Eric Clapton · Unplugged-Begleitung · Horst Keller

Old Love auf der Gitarre

Diese Lektion verbindet eine wiederkehrende Mollfolge mit einem markanten Basslick, einer chromatischen Innenstimme und freier Improvisation. Du arbeitest an Am7, Dm7, Gsus4, laid-back Timing und melodischen Linien, die nicht vor dem Groove davonlaufen.

Die Akkordschleife ist schnell verstanden. Der Lernwiderstand liegt in der Platzierung: Begleitung, Gesangseinsatz, Bassfigur und Solo müssen dieselbe entspannte Zeit empfinden. Jede neue Ebene wird deshalb zuerst gegen den unveränderten Grundpuls geprüft.

Tonales ZentrumA-Moll
StropheAm7 · Dm7 · Gsus4 · G
SoloPentatonik · Blue Note · Molltonleiter
Lektion31:41 Minuten

Die vollständige Gitarrenstunde

Spiele bewusst hinter dem Puls

Horst spielt zuerst seine komplette Fassung mit Backingtrack und improvisiertem Solo. Danach erklärt er Akkorde, alternative Griffe, Basslick, Bridge und den Aufbau einer eigenen Improvisation.

Dein Auftrag: Spiele Am7, Dm7, Gsus4 und G viermal langsam. Lasse jeden Akkord stehen, bis der nächste wirklich fällig ist. Setze danach den Basslick ein, ohne die folgende Eins vorzuziehen.

Erst die Zeit, dann die Füllung

Horst beschreibt Claptons Spiel als zurückhaltend und relaxed. Die Gitarre liegt nicht starr auf jedem Taktschlag, sondern antwortet auf Gesang und Rhythmusgruppe.

Höre den Beginn einmal ohne mitzuspielen. Klopfe nur den Grundpuls und beobachte, wie Akkorde und Stimme leicht versetzt einsetzen. Genau dieses Verhältnis trägt später auch das Solo.

Das harmonische Fundament

Vier Akkorde tragen Strophe und Refrain

Am7, Dm7, Gsus4 und G kehren durch den Song hindurch wieder. Horst zeigt sowohl Barré-Formen als auch Griffweisen mit dem Daumen über dem Hals.

Am7

Der Ruhepunkt

Greife die Form im fünften Bund. Lasse den Klang offen genug, damit der Basslick sauber in den Akkord zurückführt.

Dm7

Eine Saite tiefer denken

Die Form entspricht dem verschobenen offenen Am7-Typ. Wähle Barré oder Daumengriff nach Handgröße.

Gsus4

Spannung in einer Note

Ersetze in der G-Dur-Form eine Stimme durch die Vorhaltsnote und löse kontrolliert nach G auf.

G

Nicht zu früh lösen

Der Akkord schließt die Schleife. Gib ihm seine volle Zeit, bevor Am7 erneut beginnt.

Horst weist ausdrücklich darauf hin, dass Claptons große Hände bestimmte Daumengriffe begünstigen. Die Griffart ist kein Qualitätsmaßstab. Entscheidend sind saubere Töne, geringe Spannung und ein Wechsel ohne Pulsverlust.

Wiedererkennung zwischen den Akkorden

Der Basslick führt zurück nach Am7

Die Figur arbeitet mit leeren Saiten und kurzen Bewegungen auf E- und A-Saite. Horst nennt die Töne G, A und C und verbindet sie mit Hammer-on und Pull-off.

Der letzte Ton ist nicht das Ende einer isolierten Übung. Er bereitet bereits den neuen Am7-Akkord vor. Deshalb muss die Greifhand den Zielgriff kennen, bevor der Lick beginnt.

Übe immer Lick plus Zielakkord. Spiele die Figur dreimal ohne Tempo, dann viermal im Grundpuls. Erst wenn Am7 jedes Mal ruhig landet, setzt du Dm7 dahinter.

Fünf Kontrollen

  1. Leere Saiten klingen nur so lange wie geplant.
  2. Hammer-on und Pull-off bleiben gleich laut.
  3. Der Zeigefinger bereitet die Zielposition vor.
  4. Die Figur beschleunigt nicht.
  5. Am7 landet ohne Suchbewegung.

Form, Innenstimme und Timing

Die Bridge bewegt sich in kleinen Schritten

F und E7 öffnen den Formteil. Danach wandert eine Innenstimme chromatisch durch Am, Am(maj7), Am7 und D7. Auf der D-Saite beschreibt Horst die Folge 7, 6, 5, 4.

Der Griffwechsel darf diese Linie nicht verdecken. Halte gemeinsame Töne liegen und bewege nur den Finger, der die chromatische Stimme führt.

E7#9 setzt den markanten Abschluss. Der Akkord ist eine Farbe am Ende der Phrase, kein Signal, plötzlich härter anzuschlagen.

