Akustikgitarre für Einsteiger LAG T70DCE Tramontane im TEST

LAG T70DCE Tramontane im TEST
2 Kommentare

Akustikgitarre LAG T70DCE Tramontane im TEST

Die Franzosen wissen, wie man gut aussieht, und das zeigt sich auch hier in dieser sehr hübsch gemachten Akustikgitarre. Ihre Besonderheit ist die dünne, satinierte „offenporige“ Oberfläche, keine Randeinfassung auf der Ober- oder Rückseite und keine Punktmarkierungen auf der Griffbrettoberfläche. Aber für das Geld ist sie sehr gut ausgestattet. Da ist die ausgeprägte Schalllochverzierung und ein klassisch aussehender Steg mit einem richtig kompensierten Sattel – und das alles, bevor man die mehr als anständigen, satinierten, schwarz beschichteten Stimmgeräte, den Graphit-Sattel und den gut ausgestatteten Vorverstärker mit Stimmgerät, Dreiband-EQ und Phasenschalter zur Rückkopplungsunterdrückung erwähnt.

Mit einem Standard-Sattel von 43 mm, einem luftigen Stegabstand von 54 mm und einer ordentlichen Bundauflage ist der Hals gut geformt, das Griffbrett sehr gut verarbeitet und das Halsprofil fast schon wie bei einer E-Gitarre. Spielt sich superleicht und hat eine optimale Saitenlage.

Mit einer klaren Anzeige des Stimmgeräts kann man hier leicht stimmen, den guten Klang genießen und sich von der perfekten Intonation bei einer so preiswerten Gitarre beeindrucken lassen – die Akkordformen auch in höchsten Lagen klingen top. Der akustische Klang mit einer starken Projektion, einem schlanken Bass und einer modernen, ganz Taylor-artigen Klarheit und Präzision ist in dieser Preisklasse nicht zu übertreffen.

Wenn der EQ flach eingestellt ist, sind die Ausgangspegel von Saite zu Saite gut aufeinander abgestimmt und die sauber strukturierte Tonalität wird mit einem modernen Klang gut wiedergegeben. Mit einem leichten Mid-Cut und durch Zurücknahme der Höhen kommen wir in eine ältere, bluesige Intonation; mehr Mittenabsenkung und ein Anheben der Höhen bringen uns in jenen modernen PiezoSound, der ausgefeilte Spieltricks und perkussiven Stile gut zur Geltung bringt.

Der Phasenschalter kann bei niedrigeren Pegeln die Basswiedergabe subtil verändern oder als erste Stufe der Rückkopplungsreduzierung dienen, falls man dies benötigt. Die Gitarre passt wunderbar als Begleitung für Gesang, sie ist geradezu prädestiniert dazu. Bei allzu hohen Pegeln wäre ich jedoch vorsichtig und richtig lautes spielen liegt der Französischen Schönheit nicht so ganz.

Hersteller: LAG Frankreich (Gitarre: Made in China) Modell: Tramontane 70 DCE / Serie: 70

Korpus: Konstruktion: Westerngitarre
Form: Dreadnought /
Decke: Fichte (massiv)
Boden: Afrikanisches Sapele /
Zarge: Afrikanisches Sapele
Bracing: X Bracing
Binding: Black
Finish: Open-pore
Farbbezeichnung: Natur Satin
Hals: Halsmaterial: Tropisches Khaya, Halskonstruktion: geleimt
Griffbrett: Material: Brownwood, Bünde: 20, Mensur: 650mm
Sattel: Material: Graphit, Sattelbreite: 43mm
Kopfplatte:
Logo: LAG
Mechanik: geschlossen
Beschichtung: Black
Steg (Bridge): Material: Brownwood
Hardware:
Besaitung: .012-.053
Gurtpins: Standard
Hardwarefinish: Black
Elektronik:
Tonabnehmer: Direct LAG System
Regler: Volume, Bass Midle, Treble

Verarbeitung und Design90%
90%
Hardware70%
70%
Pickup LAG80%
80%
Schwingungsverhalten90%
90%
Optik und Finish80%
80%
Klang und Tonentfaltung70%
70%
Hölzer und Gewicht80%
80%
Intonation und Bespielbarkeit90%
90%
Spielgefühl90%
90%
Preis-Leistung100%
100%
Gesamtwertung83%
83%

Weitere Infos zur Firma LAG

Viel Spaß mit dem Test
Horst Keller

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Avatar
    GuitarFan112
    23. April 2020 14:47

    KÖnntet ihr ein Video machen, wie sich die Saiten anhören sollen nach dem Stimmen? Danke 🙂

    Antworten
  • Ein freundliches Hallo an Dich Horst und an alle Gitarrebegeisterten hier auf dieser Site.
    Ich habe mir vor ein paar Monaten genau dieses Modell bei mir in Berlin-Spandau gekauft. Weil ich meine alte Guild dringends zur Wartung geben musste (hat in den 30 Jahren doch ganz schön gelitten 🙂 ) wollte ich mir eine halbwegs vernünftige Akustik mit Tonabnehmer zulegen, um nicht ohne Akustic dazustehen. Hatte mir als Preis um die 300€ als Marke gesetzt und dann als erstes die LAG in die Hand bekommen. Und… WOW.
    Ich hatte von Anfang an ein Supergefühl.
    Ob einem die Holzauswahl und die optische Gestalltung gefällt ist natürlich Geschmacksache, aber mich hat es sehr angesprochen.
    Auch die Verarbeitung der Gitarre ist absolut Makellos. Der kleine Spalt am Halsansatz ist bei meiner auch vorhanden, aber bei genauem Hinsehen glaube ich, dass es so gewollt ist. In der Nähe des Bodens ist nämlich eine Schraube mit der der Halsansatz an den Block auf der Innenseite herangezogen wird.
    Dass die Gitarre in China gefertigt wird ist ja perse erst mal kein Makel, und wenn dann so eine günstige (aber nicht billige) Gitarre dabei herauskommt spricht es für eine super Qualitätskontrolle bei LAG.
    Wenn man genauer hinsieht, kann man auch erkennen, dass die Bünde abgerichtet und anschließend gut poliert wurden. So etwas findet man sonst nicht in dieser Preisklasse.
    Das Einzige was sich an dieser Gitarre noch verbessern lässt sind die Kerbtiefen am Sattel. Habe diese noch etwas nachgearbeitet und jetzt ist die Saitenlage – und damit die Bespielbarkeit – absolut perfekt.
    Habe übrigens auch einen 0.10ner Satz (Bronzewound von D’Addario) aufgezogen. Damit klingt die Gitarre genauso voll und ausgewogen wie mit dem ursprünglichen 0.12er.
    Alles in Allem kann ich nur unterstreichen was (Du) Horst darüber gesagt hat, außer das mit der Anfängergitarre. Hatte auch schon einige wesentlich teurere Austikgitarren, die auch von Profis gespielt werden, in der Hand und war bei Weitem nicht so begeistert.
    Aber geeignet ist sie natürlich schon für Anfänger. Bei der Bespielbarkeit und dem Sound fällt alles viel leichter.
    Klare Kaufempfehlung von mir.
    Thomas

    Antworten

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