Songtutorial · Queen · Brian May

Bohemian Rhapsody Solo: Melodie statt Notenfeuerwerk

Dieses Solo ist kurz, aber keine Note ist beiläufig. Du lernst, wie Auftakt, Zielton-Bendings, Rakes, Vibrato, kurze Akzente und ein einziger schneller Lauf eine geschlossene musikalische Erzählung bilden.

Solo-File10 Takte
TempoquellenPDF 71 · GP 72 BPM
TonzentrumEs-Dur · Beginn C-Moll
LernkernMelodie, Dynamik, Timing

Die vollständige Gitarrenstunde

Solo, Outro und Sound in 50 Minuten

Horst zerlegt Brian Mays Solo Phrase für Phrase, spielt die schnellen Stellen in mehreren Tempostufen und nimmt anschließend das melodische Outro, den Hardrock-Teil und den AC30-basierten Sound unter die Lupe.

Dein Auftrag: Singe zuerst die erste Phrase. Spiele sie dann ohne Delay und prüfe, ob Bending, Pause und Vibrato denselben Spannungsbogen tragen.

Songdienlich spielen

Horst beschreibt Brian May als extrem songdienlichen Musiker. Das Solo wirkt wie eine zusätzliche Gesangslinie. Es führt die Dramaturgie weiter und leitet am Ende hörbar in den nächsten Songteil.

Die Geschwindigkeit ist nicht der Mittelpunkt. Entscheidend sind Auftakt, Akzente, Zielhöhen und die Wechsel zwischen kurzen Tönen und breitem Vibrato.

Die PDF-Notation setzt das Solo in den Takten 47 bis 54. Der separate GP- und GPX-Stand umfasst zehn Takte bei 72 BPM. Beide Fassungen zeigen zwei Gitarrenspuren neben der harmonischen Begleitung.

Beginne mit der Solospur. Das Outro und die vielen Gitarren des Hardrock-Teils sind eigene Lernblöcke und kommen erst danach.

Harmonie und Dramaturgie

Ein kurzer Soloabschnitt mit klarer Richtung

Das Solo steht im Umfeld von Es-Dur und beginnt über C-Moll. Die Harmonie führt durch mehrere Akkordfarben. Brian May antwortet darauf nicht mit Skalenflächen, sondern mit kleinen singbaren Motiven.

Auftakt

Vor dem Taktende beginnen

Die erste Phrase setzt vor dem neuen Takt ein. Dadurch zieht sie die Aufmerksamkeit in den Soloabschnitt.

Erste Antwort

Bending und Pull-Off

Der Ganzton-Zielton wird gehalten, kontrolliert gelöst und mit einem Pull-Off in die nächste Note geführt.

Steigerung

Rake, Akzent und Lauf

Gedämpfte Saiten führen zum Zielton. Danach verdichtet ein schneller Lauf die Energie, ohne die Melodie zu verdrängen.

Auflösung

Position wechseln

Die Linie wandert zurück in tiefere Lagen. Vibrato, Slide und Triller schließen den Bogen.

Brian Mays Sprache

Vier Details entscheiden über den Charakter

Die Noten allein reichen nicht. Horst legt den Fokus auf die Stellen, an denen Anschlag, Länge und Bewegung aus derselben Tonfolge eine Stimme machen.

Zielhöhe treffen

Spiele den Zielton zuerst normal. Ziehe das Bending erst danach exakt auf diese Höhe.

Vibrato dosieren

Halte die Tonhöhe zunächst stabil. Das breite Vibrato beginnt bewusst und nicht sofort nach dem Bending.

Noten kurz setzen

Mehrere Akzente werden kurz und klar angeschlagen. Der feste Plektrumkontakt erzeugt die vokale Artikulation.

Rake vorbereiten

Die vorherigen Saiten bleiben gedämpft. Erst der Zielton klingt vollständig und bekommt dadurch Gewicht.

Arbeite ohne Effektnebel. Wenn Intonation, Stopp und Akzent trocken funktionieren, darf der räumliche Sound hinzukommen.

Der schnelle Lauf

Ein kurzer Sprint, sauber in Blöcke zerlegt

Der Einstieg beginnt mit einem sehr schnellen Ganzton-Bending aus dem 18. Bund. Horst isoliert zuerst nur die ersten drei Töne, weil genau dort Zielhöhe und Abwärtsbewegung zusammenkommen.

Danach folgt eine typische schnelle Triole. Die GP- und GPX-Dateien notieren in der relevanten Gitarrenspur acht Bendings, sechs Hammer-On- oder Pull-Off-Ursprünge, zwei Slides, vier Dead Notes und 16 Vibrato-Noten.

Halbes Tempo ist der Startpunkt. Horst steigert auf 70, 90 und erst danach auf Originalgeschwindigkeit. Der Einstieg bleibt bei jeder Stufe der Prüfpunkt.

