Tito & Tarantula · Rhythmus und Solo · Horst Keller

After Dark auf der Gitarre

Der Song lebt von einem knappen H-A-Wechsel, der H-Moll-Pentatonik und einem Tremolo-Sound mit viel Bewegung. Horst zeigt Begleitung, Intro, kleine Fills, das Albumsolo und Ideen aus einer Live-Fassung.

Die Begleitung bleibt über lange Strecken bewusst reduziert. Dadurch hörst du sofort, ob Timing, Anschlag und Klang tragen. Für das Solo arbeitet Horst vor allem in der ersten und zweiten Lage der H-Moll-Pentatonik.

GrundwechselH-Dur · A-Dur
SoloH-Moll-Pentatonik
SoundHarmonic Tremolo
Lektion44:09 Minuten

Die vollständige Gitarrenstunde

Höre zuerst auf Puls, Tremolo und Pausen

Horst erklärt den Klang, ordnet die Pentatonik ein und baut Begleitung, Intro, Fills und Solo direkt am Instrument auf.

Dein Auftrag: Höre die ersten zehn Minuten ohne mitzuspielen. Achte nur auf drei Punkte: Wie bewegt das Tremolo den stehenden Akkord, wo endet das Intro auf H-Dur und wie oft kehren H und A zurück?

Wenig Harmonie, viel Atmosphäre

Der Wechsel zwischen H und A trägt einen großen Teil der Begleitung. Gerade deshalb darf kein Akkordwechsel hetzen. Die rechte Hand hält das Picking klein, gleichmäßig und kontrolliert.

Trenne zunächst Klang und Noten. Spiele H und A trocken und sauber. Erst danach setzt du Tremolo, mehr Verzerrung und die kleinen Zwischenspiele hinzu.

Die harmonische Grundlage

Der H-A-Wechsel ist dein sicherer Ausgangspunkt

Horst greift H-Dur als verschobene A-Dur-Form und verbindet ihn mit A-Dur. Weitere Powerchords und die Schlussbewegung werden erst später ergänzt.

Zentrum

H-Dur

Der Griff liegt als A-Dur-Form im zweiten Bund. Er ist Zielpunkt des Intros und Ruhepunkt der Begleitung.

Antwort

A-Dur

A-Dur liegt direkt darunter. Der kurze Weg zwischen beiden Formen hält die Bewegung kompakt.

Kontrast

E5 und Fis5

Horst verwendet die beiden Akkorde als Powerchords. So bleibt der Klang offen und druckvoll.

Finale

H bis Cis

Im Schlussbereich steigt die Harmonie weiter. Horst zählt dort jeweils acht Schläge pro Akkord.

Spiele zuerst nur H und A über eine Minute. Wenn die Greifhand den Puls verändert, ist der Weg noch nicht automatisiert.

Das markante Intro

Eine Pentatonikphrase landet direkt auf dem Akkord

Das Intro kommt aus der H-Moll-Pentatonik. Horst spielt die Figur langsam vor und springt danach auf H-Dur. Die Phrase und der Akkord müssen wie eine zusammenhängende Aussage klingen.

Der Sound entsteht nicht nur durch die Tonwahl. Harmonic Tremolo, ein Marshall-artiger Grundsound und kontrolliertes Ausklingen geben der Linie ihre Bewegung.

Übe die Landung separat. Wiederhole nur die letzten zwei Töne der Phrase und den ersten Anschlag des H-Dur-Akkords. Der Akkord darf weder zu früh noch zu laut kommen.

Vier Kontrollen

  1. Pentatonikphrase ohne Effekt sauber spielen.
  2. Letzten Ton vollständig ausklingen lassen.
  3. H-Dur genau im Puls treffen.
  4. Tremolo erst nach der rhythmischen Kontrolle zuschalten.

Begleitung und zweite Gitarre

Kleine Fills füllen die Pausen, nicht den ganzen Takt

In der Lektion sind mehrere Gitarrenspuren zu hören. Eine Gitarre hält H und A, eine weitere setzt kurze Antworten. Horst zeigt unter anderem Hammer-On, Pull-Off, leichtes Vibrato und eine schnelle Sechzehntelfigur.

Allein spielst du zuerst die Begleitung. Zu zweit kann eine Gitarre oben liegende Voicings oder Fills übernehmen, während die andere den Puls stabil hält.

Ein Fill ist nur dann brauchbar, wenn du danach ohne Suchpause wieder auf H landest. Nimm deshalb immer einen Akkord vor und einen Akkord nach der Figur mit in die Schleife.

Fills in vier Schichten

  1. H-A-Wechsel ohne Zusatz spielen.
  2. Eine Pause bewusst freilassen.
  3. Nur einen Hammer-On oder Pull-Off einsetzen.
  4. Direkt in den nächsten H-Dur-Akkord zurückkehren.

