CCR · Tina Turner · Rhythmusgitarre · Horst Keller

Proud Mary auf der Gitarre

Horst zeigt zwei vollständige Spielwege: die bewegliche CCR-Begleitung und die druckvolle Tina-Turner-Fassung. Du lernst Akkorde, Intro-Riff, rechte Hand, Powerchords, Sexten, Pentatonik und Soloaufbau. Beide Versionen beginnen mit einem klaren Puls, nicht mit maximalem Tempo.

GrundtonartD-Dur
CCR-FokusGroove und Riff
Turner-FokusPowerchords
Lektion30 Minuten

Die vollständige Gitarrenstunde

Zwei Versionen, zwei Spielgefühle

Horst verbindet Liedbegleitung, Rhythmusarbeit und Solotipps in einer Lektion. Die CCR-Fassung trainiert federnde Aufschläge und schnelle offene Akkorde. Die Tina-Turner-Fassung setzt auf Powerchords, Bluesbewegung und kontrollierte Energie.

Dein Auftrag: Wähle zuerst nur eine Version. Spiele den Grundrhythmus vier Takte auf D-Dur. Danach verbindest du C und A aus dem Intro. Tempo, Verzierungen und Solo kommen erst hinzu, wenn der Puls stehen bleibt.

Hören, mitspielen, Bandgefühl entwickeln

Horst empfiehlt, beide Fassungen mit der Gitarre in der Hand anzuhören. Sobald Akkorde und Form sitzen, spielst du zur Aufnahme. So übst du nicht nur die richtigen Griffe, sondern auch Schlagzeugpuls, Dynamik und die Energie des Arrangements.

Die schnellere Fassung ist ausdrücklich optional. Du kannst den Blues-Rock’n’Roll-Teil langsam beginnen und die Verdopplung später ergänzen.

D-Dur als gemeinsames Fundament

Die Form bleibt klar, die rechte Hand verändert den Charakter

In Horsts Grundfassung trägt D-Dur die Strophe. Im Refrain führen A-Dur und H-Moll zurück nach D. Das Intro nutzt eine markante Folge aus C, A, G, F und D.

D-Dur

Strophe und Ruhepunkt

Halte D sauber und locker. Der Groove entsteht aus der rechten Hand, nicht aus zusätzlichem Greifdruck.

A-Dur

Den schnellen Wechsel vorbereiten

Horst zeigt mehrere Griffvarianten. Wähle die Form, die ohne Pause aus D und C erreichbar ist.

H-Moll

Refrain und Pentatonik verbinden

H-Moll gehört zur Harmonie und führt zugleich zur parallelen Pentatonik von D-Dur.

C, A, G, F, D

Das Intro als Akkordriff

Übe die Folge zunächst ausschließlich mit Abschlägen. Kurzes G und klare Zielbewegung nach D reichen.

Die Akkordwechsel sind die eigentliche Tempoarbeit. Wenn C und A stocken, bleibt die rechte Hand vorerst einfach.

Abschlag, Aufschlag, Dämpfung, Aufschlag

Der CCR-Groove lebt von einer lockeren Schlaghand

Horst beschreibt das Muster als Ab, Auf, gedämpfter Schlag mit der Handkante und erneuter Aufschlag. Die Dämpfung ist kein zusätzlicher Akkord, sondern ein kurzer perkussiver Impuls.

Spiele zunächst nur auf D-Dur. Der Unterarm bleibt ruhig, die Bewegung kommt klein aus dem Handgelenk. Danach ziehst du denselben Groove durch die Strophe.

Im Intro setzt Horst viele Aufschläge ein. Falls das die Akkordwechsel stört, spielst du reine Abschläge. Eine stabile vereinfachte Fassung ist musikalisch wertvoller als ein hektisches Originalmuster.

CCR-Groove aufbauen

  1. D-Dur mit ruhigen Abschlägen spielen.
  2. Einen leichten Aufschlag ergänzen.
  3. Die Saiten kurz mit der Handkante stoppen.
  4. Den nächsten Aufschlag ohne Kraft ausführen.
  5. C und A aus dem Intro verbinden.

C, A, G, F und D

Das Intro-Riff wird als kurzer Formweg gelernt

Horst zerlegt das markante Intro in klare Akkordziele. C und A bilden den ersten Wechsel. Danach führen ein kurzes G und mehrere F-Schläge zurück nach D. Entscheidend ist, dass D als gemeinsamer Zielpunkt hörbar bleibt.

Übe nur zwei Akkorde gleichzeitig. Erst C zu A, danach A zu G und zuletzt F zu D. Die rechte Hand spielt zunächst ausschließlich Abschläge. Wenn der Weg sitzt, ergänzt du die federnden Aufschläge der CCR-Fassung.

Riffkontrolle

  1. C und A viermal ohne Pause wechseln.
  2. Das kurze G als einzelnen Impuls setzen.
  3. F-Schläge gleichmäßig zählen.
  4. D als klaren Ruhepunkt halten.
  5. Erst dann die gesamte Folge verbinden.

