockt, hilft kein schnellerer Durchgang. Kehre zum letzten sicheren Block zurück und verbinde nur einen neuen Wechsel.

Im Solo bleibt der Puls zuerst wichtiger als die Tonmenge. Spiele eine kurze Figur über mehrere Wiederholungen und stoppe auf einem klaren Ton.

Nimm dich anschließend auf. Kontrolliere bei der Begleitung die Lücken zwischen den Akkorden und beim Solo die Bendinghöhe, das Ende der Läufe und die Ruhe im Vibrato.

Sound und Artikulation

Der Ton entsteht vor dem Effektgerät

Grundklang

Klarer E-Gitarren-Ton

Horst demonstriert das Thema in Teil 1 mit Singlecoils und vergleicht zwei Zwischenpositionen. Für Teil 2 zählt vor allem, dass Akkorde und Pentatonikfiguren sauber getrennt hörbar bleiben.

Solofarbe

Wah nur als Ergänzung

Im Solo zeigt Horst, dass ein Wah-Pedal eine wiederholte Figur stärker färben kann. Nutze es erst, wenn Timing, Bending und Zielton ohne Effekt funktionieren.

Claptons Sprache liegt in der Phrasierung

Horsts späterer Clapton-Newsletter hebt Ton, Vibrato, Timing und melodisches Gespür hervor. Übertrage das praktisch: weniger Figuren, klarere Endpunkte und hörbare Kontrolle über jeden gezogenen Ton.

Originalmaterial und Orientierung

Notation prüfen, Liedtext nicht abdrucken

Der Ausgangsbeitrag enthält keinen geschützten Download, deshalb wird keiner ergänzt. Im lokalen Archiv liegen historische Akkordblätter und Guitar-Pro-Dateien. Sie bestätigen die mehrteilige Form, das Tempo von 115 BPM in den elektrischen GP-Fassungen und die Besetzung mit mehreren Gitarrenspuren.

Die Dateien stammen nicht durchgehend aus Horsts eigener Produktion. Für den neuen Lerntext sind deshalb Horsts zwei Videolektionen und sein späterer Clapton-Newsletter die inhaltliche Basis.

Was du daraus nutzt

  1. Akkordfolge als Gedächtnisstütze.
  2. Mehrere Gitarrenrollen als Arrangementhinweis.
  3. 115 BPM nur als Archivwert, nicht als Starttempo.

Hörkontrolle

Prüfe Wechsel, Zielton und Vibrato

Im ersten Durchgang hörst du nur auf die Akkordwechsel. Bleibt zwischen Cismoll 7 und Gis 7 eine Lücke, reduziere die Bewegung und lasse die Finger als Gruppe wandern.

Im zweiten Durchgang prüfst du den Übergang über C, D und E. Jeder Akkord muss kurz und klar stehen, bevor du E7 als zusätzliche Farbe einsetzt.

Im dritten Durchgang zählt das Ende deiner Solophrase. Stoppt die Viererfigur bewusst, stimmt die Bendinghöhe und bleibt das Vibrato kontrolliert?

Drei Hörfragen

  1. Bleibt der Puls bei jedem Griffwechsel erhalten?
  2. Hat die Solophrase einen hörbaren Zielton?
  3. Klingt das Vibrato wie eine Entscheidung und nicht wie Unruhe?

Passende nächste Schritte

Vom Layla-Riff zur eigenen Clapton-Phrasierung

Deine sinnvolle Reihenfolge

Stabilisiere in Teil 1 zuerst Riff und Hauptmelodie. Lerne danach in Teil 2 die Begleitung auswendig. Erst dann verbindest du die D-Moll-Pentatonik mit den Akkordwechseln.

Dein nächster Schritt

Lerne heute nur die Strophenfolge auswendig

Verbinde Cismoll 7 mit Gis 7, danach C, D und E. Wenn beide Blöcke ohne Blick auf die Akkordliste funktionieren, ergänzt du Fismoll 7 und H7.

„Ich empfehle dir, die Akkordfolge auswendig zu lernen.“Horst Keller in der Videolektion

Was bremst dich stärker: der Wechsel der Barréformen oder ein sauberer Zielton im Solo?

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