VIP-GUITAR Newsletter WO.18/2026

Liebe Gitarrenfreunde, liebe VIP-Guitar Community,

wie waren eure Wochen mit Hendrix?

Ich meine das ganz praktisch: Habt ihr die Licks wirklich in die Hand genommen? Habt ihr versucht, diesen typischen Hendrix-Gedanken zu fühlen – also nicht nur einen Akkord zu greifen, sondern ihn mit Melodie, Rhythmus, kleinen Fills und Bewegung lebendig zu machen? Genau darum ging es in den letzten Wochen. Nicht um „noch ein Lick“, das man kurz nachspielt und dann wieder vergisst. Sondern um eine andere Art, die Gitarre zu denken.

Hendrix war nicht groß, weil er möglichst viele Töne gespielt hat. Er war groß, weil bei ihm Akkord, Groove, Melodie, Dynamik und Sound nicht getrennt waren. Alles war ein einziger musikalischer Organismus. Und wenn man sich ernsthaft damit beschäftigt, merkt man sehr schnell: Das ist kein Effekt, kein Trick und keine Pose. Das ist eine tiefe musikalische Sprache. Genau deshalb freue ich mich sehr auf den Hendrix-Workshop an diesem Wochenende.

Ich bin gerade mitten in der Vorbereitung, sortiere Material, denke Abläufe durch, feile an Beispielen und freue mich auf alle, die dabei sind. Wer schon am Freitag anreisen kann: Wir werden uns am Freitagabend bei Jörg wieder gemütlich zusammensetzen und ein wenig auf das Wochenende einstimmen. Das gehört für mich inzwischen fast genauso dazu wie der Workshop selbst – diese Mischung aus Musik, Austausch, Vorfreude und guten Gesprächen.

Für ganz Kurzentschlossene gibt es noch ein/zwei letzte Plätze. Wenn du also schon länger mit dem Gedanken spielst und jetzt merkst: „Eigentlich sollte ich da dabei sein“, dann ist das der Moment.

🎸 Hendrix-Workshop: https://www.vip-guitar.de/workshop-spielen-wie-jimi-das-hendrix-prinzip/

Und wie lief es mit den ersten drei Eric-Clapton-Licks?

Auch dort geht es ja nicht darum, Eric einfach zu kopieren. Es geht darum, zu verstehen, wie diese Blues-Rock-Sprache funktioniert: Spannung, Antwort, Timing, kleine Dur-Moll-Reibungen, ein Ton, der etwas sagt – statt zehn Töne, die nur herumstehen.

Nach dem Hendrix-Wochenende machen wir damit weiter. Im Mai kommt zuerst wieder die klassische Frage- und Antwortrunde, danach folgt das Finale der Eric-Clapton-Licks. Und wenn alles so läuft, wie ich es mir gerade vorstelle, geht es anschließend wahrscheinlich mit Gary Moore weiter.

Das passt auch gut zur größeren Richtung dieses Jahres: weniger oberflächliches Konsumieren, mehr musikalische Substanz. Sebastian hat ebenfalls einiges aufgenommen, und ich hoffe sehr, dass wir euch demnächst weitere Videokurse präsentieren können. Da liegt einiges in der Pipeline.

Auch bei den Workshops wird es jetzt konkret.

Das Gitarrencamp im Juli hat nur noch vier freie Plätze. Das ist kein künstlicher Druck, sondern schlicht der aktuelle Stand. Wer dabei sein möchte, sollte nicht zu lange warten. Und im September folgt dann noch der einmalige Band-Workshop „Rock-Klassiker Live“, bei dem es genau um das geht, was vielen Gitarristen fehlt: Songs nicht nur zuhause zu üben, sondern sie mit Timing, Zusammenspiel und Bandgefühl wirklich lebendig zu spielen.

🎸 Gitarrencamp 2026: https://www.vip-guitar.de/workshop-gitarrencamp-2026/
🎸 Rock-Klassiker Live: https://www.vip-guitar.de/workshop-rock-klassiker-live/

Am Donnerstag gibt es außerdem ein spannendes Livevideo.

Ich teste die Yamaha TransAcoustic 2 – eine Akustikgitarre, die auf den ersten Blick ganz klassisch wirkt, aber unter der Decke ein ziemlich interessantes Konzept versteckt: Hall, Delay, Chorus, Bluetooth und – je nach Modell – sogar einen Looper direkt in der Gitarre. Ohne Pedalboard. Ohne Verstärker. Ohne zusätzliches Effektgerät. Vom Konzept her fand ich diese Gitarre sofort interessant. Gleichzeitig bin ich bei solchen Ideen immer vorsichtig. Denn eine gute Akustikgitarre lebt von Holz, Luft, Ansprache, Dynamik und dem direkten Kontakt zwischen Spieler und Instrument. Wenn dann plötzlich Effekte direkt im Instrument sitzen, stellt sich eine sehr einfache Frage:

**Erweitert diese Technik den musikalischen Raum – oder lenkt sie nur vom Wesentlichen ab?**

Genau das werde ich ehrlich testen. Nicht als Jubelvideo, nicht als Werbeprospekt, sondern als Musiker. Wie klingt das? Wie fühlt es sich an? Inspiriert es? Wo liegen die Grenzen? Und wie sieht das Preis-Leistungs-Verhältnis aus?

