Jimi Hendrix · Songbegleitung · Pentatonik · Horst Keller
Hey Joe auf der Gitarre
Eine einzige Akkordfolge trägt Begleitung, Intro, Solo und Finale. Horst zeigt dir den Weg von C, G, D, A und E über die offene E-Moll-Pentatonik bis zu Slides, Triolen, Powerchords und dem chromatischen Aufgang. Du beginnst einfach und baust genau die Details hinzu, die dein Spiel lebendig machen.
Die vollständige Gitarrenstunde
Vom Grundrhythmus zur eigenen Hendrix-Fassung
Horst zerlegt seine akustische Begleitfassung in nachvollziehbare Schritte. Danach erweitert er dieselbe Form für E-Gitarre, Improvisation und Live-Spiel.
Ein Song, mehrere Schwierigkeitsstufen
Die einfache Fassung nutzt offene Grundakkorde. Danach kommen die offene Pentatonik, ein Slide in den E-Akkord, Triolen und Akkordvarianten hinzu.
Horst spielt die Durchgänge bewusst nicht identisch. Die Akkordfolge bleibt fest, die Details dürfen sich verändern. Genau darin liegt der Lernwert für Begleitung und Improvisation.
Arbeite deshalb in Schichten. Jede neue Idee muss den Puls erhalten und musikalisch in die nächste Harmonie führen.
Das harmonische Fundament
C, G, D, A und E laufen durch den ganzen Song
Die Folge bleibt auch unter dem Solo bestehen. Horst beginnt mit je zwei Anschlägen auf C, G, D und A. Auf E folgen vier Anschläge, zwei auf E7 und die Rückkehr zu E.
Der Kreis beginnt
Spiele C zweimal. Beim Wechsel auf G darf ein klarer Doppelschlag die neue Harmonie markieren.
Bewegung nach oben
D und A bekommen ebenfalls je zwei Anschläge. Greife A bei Bedarf mit einem kleinen Barré.
Ziel und Spannung
E trägt vier Anschläge. E7 entsteht durch den kleinen Finger auf der H-Saite oder durch das Öffnen des D-Tons.
Überall dieselbe Folge
Begleitung, Solo und Finale nutzen dasselbe harmonische Gerüst. Dadurch kannst du jede Schicht einzeln lernen.
Sprich die Akkordnamen beim Wechsel laut mit. Erst wenn die Folge ohne Nachdenken läuft, lohnt sich die Arbeit an Hendrix-Farben.
Offene Saiten als Klangfarbe
Das Intro beginnt in der E-Moll-Pentatonik
Horst nutzt die erste Position mit offenen Saiten. Gegriffene Töne wechseln mit Leersaiten, dadurch klingt schon die reine Tonleiter wie ein Riff.
Tonfolge stabilisieren
Übe die Folge aus dritten und zweiten Bünden gegen die jeweilige Leersaite. Jede Note bleibt einzeln hörbar.
Slide verbinden
Slide auf der G-Saite vom zweiten in den vierten Bund und wieder zurück. Die hohe E-Saite darf als offene Farbe stehen.
Pull-offs setzen
Verbinde gegriffene und offene Töne mit kontrollierten Pull-offs. Die Lautstärke bleibt auf beiden Tönen ausgeglichen.
Auf E landen
Beende die Linie im offenen E-Akkord. Das Ziel muss klarer klingen als die Bewegung davor.
Horst lässt ausdrücklich Raum für eine eigene Fassung. Die Pentatonik liefert das Material, dein Timing entscheidet über die Aussage.
Aus Begleitung wird Arrangement
Slides, Triolen und Powerchords erweitern dieselbe Form
Über dem offenen E slidet Horst zwei Akkordtöne gemeinsam vom vierten in den fünften Bund. Die tiefe E-Saite hält dabei den Bezug zum Grundton.
Der nächste Baustein nutzt ein kleines Barré im siebten Bund, einen Hammer-on zum neunten Bund und eine Triolenbewegung. Zähle die Gruppe als drei gleichmäßige Töne.
Für mehr Druck ersetzt Horst offene Akkorde teilweise durch Powerchords. C, G, D, A und E bleiben dieselben Ziele, nur Lage und Klangdichte ändern sich.
Vier Kontrollpunkte
- Slide: Beide Finger landen gleichzeitig.
- Triolen: Drei Töne teilen den Puls gleichmäßig.
- Powerchords: Unbenutzte Saiten bleiben stumm.
- Variation: Nicht jeder Durchgang braucht jeden Lick.
Chromatische Verbindung
Vier Töne führen jeweils in den nächsten Akkord
Nach dem Solo verbindet Horst die Grundtöne chromatisch. Die Linie startet auf C und führt nacheinander zu G, D, A und E.
Behandle den ersten C-Ton als Auftakt. Danach spielst du jeweils vier Töne bis zum Zielton des nächsten Akkords. So wird aus einer Tonleiterübung eine klare harmonische Bewegung.
Horst spielt die Linie mit Abschlägen, damit sie mehr Druck bekommt. Am Ende können die letzten Schritte als Powerchords erscheinen.
Höre immer den Zielakkord voraus. Die chromatischen Töne sind kein Selbstzweck, sie schieben die Musik in die nächste Harmonie.
Übe die Ziele zuerst
- C als Auftakt erkennen.
- G sicher ansteuern.
- D und A ohne Lagenpause verbinden.
- Auf E landen und den Intro-Lick anschließen.
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20 direkte Kapitel
- 06:13 · Ziel der LektionHorst beginnt mit der zugänglichen Fassung.
- 09:31 · Fünf GrundakkordeC, G, D, A und E im Überblick.
- 10:18 · Anschläge und E7Die vollständige Begleitrunde.
- 12:11 · Intro und PentatonikOffene E-Moll-Pentatonik als Ausgangspunkt.
- 13:09 · Slide und Pull-offsDie erste Introphrase langsam.
- 15:16 · Slide in den E-AkkordZwei Akkordtöne gemeinsam bewegen.
- 16:33 · Offene Pentatonik übenLeersaiten als tägliche Technikaufgabe.
- 18:34 · Triolen-LickHammer-on und kleines Barré im siebten Bund.
- 19:51 · Begleitung verbindenDie Akkordfolge im musikalischen Fluss.
- 20:48 · Durchgänge variierenÄhnlich spielen, aber nicht identisch.
- 22:50 · A als BarréFreier Finger für Bluesverzierungen.
- 24:55 · Powerchord-FassungMehr Druck mit denselben Grundtönen.
- 26:42 · Klassischer Rock-LickDie Linie zwischen den Akkorden.
- 27:55 · AkkordumkehrungenFortgeschrittene Hendrix-Farbe.
- 31:51 · Intro zusammenfassenPentatonik, Drills und freies Spiel.
- 33:28 · Chromatischer AufgangVon C über G, D und A nach E.
- 36:20 · Nur AbschlägeDer Aufgang bekommt mehr Energie.
- 38:18 · Drills als AufwärmungFünf Minuten locker und kontrolliert.
- 42:05 · ImprovisationPentatonikpositionen und gesungene Linien.
- 48:16 · Komplette ZusammenfassungAlle Bausteine in sinnvoller Reihenfolge.
Konkreter Übeplan
Sechs Einheiten vom Akkordkreis zum eigenen Durchgang
- Akkorde: Wechsle C, G, D, A und E ohne Rhythmus. Jeder Griff klingt vollständig.
- Puls: Spiele je zwei Anschläge auf C, G, D und A, danach vier auf E. Ergänze E7.
- Pentatonik: Verbinde gegriffene Töne mit offenen Saiten. Bleibe langsam und locker.
- Intro: Übe Slide, Pull-offs und Landung auf E getrennt. Verbinde erst danach die Phrase.
- Varianten: Wähle pro Runde nur einen Zusatz: Triolen-Lick, Powerchord oder Akkordumkehrung.
- Form: Nimm einen vollständigen Durchgang auf und prüfe Puls, Zielakkorde, Dynamik und Energie.
Lockerheit ist Teil der Technik
Horst empfiehlt Drills als kurze Aufwärmung. Sobald die Hand zieht oder schmerzt, ist zu viel Kraft im Einsatz. Unterbrich, lockere und reduziere das Tempo.
Die chromatische Linie kann vorübergehend eine mechanische Übung ersetzen. Ihr Vorteil: Jeder Fingerweg besitzt bereits ein musikalisches Ziel.
Übe nicht gegen die Aufgabe. Nimm einen Baustein an, bringe ihn in Fluss und verbinde ihn erst dann mit dem Song.
Dein Abschlussdurchgang muss nicht wie Horsts Version klingen. Er muss stabil sein und deine bewusste Auswahl der Bausteine zeigen.
Vom Lick zur eigenen Aussage
Improvisiere über die feste Akkordfolge
E-Moll-Pentatonik
Nimm die Akkordfolge in deinem Tempo auf. Spiele zunächst nur kurze Antworten aus einer Position und lasse hörbare Pausen.
Singen und spielen
Horst singt einzelne Linien mit. Dadurch wird aus einem Griffmuster eine Phrase, die du innerlich voraus hörst.
Wechsle später zwischen offener Position und höheren Lagen. Die Akkorde bleiben dein Orientierungssystem. Eine kurze passende Antwort ist wertvoller als eine durchgehende Tonkette.
Akustisch und elektrisch
Der Klang folgt Anschlag, Lage und Energie
Auf der Akustikgitarre trägt die offene Akkordfolge den Song. Die Licks müssen klar artikuliert sein und dürfen den Gesang nicht überdecken.
Auf der E-Gitarre gewinnen Powerchords, Drills, Bendings und Wah-Farbe mehr Gewicht. Trotzdem bleibt das Fundament identisch.
Das aktuelle Jimi Hendrix HK Stadium Preset ist eine sachlich passende Klangoption für diesen elektrischen Weg. Es ersetzt weder Timing noch Artikulation.
Drei Hörfragen
- Bleibt die Akkordfolge unter jedem Lick erkennbar?
- Landet jede chromatische Linie deutlich auf dem Zielton?
- Steigert dein Anschlag die Energie, ohne hart zu werden?
Passende nächste Schritte
Vertiefe Pentatonik, Akkordwechsel und Hendrix-Rhythmus
Dein nächster Durchgang
Spiele zwei reine Akkordrunden, eine Runde mit Intro-Lick, eine mit Powerchords und zum Schluss den chromatischen Aufgang. Nimm die Folge auf und höre nur auf die Übergänge.









7 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort
Danke lieber Horst für den Tipp, so bringt man Pentatoniken und Melodie zusammen, habe einen Riesenspaß!
Hallo Horst,
bei deinem Song Tutorial „Hey Joe“ Jimi Hendrix – Privatstunde Horst Keller, vermisse ich Dateien mit TAB’s ect. welche ich herunterladen kann. Ich bin dein Unterstützer und neu auf deinem Kanal. Kannst du mir weiterhelfen?
Gruss aus Hagen
Lutz
Hallo Lutz,
zu dem Video gab es damals keine Dateien, ich habe dir alles, was ich an Material zum Lied habe gemailt.
Liebe Grüße
Horst
Hallo Horst, kannst Du mir bitte auch das Material zukommen lassen.Danke
Gruß
Heiko
Hallo Horst,
bin ganz neu hier und teste Deinen Kanal und bin ganz begeistert!
Beim Tutorial „Hey Joe“ von Jimi Hendrix finde ich keine Dateien, welche man sich herunterladen kann.
Kannst Du mir vielleicht helfen?
Lieber Gruß aus Bonn
Stefan
Hallo Horst,
gibt es inzwischen zu Hey Joe von Hendrix Dateien zum Runterladen. Hab mal rumgeschaut und nix gefunden. Ich folge schon ein paar Wochen und bin Unterstützer.
Kannst du mir helfen?
Liebe Grüße
Michael
Hallo Michael,
schick mir ein Mail an: info@vip-guitar.de und ich maile dir alles was ich dazu habe.
Liebe Grüße
Horst