Songtutorial · AC/DC · Malcolm und Angus Young
Whole Lotta Rosie: Riff, Groove und drei Solos
Ein Riff, das fast den ganzen Song trägt, zwei klar getrennte Gitarrenrollen und drei Solos voller klassischer Rocksprache. Du entwickelst Malcolms trockene Rhythmusarbeit, Angus‘ Pentatonik-Mix und einen belastbaren Übeweg für das Originaltempo.
Die vollständige Gitarrenstunde
Der Druck entsteht vor allem in der rechten Hand
Horst zerlegt die 208-taktige Form, Malcolms Begleitung, Angus‘ Gegenstimmen und die drei Solos. Im Mittelpunkt steht nicht mehr Verzerrung, sondern ein präziser Anschlag mit klaren Stopps, viel Luft und kontrollierter Steigerung.
Ein Riff, zwei Aufgaben
Das Grundmotiv verbindet A5, C5 und D5 mit der leeren A-Saite. In den ersten Takten stehen die Stopps im Vordergrund, später ergänzt Malcolm die palm-gemuteten A-Achtel.
Schon diese zwei Varianten decken einen großen Teil der Begleitung ab. Der Lerngewinn liegt deshalb nicht in immer neuem Material, sondern in Timing, Dämpfung und Ausdauer.
Horst reduziert die Aufnahme auf einzelne Gitarrenspuren. So wird hörbar, wann Malcolm volle Powerchords spielt und wann Angus mit Einzeltönen Platz schafft.
Malcolm Youngs Rhythmusgitarre
A5, C5 und D5 müssen wie eine Maschine mit Luft klingen
Malcolm greift die Powerchords kompakt und schlägt weitgehend mit Downstrokes an. Die Akkorde klingen trocken, die Pausen bleiben konsequent stehen und die offenen Saiten werden gezielt kontrolliert.
A5, C5, D5, C5, A5
Die leere A-Saite verbindet die Powerchords. Greife C5 und D5 mit Zeigefinger und kleinem Finger, wenn dir diese Form bei hohem Tempo stabiler liegt.
Anschlagen und sofort schließen
Nach A5 legt sich die rechte Handkante auf die Saiten. Übe Anschlag und Stopp zunächst getrennt, bis keine Nebengeräusche nachlaufen.
F5 und D5: kurz, kurz, lang
Beide Akkorde werden zweimal kurz und einmal über den Folgetakt gehalten. Die Länge der dritten Note macht den Formwechsel hörbar.
G und D/Fis sauber trennen
Bei G wird die A-Saite gedämpft. Auch D/Fis bleibt kompakt, damit die tiefen Töne druckvoll und nicht verwaschen klingen.
Zwei Gitarrenrollen
Malcolm trägt, Angus öffnet den Frequenzraum
Die beiden Gitarren verdoppeln sich nicht dauerhaft. Malcolm liefert Akkordkörper und Puls, Angus reduziert Übergänge auf Einzeltöne oder setzt die höhere Gegenstimme.
Downstrokes
Beginne langsam und halte die Bewegung klein. Ein gelegentlicher Upstroke kann beim Üben entlasten, der Zielklang bleibt aber der druckvolle Abwärtsschlag.
Palm Muting
Die A-Achtel müssen trocken und gleichmäßig laufen. Zu viel Druck würgt den Ton ab, zu wenig Druck macht ihn breit.
Solo begleiten
Unter dem ersten Solo reduziert Malcolm die vollen Akkorde. Dadurch bekommt Angus mehr Raum, ohne dass Puls und Riffidentität verschwinden.
Finale steigern
In den letzten Takten wandelt sich die Begleitung. Gerade A- und G-Schläge bauen Energie auf, bevor beide Gitarren im Schluss zusammenfinden.
Nimm beide Rollen getrennt auf. Wenn die Rhythmusspur allein schon drückt, brauchst du weniger Gain und weniger zusätzliche Anschläge.
Angus Youngs Solosprache
A-Moll-Pentatonik, Dur-Farbe und wiederholbare Bausteine
Angus beginnt in der A-Moll-Pentatonik und ergänzt gezielt Töne aus der A-Dur-Pentatonik. Horst zeigt diesen Mix über mehrere Griffbrettlagen und verbindet ihn mit Bendings, Slides, Pull-Offs, Double Stops und chromatischen Abgängen.
Die drei Solos haben eine klare Dramaturgie. Solo eins führt die wichtigsten Licks ein, Solo zwei arbeitet mit chromatischem Spannungsaufbau und oktaviertem Material, Solo drei verdichtet Repeating Licks, hohe Bendings und das Finale.
Du musst nicht jede Note sofort übernehmen. Horsts Ziel ist, zwei oder drei typische Bausteine sauber zu lernen und in dein eigenes Rockvokabular einzubauen.
Vier Hörkontrollen
- Erreicht jedes Bending seine Zielhöhe?
- Bleibt der Repeating Lick rhythmisch gleichmäßig?
- Sind Dur- und Molltöne als bewusste Farben hörbar?
- Endet die Phrase klar auf A, statt nur auszulaufen?
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20 direkte Kapitel
- 00:15 · EinführungSong, Band und Lernziel der Gitarrenstunde.
- 01:45 · Gitarren und GrundsoundBridge-Pickup, Gretsch-Rolle und Marshall-Basis.
- 04:46 · Das HauptriffA5, C5 und D5 als Zentrum der Begleitung.
