Rolling Stones · Open G · Rhythmusgitarre · Horst Keller
Brown Sugar auf der Gitarre
Horst zerlegt den Song in zwei spielbare Wege. Zuerst lernst du Hauptriff, Powerchords und Chorus-Lick in Standardstimmung. Danach hörst du, warum dieselben Griffideen in Open G breiter und direkter klingen.
Die vollständige Gitarrenstunde
Zwei Stimmungen, ein gemeinsamer Bewegungsweg
Horst arbeitet mit Darko wie in einer echten Unterrichtsstunde. Die Griffwechsel werden langsam aufgebaut, mehrfach wiederholt und anschließend direkt im Zusammenhang des Songs eingesetzt.
Die linke Hand entscheidet über den Groove
Der Riff wirkt nicht durch viele Einzelnoten, sondern durch einen kompakten Akkordwechsel. Horst verbindet eine kleine A-Form mit einer verschobenen C-Form. Dabei bleiben nur die Töne stehen, die für den charakteristischen Wechsel gebraucht werden.
Der Daumen liegt entspannt über dem Hals. Er stabilisiert die schräge Handhaltung und kann die tiefe E-Saite leicht dämpfen, wenn der Anschlag größer wird.
Saubere Kontaktfläche kommt vor Tempo und Lautstärke.
A-Form, C-Form und drei Saiten
Der Hauptriff beginnt als Griffwechsel
Horst reduziert die erste Fassung auf D-, G- und H-Saite. So kannst du die Bewegung kontrollieren, ohne dass tiefe Saiten den Akkord verschmieren.
Zeigefinger flach
Lege den Finger über alle drei Zielsaiten. Ein nur teilweise klingender Akkord unterbricht die Wirkung sofort.
Zwei Finger lösen
Der Dreiklang steht zuerst geschlossen. Danach lösen die beiden freien Finger gemeinsam für die offene Antwort.
Leicht kippen
Kippe die Hand etwas und lass den Daumen oben liegen. Horst zeigt diese Position ausdrücklich in der Nahaufnahme.
Mittlere Saiten
Triff zunächst nur D, G und H. Vergrößere den Anschlag erst, wenn die tiefe E-Saite sicher stumm bleibt.
Die Positionen werden als feste Stationen gelernt. Übe sie zuerst ohne durchgehenden Songrhythmus. Der Wechsel muss sich in jeder Lage gleich anfühlen.
Standardstimmung als vollständige Fassung
Strophe und Refrain funktionieren ohne Umstimmen
Für die Strophe setzt Horst die Rock’n’Roll-Begleitung in der achten Lage an. Dort bleiben die Powerchords kompakt, während eine tiefere Position einen deutlich größeren Stretch verlangen würde.
C-Powerchord
Beginne in der achten Lage und halte die rechte Hand kurz und federnd.
F als Seitenwechsel
Die Form bleibt erhalten, nur das Saitenpaar wechselt. So bleibt der Bewegungsweg klein.
B und C verbinden
Lerne die Basstöne auf E- und A-Saite, damit der Wechsel nicht durch Suchen stockt.
Chorus-Lick
Isoliere Slide und anschließende Töne. Danach folgen G- und C-Powerchord als klare Antwort.
Horst empfiehlt, den Powerchord mit dem Ringfinger zu greifen. Damit bleibt der kleine Finger frei und die Hand kann schneller in den nächsten Akkord wechseln.
Open G von tief nach hoch: D G D G H D
Die offene Stimmung verbreitert denselben Riff
In Horsts Open-G-Fassung werden beide E-Saiten auf D und die A-Saite auf G gestimmt. Die leeren Saiten ergeben dadurch einen offenen G-Dur-Klang.
Beim Hauptriff kommt die auf G gestimmte fünfte Saite hinzu. Der erste Akkord kann nun über vier Saiten klingen, während der bekannte Wechsel der oberen Stimmen erhalten bleibt.
Horst dämpft auf seiner sechssaitigen Strat die tiefe E-Saite mit dem Daumen. In der Lektion erklärt er zugleich, warum sie bei der typischen fünfsaitigen Spielweise nicht angeschlagen wird.
Open G vereinfacht den Griff, verlangt aber eine neue Orientierung der Töne.
Stimmung kontrollieren
- Tiefe E-Saite auf D.
- A-Saite auf G.
- D- und G-Saite bleiben.
- H-Saite bleibt.
- Hohe E-Saite auf D.
- Offenen G-Klang leise prüfen.
Zwei Gitarren greifen ineinander
Die Wirkung entsteht aus verschiedenen Rollen
Horst spielt eine Rock’n’Roll-Begleitung und stellt ihr die kurze Akkordantwort des zweiten Gitarristen gegenüber. Beide Teile sind für sich überschaubar. Zusammen entsteht die dichte Rhythmusfläche.
Beim Saxophon-Solo läuft der Hauptriff weiter. Wer improvisieren möchte, muss deshalb zuerst die Begleitung stabil halten und die Harmoniepositionen sicher treffen.
In Open G verändert sich auch der Chorus-Lick. Die leere, auf G gestimmte fünfte Saite gehört nun zur Figur. Die Standardversion lässt sich nicht unverändert übertragen.
Rollen getrennt aufnehmen
- Hauptriff allein aufnehmen.
