Billy Idol · Steve Stevens · offene Akkorde · Horst Keller
Eyes Without a Face auf der Gitarre
Die ruhige Oberfläche täuscht. Diese Begleitung lebt von offenen Saiten, präzisen Akkordwechseln, einem durchgehenden Groove und einem harten Kontrast in der Bridge. Horst zeigt eine akustische Fassung, die den Charakter des Songs erhält und trotzdem ohne E-Gitarre funktioniert.
Das Ziel ist keine starre Kopie. Du lernst zuerst die tragende Rhythmusgitarre und entscheidest danach, ob Picking, Powerchords oder eine Lead-Phrase dazukommen. So bleibt die Begleitung auch ohne zweite Gitarre musikalisch geschlossen.
Die vollständige Gitarrenstunde
Offene Akkorde, Groove und dynamische Kontraste
Horst orientiert sich an einer Unplugged-Fassung und überträgt zusätzlich Elemente der elektrischen Bridge auf die Akustikgitarre. So entsteht ein vollständiger Lernweg von der leisen Strophe bis zum kraftvollen Mittelteil.
Der Song wird über das Hören gelernt
Horst nennt das wiederholte Anhören ausdrücklich als Schlüssel für das rhythmische Gefühl. Die Akkorde allein reichen nicht. Du musst hören, wie lang der erste Schlag steht und wie locker die folgenden Bewegungen fließen.
Die vorhandene Partitur bestätigt Standardstimmung, 85 BPM und die komplette Form. Das Tutorial zeigt dazu eine spielbare Live-Fassung mit eigenen Variationsmöglichkeiten.
Vier Farben für die Strophe
Offene Saiten verbinden die Akkorde
Die Strophe nutzt Emaj7, C#m, G#m und Badd11. Mehrere Griffe werden nicht als vollständige Barrés gespielt. Freie Saiten bleiben stehen und geben der Begleitung ihre weite, schwebende Farbe.
Offener Grundklang
Der verschobene A-Dur-Typ liegt im siebten Bund. Beide E-Saiten dürfen mitschwingen.
Entspannter Mollgriff
Horst löst den Barré und lässt die hohe E-Saite offen. Dadurch wird der Griff leichter und farbiger.
Stabiler Mittelpunkt
G#m kann voll oder als G#m7 klingen. Wähle zuerst die Fassung, die ohne zusätzlichen Druck funktioniert.
Spannung durch offene Saiten
Der H-Dur-Grundgriff wird geöffnet. H- und E-Saite bleiben frei und verbinden ihn klanglich mit Emaj7.
Der Akkordname darf kompliziert sein, die Bewegung muss einfach bleiben. Prüfe jeden Griff einzeln, bevor du den Rhythmus ergänzt.
Ein Muster durch den ganzen Song
Der Groove bleibt, die Akkordfarbe wechselt
Horst schlägt den Akkord zunächst klar an und lässt danach eine lockere rhythmische Figur folgen. Dieses Prinzip trägt Intro, Strophe und Refrain. Der erste Schlag setzt die Harmonie, die weiteren Bewegungen halten den Puls lebendig.
In der zweiten Strophe kann die Begleitung zu einem Pickingmuster wechseln. Diese Variation ist kein neuer Formteil. Sie verändert nur Dichte und Ausdruck.
Wenn der Groove beim Griffwechsel stoppt, reduzierst du auf einen Akkordschlag und eine einzige Nachbewegung.
Rhythmus aufbauen
- Emaj7 einzeln anschlagen und ausklingen lassen.
- Die lockere Nachbewegung ergänzen.
- Emaj7 und C#m verbinden.
- G#m und Badd11 einzeln prüfen.
- Alle vier Griffe in einer ruhigen Schleife spielen.
Von der Fläche zum Kontrast
Die Form macht die Dynamik hörbar
Die Partitur gliedert den Song in Intro, Verse, Chorus, Bridge, Gitarrenpart, weiteren Verse, Chorus und Outro. Das Intro bleibt auf Emaj7. In der Strophe läuft die Viererfolge, im Refrain öffnen A und Badd11 den Klang.
Nach der Bridge führt ein Powerchord-Abgang über D, C#, B, A, B und C# zurück nach E. Im Outro endet die Begleitung mit Emaj7 und dem ungewöhnlichen E6add9-Griff.
Form in drei Ebenen
- Intro und Strophe mit vier Akkorden.
- Refrain mit A, Badd11, F#m und G#m.
- Bridge mit E- und D-Powerchords.
- Abgang zurück nach E.
- Outro mit Emaj7 und E6add9.
Die 80er-Jahre-Kante
E und D werden zu perkussiven Powerchords
In der Bridge wechselt die Rolle abrupt. Statt schwebender offener Akkorde hörst du E- und D-Powerchords mit kurzen, energischen Wiederholungen. Horst überträgt diese elektrische Idee auf die Akustikgitarre.
E festlegen
Beginne nur mit dem E-Powerchord im siebten Bund und halte den Rhythmus gleichmäßig.
D ergänzen
Verschiebe die Form zwei Bünde tiefer, ohne dass die Schlaghand ihren Puls verliert.
