Like a Rolling Stone: Den Dylan-Klassiker im Stil von John Mayer lernen
„Like a Rolling Stone“ von Bob Dylan ist nicht einfach nur ein Song – es ist ein Monument der Rockgeschichte. Doch während das Original von 1965 durch Dylans unverwechselbare Lyrik besticht, hat John Mayer dem Stück eine völlig neue, gitarristische Dimension verliehen.
In diesem Tutorial zeige ich dir, wie du diesen Klassiker in einer Mischung aus dem Dylan-Original, Hendrix-Einflüssen und der modernen Energie von John Mayer auf deiner Gitarre umsetzt. Es geht hier nicht nur um Akkorde, sondern um das Zusammenspiel von Rhythmus, Lead-Fills und dem richtigen „Touch“.
Die musikalische DNA: Hendrix trifft auf Dylan
John Mayers Interpretation basiert stark auf Techniken, die wir von Jimi Hendrix kennen. Das bedeutet: Wir lassen die statischen Barré-Griffe weg und arbeiten mit Umkehrungen, Daumen-Basstönen und ständigem Melodie-Fluss innerhalb der Akkorde.
Was du in diesem Tutorial lernst:
- Das „Mayer-Intro“: Wir nutzen A, D und E, aber nicht als Lagerfeuer-Akkorde. Ich zeige dir, wie du die typischen Licks der Rolling Stones und von Hendrix in den Groove einbaust.
- Pentatonik-Wechsel: Eines der wichtigsten Konzepte in diesem Song ist der ständige Wechsel zwischen A-Dur- und A-Moll-Pentatonik. Das ist das Geheimnis hinter diesem bluesigen, aber dennoch hymnischen Sound.
- Der Hendrix-E-Akkord: Wir schauen uns eine spezielle Umkehrung im 9. Bund an. Dieser Akkord ist ein echter Gamechanger für dein Verständnis des Griffbretts.
- Absteigende Kadenzen: Im Refrain nutzen wir eine wunderschöne absteigende Linie (D – Cis-Moll – H-Moll – A), die dem Song seine harmonische Tiefe verleiht.
Der richtige Sound für „Rolling Stone“
Um diesen Sound hinzubekommen, empfehle ich eine Stratocaster-Style Gitarre und einen Amp am „Edge of Breakup“. Ich nutze in diesem Video einen angezerrten Fender-Style Sound mit etwas Hall. Der Ton muss dreckig genug für den Blues sein, aber klar genug, um die feinen Nuancen deiner Anschlagshand (Dynamics) wiederzugeben.
Die Magie der Double Stops
Ein wertvoller Tipp, den ich dir im Video ausführlich erkläre: Nutze Double Stops (Zweiklänge) innerhalb deiner Pentatonik. John Mayer macht das ständig, um seinen Soli mehr Fleisch und Textur zu geben. Wir „ver-double-stoppen“ quasi die Pentatonik, was sofort nach Profiliga klingt.
Fazit: Bleib kreativ beim Üben
Nimm dieses Tutorial als kreativen Input. Du musst nicht jede Note eins-zu-eins kopieren. Wichtiger ist, dass du verstehst, wann du in Dur und wann du in Moll spielst und wie du die Akkorde mit kleinen Hammer-Ons und Pull-Offs zum Leben erweckst.
Viel Spaß beim Üben und beim Entdecken deiner eigenen Version dieses zeitlosen Klassikers!
Horst Keller | VIP-Guitar
Ressourcen für dein Spiel:
Meine Sounds: Line 6 Helix Presets im Shop
Zubehör: VIP-Guitar Plektren & Equipment
Schreib mir in die Kommentare: Welcher Part fällt dir schwerer – der Wechsel zwischen den Pentatoniken oder die Hendrix-Akkordgriffe?
Zusatzmaterial für Unterstützer:
Like a Rolling Stone - Bob Dylan / John Mayer
Diese Dateien sind das Werk des Autors und stellen seine Interpretation des Liedes dar. Sie ist ausschließlich für das private Studium, die Ausbildung oder Forschung gedacht.]


