Breaking the law - Judas Priest

Judas Priest · A-Moll · Downstrokes und Powerchords

Breaking the Law auf der Gitarre: leicht zu greifen, ehrlich im Timing.

Das Riff sitzt nach wenigen Minuten im Kopf. Der eigentliche Unterricht beginnt danach: Tempo 165, klare Stops, Palm Mutes und eine rechte Hand, die Druck erzeugt, ohne steif zu werden. Horst zeigt den kompletten Song und macht aus einem Metal-Klassiker ein präzises Rhythmustraining.

AlbumBritish Steel, 1980
Tonales ZentrumA-Moll, a-äolisch
Tempo165 BPM
Metrum und Stimmung4/4, Standardstimmung

Komplette Videolektion

48 Minuten vom ersten Riff bis zum fertigen Metal-Groove.

Horst arbeitet mit der vollständigen Guitar-Pro-Fassung und trennt die beiden Gitarrenspuren. Du siehst das Hauptriff, Strophe, Pre-Chorus, Chorus, Bridge, Break und Outro in ihrer wirklichen Funktion. Dazu kommen die Stellen, an denen eine Gitarre zwei Studioparts sinnvoll zusammenfassen muss.

Der Song hat kein klassisches Gitarrensolo. Genau das schärft den Blick für die Rhythmusarbeit: Dead Notes, Slides, Palm Mutes, vorgezogene Achtel und saubere Stops tragen die gesamte Wirkung.

Dein erster Auftrag: Spiele nur das Hauptriff mit konsequenten Abschlägen. Lerne es auswendig, bis die Folge aus leeren Saiten, zweitem und drittem Bund ohne Blick auf die Tabulatur läuft.

Dein Hörtest: Bleibt der Puls stabil, wenn du die Greifhand kurz vom Hals nimmst? Wenn die rechte Hand weiterläuft, ist das Riff rhythmisch verankert.

Der prägnante Einstieg

Ein einfaches Motiv mit drei klaren Aufgaben.

Das Riff beginnt auf der leeren A-Saite. Die Folge 0, 2, 3 erscheint dreimal, danach wechselt die Linie auf die tiefe E-Saite und führt zurück. Horst spielt alles mit Downstrokes. Die Töne sind leicht. Die Gleichmäßigkeit der Anschläge macht aus ihnen den Song.

Tonfolge

Erst auswendig

Lerne die beiden Riffhälften getrennt. Verbinde sie erst, wenn die Greifhand nicht mehr nach jedem Ton suchen muss.

Anschlag

Nur Abschläge

Jeder Ton erhält denselben Impuls. So bleibt der klassische Metal-Puls hörbar und die rechte Hand entwickelt einen verlässlichen Bewegungsweg.

Fingerwechsel

Rollen statt hektisch springen

Am Ende zeigt Horst einen kleinen Fingerroll. Du darfst auch umgreifen. Entscheidend sind Verbindung und Timing, nicht ein vorgeschriebener Fingersatz.

Vier Rhythmusbausteine

Powerchords werden erst durch Artikulation zu Musik.

A5, C5, G5, F5 und E5 sind technisch überschaubar. Das Stück verlangt trotzdem genaue Entscheidungen der rechten Hand. Horst zeigt, wo ein Doppelschlag nur als Geräusch funktioniert, wo der Akkord gleiten darf und wo absolute Stille den nächsten Teil vorbereitet.

Dead Notes

Vor den Powerchords liegen gedämpfte Achtelschläge. Die Greifhand nimmt den Ton weg, die rechte Hand behält ihren Bewegungsfluss.

Slides und Stops

Im Pre-Chorus gleiten F5 und C5 aus dem Akkord. Danach stoppt die rechte Hand sofort. Der Slide braucht ein klares Ende.

Palm Mutes

Im Chorus läuft die offene A-Saite gerade weiter. Der Handballen dämpft, ohne die Saite abzuwürgen oder das Handgelenk festzustellen.

Zwei Gitarren, eine Hand

Der hohe A-Klang im 14. und 17. Bund liegt über der offenen A-Saite. Horst fasst beide Studiostimmen in einen spielbaren Griff zusammen.

Form und Spannungsbogen

Keine Solopflicht, kein Leerlauf.

Intro, Strophe, Pre-Chorus und Chorus bauen fast ausschließlich aus Riff, Powerchords und rhythmischen Akzenten. In der Bridge wechseln B5 und A5, danach wächst die Folge über D5, F5, C5 und G5. Glasgeräusch und Sirene verdichten den Hintergrund, bevor die Band stoppt und das Hauptriff allein zurückkehrt.

StropheA5, C5 und G5 lassen Raum für den Gesang. Die Dead Notes halten die Gitarre beweglich.
BridgeAufschläge auf A5, Slides und steigende Powerchords erzeugen den Höhepunkt ohne zusätzliches Solo.
OutroA5, F5 und G5 laufen als gerade Achtel. Eine vorgezogene Achtel erhöht kurz vor Schluss die Dringlichkeit.
Beobachtungsauftrag: Höre im Original darauf, wie zuerst die Gitarre allein zurückkommt und Schlagzeug, Bass sowie zweite Gitarre den Druck schrittweise wieder aufbauen. Lautstärke allein erzeugt diesen Bogen nicht.