Ab der Folge 15, 16 und 18 wird der Lauf gleichmäßiger. Vergrößere das Tempo erst, wenn jede Note kurz, sauber und rhythmisch hörbar bleibt.

Vier Hörkontrollen

  1. Trifft das erste Bending sofort die Zielhöhe?
  2. Bleiben die drei Einstiegstöne als eine Geste verbunden?
  3. Klingen die kurzen Noten gleichmäßig und klar?
  4. Bleibt der Akzent auch bei 70 und 90 Prozent erhalten?

Wenn eine Stufe unsauber wird, gehe genau eine Stufe zurück. Wiederhole nicht den ganzen Lauf, sondern nur den instabilen Block.

Direkt zu den Stellen

20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten vom Gesang zur Originalgeschwindigkeit

  1. Singen: Erste Phrase und ihre Pause ohne Gitarre verinnerlichen.
  2. Intonation: Zielton normal greifen, danach das Ganzton-Bending angleichen.
  3. Artikulation: Rake, Dead Notes und kurze Akzente trocken üben.
  4. Lauf: Drei kleine Blöcke bei halbem Tempo stabilisieren.
  5. Steigerung: Erst 70, dann 90 Prozent und zuletzt Originaltempo.
  6. Form: Solo vollständig spielen, anschließend das Outro als eigenen Block lernen.

Die schwierige Stelle bekommt die meiste Zeit

Horst nennt den Einstieg des schnellen Laufes als Hauptbaustelle. Der Rest ist Wiederholung, sobald das erste Bending und die direkte Abwärtsbewegung sicher sitzen.

Nimm jeden Block einzeln auf. Prüfe zuerst Tonhöhe und Rhythmus, danach Akzent und Vibrato. So hörst du, ob die Passage musikalisch trägt oder nur ungefähr richtig liegt.

Behalte die punktierten und kurzen Noten bei jeder Tempostufe. Wenn sie zu langen Legato-Tönen werden, verliert der Lauf seine vokale Artikulation.

Verbinde das Solo erst, wenn Anfang, Lauf, Crescendo und Schlussphrase jeweils allein stabil sind.

Premium-Material

Notation, Guitar Pro und zwei Audios

Der bestehende geschützte Download bleibt unverändert. Lokal geprüft sind die zweiseitige Sologitarren-Notation, Solo- und Full-Score-Fassungen als GP und GPX, ein Backingtrack sowie die isolierte Solospur.

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Sound aus Horsts Lektion

AC30, Treble Booster und dosiertes Delay

Grundklang

Red-Special-Idee über AC30

Horst arbeitet mit zwei AC30-Wegen, wenig Grund-Gain und einem Treble-Booster-Modell. Seine Humbucker-Gitarre bleibt eine Annäherung an Brian Mays eigene Gitarre.

Raum

Dual Delay im Bandkontext

Für die Erklärung bleibt der Mix dezent. Live darf er stärker werden, weil Schlagzeug, Gesang und Band einen Teil der Wiederholungen verdecken.

Bestehende Gerätesounds

Die beiden vorhandenen Produkte gehören zur klassischen Helix- beziehungsweise POD-GO-Plattform. Prüfe vor dem Kauf dein Gerät, die Kompatibilität und das benötigte Dateiformat.

Feinschliff

Höre auf Ende, Gewicht und Richtung

Trifft das Bending die Zielhöhe? Beginnt das Vibrato erst auf dem stabilen Ton? Endet eine kurze Note wirklich vor der nächsten Phrase? Zeigt das Crescendo hörbar nach vorn?

Vergleiche nicht nur die Tonfolge. Brian Mays Linie lebt von Gewicht und Richtung. Zwei identische Noten können durch Akzent, Länge und Vibrato völlig verschieden wirken.

Solo vor Gesamtsong

Der Full Score enthält 139 Takte und mehrere Gitarrenspuren. Für diesen Übeweg bleibt das Solo der klare Kern. Das Outro und der Hardrock-Teil folgen erst, wenn diese zehn Takte musikalisch geschlossen sind.

Passende nächste Schritte

Vertiefe Tonhöhe, Vibrato und Delay

Welche Phrase kostet dich die meiste Geduld?

Schreibe im Kommentar, ob Auftakt, Zielton-Bending, Rake, schneller Lauf oder Outro deine größte Baustelle sind.

Dein nächster Schritt

Eine Phrase, ein Zielton, eine klare Pause

Beginne heute mit den ersten beiden Takten. Singe die Linie, prüfe das Ganzton-Bending und spiele erst danach mit dem Backingtrack.

„Es lohnt jede Minute, die du damit verbringst.“Horst Keller, aus der Videolektion

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