VIP-Guitar Live
Sultans of Swing und Blackbird mit Jannis Langhorst und Tim Blesing
Jannis spielt „Sultans of Swing“, Tim singt und spielt „Blackbird“. Danach gehen wir direkt an die Gitarren: Zupfmuster, kurze Akkordformen, Knopfler-Sound, Phrasierung und zwei sehr unterschiedliche Wege, einen großen Song zu lernen.
Der vollständige Abend
Erst hören, dann genau hinsehen
Beide Songs stehen am Anfang als Musik im Raum. Die Erklärungen kommen danach. Dadurch hörst du zuerst, welche Wirkung Timing, Klang und Phrasierung haben, bevor einzelne Griffe oder Anschlagsbewegungen herausgelöst werden.
Was nach den Auftritten passiert
Jannis und Tim erklären, wie sie sich ihre Stücke erarbeitet haben. Jannis nutzt Tabulatur und spielt wiederholt zur Aufnahme. Tim verlangsamt Videos, hört genau hin und beobachtet die Greifhand. Beide Wege werden anschließend am Instrument überprüft.
Horst nimmt die musikalischen Bausteine auseinander: bei „Blackbird“ das wiederkehrende Muster der rechten Hand und die wandernden Griffbilder, bei „Sultans of Swing“ den cleanen Grundsound, kurze Dreiklangsformen, Fills und schnelle Tonfolgen.
Der entscheidende Schritt ist die Verkleinerung der Aufgabe. Aus einem ganzen Song wird ein Zupfmuster, ein Griffwechsel, eine kurze Phrase oder eine Anschlagsfolge.
Zwei Gitarrenwelten
Was Sultans of Swing und Blackbird jeweils verlangen
Sultans of Swing
Jannis spielt den Dire-Straits-Klassiker mit Backingtrack. Das Stück verbindet Rhythmusgitarre, kurze Akkordantworten und eine große Zahl kleiner Fills. Für die Lernarbeit nutzt er Tabulatur und spielt die Stellen immer wieder mit, bis die Übergänge stabil werden.
Blackbird
Tim singt und spielt den Beatles-Song allein auf der Akustikgitarre. Er lernt stärker nach Gehör und durch Beobachtung. Das wiederkehrende Zupfmuster bleibt erkennbar, während sich die Griffbilder über das Griffbrett bewegen.
Blackbird verstehen
Ein festes Zupfmuster unter beweglichen Griffbildern
Ab 29:27 zeigt Tim den Anfang im Detail. Bass und hohe Saite werden gemeinsam angeschlagen, dazwischen liegt ein einzelner Ton. Diese Bewegungsfolge bleibt über weite Strecken erhalten. Die linke Hand verändert die Tonkombinationen, die rechte Hand sorgt für den Zusammenhang.
Im Video zeigt Horst zusätzlich eine Begleitmöglichkeit mit normalen Akkorden. Damit können zwei Gitarristen unterschiedliche Rollen übernehmen: eine Person spielt die charakteristische Figur, die andere trägt die Harmonie.
Sultans of Swing verstehen
Kurze Akkordformen, klare Antworten und kontrollierter Sound
Ab 42:14 wechselt die Lektion zurück zu „Sultans of Swing“. Horst arbeitet mit einem Princeton-Modell und einem Booster. Der Verstärker liefert die Grundlage. Die eigentliche Kontur entsteht durch kurze Akkordformen, Anschlagsdynamik und die genaue Platzierung der Fills.
Viele Begleitfiguren lassen sich als kleine Dreiklänge lesen. Dadurch muss die linke Hand nicht ständig volle Barréakkorde bewegen. Gleichzeitig bleibt mehr Platz für die charakteristischen Antworten zwischen den Gesangsphrasen.
Bei schnellen Linien zeigt Horst ab 1:06:30 eine Economy-Picking-Bewegung: runter, hoch, runter, runter. Diese Folge wird separat geübt, bevor sie wieder in die Phrase kommt.
Vier Kontrollfragen
- Bleibt der Grundpuls stabil, wenn ein Fill beginnt?
- Klingen die kurzen Akkordformen sauber und gleichzeitig?
- Endet jede Phrase rechtzeitig vor dem nächsten Gesangseinsatz?
- Bleibt die Anschlagsfolge auch bei geringerem Tempo eindeutig?
Direkt zu den wichtigen Stellen
14 Kapitel für Auftritt, Lernweg und Technik
- 00:08 · BegrüßungJannis und Tim im VIP-Guitar-Studio.
- 02:23 · Sultans of SwingSong und Lernweg werden vorgestellt.
- 04:25 · Jannis spieltDer vollständige Auftritt mit Backingtrack.
- 12:13 · Gespräch mit JannisÜben, Band und musikalische Entwicklung.
- 19:58 · BlackbirdTim erklärt seine Songwahl.
- 22:04 · Tim spieltGesang und Akustikgitarre.
- 24:24 · Gespräch über BlackbirdTiming, Wirkung und Beatles-Kontext.
- 28:46 · Tims LernwegVerlangsamen, beobachten und nach Gehör arbeiten.
- 29:27 · Blackbird im DetailZupfmuster und erste Griffbilder.
- 41:15 · AkkordbegleitungBlackbird mit einer zweiten Gitarrenrolle.
- 42:14 · Sultans-AnalyseWechsel zu Sound und Spielweise.
- 42:51 · Princeton und BoosterDer Grundsound für die Analyse.
- 1:06:30 · Economy PickingDie Anschlagsfolge in einer schnellen Linie.
- 1:06:48 · Fragen an Jannis und TimÜben, Instrumente und Zusammenspiel.
Konkreter Übeplan
Sechs Einheiten, jeweils mit einer klaren Aufgabe
- Hören: Wähle einen Song und markiere eine Passage von höchstens zehn Sekunden.
- Verkleinern: Entscheide, ob du Rhythmus, Griffbild oder Anschlag übst.
- Tempo: Spiele die Passage so langsam, dass jede Bewegung kontrollierbar bleibt.
- Wiederholen: Bleibe mehrere Durchgänge bei derselben Aufgabe.
- Verbinden: Füge die Passage an den vorherigen und den nächsten Abschnitt.
- Aufnehmen: Prüfe Timing und Klang in einer kurzen Handyaufnahme.
Woran du den Fortschritt hörst
Bei „Blackbird“ bleibt das Zupfmuster gleichmäßig, auch wenn die Greifhand ihre Position wechselt. Bei „Sultans of Swing“ landet das Fill wieder sicher im Grundpuls und nimmt dem nächsten Einsatz keinen Platz.
Wechsle die Methode, wenn du nach mehreren Durchgängen dieselbe Stelle nur errätst. Schaue die Handbewegung erneut an, höre die Passage ohne Gitarre oder nutze eine klar lesbare Tabulatur.
Übe keine ganze Minute fehlerhaft, wenn zehn saubere Sekunden die musikalische Aufgabe bereits enthalten.
Lernmaterial
Songblätter und Guitar-Pro-Dateien
Für eingeloggte VIP-Guitar-Schüler und Mitglieder stehen zu beiden Songs ein Songblatt als PDF sowie die Guitar-Pro-Dateien in den Formaten GP und GPX bereit.
Songblatt und Guitar Pro
Songblatt und Guitar Pro
Die Dateien liegen im geschützten Mitgliederbereich. Wenn du nicht eingeloggt bist, führt der Link zur Zugangsseite. Das Material ist für den Unterricht im geschlossenen Schülerkreis bestimmt und nicht zur öffentlichen Weitergabe vorgesehen.
Passende nächste Schritte