Das interessiert mich wirklich.

Außerdem in dieser Woche: Das Klassikvideo führt uns zurück zu einem der wichtigsten Fundamente überhaupt – Blues-Rhythmusgitarre. Folge 2 meiner zehnteiligen Rhythmusgitarren-Serie dreht sich um „Blues Basics“. Wenn du dein Timing, deinen Shuffle und deine Begleitung verbessern willst, ist diese Lektion extrem wertvoll. Denn am Ende trennt nicht die schnellste Skala den guten Gitarristen vom gefragten Musiker, sondern das Rhythmusgefühl.

Noch zwei kurze Shop-News:

20 Helix Stadium Presets sind mittlerweile online. Im Mai geht es weiter – unter anderem mit einem Set in Zusammenarbeit mit Fabian Ratzak, bei dem geklonte Amps die Hauptrolle spielen werden. Ein interessantes Konzept, auf das ich selbst sehr gespannt bin.

Und bei den VIP-Guitar-Plektren sind die 1,5 mm M und 3 mm M wieder vorrätig. Wir bleiben aktuell bei transparentem und schwarzem Material, weil diese Varianten vom Klang und von der Spielbarkeit her einfach am besten funktionieren. Bunte Plektren gibt es im Moment nicht; das kann sich irgendwann wieder ändern, aber das Material ist deutlich teurer geworden.

Jetzt aber erst einmal: Viel Spaß mit dem Newsletter, mit der Gitarre in der Hand – und vielleicht sehen wir uns am Wochenende beim Hendrix-Workshop oder am Donnerstag im Livestream.

Halte die Gitarre am Leben!
Euer Horst 


Nächstes Livevideo: Donnerstag, 30.04. um 17:00 Uhr: Yamaha TransAcoustic 2 LIVE: Gitarre mit Hall, Delay, Chorus & Looper

Dieses Mal ein Livetest einer Akustikgitarre, die auf den ersten Blick ganz klassisch wirkt – aber unter der Decke ein ziemlich spannendes Konzept versteckt. Die Yamaha TransAcoustic der 2. Generation bringt Hall, Delay, Chorus, Bluetooth und – je nach Modell – sogar einen Looper direkt in die Gitarre. Ohne Pedalboard. Ohne Verstärker. Ohne zusätzliches Effektgerät.

Wie klingt das in der Praxis? Inspiriert diese Technik wirklich beim Spielen? Oder ist es am Ende eher ein interessantes Gimmick?

Die Philosophie: Warum Effekte direkt in der Akustikgitarre? Bei einer guten Westerngitarre geht es normalerweise um Holz, Ansprache, Dynamik und den direkten Kontakt zwischen Spieler und Instrument. Genau deshalb ist die Idee einer TransAcoustic-Gitarre so spannend – und auch ein wenig provokant. Denn Yamaha versucht hier nicht einfach, eine Akustikgitarre mit Elektronik vollzustopfen. Die eigentliche Frage ist: Kann moderne Technik den natürlichen Klangraum einer Gitarre erweitern, ohne das akustische Spielgefühl zu zerstören?

Die zentrale Frage: Wird aus einer klassischen Westerngitarre durch Hall, Delay, Chorus und Looper ein inspirierendes Werkzeug – oder verliert sie dadurch genau das, was eine gute Akustikgitarre ausmacht? Sei live dabei.


Livevideo der letzten Woche: Spiele wie Eric Clapton: Das Kult-Intro zu „Further Up On The Road“ (Teil 3)

Spiele wie Eric Clapton: Das Kult-Intro zu „Further Up On The Road“ (Teil 3)

Weiter geht’s mit dem dritten Teil unserer Eric Clapton Serie! Heute nehmen wir uns einen echten Blues-Rock-Kracher vor: das Intro zu „Further Up On The Road“. Dieser Song ist ein absoluter Standard, den Eric über Jahrzehnte in seiner Setliste veredelt hat – inspiriert vom Bobby Blue Bland Original aus den 50ern.

In dieser Session üben wir ein Uptempo-Lick, das es in sich hat. Es basiert auf der G-Moll-Pentatonik, nutzt aber diesen typischen Mix aus Moll- und Dur-Elementen, der den Blues erst so richtig zum Singen bringt. Wir schauen uns an, wie du dieses Intro taktweise aufbaust, damit es am Ende richtig schön swingt.