Powerchords und Blues-Rock’n’Roll

Die Tina-Turner-Fassung steigert Druck und Tempo

Horst beginnt mit einem D-Powerchord im fünften Bund der A-Saite. Der kleine Finger erweitert die Form auf der D-Saite. Die Begleitung bleibt leicht abgedämpft und bewegt sich über G, A und H.

D-Powerchord

Form im fünften Bund sauber greifen und nur die benötigten Saiten treffen.

Bluesbewegung

Den kleinen Finger ergänzen, ohne die Grundform zu verspannen.

Chromatik

Über G nach A und von A nach H führen, danach kontrolliert zurück.

Riff mit Abschlägen

C, A, F, kurzes G und D zunächst weit unter Zieltempo verbinden.

Die schnellen Abschläge funktionieren nur mit wenig Kraft. Horst dämpft leicht ab und arbeitet aus dem Handgelenk. Tempo ist das Ergebnis einer freien Bewegung.

Sexten, Pentatonik und Zielton D

Kurze Linien verbinden Rhythmus und Solo

Für die melodischen Einwürfe zeigt Horst Sexten in paralleler und versetzter Form. Ein Slide vom fünften in den siebten Bund erzeugt Bewegung, ohne dass eine lange Sololinie nötig wird.

In der CCR-Fassung denkt Horst von H-Moll beziehungsweise D-Dur aus. Für die druckvollere Fassung beginnt sein Solo in der D-Moll-Pentatonik am zehnten Bund.

Zum Finale wechselt er in D-Dur beziehungsweise H-Moll-Pentatonik. Dadurch löst sich die Mollspannung in eine hellere Zielfarbe. Der Ruheton D bleibt die wichtigste Kontrolle.

Solo in fünf Schritten

  1. D als Zielton finden und halten.
  2. Eine kurze D-Moll-Phrase spielen.
  3. Nur eine Sextenfigur ergänzen.
  4. Die Phrase über den Refrain aufnehmen.
  5. Am Ende zur D-Dur-Farbe wechseln.

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten vom Grundgroove zum Arrangement

  1. Akkorde: D, A, Hm sowie C, A, G, F und D ohne Rhythmus verbinden.
  2. CCR-Puls: Ab, Auf, Dämpfung und Aufschlag vier Takte nur auf D spielen.
  3. Intro: Die Akkordfolge ausschließlich mit Abschlägen zur Aufnahme üben.
  4. Powerchords: D-Form, Bluesbewegung und chromatischen Weg langsam verbinden.
  5. Linien: Eine Sextenfigur und eine D-Moll-Phrase mit Zielton D aufnehmen.
  6. Songfassung: Eine Version vollständig spielen, erst danach die zweite ergänzen.

Stoppe bei Spannung, nicht erst bei Fehlern

Die schnelle Fassung ermüdet die Schlaghand. Sobald Schulter oder Unterarm fest werden, sinkt das Tempo. Spiele kurze Durchgänge und schüttle die Hand dazwischen aus.

Synkopierte Auftakte und schnelle Akkordwechsel werden als eigene Schleifen geübt. Der nächste Abschnitt beginnt erst, wenn der Einstieg dreimal hintereinander ohne Suchbewegung gelingt.

Prüfe den Fortschritt mit einer Aufnahme und höre zuerst auf Puls, Dämpfung und Zielton.

Zwei Klangrollen

Der Sound folgt der Spielweise

CCR-Fassung

Offen, direkt und beweglich

Lass Akkorde und Aufschläge klar hörbar. Weniger Verzerrung trennt Dämpfung, offene Schläge und schnelle Akkordwechsel deutlicher.

Tina-Turner-Fassung

Druckvoll, aber kontrolliert

Mehr Antrieb unterstützt die Powerchords. Leichtes Palm Muting hält die schnelle Begleitung präzise und verhindert Klangbrei.

Stelle Gain und Lautstärke so ein, dass beide Anschlagsarten unterscheidbar bleiben. Der Wechsel von offener Begleitung zu gedämpftem Druck muss aus den Händen hörbar werden.

Material und nächste Schritte

Vertiefe Rhythmus, Bluesbewegung und Liedbegleitung

Geschütztes Originalmaterial

Das bestehende Material bleibt über dieselbe Mitgliederroute verknüpft. Nutze es zur Kontrolle von Akkorden und Form. Liedtext wird im Beitrag nicht wiedergegeben.

Dein nächster Schritt

Eine Version, vier saubere Takte

Spiele D-Dur mit dem CCR-Muster oder mit der langsamen Powerchord-Bewegung. Wenn vier Takte locker bleiben, ergänzt du genau einen Akkordwechsel. Das Zieltempo bleibt zunächst unwichtig.

„Der Schlüssel ist die Lockerheit.“Horst Keller, aus der Videolektion

Welche Fassung fordert dich mehr: der CCR-Groove oder die Tina-Turner-Powerchords?

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hallo Horst,
    Heute in der Bandprobe haben wir proud mary als weiteren Song ausgesucht. Danke für das tolle Video.

    Antworten
    • Horst Keller
      4. Januar 2020 02:24

      Sehr gerne, ist einer meiner absoluten Lieblingssongs. Wünsche Euch viel Spaß damit. 🙂 LG Horst

      Antworten

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