Apache - The Shadows - Teil 2 - Rhythmusgitarre

The Shadows · Bruce Welch · Rhythmusgitarre und Arrangement

Apache Rhythmusgitarre: Die Begleitung setzt den Song in Bewegung.

Die Melodie ist berühmt, doch ohne Bruce Welchs Akustikgitarre fehlt ihr der Vorwärtsdrang. Horst zeigt dir die sieben Akkordformen, den treibenden Abschlagrhythmus, den Doppelschlag und die kurzen Akkordstopps. Das Ziel ist keine hektische rechte Hand, sondern ein lockerer Puls mit klaren Akzenten.

RolleBruce-Welch-Begleitung
Tonales ZentrumA-Moll
Metrum4/4-Takt
StimmungStandardstimmung

Komplette Videolektion

24 Minuten für Akkorde, Rhythmuswechsel und vollständige Begleitung.

Horst setzt nach dem hitzebedingten Abbruch von Teil 1 direkt bei der Begleitgitarre an. Er isoliert die Akustikspur, reduziert das Tempo, zeigt die Akkordwechsel und spielt am Ende den gesamten Rhythmuspart als Referenz.

Die Partitur bestätigt 96 Takte, vier Instrumentenspuren und eine durchgehende Akustikgitarrenrolle. GP und GPX stimmen in Form, Taktart, Stimmung und Spuren überein. Beim Tempo weichen die Quellen leicht voneinander ab: Guitar Pro nennt 130 BPM, das PDF 132 BPM. Für den Übeweg ist deshalb Horsts relative Temporeduktion entscheidend.

Dein erster Auftrag: Lege die Finger der Greifhand nur leicht auf die Saiten und spiele den Rhythmus zunächst ohne klingende Akkorde. So hörst du Akzente, Doppelschlag und Gleichmäßigkeit der rechten Hand.

Dein Kontrollpunkt: Das Handgelenk bleibt locker. Der Rhythmus muss auch bei reduziertem Tempo nach vorne laufen, ohne dass du die Anschläge mit Kraft erzwingst.

Sieben Akkordformen

Die Bassnoten machen aus einfachen Griffen eine bewegte Begleitung.

Das Grundgerüst beginnt mit A-Moll und D-Dur. Danach öffnen Dm/F, G-Dur, F/C, G/D und C/G den Mittelteil. Die Schrägstrichakkorde verändern nicht die ganze Harmonie, sondern setzen eine bestimmte Bassnote unter den Griff. Genau diese Bassführung lässt die Begleitung wandern.

Fundament

A-Moll und D-Dur

Die beiden offenen Formen tragen Intro, Hauptteil und die späteren Stopps. Greife sie zuerst ohne Rhythmuswechsel.

Griffhilfe

Dm/F

Horst denkt an eine C7-Form und versetzt sie eine Saite tiefer. So liegt das F kontrolliert im Bass.

Bassbewegung

F/C, G/D und C/G

Die Umkehrungen verbinden die Formteile. Übe nur die tiefen Bassnoten, danach setzt du die vollständigen Griffe darüber.

Der treibende Grundrhythmus

Viele Abschläge, ein Doppelschlag und klar gesetzte Akzente.

Die rechte Hand wirkt fast wie eine dauernde Auf-und-ab-Bewegung. In Horsts Zerlegung besteht der Hauptpuls jedoch überwiegend aus Abschlägen, ergänzt durch einen schnellen Doppelschlag. Die Pfeile in der Notation markieren die Akzente. Sie geben dem Muster Richtung, ohne das Tempo zu beschleunigen.

Perkussiv starten

Dämpfe alle Saiten mit der Greifhand. Übrig bleibt der drahtige Anschlag, an dem du jede Unruhe hörst.

Akzente setzen

Spiele nicht jeden Schlag gleich laut. Die markierten Schläge ziehen den Groove nach vorne.

Doppelschlag ergänzen

Lass ihn zunächst weg. Wenn der Grundpuls sitzt, setzt du die schnelle Bewegung genau an ihrer Stelle ein.

Locker bleiben

Plektrum und Handgelenk bleiben beweglich. Mehr Kraft macht die Folge langsamer und ungenauer.

Rhythmuswechsel und Stopps

Spannung entsteht, wenn der Akkord endet und der Puls weiterläuft.

Auf F/C wechselt die Begleitung in die galoppierende Figur. Später werden A-Moll und D-Dur nur kurz angespielt und sofort mit der Handkante gestoppt. Die Pause gehört zum Rhythmus. Deine rechte Hand beendet den Klang, nicht dein inneres Zählen.

Horst nennt diese Passage eine ausgezeichnete Rhythmusgitarrenübung. Die Akkorde müssen gleichzeitig beginnen und enden. Wenn das Stoppen zu spät kommt, verliert das Arrangement seine Spannung. Übe deshalb zuerst nur einen Wechsel zwischen A-Moll und D-Dur.

Drei Hörkriterien

Beginn: Alle Saiten sprechen zusammen an. Kein Basslauf darf dem Akkord vorauslaufen.

Ende: Die Handkante stoppt den Akkord trocken. Es bleibt keine zufällige Saite stehen.

Stille: Du zählst weiter und setzt den nächsten Akkord ohne Suchbewegung ein.

