Bonus · Rockgitarre für Fortgeschrittene
E-Moll-Pentatonik über das ganze Griffbrett
Eine sichere Box ist noch kein freies Solospiel. In dieser Gitarrenstunde verbindest du die fünf Positionen der E-Moll-Pentatonik, trainierst den Wechselschlag und setzt die Bewegungen anschließend in Rocklicks und einem 80er-Backingtrack ein.
Horst beginnt in der offenen E-Moll-Lage. Von dort aus wird jede Position zu einem Teil derselben Landkarte. Der Maßstab bleibt ein Tempo, in dem die Töne sauber, entspannt und rhythmisch kontrolliert klingen.
Die vollständige Gitarrenstunde
Aus fünf Positionen wird ein zusammenhängender Weg
Du lernst die Positionen nicht als fünf getrennte Diagramme. Horst zeigt Ankerpunkte, verbindet die Lagen und überführt die Bewegungen danach direkt in musikalische Patterns.
Bekannte Formen neu verorten
Wenn du die fünf Pentatonikformen bereits in A-Moll kennst, musst du keine neuen Griffbilder erfinden. Du setzt dieselben Formen an den passenden Stellen für E-Moll ein und lernst, ihre Grundtöne wiederzufinden.
Die offene tiefe E-Saite gibt dir zu Beginn einen klaren Bezug. Später führt derselbe Fingersatz eine Oktave höher weiter. So entsteht Orientierung, ohne dass du das Griffbrett als Folge isolierter Kästchen behandeln musst.
Vier Lernblöcke
Was du wirklich miteinander verbinden musst
Grundtöne finden
Markiere E in jeder Position. Diese Töne geben dir Halt, wenn du eine Lage verlässt und in der nächsten Phrase landen willst.
Positionen koppeln
Verbinde zunächst nur zwei benachbarte Lagen. Ein gemeinsamer Ton reicht, um den Übergang kontrolliert zu hören.
Wechselschlag
Kleine Bewegungen in beiden Händen halten den Puls stabil. Geschwindigkeit kommt erst nach einer entspannten, fehlerfreien Fassung.
Rocklicks formen
Die Patterns werden zu Vokabeln. Verändere Startton, Pause und Zielton, damit daraus eine eigene Phrase entsteht.
Vom Griffbild zur Linie
Der Übergang entscheidet, ob du frei klingst
Spiele eine Position aufwärts und verlasse sie nicht automatisch an ihrem höchsten Ton. Suche einen Ton, der zugleich in die nächste Lage führt. Bleibt die rechte Hand im Puls, wirkt der Wechsel wie eine zusammenhängende Phrase.
Der Wellenlauf im Video trainiert genau diese Orientierung. Du bewegst dich vor und zurück über das Griffbrett und merkst, ob die Fingersätze wirklich gespeichert sind.
Wenn der Lagenwechsel eine Denkpause braucht, ist die Verbindung noch nicht automatisiert.
Drei saubere Kontrollen
- Beide Positionen einzeln ohne Fehler spielen.
- Einen gemeinsamen Übergangston markieren.
- Vier Takte aufnehmen und nur auf Puls und Pausen hören.
Rockvokabular
Patterns in musikalische Aussagen verwandeln
Ab 23:34 wählt Horst bewusst Licks, die mehr Picking verlangen und über vertraute Standardwendungen hinausgehen. Einzelne Ideen erinnern an Michael Schenker, Gary Moore und klassische Blueslicks, die für Rockgitarre zugespitzt werden.
Startpunkt
Beginne dasselbe Pattern in einer anderen Position und höre, wie sich die Lage auf den Charakter auswirkt.
Rhythmus
Verschiebe die Pause. Ein identischer Tonvorrat wirkt sofort anders, wenn die Phrase später einsetzt.
Zielton
Beende die Linie bewusst auf E oder einem anderen stabilen Ton, statt nur am Ende des Fingersatzes anzuhalten.