- Rock’n’Roll-Begleitung ergänzen.
- Kurze Akkordantwort in die Lücken setzen.
- Prüfen, ob beide Teile sich ergänzen statt verdoppeln.
Zwei Wege zum gleichen Song
Wähle die Stimmung nach deinem Setup
Horst sagt ausdrücklich, dass du den Song nicht in Open G spielen musst. Ohne zweite Gitarre oder schnelles digitales Umstimmen ist die Standardfassung der sichere Weg.
Flexibel und sofort verfügbar
Du behältst die gewohnte Griffbrettorientierung und kannst den Chorus-Lick sowie eine C-Pentatonik direkt verwenden.
Breiter und direkter
Leere Saiten und Vier-Saiten-Griffe geben dem Riff mehr Fundament. Licks müssen an die neue Stimmung angepasst werden.
Der Verstärkersound bleibt in der Lektion bluesig angezerrt. Entscheidend ist trotzdem die Hand: kurzer Anschlag, stumme tiefe Saite und klarer Wechsel.
Töne statt Griffbrettsuche
Powerchords brauchen eine sichere Landkarte
Am Ende der Lektion führt Horst die Positionen auf der tiefen E- und der A-Saite zusammen. C liegt in Standardstimmung im achten Bund der E-Saite und im dritten Bund der A-Saite. Wer diese beiden Saiten kennt, findet die Powerchords ohne Unterbrechung.
Horst spricht auch die deutsche und internationale Benennung von H, B und B flat an. Lege vor dem Üben fest, welches System du in deiner Notation verwendest, damit der sechste und siebte Bund nicht verwechselt werden.
Die Form bleibt beweglich, aber der Tonname bestimmt die richtige Position.
Kurzer Orientierungstest
- Zeige C auf der tiefen E-Saite.
- Zeige C auf der A-Saite.
- Finde F ohne Umweg.
- Wechsle zwischen B und C.
- Spiele erst danach den Strophenweg.
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20 direkte Kapitel
- 01:08 · Thema und LernwegStandardstimmung und Open G als zwei Fassungen.
- 03:16 · A-Form und C-FormDer grundlegende Akkordwechsel.
- 07:36 · Quartenklang und GriffbildDie typische Bewegung langsam erkennen.
- 10:49 · Hauptriff zusammensetzenHorst und Darko verbinden die Positionen.
- 14:12 · StandardstimmungDie Strophenbegleitung beginnt.
- 14:27 · C in der achten LagePowerchord und Rock’n’Roll-Bewegung.
- 15:22 · B und C findenBasstöne als Orientierung für Powerchords.
- 17:02 · Chorus-LickSlide, Einzeltöne und Akkordantwort.
- 20:08 · Zwei GitarrenrollenBegleitung und Riff greifen ineinander.
- 22:04 · Improvisation über den RiffBegleitung halten und freie Stimme ergänzen.
- 23:51 · Hauptriff sehr langsamZeigefinger und Lösbewegung kontrollieren.
- 26:06 · Wechsel zur zweiten GitarreVorbereitung auf Open G.
- 26:51 · Open-G-StimmungAlle sechs Saiten von tief nach hoch.
- 27:55 · Hauptriff in Open GDie fünfte Saite erweitert den Akkord.
- 29:58 · Begleitung im fünften BundDer bekannte Wechsel in neuer Stimmung.
- 30:28 · Strophenklang in Open GBreite Powerchordwirkung und Dämpfung.
- 32:41 · Chorus-Lick anpassenDie leere G-Saite wird Teil der Figur.
- 34:29 · Alternative PositionEine zweite Gitarrenstimme höher ansetzen.
- 35:27 · Open G zusammenfassenWann die Standardfassung ausreicht.
- 36:20 · Töne auf E- und A-SaitePowerchords ohne Suchen finden.
Konkreter Übeplan
Sechs Einheiten vom Griff zum Open-G-Groove
- Drei Saiten: Spiele den Akkordwechsel nur auf D, G und H.
- Positionen: Verbinde die Riffstationen ohne Songtempo und ohne große Anschläge.
- Standardstrophe: Halte C, F, B und C als Powerchordweg stabil.
- Chorus-Lick: Übe Slide und Einzeltöne getrennt von den Akkordantworten.
- Open G: Stimme sorgfältig um und spiele erst nur den offenen Klang.
- Vergleich: Nimm denselben Riff in beiden Stimmungen auf und entscheide nach Klarheit und Groove.
Höre auf Kontakt und Stille
Nimm vier Durchgänge des Hauptriffs auf. Im ersten Durchgang hörst du nur auf den flachen Zeigefinger, im zweiten auf die beiden gemeinsam lösenden Finger.
Prüfe danach die tiefen Saiten. Wenn sie ungewollt mitklingen, verkleinerst du den Anschlag und nutzt den Daumen als Dämpfung.
Open G ist erst dann ein Vorteil, wenn die neue Stimmung sauber kontrolliert bleibt.
Material und nächste Schritte
Vertiefe Rhythmus, Powerchords und Stones-Groove
Geschütztes Originalmaterial
Das vorhandene Akkordblatt bleibt über seine bestehende Mitgliederroute verknüpft. Nutze es für Form und Akkordkontrolle. Liedtext wird im Beitrag nicht wiedergegeben.