Die rechte Hand bleibt das Zentrum

Druck entsteht aus Schwung, Dämpfung und Erholung.

Horst hält beim Palm Muting Kontakt an der Bridge, lässt das Handgelenk aber weiter schwingen. Sein Bild dafür ist ein Tropfen am Plektrum, den du wegschleudern willst. So bekommt der Anschlag Gewicht, ohne wie eine starre Maschine zu klingen.

Kontakt

Dämpfen, nicht festklemmen

Der Handballen liegt an der Bridge. Prüfe, ob der Ton kurz und druckvoll bleibt, während das Handgelenk frei ausschwingen kann.

Timing

Am Schlagzeug orientieren

Horst hört auf Fundament und Groove. Notenwerte erklären den Einsatz, musikalische Sicherheit entsteht beim Mitspielen zu Drums, Track oder Original.

Belastung

Wärme ist genug

Wenn die Hand langsamer oder fest wird, stoppst du, schüttelst das Handgelenk aus und gibst ihm Erholung. Tempo wird nicht gegen Müdigkeit erzwungen.

Direkte Kapitel im Tutorial

Springe genau zu dem Teil, den du heute trainierst.

Konkreter Übeplan

Vom Ohrwurm zum belastbaren Rhythmuspart.

Horst reduziert die Übestellen im Video auf Tempo 70 und baut sie danach wieder auf. Die Reihenfolge bleibt musikalisch: erst ein Teil auswendig, dann die nächste Form, am Schluss die längere Belastung im Outro.

Spiele mit Drums: Nimm für Strophe und Outro zunächst nur Schlagzeug und Bass. Die rechte Hand soll sich an den Puls hängen, während die Greifhand Dead Notes und Powerchords setzt.

Kontrolliere die Stille: Nach Slides und hohen A-Akkorden muss der Ton wirklich enden. Ein sauberer Stopp ist hier genauso wichtig wie ein sauberer Anschlag.

Trainiere in Intervallen: Loope die letzten 24 Takte. Sobald das Handgelenk langsamer wird, pausierst du. Nach dem Ausschütteln beginnt ein neuer kurzer Durchgang.

  1. Hauptriff sichern: beide Hälften mit Downstrokes auswendig spielen und erst danach verbinden.
  2. Strophe bauen: A5, C5 und G5 mit den Dead Notes bei reduziertem Tempo loopen.
  3. Pre-Chorus schließen: Slides bewusst beenden und den Stopp nach E5 kontrollieren.
  4. Chorus koordinieren: offene A-Saite dämpfen, hohen A-Griff einsetzen und rechtzeitig in die tiefe Lage wechseln.
  5. Bridge sprechen lernen: B5 und A5 mit den Aufschlägen isolieren, danach D5, F5, C5 und G5 ergänzen.
  6. Finale durchhalten: A5, F5 und G5 mit Drums spielen, vorgezogene Achtel markieren und locker bis zum Stop bleiben.

Für VIP-Guitar Premium-Member

Notation und Begleitmaterial zum Tutorial

Der bestehende Premium-Download bleibt unverändert eingebunden. Nutze die Notation für Takte, Form und Fingersätze. Das Video liefert die entscheidenden Informationen über Anschlagsrichtung, Dämpfung, Stops und lockere Bewegung.

Wenn der Downloadlink nicht erscheint, melde dich mit deinem aktiven Premium-Konto an. Hinweise findest du auf der Premium-Member-Seite.

Sound aus der Lektion

Wenig Amp-Gain, gezielter Druck vor dem Eingang.

Im damaligen Video-Setup nutzt Horst einen Humbucker am Steg, ein Metal-orientiertes Amp-Modell mit britischer Färbung, einen dezenten Flanger und einen Overdrive vor dem Amp. Der Gain des Amps bleibt ungefähr bei zwei von zehn. So entstehen Attack und Druck, ohne dass tiefe Frequenzen den Rhythmus verschmieren.

Input

Overdrive statt mehr Matsch

Wenig Drive und ein angehobener Tonregler schieben den Amp an. Die Verzerrung bleibt kontrollierter als bei stark aufgedrehter Vorstufe.

Breite

Flanger und Pitch sparsam

Der Flanger füllt den unteren Bereich. Ein Pitchshifter kann die Wirkung zweier Gitarren andeuten, darf aber Anschlag und Palm Mutes nicht verwischen.

Gezielt weiterlernen

Muting, Powerchords und Metal-Rhythmus vertiefen.

Der Maßstab für diesen Song

Das Riff ist der Einstieg. Das Handgelenk macht daraus Metal.

Wenn Hauptriff, Dead Notes, Stops und Palm Mutes am Schlagzeug hängen, brauchst du keine komplizierte Solotechnik, um überzeugend zu klingen. Dieser Song zeigt, wie viel Wirkung in einer präzisen Rhythmusgitarre steckt.

„Die Rhythmusgitarre ist immer am Schlagzeug und an dem Fundament des Liedes. Da hängt sich das dran, das muss man fühlen und interpretieren.“Horst Keller

Arbeite heute nur an einem Formteil. Spiele ihn locker, stoppe sauber und höre, ob der Groove auch ohne zweite Gitarre trägt.

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