Thema: Die Basics

Kurs Rhythmusgitarre Folge 1

Auf YouTube ansehen

Rhythmik steht für mich an erster Stelle. Ein guter Rhythmusgitarrist ist in einer Band Gold wert. In dieser Serie schauen wir uns an, was alles in der Begleitgitarre steckt.

Folge 1 von 10 · 54:13 Minuten · Akustik oder cleane E-Gitarre · Aufzeichnung von 2019

Die Gitarrenstunde zum Mitspielen

Wir beginnen mit zehn Grundlagen und steigern uns im Verlauf der Serie bis zu anspruchsvollen Techniken. In dieser ersten Folge spielen wir unter anderem Wechselbass und Powerchords, lernen das Abdämpfen und probieren einen Walzer und einen Rock’n’Roll-Shuffle aus.

Die wichtigsten Grundakkorde solltest du schon kennen. Für diese Stunde passt eine Akustikgitarre wunderbar. Eine E-Gitarre mit clean eingestelltem Verstärker funktioniert genauso. Nimm deine Gitarre dazu und spiel mit.

Die zehn Grundlagen im Überblick

Diese zehn Themen gehören zur ersten Folge. Im Video hörst und siehst du die Beispiele; über die Zeitmarken weiter unten kannst du eine Stelle direkt wiederholen.

1

Grundakkorde

E, A, D, G und C gehören zu den Akkorden, die wir hier verwenden. Wenn dir die Griffe vertraut sind, bleibt mehr Aufmerksamkeit für die Schlaghand.

2

Wechselbass

Beim Wechselbass spielen wir abwechselnd einen einzelnen Basston und den Akkord. Dafür nutzen wir verschiedene Basssaiten. Ich zeige dir diese Begleitung mit mehreren Grundakkorden.

3

Powerchords

Grundton und Quinte reichen für einen Powerchord aus. Wir spielen gedämpfte Abschläge und nehmen später das Metronom dazu. Bei „99 Luftballons“ hörst du, wie das im Song klingt.

4

Barré-Akkorde abdämpfen

Ein Barré-Akkord muss nicht durchklingen. Nach dem Anschlag nehme ich den Greifdruck weg, während die Finger auf den Saiten bleiben. So entstehen die kurzen Unterbrechungen in der Begleitung.

5

Der 3/4-Takt

Nach den Begleitungen im 4/4-Takt schauen wir uns einen Walzer an. Der Basston auf der Eins und die folgenden Akkordanschläge machen den Dreiertakt hörbar.

6

Boogie-Woogie und Rock’n’Roll-Shuffle

Hier kommt der kleine Finger dazu. Ich zeige dir die Bewegung auf der Grundlage eines Powerchords und verbinde sie mit einem Rock’n’Roll-Shuffle.

7

Feeling und Groove

Eine Begleitung kann ganz unterschiedlich wirken. In der Stunde sprechen wir über gerade und geshuffelte Rhythmen und darüber, wie sich das Spielen auf, vor oder hinter dem Beat anfühlt.

8

Rhythmus auf gedämpften Saiten

Die Gitarre kann auch ein Schlagzeuginstrument sein. Auf gedämpften Saiten hörst du die Anschläge und Betonungen, ohne dass ein Akkord darüberliegt. So beginnen wir die Arbeit mit der Schlaghand.

9

Rhythmus nach Gehör verstehen

Wenn der Gitarrenrhythmus im Song schwer herauszuhören ist, hilft oft das Schlagzeug weiter. Ab 38:31 zeige ich dir, wie ich mich daran orientiere, unter anderem am Beispiel von „Wonderwall“.

10

Mit Aufmerksamkeit üben

Am Schluss geht es mir um die Art, wie wir üben: bei der Gitarre bleiben, die Bewegung fühlen und ihr Zeit geben, vertraut zu werden. Das gehört für mich genauso dazu wie die einzelnen Techniken.

Wie du den Klang mit beiden Händen dämpfst

Ein kurz gespielter Akkord wirkt anders als einer, der weiterklingt. In dieser Stunde hörst du, was das Abdämpfen mit der Begleitung macht. Ich zeige es dir an Barré-Akkorden und an Powerchords.

Greifhand: den Druck lösen

Beim Barré lasse ich die Finger auf den Saiten liegen und nehme nach dem Anschlag den Druck weg. Der Akkord verstummt, die Hand bleibt am Griff. Ab 22:59 bereiten wir das vor; bei 24:27 siehst du die Bewegung.

