Tag 1 · Rockgitarre für Fortgeschrittene · AC/DC

Back in Black auf der Gitarre

Back in Black ist Tag 1 des Kurses Rockgitarre für Fortgeschrittene. Das Eröffnungsriff wirkt sofort bekannt. Die eigentliche Arbeit steckt in Wechselschlag, offenen Powerchords, Chuck-Berry-Slides und einem Solo, das erst durch Bending und Vibrato wie Angus Young klingt.

Horst zerlegt Rhythmusgitarre, Strophe, Refrain, Solo, Boogie-Zwischenspiel und Outro. Du lernst die Form über E, D und A und einen sinnvollen Weg durch die Licks. Schnelle Stellen bleiben skalierbar: Sauberer Anschlag und melodische Phrasen haben Vorrang vor Tempo um jeden Preis.

AkkordeE, D, A
Takt4/4
FokusRiff, Groove, Solo
Lektion53:22 Minuten

Die vollständige Gitarrenstunde

Höre zuerst, wie Riff, Groove und Solo zusammengehören

Die Lektion beginnt nicht beim Solo. Horst sichert Sound, Songkontext und die Greiftechnik der Powerchords, bevor Strophe und Refrain in Tempo kommen. Danach folgen Solo-Licks, das Boogie-Zwischenspiel und das Outro in der Höhe.

Dein Auftrag: Öffne ab 24:07 die Solo-Licks. Spiele zuerst nur die Zieltöne mit Bending und Vibrato. Die schnellen Verbindungen ergänzt du erst, wenn jede Phrase musikalisch endet.

Ein Song, mehrere Spielniveaus

Die Chorus-Powerchords sind überschaubar. Anspruchsvoller werden der offene Saitenlick der Strophe, der genaue Wechselschlag und die Solo-Phrasen von Angus Young. Horst zerlegt diese Stellen, damit du sie einzeln sichern kannst.

Arbeite von innen nach außen. Sichere zuerst Riff, Akkordwechsel und Puls. Geschwindigkeit, Slides und die höchsten Outro-Töne kommen danach.

Vier erkennbare Bausteine

Was den AC/DC-Sound auf der Gitarre ausmacht

Du musst nicht alle Ebenen gleichzeitig spielen. Jede Karte beschreibt einen eigenständigen Lernblock, den du separat aufnehmen und prüfen kannst.

Einstieg

Offene Powerchords

Die Greiftechnik der Powerchords trägt Riff und Refrain. Saubere Lage und ruhige linke Hand sind wichtiger als Lautstärke.

Strophe

Offener Saitenlick

Der erste Lick läuft bluesbasiert über mehrere Saiten. Er verlangt genauen Wechselschlag, sonst bleiben die leeren Saiten unsauber.

Refrain

Schnelle Akkordwechsel

E, D und A sind einfach gegriffen. Die Schwierigkeit liegt im Muskelgedächtnis der schnellen Wechsel bei gleichbleibendem Puls.

Höhepunkt

Phrasen vor Tempo

Im Solo zählen Zielton, Bending und Vibrato zuerst. Schnelle Licks und die höchsten Outro-Töne bleiben Erweiterungen.

Spiele jeden Baustein zunächst ohne Songbegleitung. Sobald Timing und Tonhöhe stimmen, verbindest du immer nur zwei Ebenen miteinander. So hörst du sofort, wo die Kontrolle verloren geht.

Das rhythmische Fundament

Wechselschlag und Powerchords im selben Puls

Das Eröffnungsriff ist zugleich die Strophe. Offene Saitenlicks und Powerchords liegen auf demselben Puls. Die rechte Hand darf nicht stoppen, wenn die linke Hand wechselt.

Wenn alle Anschläge gleich laut werden, verschwindet der Rock-Druck. Wenn der Wechselschlag ungenau wird, bleiben die leeren Saiten hängen.

Übe den Anschlag, nicht nur die Griffe. Spiele den Lick zuerst langsam und hörbar getrennt. Erst dann kommt das Tempo des Songs.

Vier Kontrollen

  1. Wechselschlag auf einer Saite ohne Akkordwechsel stabilisieren.
  2. Den offenen Saitenlick sauber über mehrere Saiten führen.
  3. E, D und A bei unverändertem Puls wechseln.
  4. Mit Backingtrack prüfen, ob Riff und Schlagzeug zusammenfallen.

Akkorde und Songform

Drei Akkorde tragen Strophe und Refrain

Horst führt Strophe und Refrain über E, D und A. Die Akkorde allein ergeben bereits die Form. Der typische Charakter entsteht durch offene Saiten, Slides und den harten Anschlag.

Der Refrain ist im Vergleich zur Strophe einfacher gegriffen. Er wird erst schwierig, wenn die Wechsel zu früh beschleunigt werden.

Höre auf den Puls zwischen den Griffen. Die Pausen und der Anschlag machen aus drei Akkorden einen Rocksong.

Form in drei Ebenen

  1. E, D und A ohne Licks durchspielen.
  2. Den Strophenlick als eigene Linie hören.
  3. Refrainwechsel so lange wiederholen, bis der Puls stehen bleibt.

Angus Youngs melodische Sprache

Das Solo in vier kontrollierbare Aufgaben teilen

Das Solo ist bluesbasiert. Schnelle Licks sorgen für Energie, doch der Ausdruck entsteht durch saubere Zielnoten, Bending und ein deutliches Vibrato. Horst zerlegt die Phrasen, bevor du sie zusammenfügst.

Phrasen

Isoliere jede Lick-Gruppe. Spiele sie so, dass sie auch allein musikalisch endet.

Bending

Bendings brauchen einen vorher gehörten Zielton. Spiele ihn zuerst normal und ziehe danach exakt dorthin.

Vibrato

Halte lange Töne stabil und gib ihnen anschließend ein gleichmäßiges Vibrato. Geschwindigkeit ersetzt keine Tonkontrolle.

Outro

Die höchsten Töne kommen erst, wenn die Solo-Phrasen sicher klingen. Sie sind Erweiterung, nicht Einstieg.

Spiele das Solo nicht immer vom Anfang bis zum Ende. Teile es in kurze Phrasen und prüfe jede Phrase auf drei Dinge: richtiger Zielton, sauberes Timing und überzeugendes Tonende.

Direkt zu den Stellen

13 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten vom Riff bis zum Outro

  1. Sound: Die Plexi-Richtung bei 03:31 hören und denselben Anschlag trocken prüfen.
  2. Riffs: Powerchords und Greiftechnik bei 08:56 langsam sichern.
  3. Strophe: Den offenen Saitenlick mit Wechselschlag isolieren.
  4. Refrain: E, D und A so lange wechseln, bis der Puls stehen bleibt.
  5. Solo: Ab 24:07 nur Phrasen, Bending und Vibrato aufnehmen.
  6. Outro: Die höchsten Töne erst nach stabiler Solofassung ergänzen.

Vereinfachen heißt entscheiden

Eine gute Vereinfachung bewahrt Puls, Harmonie und Melodie. Sie entfernt nur eine technische Spitze, die den musikalischen Fluss noch blockiert. Genau deshalb darfst du Solo-Phrasen einzeln sichern, bevor du sie in Tempo zusammenfügst.

Nimm nach jeder Einheit höchstens acht Takte auf. Höre zuerst nur auf Timing, danach nur auf Tonhöhe und zuletzt auf Ausdruck.

Der Maßstab lautet: Klingt der Songcharakter schon, bevor alle Zusatznoten vorhanden sind?

Kursmaterial für Unterstützer

Back in Black weiterüben

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Rockgitarre für Fortgeschrittene, Tag 1

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Direkter Rock-Sound

Helix, Marshall Plexi und hörbarer Anschlag

Grundklang

Plexi-Richtung

Horst zeigt das Sound-Setup ab 03:31 mit Helix und Marshall-Plexi-Einstellungen. Der Anschlag muss bleiben, auch wenn Gain dazukommt.

Charakter

Härte ohne Matsch

Offene Saiten und Powerchords brauchen Kontur. Wenn der Ton breiig wird, reduzierst du zuerst Gain oder Effektanteil, nicht die rechte Hand.

Prüfe den Sound mit dem Riff

Spiele das Eröffnungsriff zuerst trocken und danach mit dem Lektions-Sound. Bleiben Anschlag und Pausen gleich deutlich, unterstützt der Sound. Werden die leeren Saiten unscharf, ist der Anschlag noch nicht sicher.

Soundpassage öffnen

Passende Vertiefung

Übertrage Riff, Groove und Solo

Der rote Faden bleibt derselbe: Ein Rocksong wird überzeugend, wenn Puls, Artikulation und Melodie zusammenarbeiten. Mehr Noten sind erst dann ein Gewinn, wenn diese drei Ebenen stabil bleiben.

Dein nächster Schritt

Spiele acht Takte, die schon nach AC/DC klingen

Wähle entweder den Strophenlick oder die erste Solophrase. Nimm acht Takte auf und prüfe Puls, Zielton und Anschlag getrennt. Ergänze erst danach Tempo oder die höchsten Outro-Töne.

Welche Stelle fordert dich mehr: der offene Saitenlick, die Refrainwechsel oder das Solo?

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