Wiederholung
Ein Repeating Lick braucht gleichmäßige Akzente. Wiederhole erst kurz, dann setze eine klare Schlussnote.
Direkt zu den Stellen
15 Kapitel für Positionen, Licks und Anwendung
- 00:11 · ÜberblickPositionen und Rocklicks als gemeinsamer Lernweg.
- 03:03 · Fünf PositionenStart des Griffbrett-Trainings.
- 03:31 · Von A-Moll nach E-MollBekannte Formen an neuen Stellen nutzen.
- 08:46 · Dein fehlerfreies TempoTempo an Kontrolle und Entspannung anpassen.
- 09:15 · Position 2Nächste Lage und Fingersatz.
- 12:27 · Position 3Ankerpunkte im mittleren Griffbrettbereich.
- 16:53 · Position 1 eine Oktave höherBekannte Form im oberen Bereich.
- 17:56 · WellenlaufPositionen vor und zurück verbinden.
- 23:34 · Rocklicks mit PickingWeniger klischeehafte Bewegungen trainieren.
- 27:17 · Michael-Schenker-IdeeSchneller Lick und koordinierter Wechselschlag.
- 32:17 · Weitere PatternsKurze Vokabeln in die eigene Spielweise übernehmen.
- 36:27 · Gary-Moore-LaufTypisches Laufmuster und Position.
- 39:17 · Repeating LickWiederholung, Akzent und Schlussnote.
- 40:37 · Bluesidee als RocklickBekannte Sprache kräftiger artikulieren.
- 52:39 · BackingtrackDie Licks in einer freien Improvisation einsetzen.
Konkreter Übeplan
Sechs Einheiten vom Fingersatz zur Improvisation
- Position 1: Von der offenen tiefen E-Saite aufwärts spielen und jeden Grundton benennen.
- Positionen 2 und 3: Beide einzeln sichern, danach über einen gemeinsamen Ton verbinden.
- Obere Lagen: Position 1 eine Oktave höher finden und ohne Blick auf ein Diagramm beginnen.
- Wellenlauf: Zuerst über zwei benachbarte Lagen, danach über das ganze Griffbrett vor und zurück spielen.
- Rocklicks: Drei Licks auswählen, fehlerfrei aufnehmen und in eine zweite Lage übertragen.
- Backingtrack: Vier Takte Phrase, vier Takte Pause. Startton und Zielton bei jedem Durchgang verändern.
Tempo ist ein Ergebnis
Horst reduziert das Tempo im Video so weit, dass die Bewegungen ohne Fehler bleiben. Genau dort beginnt das Training. Wenn ein Übergang stockt, verlangsamst du nur diesen Abschnitt und setzt ihn danach wieder in den Puls.
„Tempo ist nicht wichtig.“Horst Keller, aus der Videolektion
Erhöhe erst, wenn beide Hände klein und entspannt arbeiten.
Material zur Lektion
Zusatzmaterial für dein Training
Nutze das Übematerial zusammen mit der Videolektion und notiere dir drei Licks, die du wirklich in dein eigenes Spiel übernehmen willst.
Übematerial öffnen
Wenn der Download in deinem VIP-Guitar-Zugang freigeschaltet ist, kannst du ihn hier öffnen.
Anwendung statt Endlosschleife
Mit dem 80er-Backingtrack eigene Linien bauen
Der Backingtrack ist kein Test, wie viele Licks du hintereinander spielen kannst. Lass Raum. Spiele eine kurze Idee, höre auf die Antwort der Begleitung und beginne die nächste Phrase an einer anderen Stelle im Takt.
Horst beschreibt das Spiel mit einem guten Backingtrack als eine Form von Bandprobe. Genau so solltest du ihn behandeln: zuhören, reagieren und nicht jede Pause füllen.
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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort
Das Solo am Ende war der Hammer! Bonamassa-Kategorie!
Herzlichen Dank, lieber Ludwig, das freut mich sehr.
Liebe Grüße
Horst