Compay Segundo · Son Cubano · Horst Keller
Chan Chan auf der Gitarre
Vier Akkorde reichen, wenn Bass, Akkord und Pause wirklich zusammenarbeiten. Horst zeigt dir, wie du Dm, F, Gm und A7 mit federndem Puls, drei Gitarrenrollen und klarer Dominantspannung zu einer tragenden Begleitung formst.
Die vollständige Gitarrenstunde
51 Minuten mit Horst Keller
Die Lektion beginnt bei der Begleitung und geht weit darüber hinaus: offene und geschlossene Griffe, Capo-Fassung, Fingerpicking, drei übereinandergelegte Gitarren, Intro-Melodie, Improvisation und ein konkreter Loop-Übeweg.
Einfaches Material hört jeden Fehler
Der Song lässt keine Hektik hinter komplizierten Griffen verschwinden. Jede Eins, jeder Wechsel und jedes zu lange Ausschwingen wird sofort hörbar.
Die rechte Hand ist hier das eigentliche Lernfeld. Sie arbeitet klein, warm und elastisch. Breites Pop-Strumming würde den Son-Charakter zudecken.
Horst entwickelt eine spielbare akustische Fassung, die den kubanischen Ursprung respektiert, ohne eine museale Kopie zu behaupten.
Vier Akkorde, klare Funktionen
A7 gibt dem Kreis seine Richtung
Dm ist das Zentrum, F öffnet den Klang, Gm vertieft die Mollfarbe. A7 enthält das C# und zieht hörbar zurück nach D. Wird daraus Am, verliert der Loop genau diesen Spannungsmoment.
Der Boden
Offene Form, Barréform und zerlegter Dreiklang sind möglich. Entscheidend bleibt ein ruhiger Beginn jedes Durchgangs.
Die Öffnung
F bringt Luft in den D-Moll-Raum. Der Wechsel darf nicht lauter oder heller aus der Begleitung springen.
Die Vertiefung
Horst zeigt mehrere Farben, darunter einen Dreiklang mit zusätzlicher Bassnote. Wähle zuerst die stabilste Fassung.
Der Zug nach Hause
C# ist der Leitton. Spiele A7 bewusst gegen Am und höre, wie klarer die Rückkehr nach Dm wird.
In Horsts Unterricht und beiden GP-Dateien liegt das Grundtempo bei 80 BPM. Zum Aufbau empfiehlt er 60 bis 70 BPM, bis beide Hände koordiniert bleiben.
Gitarren miteinander verweben
Drei Rollen statt dreimal dasselbe
Chan Chan gewinnt, wenn die Gitarren verschiedene Aufgaben übernehmen. Horst spielt die Stimmen nacheinander in den Helix-Looper und prüft dabei nicht nur den Klang, sondern vor allem die gemeinsame Eins.
Grundbegleitung
Dm, F, Gm und A7 mit kleinen Bass-Akkord-Impulsen. Diese Spur trägt den Puls und bleibt bewusst schlicht.
Voicingfarbe
Eine zweite Gitarre nutzt geschlossene Dreiklänge und andere Basslagen. Sie ergänzt den Raum, statt die erste Spur zu verdoppeln.
Capo im fünften Bund
Am, C, eine offene Zwischenfarbe und E7 erzeugen einen helleren Kontrast. Weiches Plektrum oder Finger halten den Klang zurück.
Arpeggio
Die dritte Rolle zerlegt die Akkorde und verbindet sie mit kurzen Auftakten. Sie kommt erst dazu, wenn die Basis stabil läuft.
Ein Looper ist hier ein Timing-Prüfer. Wenn Aufnahmebeginn oder Loop-Ende nicht auf der Eins sitzen, bleibt der Fehler in jeder Wiederholung hörbar.
Melodie und Improvisation
Im D-Moll-Raum bleiben, auf A7 das C# zeigen
Über Dm, F und Gm funktioniert D natürlich Moll mit D, E, F, G, A, Bb und C. Für erste Antworten reicht oft die D-Moll-Pentatonik. Auf A7 kommt C# als entscheidender Leitton dazu.
Ein A7-Arpeggio mit A, C#, E und G sagt mehr als ein langer Skalenlauf. Zeige C# kurz und löse danach nach D oder F auf.
Horst empfiehlt außerdem, die ersten zwölf Takte der Intro-Melodie zu lernen. Sie verbinden Arpeggios, D-Moll-Lagen und wiederholte Motive zu einer eigenständigen Solostimme.
Vier Zielpunkte
- Dm: auf D oder F landen.
- F: F oder A als Ruhepunkt hören.
- Gm: G oder Bb deutlich machen.
- A7: C# oder G zeigen und nach Dm auflösen.
Direkt zu den Stellen
20 direkte Kapitel
- 00:12 · Begrüßung und KernideeVier Akkorde, Atmosphäre und Rhythmusgefühl.
- 04:27 · Akkorde und FunktionenDm, F, Gm und A7 im Zusammenhang.
- 06:44 · BasisgriffeOffene Formen und erster Begleitpuls.
- 08:31 · Voicing-VariantenBarrégriffe, Dreiklänge und Bassfarben.
- 10:08 · Fingerstyle-FassungHarfenbewegung und kurze Melodieantwort.