- 06:35 · Tempo und StoppsOriginaltempo, Handkante und kurze Pausen.
- 09:51 · Zweite RiffvariantePalm-gemutete A-Achtel ergänzen.
- 14:59 · Pre-ChorusF5 und D5 mit kurz, kurz, lang.
- 16:45 · Chorus-AkkordeA, G und D/Fis sauber dämpfen.
- 17:40 · Malcolm und AngusPowerchords gegen Einzeltöne.
- 20:39 · Downstroke-AusdauerRechte Hand und Originaltempo trainieren.
- 24:55 · Erstes GitarrensoloForm, Dynamik und A-Moll-Pentatonik.
- 29:58 · Dur und Moll verbindenAngus‘ kombinierte Pentatonik auf dem Griffbrett.
- 33:44 · Licks in BruchstückenKurze Gruppen langsam und sauber lernen.
- 41:24 · Die BridgeMalcolms Motiv eine Oktave höher beantworten.
- 43:16 · Zweites GitarrensoloChromatischer Aufbau und aufsteigender Lauf.
- 47:06 · Drittes GitarrensoloRepeating Licks, Double Stops und hohe Bendings.
- 54:46 · Chromatisches SoloendeSignal an die Band und klare Landung auf A.
- 57:24 · Rhythmus unter dem SoloMalcolms Steigerung in den letzten 32 Takten.
- 61:13 · Plexi-SoundGain, Master, EQ und Soloboost.
- 67:32 · Üben in BruchstückenVier Töne, zwei Gruppen, dann verbinden.
- 70:38 · Repeating PatternsBausteine wiederholen und ins eigene Spiel bringen.
Konkreter Übeplan
Sechs Einheiten vom Riff bis zum ersten Solo
- Stopp: A5 anschlagen und sofort mit der Handkante schließen.
- Riff: A5, C5 und D5 bei halbem Tempo verbinden.
- Achtel: Palm-gemutete A-Saite gleichmäßig ergänzen.
- Form: Pre-Chorus und Chorus ohne Pause anfügen.
- Rolle: Malcolm- und Angus-Variante getrennt aufnehmen.
- Solo: Einen Repeating Lick und einen Dur-Moll-Lauf sichern.
Vier Töne sind eine vollständige Übeeinheit
Horst teilt schnelle Licks zuerst in Gruppen von vier Sechzehnteln. Spiele eine Gruppe so oft, bis Fingersatz, Anschlag und Timing ohne Suchbewegung funktionieren.
Danach kommt nur die nächste Gruppe hinzu. Verbinde zwei Gruppen, dann drei. Erst wenn die Übergänge ruhig bleiben, steigt das Tempo.
Für die Rhythmusgitarre gilt dasselbe Prinzip. Übe zuerst Anschlag und Stopp, danach einen vollständigen Rifftakt und erst dann die Kombination mit den palm-gemuteten Achteln.
Nutze den Backingtrack zunächst deutlich langsamer. Spiele die komplette Form erst dann, wenn die rechte Hand auch nach mehreren Wiederholungen locker bleibt.
Premium-Material
Malcolm- und Angus-Notation plus Backingtrack
Der bestehende geschützte Download bleibt unverändert. Im lokalen Quellenbestand liegen zwei achtseitige Gitarrennotationen und der vollständige Backingtrack für die Sologitarre vor.
Noch kein Zugriff? Unterstützerstufen ansehen
Hinweis: Das Material ist zum persönlichen Lernen bestimmt. Rechte an Komposition, Text und Originalaufnahme verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern.
Klang und passende Vertiefung
Weniger Gain, mehr Anschlag und ein klarer Soloboost
Bridge-Pickup und aufgerissener Plexi
Horst nutzt einen trockenen britischen Plexi-Grundsound mit moderatem Gain, kräftigem Master und wenig Effekten. Der drahtige Druck kommt aus der rechten Hand.
Boost statt komplett neuer Sound
Für die Solos kommt ein Tube-Screamer-artiger Boost hinzu. Etwas Hall genügt, damit Bendings und Repeating Licks vorne bleiben.
Aktueller Stadium-Sound und klassisches Helix-Preset
Die Helix Stadium Edition 2 enthält den Sound AC/DC Angus. Für die klassische Helix-Reihe bleibt zusätzlich das bestehende AC/DC-Angus-Preset erreichbar. Prüfe vor dem Kauf das benötigte Geräteformat.
Hörkontrolle
Vier Fragen nach jedem Durchlauf
Sind die Stopps wirklich still? Bleibt die A-Saite bei G und D/Fis kontrolliert? Trägt die Rhythmusspur auch ohne viel Gain? Und erreicht jedes Solo-Bending seine Zielhöhe?
Wenn der Druck nur mit mehr Verzerrung entsteht, geh zum trockenen Grundsound zurück. Nimm einen Rifftakt auf und höre nur auf Anschlag, Pause und Gleichmaß.
Der Rollen-Test
Spiele denselben Übergang zuerst mit Malcolms Powerchords, danach mit Angus‘ Einzeltönen. Beide Versionen müssen allein funktionieren und zusammen mehr Raum erzeugen, nicht mehr Unordnung.
Passende nächste Schritte
Vertiefe Pentatonik, Rocklicks und AC/DC-Blues
Welche Rolle fordert dich mehr?
Schreibe im Kommentar, ob Malcolms Downstroke-Groove, der Dur-Moll-Mix oder Angus‘ Repeating Licks deine größte Baustelle sind.