Zusatzton lösen
Horst hebt den kleinen Finger kurz an und erzeugt damit die charakteristische harmonische Bewegung.
Abgang trennen
D, C#, B, A, B und C# werden zuerst ohne Sprechpart und ohne Endakkord geübt.
Übe den Sprechpart nicht gleichzeitig mit der Gitarre. Stimme und Rhythmus werden erst verbunden, wenn die Powerchordfolge automatisch läuft.
Zusatzmaterial für die Gitarrenrollen
Akustik, E-Gitarre und Lead sind getrennt notiert
Das geschützte Archiv enthält drei Guitar-Pro-Dateien und drei PDF-Fassungen. Die akustische Hauptstimme umfasst 44 Takte. Die elektrische Datei isoliert Bridge und Gitarrenpart. Die Lead-Datei enthält Flageoletts, Legato, Tapping, Slides, Vibrato und Tremolo-Bewegungen.
Diese Zusatzstimmen müssen nicht gleichzeitig gelernt werden. Die akustische Begleitung ist ein vollständiges Arrangement. Lead- und Electric-Datei dienen als getrennte Vertiefung.
Material sinnvoll nutzen
- Akustikpart für Akkorde und Form öffnen.
- Bridge separat mit der Electric-Datei prüfen.
- Lead-Phrasen taktweise auswählen.
- Backingtrack zunächst nur zur Formkontrolle nutzen.
- Erst danach einzelne Lead-Bausteine ergänzen.
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20 direkte Kapitel
- 00:15 · Song und GitarristBilly Idol, Steve Stevens und die Unterrichtsfassung.
- 00:53 · Akustik und E-GitarreRollen des Originals und Ziel der Lektion.
- 02:28 · GrundrhythmusDas durchgehende Muster des Songs.
- 04:16 · IntroVier Durchgänge auf Emaj7.
- 04:48 · Emaj7Verschobener A-Dur-Typ mit offenen E-Saiten.
- 07:08 · C#mOffener Mollgriff ohne vollen Barré.
- 08:04 · G#m und G#m7Zwei mögliche Farben im vierten Bund.
- 08:45 · Badd11H-Dur-Grundlage mit offenen Saiten.
- 11:01 · RefrainakkordeA und Badd11 in offenen Formen.
- 13:59 · PickingvariationDie zweite Strophe dynamisch verändern.
- 15:12 · Alle GriffeDie Akkorde langsam und einzeln prüfen.
- 17:00 · Rhythmus langsamVier Griffe in der Strophenschleife.
- 19:39 · Strophe und RefrainBegleitung im Zusammenhang.
- 21:22 · BridgeDer verzerrte Mittelteil auf Akustikgitarre.
- 22:31 · E- und D-PowerchordsTypischer Wechsel und Zusatzton.
- 24:42 · Powerchord-AbgangD, C#, B, A, B, C# und E.
- 26:30 · Letzte StropheSpannung vor dem Finale.
- 28:08 · FinaleBegleitung und dynamischer Aufbau.
- 29:58 · E6add9Der ungewöhnliche Schlussgriff.
- 31:58 · ÜbefazitAkkorde, Groove und entspannter Zugang.
Konkreter Übeplan
Sechs Einheiten vom Akkord zur Songform
- Griffe: Emaj7, C#m, G#m und Badd11 ohne Rhythmus verbinden.
- Groove: Emaj7 und C#m mit gleichbleibender Schlaghand wiederholen.
- Strophe: Alle vier Griffe in einer kurzen Schleife spielen.
- Refrain: A, Badd11, F#m und G#m separat aufbauen.
- Bridge: E und D als perkussive Powerchords verbinden.
- Form: Begleitung durchspielen und erst danach Picking oder Lead ergänzen.
Mit kleinen Kontrasten arbeiten
Nimm eine Strophenschleife auf. Höre zuerst auf den Puls, danach auf offene Saiten und Griffgeräusche. Korrigiere immer nur eine Ebene.
Wechsle anschließend zwischen leiser Strophe und kräftiger Bridge. Der Lautstärkeunterschied soll aus Anschlag und Artikulation entstehen, nicht aus zusätzlicher Spannung.
Das Tempo steigt erst, wenn jeder Wechsel ohne Unterbrechung und ohne unnötigen Greifdruck funktioniert.
Zwei klare Klangrollen
Weite Akkorde und trockene Bridge
Offen und schwebend
Lass die freien E- und H-Saiten bewusst ausklingen. Ein leichter Anschlag hält Emaj7 und Badd11 durchsichtig.
Kurz und perkussiv
Die Powerchords brauchen klare Stopps und eine härtere Kontur. Zu viel Nachklang verwischt den rhythmischen Kontrast.
Horsts Fassung funktioniert vollständig auf der Akustikgitarre. Der Rollenwechsel entsteht zuerst in der Hand, nicht durch zusätzliches Equipment.
Material und nächste Schritte
Vertiefe Steve-Stevens-Akkorde und Songbegleitung
Geschütztes Originalmaterial
Die bestehende Downloadroute bleibt unverändert. Das Archiv enthält Akustik-, Electric- und Lead-Part als Guitar Pro und PDF sowie einen Backingtrack.