Nimm dir Zeit für dieses Uptempo-Training. Es ist wichtig, die Lockerheit in der Hand zu bewahren, auch wenn das Tempo anzieht. Viel Spaß beim Üben!


Klassikvideo der Woche:  Rhythmusgitarre Folge 2: „Blues Basics“ – Grundlagen der Blues-Rhythmusgitarre

Es gibt eine Sache, die einen guten Gitarristen von einem wirklich gefragten Musiker unterscheidet: das Rhythmusgefühl. Viele verbringen Jahre damit, schnelle Skalen zu üben, scheitern aber daran, einen einfachen 12-Takt-Blues solide zu begleiten. In der zweiten Folge meines Rhythmuskurses gehen wir deshalb zurück an die Basis – dorthin, wo der Groove entsteht.

Warum Blues die Basis für alles ist

Egal ob du später Rock, Pop, Country oder Metal spielen willst: Der Blues ist die Wurzel. Wenn du lernst, wie man einen Shuffle richtig fühlt und spielt, entwickelst du ein Timing, das dein gesamtes Spiel auf ein neues Level hebt. In dieser Lektion zeige ich dir, wie du diesen „Snap“ in deine Begleitung bekommst.

Der pädagogische Kern dieser Lektion:

  • Das Shuffle-Gefühl: Wir lernen, den Rhythmus nicht nur mechanisch abzuarbeiten, sondern ihn zu fühlen.
  • Palm Muting (Abdämpfen): Die Kunst, mit der rechten Handkante den Ton so zu formen, dass er drückt und percussiv klingt.
  • Die Macht der vier Formen: Ich zeige dir die vier wichtigsten verschiebbaren Septimakkord-Formen (E7, A7, C7 und D7). Wenn du diese einmal gelernt hast, kannst du jeden Blues in jeder Tonart begleiten – ohne jemals wieder auf ein Diagramm schauen zu müssen.
  • Orientierung auf dem Griffbrett: Wir nutzen die Übungen, um die Noten auf der E- und A-Saite ganz nebenbei sicher zu lernen.

🎸 15. August 2026 – Save the Date: 7. VIP-Guitar Treffen

Das legendäre VIP-Guitar Treffen geht in die siebte Runde! Musik, Jam-Sessions, gute Gespräche und die einzigartige Atmosphäre, die dieses Event jedes Jahr zu einem Höhepunkt machen. Den Termin solltest du dir jetzt schon freihalten! Anmeldungen direkt bei Jörg Noll: joergnoll@web.de  


Aktuell! 04.2026 – Helix Stadium Presets – VIP-Guitar Edition 2

Das sind keine Experimente, sondern getestete, praxisnahe Arbeits-Sounds: inspirierend, dynamisch und mixtauglich. Von Hendrix über AC/DC bis Prince – jedes Preset fängt die Essenz des Originals ein, optimiert mit der neuesten Agoura-Technologie. Laden, spielen, klingen – genau dafür ist dieses Set gemacht.

Die besten Plektren: VIP-Guitar Plektren

Aktueller Kurs: Chord Knowledge – Sebastian Minet
Wenn du bereit bist, tiefer in die Harmonik einzutauchen, das Akkordspiel zu verstehen und auf ein neues Level zu heben – dann findest du hier genau das, was du benötigst. 


Für weiteren Input: https://soundcloud.com/horstkeller

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Ich wünsche dir, dass du jeden Tag ein klein bisschen #besser wirst.

Viel Freude mit der Gitarre
Horst Keller
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PS: Nutze die Gelegenheit und schreibe mir. Sende mir deine Fragen, Wünsche, Ideen, Anregungen hier.

Die Workshops 2026:
02./03. Mai 2026 – „Spiele wie Jimi – Das Hendrix-Prinzip“
04./05. Juli 2026 – Gitarrencamp 2026: Dein Wochenende für echten Fortschritt
12./13. September 2026 – Rock-Klassiker Live: Lerne sie, spiele sie mit Band

Onlineshop:
NEU: 04.26 – Line 6 Helix Stadium – VIP-Guitar Edition 2
NEU: 02.26 – 
Line 6 Helix Stadium – VIP-Guitar Edition 1
NEU: 12.25 – Chord Knowledge – Sebastian Minet

Unterstütze uns über die VIP-Guitar Webseite. Das Material, das ich dir biete, ist Arbeit aus tausenden Stunden, alles liegt weit über den Unterstützerbeiträgen. Es ist die Herzensarbeit von vielen Jahren, eine Arbeit, die sich aus über 45 Jahren des Gitarrenspiels zusammensetzt. 

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