Albumsolo und Live-Ideen

Die H-Moll-Pentatonik bleibt der rote Faden

Horst arbeitet das Albumsolo in kleinen Bausteinen auf und ergänzt später Ideen aus einer improvisierten Live-Fassung.

Slides

Zu Beginn verbindet ein Slide die ersten Zielnoten. Der Ton soll stehen, nicht sofort weiterlaufen.

Ganzton-Bendings

Mehrere Phrasen enden mit Ganzton-Bendings. Prüfe den Zielton vor jedem Versuch.

Lagenwechsel

Die erste und zweite Lage werden verbunden. Horst zeigt zusätzlich eine horizontale Pentatonikbewegung.

Ausdruck

Vibrato, Wah-Wah und Tremolo färben die Phrase. Die Tonhöhe bleibt trotzdem die erste Kontrolle.

Horst hebt einen weiten Slide als persönliche Lieblingswendung hervor. Übe ihn als Klanggeste, nicht als möglichst schnellen Weg über das Griffbrett.

Im Albumsolo zeigt Horst eine klare Wiederholungslogik: Eine Phrase erscheint zunächst in einer tieferen Lage und antwortet später höher. Höre diese Beziehung, bevor du jede einzelne Note beschleunigst. Für die Live-Ideen gilt dasselbe. Erst Zielton und Rhythmus sichern, dann Drills, weitere Bendings und die horizontale Bewegung ergänzen.

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten für Groove und Solo

  1. Akkorde: H und A langsam wechseln, ohne den Puls zu verändern.
  2. Picking: Rechte Hand auf einem Akkord stabilisieren und gleichmäßig wiederholen.
  3. Intro: Pentatonikphrase und Landung auf H in kurzen Schleifen verbinden.
  4. Fills: Einen Hammer-On oder Pull-Off zwischen zwei Akkordtakten einsetzen.
  5. Solo: Slides und Ganzton-Bendings mit Zieltonkontrolle üben.
  6. Form: Zum Backingtrack einen vollständigen Durchlauf spielen und nur sichere Fills verwenden.

Baue den Effekt zuletzt ein

Nimm zuerst 30 Sekunden ohne Tremolo auf. Prüfe Puls, Akkordlandung und Nebengeräusche. Danach wiederholst du dieselbe Passage mit Effekt.

Für das Solo spielst du jeden Baustein einmal langsam und einmal im musikalischen Zusammenhang. Ein unsauberes Bending wird nicht durch mehr Verzerrung besser.

Der Kontrollpunkt lautet: Trägt der H-A-Wechsel auch ohne Fills und Effekte?

Material aus dem bestehenden Archiv

Akkordblatt, Guitar-Pro-Datei und Audio

Die vorhandene geschützte Downloadroute bleibt unverändert. Im lokalen VIP-Guitar-Archiv liegen ein einseitiges PDF, ein inhaltlich entsprechendes Word-Dokument, ein JPG-Akkordblatt, eine GPX-Datei, zwei weitere Archivdateien und eine MP3-Datei.

Die MP3-Datei wurde technisch decodiert und ist 259,088 Sekunden lang. Die GPX-, HMP- und HM2-Dateien konnten mit der lokalen Parserkette nicht semantisch gelesen werden und dienen deshalb nicht als Faktenquelle. Geschützte Liedzeilen werden hier nicht wiedergegeben.

Geschütztes Zusatzmaterial

Der bestehende Download bleibt Unterstützern vorbehalten und führt zur unveränderten Schutzroute.

Klang und Dynamik

Der Effekt bewegt den Ton, die Hand hält ihn zusammen

Grundsound

Marshall und Tremolo

Horst verwendet einen Marshall-artigen Amp-Sound und Harmonic Tremolo. Stelle zuerst Lautstärke und Anschlag ein, dann die Modulation.

Solo

Mehr Gain mit Kontrolle

Für das Solo kommt mehr Verzerrung hinzu. Wah-Wah und Tremolo färben den Ton, ersetzen aber weder Zielton noch Vibrato.

Eine Gitarre oder mehrere Spuren

Mit einer Gitarre priorisierst du H-A-Wechsel und Intro. Mit einer zweiten Gitarre können Fills und obere Stimmen ergänzt werden, ohne den Groove auszudünnen.

Sound hören

Passende Vertiefung

Übertrage Pentatonik, Riffarbeit und Ausdruck

Der rote Faden bleibt derselbe: Wenige Töne wirken, wenn Timing, Zielton und Klang zusammenpassen.

Dein nächster Schritt

Lerne heute nur Intro und Akkordlandung

Spiele die Pentatonikphrase ohne Effekt. Verbinde sie mit genau einem sauberen H-Dur-Anschlag. Erst wenn die Landung zehnmal im Puls sitzt, kommt das Tremolo hinzu.

„Der Sound ist hier ganz, ganz entscheidend.“Horst Keller, aus der Videolektion

Was fordert dich mehr: der H-A-Wechsel, die Intro-Landung oder die Bendings im Solo?

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