Bridge in vier Schichten

  1. F und E7 ohne Rhythmus verbinden.
  2. Nur die chromatische Linie 7, 6, 5, 4 spielen.
  3. Am, Am(maj7), Am7 und D7 ergänzen.
  4. E7#9 setzen und ruhig in Am7 zurückkehren.

Improvisation mit klarer Sprache

Wenige Mittel, viele Entscheidungen

Horst improvisiert zwei verschiedene Soli. Seine Analyse nennt A-Moll-Pentatonik, sparsam eingesetzte Blue Note, A-Moll-Tonleiter, Terz-Doppelgriffe und Oktaven.

Pentatonik

Beginne mit kurzen Phrasen aus einer sicheren Position. Lasse nach jeder Aussage hörbaren Raum.

Blue Note

Nutze sie als Spannungston und kontrolliere das Bending. Sie soll färben, nicht jede Phrase dominieren.

Terzen

Doppelgriffe geben einer Linie mehr Gewicht. Spiele beide Töne sauber und rhythmisch gemeinsam.

Oktaven

Übertrage ein Motiv in eine andere Lage. So entsteht Entwicklung, ohne ständig neues Material zu erfinden.

Die A-Moll-Tonleiter erweitert die fünf Pentatoniktöne um zwei diatonische Stufen. Horst stellt dabei den Bezug zur C-Dur-Tonleiter her. Wechsle nicht wahllos zwischen Skalenbildern. Baue eine Phrase, wiederhole ihren Rhythmus und verändere erst danach Lage oder Tonvorrat.

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten für Begleitung und Improvisation

  1. Akkorde: Am7, Dm7, Gsus4 und G ohne Rhythmus verbinden.
  2. Puls: Die Schleife zwei Minuten ruhig wiederholen und aufnehmen.
  3. Basslick: Leersaitenfigur plus Zielakkord Am7 kontrollieren.
  4. Bridge: Innenstimme 7, 6, 5, 4 mit den Akkorden verbinden.
  5. Solo: Vier Takte Pentatonik, vier Takte Pause und Antwort spielen.
  6. Ausdruck: Eine Blue Note, einen Terz-Doppelgriff und eine Oktave gezielt setzen.

Prüfe die Platzierung

Nimm zuerst nur die Akkordschleife auf. Höre, ob G wirklich ausklingt oder ob du Am7 aus Gewohnheit zu früh greifst. Danach setzt du den Basslick in jede zweite Runde.

Für das Solo singst du eine kurze Phrase vor und spielst sie anschließend nach. So entsteht eine musikalische Antwort statt einer Folge gelernter Griffbilder.

Der Kontrollpunkt lautet: Bleibt die Begleitung entspannt, sobald Lick, Bridge oder Solo hinzukommen?

Material aus dem bestehenden Archiv

Akkorde, Griffbilder und Solomaterial

Die vorhandene geschützte Downloadroute bleibt unverändert. Im lokalen Archiv liegen ein Akkordblatt, eine Griffübersicht, eine GPX-Solodatei und ein Backingtrack.

Nutze das Akkordblatt als Formhilfe. Markiere nur Strophenschleife, Bridge, chromatische Innenstimme und Rückkehr. Die GPX-Datei ist eine mögliche notierte Solofassung, während Horst in der Lektion bewusst eigene Soli improvisiert.

Geschütztes Zusatzmaterial

Der bestehende Download bleibt Unterstützern vorbehalten und führt zur unveränderten Schutzroute.

Anschlag und Dynamik

Ausdruck entsteht vor dem Effektgerät

Begleitung

Weniger Druck

Spiele die Akkorde mit kleiner Bewegung und lasse Lücken stehen. Der Groove wird nicht besser, wenn jede Achtel gefüllt ist.

Solo

Ton halten

Kontrolliere Bending, Vibrato und Lautstärke jeder Phrase. Ein gehaltener Zielton wirkt stärker als ein zu früher neuer Lauf.

Hörkontrolle

Nimm 30 Sekunden Begleitung und 30 Sekunden Solo auf. Vergleiche nicht die Zahl der Noten, sondern Puls, Phrasenlänge und Dynamik.

Übeplan wiederholen

Passende Vertiefung

Übertrage Timing und Phrasierung

Alle drei Wege treffen denselben Punkt: Eine Phrase überzeugt durch Zeit, Ton und Ziel. Mehr Material hilft erst, wenn diese drei Elemente gemeinsam funktionieren.

Dein nächster Schritt

Stabilisiere die Schleife und antworte darauf

Spiele heute nur Am7, Dm7, Gsus4 und G. Morgen ergänzt du Basslick und Bridge. Erst wenn der Puls in allen Übergängen trägt, improvisierst du mit A-Moll-Pentatonik und wenigen klaren Motiven.

„Hör dir den Song oft an, lerne die Akkordbegleitung.“Horst Keller, aus der Videolektion

Wo verliert deine Fassung noch die Ruhe: beim Basslick, in der Bridge oder im Solo?

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