Schlaghand: die Handkante am Steg

Für die gedämpften Powerchords liegt die Handkante der Schlaghand unmittelbar vor dem Steg. Die Greifhand hält den Akkord weiter. Damit bekommen die Abschläge den gedämpften Klang, den du ab 18:04 im Video hörst.

Mit dem Metronom und im Song spielen

Ab 18:50 nehmen wir das Metronom dazu. Ich beginne mit Tempo 80 und spiele später schneller. Das ist das Tempo der Vorführung, keine Vorgabe, die du sofort erreichen musst.

Bei 19:55 hörst du das Powerchord-Beispiel aus „99 Luftballons“. Die Technik bleibt dieselbe, aber im Song wird hörbar, wofür wir sie brauchen.

Manchmal ist der Gitarrenrhythmus im Original schwer herauszuhören. Ab 38:31 zeige ich dir, wie uns das Schlagzeug dabei helfen kann, die Begleitung zu finden. Höre dabei auch auf Bass und Schlagzeug, nicht nur auf die Gitarre.

Beim Spielen wirklich bei der Musik sein

Am Ende der Stunde spiele ich eine Begleitung und rede dabei weiter. Ich muss nicht mehr über jeden einzelnen Anschlag nachdenken. Genau das meine ich mit Üben, bis eine Bewegung unbewusst funktioniert.

Im Begleit-PDF schreibe ich von den besonderen Momenten beim Musikmachen, in denen ich voll da war. Darum geht es mir auch hier. Die Bewegungen sollen vertraut werden, damit die Aufmerksamkeit bei der Musik bleiben kann. Mit der Gitarre in der Hand, ohne unnötige Anspannung und mit Freude am Spielen.

Lernunterlagen

Hier findest du das Zusatzmaterial zur ersten Gitarrenstunde: ein zweiseitiges PDF für Unterstützer mit den zehn Grundlagen und meinen Gedanken zum Üben.

Melde dich dafür bitte mit deinem Konto an. Ohne passenden Lernzugang führt der Link direkt zu den Informationen über unsere Mitgliedschaft.

Viel Freude mit deiner Rhythmusgitarre

Danke fürs Mitspielen. Ich wünsche dir viel Freude mit dieser ersten Folge und viel Erfolg beim Üben.

Viel Erfolg und ganz viel Freude mit der Rhythmusgitarre.
Ich wünsche dir, dass du jeden Tag ein klein bisschen besser wirst.
Horst Keller

Ähnliche Beiträge

5 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Markus Ketterer
    26. September 2019 06:43

    Super Einstieg mit sehr viel Infos über Rhythmus und Taktgefühl. Ich muss sagen, nach 2 schnellen durchlaufen powerchords Blues ist meine rechte Hand schon muskulär am Anschlag. Da muss ich wohl an der Ausdauer arbeiten 😀

    Antworten
  • Vielen Dank Horst für Deine wundervolle Weise, die Freude am Gitarrespieln und Üben zu vermitteln. Genau das, was ich gebraucht habe und in anderen Videos so vermisse…

    Antworten
  • lieber horst,
    rhythmus 1 fand ich super,der abspann und deine berührende worte sind eine ode an das leben.

    Antworten
  • Lieber Horst,
    in Deinem Tutorial Rhythmusgitarre Folge 1 fragte so ein Schlaumeier, „was denn der Vorteil von solch vergleichsweise langweiligen Übungen gegenüber dem Lernen von Songs“ sei. Wie in Gottes Namen soll man denn Songs ohne Rhythmusübungen lernen? Irgendetwas scheint dieser Mensch da nicht verstanden zu haben. Mich ärgern solche Aussagen, denn er braucht Dein Video ja nicht zu sehen. Zweitens gebietet es schon die Höflichkeit, nicht direkt mit Kritik zu reagieren… Will sagen: Dein Video war alles andere als langweilig – ganz im Gegenteil. Mach‘ bitte weiter so. Ich freue mich auf die Fortsetzung. Liebe Grüße, Eckhard

    Antworten
    • Horst Keller
      19. August 2023 12:40

      Lieber Eckhard,

      vielen Dank für Deine Nachricht und Deine Unterstützung. Es ist immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich die Meinungen und Herangehensweisen der Menschen sind. Rhythmusübungen sind das Fundament für jeden Gitarristen und ohne sie ist es schwer, Songs korrekt zu spielen. Ich freue mich, dass Du das genauso siehst und meine Arbeit schätzt. Danke für Deine lieben Worte und Deine Ermutigung!

      Herzliche Grüße,
      Horst

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren.