Rolling Stones · Open G · Rhythmusgitarre · Horst Keller

Brown Sugar auf der Gitarre

Horst zerlegt den Song in zwei spielbare Wege. Zuerst lernst du Hauptriff, Powerchords und Chorus-Lick in Standardstimmung. Danach hörst du, warum dieselben Griffideen in Open G breiter und direkter klingen.

Standardwegnormale Stimmung
Open GD G D G H D
SchwerpunktRiff und Groove
Lektion39 Minuten

Die vollständige Gitarrenstunde

Zwei Stimmungen, ein gemeinsamer Bewegungsweg

Horst arbeitet mit Darko wie in einer echten Unterrichtsstunde. Die Griffwechsel werden langsam aufgebaut, mehrfach wiederholt und anschließend direkt im Zusammenhang des Songs eingesetzt.

Dein Auftrag: Bleibe zunächst in Standardstimmung. Spiele den Hauptriff nur auf den mittleren drei Saiten und halte den Zeigefinger vollständig flach. Erst wenn jeder Akkord geschlossen klingt, wechselst du zur Open-G-Fassung.

Die linke Hand entscheidet über den Groove

Der Riff wirkt nicht durch viele Einzelnoten, sondern durch einen kompakten Akkordwechsel. Horst verbindet eine kleine A-Form mit einer verschobenen C-Form. Dabei bleiben nur die Töne stehen, die für den charakteristischen Wechsel gebraucht werden.

Der Daumen liegt entspannt über dem Hals. Er stabilisiert die schräge Handhaltung und kann die tiefe E-Saite leicht dämpfen, wenn der Anschlag größer wird.

Saubere Kontaktfläche kommt vor Tempo und Lautstärke.

A-Form, C-Form und drei Saiten

Der Hauptriff beginnt als Griffwechsel

Horst reduziert die erste Fassung auf D-, G- und H-Saite. So kannst du die Bewegung kontrollieren, ohne dass tiefe Saiten den Akkord verschmieren.

Kontakt

Zeigefinger flach

Lege den Finger über alle drei Zielsaiten. Ein nur teilweise klingender Akkord unterbricht die Wirkung sofort.

Bewegung

Zwei Finger lösen

Der Dreiklang steht zuerst geschlossen. Danach lösen die beiden freien Finger gemeinsam für die offene Antwort.

Handhaltung

Leicht kippen

Kippe die Hand etwas und lass den Daumen oben liegen. Horst zeigt diese Position ausdrücklich in der Nahaufnahme.

Anschlag

Mittlere Saiten

Triff zunächst nur D, G und H. Vergrößere den Anschlag erst, wenn die tiefe E-Saite sicher stumm bleibt.

Die Positionen werden als feste Stationen gelernt. Übe sie zuerst ohne durchgehenden Songrhythmus. Der Wechsel muss sich in jeder Lage gleich anfühlen.

Standardstimmung als vollständige Fassung

Strophe und Refrain funktionieren ohne Umstimmen

Für die Strophe setzt Horst die Rock’n’Roll-Begleitung in der achten Lage an. Dort bleiben die Powerchords kompakt, während eine tiefere Position einen deutlich größeren Stretch verlangen würde.

C-Powerchord

Beginne in der achten Lage und halte die rechte Hand kurz und federnd.

F als Seitenwechsel

Die Form bleibt erhalten, nur das Saitenpaar wechselt. So bleibt der Bewegungsweg klein.

B und C verbinden

Lerne die Basstöne auf E- und A-Saite, damit der Wechsel nicht durch Suchen stockt.

Chorus-Lick

Isoliere Slide und anschließende Töne. Danach folgen G- und C-Powerchord als klare Antwort.

Horst empfiehlt, den Powerchord mit dem Ringfinger zu greifen. Damit bleibt der kleine Finger frei und die Hand kann schneller in den nächsten Akkord wechseln.

Open G von tief nach hoch: D G D G H D

Die offene Stimmung verbreitert denselben Riff

In Horsts Open-G-Fassung werden beide E-Saiten auf D und die A-Saite auf G gestimmt. Die leeren Saiten ergeben dadurch einen offenen G-Dur-Klang.

Beim Hauptriff kommt die auf G gestimmte fünfte Saite hinzu. Der erste Akkord kann nun über vier Saiten klingen, während der bekannte Wechsel der oberen Stimmen erhalten bleibt.

Horst dämpft auf seiner sechssaitigen Strat die tiefe E-Saite mit dem Daumen. In der Lektion erklärt er zugleich, warum sie bei der typischen fünfsaitigen Spielweise nicht angeschlagen wird.

Open G vereinfacht den Griff, verlangt aber eine neue Orientierung der Töne.

Stimmung kontrollieren

  1. Tiefe E-Saite auf D.
  2. A-Saite auf G.
  3. D- und G-Saite bleiben.
  4. H-Saite bleibt.
  5. Hohe E-Saite auf D.
  6. Offenen G-Klang leise prüfen.

Zwei Gitarren greifen ineinander

Die Wirkung entsteht aus verschiedenen Rollen

Horst spielt eine Rock’n’Roll-Begleitung und stellt ihr die kurze Akkordantwort des zweiten Gitarristen gegenüber. Beide Teile sind für sich überschaubar. Zusammen entsteht die dichte Rhythmusfläche.

Beim Saxophon-Solo läuft der Hauptriff weiter. Wer improvisieren möchte, muss deshalb zuerst die Begleitung stabil halten und die Harmoniepositionen sicher treffen.

In Open G verändert sich auch der Chorus-Lick. Die leere, auf G gestimmte fünfte Saite gehört nun zur Figur. Die Standardversion lässt sich nicht unverändert übertragen.

Rollen getrennt aufnehmen

  1. Hauptriff allein aufnehmen.
  2. Rock’n’Roll-Begleitung ergänzen.
  3. Kurze Akkordantwort in die Lücken setzen.
  4. Prüfen, ob beide Teile sich ergänzen statt verdoppeln.

Zwei Wege zum gleichen Song

Wähle die Stimmung nach deinem Setup

Horst sagt ausdrücklich, dass du den Song nicht in Open G spielen musst. Ohne zweite Gitarre oder schnelles digitales Umstimmen ist die Standardfassung der sichere Weg.

Standardstimmung

Flexibel und sofort verfügbar

Du behältst die gewohnte Griffbrettorientierung und kannst den Chorus-Lick sowie eine C-Pentatonik direkt verwenden.

Open G

Breiter und direkter

Leere Saiten und Vier-Saiten-Griffe geben dem Riff mehr Fundament. Licks müssen an die neue Stimmung angepasst werden.

Der Verstärkersound bleibt in der Lektion bluesig angezerrt. Entscheidend ist trotzdem die Hand: kurzer Anschlag, stumme tiefe Saite und klarer Wechsel.

Töne statt Griffbrettsuche

Powerchords brauchen eine sichere Landkarte

Am Ende der Lektion führt Horst die Positionen auf der tiefen E- und der A-Saite zusammen. C liegt in Standardstimmung im achten Bund der E-Saite und im dritten Bund der A-Saite. Wer diese beiden Saiten kennt, findet die Powerchords ohne Unterbrechung.

Horst spricht auch die deutsche und internationale Benennung von H, B und B flat an. Lege vor dem Üben fest, welches System du in deiner Notation verwendest, damit der sechste und siebte Bund nicht verwechselt werden.

Die Form bleibt beweglich, aber der Tonname bestimmt die richtige Position.

Kurzer Orientierungstest

  1. Zeige C auf der tiefen E-Saite.
  2. Zeige C auf der A-Saite.
  3. Finde F ohne Umweg.
  4. Wechsle zwischen B und C.
  5. Spiele erst danach den Strophenweg.

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten vom Griff zum Open-G-Groove

  1. Drei Saiten: Spiele den Akkordwechsel nur auf D, G und H.
  2. Positionen: Verbinde die Riffstationen ohne Songtempo und ohne große Anschläge.
  3. Standardstrophe: Halte C, F, B und C als Powerchordweg stabil.
  4. Chorus-Lick: Übe Slide und Einzeltöne getrennt von den Akkordantworten.
  5. Open G: Stimme sorgfältig um und spiele erst nur den offenen Klang.
  6. Vergleich: Nimm denselben Riff in beiden Stimmungen auf und entscheide nach Klarheit und Groove.

Höre auf Kontakt und Stille

Nimm vier Durchgänge des Hauptriffs auf. Im ersten Durchgang hörst du nur auf den flachen Zeigefinger, im zweiten auf die beiden gemeinsam lösenden Finger.

Prüfe danach die tiefen Saiten. Wenn sie ungewollt mitklingen, verkleinerst du den Anschlag und nutzt den Daumen als Dämpfung.

Open G ist erst dann ein Vorteil, wenn die neue Stimmung sauber kontrolliert bleibt.

Material und nächste Schritte

Vertiefe Rhythmus, Powerchords und Stones-Groove

Geschütztes Originalmaterial

Das vorhandene Akkordblatt bleibt über seine bestehende Mitgliederroute verknüpft. Nutze es für Form und Akkordkontrolle. Liedtext wird im Beitrag nicht wiedergegeben.

Dein nächster Schritt

Ein Griffwechsel, vier saubere Durchgänge

Spiele den Hauptriff eine Minute in Standardstimmung. Halte den Anschlag klein und kontrolliere nach jedem Wechsel, ob alle drei Zielsaiten geschlossen klingen.

„Also ganz langsam. Du musst nur zuhören.“Horst Keller, aus der Videolektion

Was fordert dich mehr: der flache Zeigefinger, der Chorus-Lick oder die Orientierung in Open G?

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