- 12:30 · Erste GitarrenrolleLuft zwischen den Impulsen lassen.
- 13:17 · Capo im fünften BundAm-, C- und E7-Farben als Kontrast.
- 14:38 · Dritte RhythmusgitarreArpeggio aus der Guitar-Pro-Fassung.
- 18:36 · Drei Spuren loopenHelix-Looper als Timingkontrolle.
- 22:54 · Melodie beginnenIntrofigur und langsamer Aufbau.
- 26:14 · Hohe D-Moll-LageArpeggio im zehnten Bund.
- 29:17 · Zwölf Takte lernenIntro-Melodie als eigener Lernweg.
- 31:45 · D natürlich MollTonvorrat über Dm, F und Gm.
- 32:55 · Wechsel auf A7D harmonisch Moll und C#.
- 36:52 · Fragen und E-Gitarren-SoundAkustik-Preset und Zwischenposition.
- 38:03 · Begleitung zusammenfassenKleine Bewegungen und klare Akkorde.
- 39:24 · Übetempo 60 bis 70Koordination vor Originaltempo.
- 40:51 · Loops übereinanderlegenEin- und Ausschalten auf der Eins.
- 41:39 · Rhythmusvariante prüfenLetzte Begleitdetails aus der Partitur.
- 42:47 · Material und AbschlusswegGP-Fassungen, PDF und Improvisation.
Konkreter Übeplan
Sechs Einheiten für Puls, Rollen und Melodie
- Akkorde: Dm, F, Gm und A7 ohne Rhythmus greifen. Vor A7 darf kein Stop entstehen.
- Bass und Antwort: Bass auf die Eins, kurzen Akkord danach, Klang bewusst beenden und Luft lassen.
- Tempo: Den Loop bei 60 bis 70 BPM acht Minuten stabil halten. Erst danach Richtung 80 BPM gehen.
- Zweite Rolle: Eine Voicing- oder Capo-Fassung aufnehmen und exakt auf der Eins zur Grundspur legen.
- Melodie: Die ersten zwölf Takte in kleinen Motiven lernen, zunächst ohne komplette Begleitung.
- Aufnahme: Einen ganzen Loop aufnehmen und Einsen, Akkordlängen, A7-Spannung und Dynamik getrennt prüfen.
Nur eine neue Schicht pro Durchgang
Wenn die Grundspur wackelt, kommt keine zweite Gitarre dazu. Isoliere den unsicheren Wechsel und halte die Schlagbewegung klein.
Der Loop muss auch ohne Gesang tragen. Erst dann dürfen Arpeggio, Melodie oder kleine chromatische Antworten den Raum ergänzen.
Beim Vergleich von Am und A7 zählt das Ohr. Spiele beide Varianten direkt nacheinander und höre auf den Rückweg nach Dm.
Horsts Ziel ist keine hektische Kopie, sondern eine entspannte Fassung mit stabiler Time und respektvollem Klang.
Premium-Material
PDF, GP und GPX
Die bestehende Download-ID bleibt unverändert. Lokal geprüft wurden das fünfseitige Lerndokument sowie zwei GP-Partituren: Compay Segundo mit 95 Takten und sieben Spuren, Buena Vista Social Club mit 104 Takten und vier Spuren. Beide beginnen bei 80 BPM.
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Hinweis: Das Material ist zum persönlichen Lernen bestimmt. Rechte an Komposition, Text, Film und Originalaufnahme verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern.
Klang und Loop-Praxis
Warm, kurz und ohne Saitenwand
Weiches Plektrum oder Finger
Vermeide harten Steganschlag und gleich laute Saiten. Bass und Akkord brauchen unterschiedliche Gewichte.
Perlige Zwischenposition
Horst empfiehlt für den Loop eine Zwischenposition und einen Akustik-Preamp-Sound. Der Klang soll offen bleiben, nicht verzerrt drücken.
Akustiksound im Helix Stadium
Das Akustikgitarre-Live-Preset ist die sachlich passende Ergänzung, wenn du die Loop-Idee elektrisch umsetzen möchtest.
Puls vor Schmuck
Drei Fragen für den getrennten Kontrollpass
Höre den ersten Durchgang nur auf die Einsen. Beim zweiten achtest du auf die Länge der Akkorde. Erst im dritten Durchgang bewertest du Voicings, Melodie und Sound.
A7 muss Richtung erzeugen. Wenn der vierte Takt nur wie ein weiterer Mollakkord klingt, fehlt C# oder die Auflösung nach Dm ist zu unklar.
Eine zweite Gitarrenspur darf die erste nicht verdecken. Sie braucht eine andere Lage, einen anderen Anschlag oder eine andere rhythmische Rolle.
Hörkontrolle
- Sitzen Aufnahmebeginn und Loop-Ende auf derselben Eins?
- Bleibt zwischen Bass und Akkord genug Luft?
- Ergänzt jede weitere Spur die Grundbegleitung wirklich?
Passende nächste Schritte
Vertiefe Strumming, Akkordwechsel und Songbegleitung
Dein nächster Durchgang
Spiele acht ruhige Loops nur mit Bass und Akkord. Nimm danach eine zweite Lage auf. Wenn beide Spuren gemeinsam atmen, lernst du die ersten vier Takte der Melodie.