Bewegung der Handkante: Spiele den Akkord, kippe die rechte Hand sofort an die Saiten und löse sie erst für den nächsten Anschlag. Die Greifhand hält den Griff bereit. So bleibt der folgende Wechsel klein und kontrollierbar.

Kurze Schleife: Nimm nur zwei gestoppte Akkorde auf. Wenn Klangende und Neueinsatz dreimal an derselben Stelle liegen, verlängerst du die Schleife um den anschließenden Dm/F-Wechsel.

Die Begleitung im Bandklang

Bruce Welchs Part arbeitet mächtig im Hintergrund.

Horst isoliert die Akustikgitarre und schaltet danach die Band hinzu. Erst dann wird hörbar, wie viel Energie diese scheinbar einfache Spur liefert. Sie hält Puls und Bassbewegung, während Hank Marvins Melodie lange Töne, Pausen und Vibrato ausspielen kann.

Die Partitur gliedert die 96 Takte in Intro, A-, B- und C-Teile, Varianten und Finale. Die Rhythmusgitarre bleibt durch die gesamte Form aktiv. Du lernst also keine lose Schlagfolge, sondern einen vollständigen Arrangementpart.

Beobachtungsauftrag: Höre nicht zuerst auf die Melodie. Verfolge die kurzen Anschläge im Hintergrund und achte darauf, wie die Begleitung die langen Leadtöne trägt.

Direkte Kapitel im Tutorial

Wähle genau den Baustein, den du heute trainierst.

Konkreter Übeplan

Erst Puls, dann Griffwechsel, zuletzt die vollständige Form.

Horst erlaubt ausdrücklich eine vereinfachte Version. Lass den Doppelschlag weg, wenn er den Puls zerstört. Spiele die Variante, die dich musikalisch durch den Song bringt, und kehre später mit besserer Technik zur Originalbewegung zurück.

Kurze Schleifen: Wiederhole zwei Takte A-Moll und D-Dur. Kontrolliere Akzent, Doppelschlag und Griffwechsel getrennt.

Slash-Akkorde: Greife Dm/F zehnmal ohne Anschlag. Danach verbindest du ihn mit G-Dur und erst später mit dem Rhythmus.

Stoppkontrolle: Nimm A-Moll und D-Dur auf. Die Stille zwischen den Akkorden muss genauso präzise sein wie der Anschlag.

  1. Puls: Alle Saiten abdämpfen und den Grundrhythmus perkussiv spielen.
  2. Akkorde: Sieben Formen ohne Zeitdruck greifen und die Bassnoten benennen.
  3. Doppelschlag: Nur in einer kurzen Schleife ergänzen, ohne lauter zu werden.
  4. F/C-Figur: Den galoppierenden Wechsel bei reduziertem Tempo sichern.
  5. Stopps: Akkorde mit der Handkante gemeinsam beenden und die Pause weiterzählen.
  6. Form: Mit Backingtrack spielen und unsichere Übergänge sofort markieren.
  7. Referenz: Den kompletten Durchlauf aufnehmen und nur einen Fehlerbereich für die nächste Einheit auswählen.

Für VIP-Guitar Premium-Member

Begleitgitarren-PDF, Guitar Pro und Backingtrack

Der bestehende Download bleibt unverändert. Das Originalarchiv enthält eine vierseitige Begleitgitarren-PDF, E-Gitarren-Notation, GP, GPX, Songfacts und Backingtrack. Nutze die Begleitstimme für Akkordformen, Akzente, Stopps und die vollständige 96-Takte-Form.

Wenn der Downloadlink nicht erscheint, melde dich mit deinem aktiven Premium-Konto an. Hinweise findest du auf der Premium-Member-Seite.

Gezielt weiterlernen

Melodie, Timing und Rhythmustraining sinnvoll verbinden.

Der Maßstab für diesen Part

Der Rhythmus trägt, wenn du ihn vereinfachen kannst, ohne den Puls zu verlieren.

Eine gute Begleitung besteht nicht aus möglichst vielen Anschlägen. Sie hält die Bewegung, ordnet die Bassnoten und setzt Stille an die richtige Stelle. Spiele deshalb zuerst eine Fassung, die sicher läuft. Der originale Doppelschlag ist der nächste Entwicklungsschritt, nicht die Eintrittskarte zum Song.

Minimalfassung

Grundpuls und Akkordwechsel

Lass den Doppelschlag weg und reduziere die Folge auf klare Abschläge. Die Form und der Vorwärtsdrang bleiben erhalten.

Originalbewegung

Akzente, Doppelschlag und Stopps

Ergänze erst dann die feineren Bewegungen. Jede neue Note muss den bestehenden Puls stärken.

Horsts Übeweg

Finde eine spielbare Version und entwickle sie weiter.

Apache funktioniert als Lernstück auf mehreren Stufen. Entscheidend ist, dass deine Begleitung musikalisch bleibt und du den nächsten kleinen Schritt wirklich kontrollieren kannst.

„Wichtig ist für dich, einen Weg zu finden, ein Lied zu begleiten, sodass du dich leicht entwickelst, immer einen kleinen Schritt besser wirst und immer die Motivation behältst.“Horst Keller

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