Billy Idol · Steve Stevens · offene Akkorde · Horst Keller

Eyes Without a Face auf der Gitarre

Die ruhige Oberfläche täuscht. Diese Begleitung lebt von offenen Saiten, präzisen Akkordwechseln, einem durchgehenden Groove und einem harten Kontrast in der Bridge. Horst zeigt eine akustische Fassung, die den Charakter des Songs erhält und trotzdem ohne E-Gitarre funktioniert.

Das Ziel ist keine starre Kopie. Du lernst zuerst die tragende Rhythmusgitarre und entscheidest danach, ob Picking, Powerchords oder eine Lead-Phrase dazukommen. So bleibt die Begleitung auch ohne zweite Gitarre musikalisch geschlossen.

StimmungStandard
Materialtempo85 BPM
GrundfolgeEmaj7, C#m, G#m, Badd11
Lektion35 Minuten

Die vollständige Gitarrenstunde

Offene Akkorde, Groove und dynamische Kontraste

Horst orientiert sich an einer Unplugged-Fassung und überträgt zusätzlich Elemente der elektrischen Bridge auf die Akustikgitarre. So entsteht ein vollständiger Lernweg von der leisen Strophe bis zum kraftvollen Mittelteil.

Dein Auftrag: Spiele nur Emaj7 und C#m im Rhythmus der Strophe. Lass die leeren E-Saiten bewusst stehen und höre, ob der Puls beim Wechsel unverändert bleibt. G#m und Badd11 kommen erst dazu, wenn diese Schleife ruhig klingt.

Der Song wird über das Hören gelernt

Horst nennt das wiederholte Anhören ausdrücklich als Schlüssel für das rhythmische Gefühl. Die Akkorde allein reichen nicht. Du musst hören, wie lang der erste Schlag steht und wie locker die folgenden Bewegungen fließen.

Die vorhandene Partitur bestätigt Standardstimmung, 85 BPM und die komplette Form. Das Tutorial zeigt dazu eine spielbare Live-Fassung mit eigenen Variationsmöglichkeiten.

Vier Farben für die Strophe

Offene Saiten verbinden die Akkorde

Die Strophe nutzt Emaj7, C#m, G#m und Badd11. Mehrere Griffe werden nicht als vollständige Barrés gespielt. Freie Saiten bleiben stehen und geben der Begleitung ihre weite, schwebende Farbe.

Emaj7

Offener Grundklang

Der verschobene A-Dur-Typ liegt im siebten Bund. Beide E-Saiten dürfen mitschwingen.

C#m

Entspannter Mollgriff

Horst löst den Barré und lässt die hohe E-Saite offen. Dadurch wird der Griff leichter und farbiger.

G#m

Stabiler Mittelpunkt

G#m kann voll oder als G#m7 klingen. Wähle zuerst die Fassung, die ohne zusätzlichen Druck funktioniert.

Badd11

Spannung durch offene Saiten

Der H-Dur-Grundgriff wird geöffnet. H- und E-Saite bleiben frei und verbinden ihn klanglich mit Emaj7.

Der Akkordname darf kompliziert sein, die Bewegung muss einfach bleiben. Prüfe jeden Griff einzeln, bevor du den Rhythmus ergänzt.

Ein Muster durch den ganzen Song

Der Groove bleibt, die Akkordfarbe wechselt

Horst schlägt den Akkord zunächst klar an und lässt danach eine lockere rhythmische Figur folgen. Dieses Prinzip trägt Intro, Strophe und Refrain. Der erste Schlag setzt die Harmonie, die weiteren Bewegungen halten den Puls lebendig.

In der zweiten Strophe kann die Begleitung zu einem Pickingmuster wechseln. Diese Variation ist kein neuer Formteil. Sie verändert nur Dichte und Ausdruck.

Wenn der Groove beim Griffwechsel stoppt, reduzierst du auf einen Akkordschlag und eine einzige Nachbewegung.

Rhythmus aufbauen

  1. Emaj7 einzeln anschlagen und ausklingen lassen.
  2. Die lockere Nachbewegung ergänzen.
  3. Emaj7 und C#m verbinden.
  4. G#m und Badd11 einzeln prüfen.
  5. Alle vier Griffe in einer ruhigen Schleife spielen.

Von der Fläche zum Kontrast

Die Form macht die Dynamik hörbar

Die Partitur gliedert den Song in Intro, Verse, Chorus, Bridge, Gitarrenpart, weiteren Verse, Chorus und Outro. Das Intro bleibt auf Emaj7. In der Strophe läuft die Viererfolge, im Refrain öffnen A und Badd11 den Klang.

Nach der Bridge führt ein Powerchord-Abgang über D, C#, B, A, B und C# zurück nach E. Im Outro endet die Begleitung mit Emaj7 und dem ungewöhnlichen E6add9-Griff.

Form in drei Ebenen

  1. Intro und Strophe mit vier Akkorden.
  2. Refrain mit A, Badd11, F#m und G#m.
  3. Bridge mit E- und D-Powerchords.
  4. Abgang zurück nach E.
  5. Outro mit Emaj7 und E6add9.

Die 80er-Jahre-Kante

E und D werden zu perkussiven Powerchords

In der Bridge wechselt die Rolle abrupt. Statt schwebender offener Akkorde hörst du E- und D-Powerchords mit kurzen, energischen Wiederholungen. Horst überträgt diese elektrische Idee auf die Akustikgitarre.

E festlegen

Beginne nur mit dem E-Powerchord im siebten Bund und halte den Rhythmus gleichmäßig.

D ergänzen

Verschiebe die Form zwei Bünde tiefer, ohne dass die Schlaghand ihren Puls verliert.

Zusatzton lösen

Horst hebt den kleinen Finger kurz an und erzeugt damit die charakteristische harmonische Bewegung.

Abgang trennen

D, C#, B, A, B und C# werden zuerst ohne Sprechpart und ohne Endakkord geübt.

Übe den Sprechpart nicht gleichzeitig mit der Gitarre. Stimme und Rhythmus werden erst verbunden, wenn die Powerchordfolge automatisch läuft.

Zusatzmaterial für die Gitarrenrollen

Akustik, E-Gitarre und Lead sind getrennt notiert

Das geschützte Archiv enthält drei Guitar-Pro-Dateien und drei PDF-Fassungen. Die akustische Hauptstimme umfasst 44 Takte. Die elektrische Datei isoliert Bridge und Gitarrenpart. Die Lead-Datei enthält Flageoletts, Legato, Tapping, Slides, Vibrato und Tremolo-Bewegungen.

Diese Zusatzstimmen müssen nicht gleichzeitig gelernt werden. Die akustische Begleitung ist ein vollständiges Arrangement. Lead- und Electric-Datei dienen als getrennte Vertiefung.

Material sinnvoll nutzen

  1. Akustikpart für Akkorde und Form öffnen.
  2. Bridge separat mit der Electric-Datei prüfen.
  3. Lead-Phrasen taktweise auswählen.
  4. Backingtrack zunächst nur zur Formkontrolle nutzen.
  5. Erst danach einzelne Lead-Bausteine ergänzen.

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten vom Akkord zur Songform

  1. Griffe: Emaj7, C#m, G#m und Badd11 ohne Rhythmus verbinden.
  2. Groove: Emaj7 und C#m mit gleichbleibender Schlaghand wiederholen.
  3. Strophe: Alle vier Griffe in einer kurzen Schleife spielen.
  4. Refrain: A, Badd11, F#m und G#m separat aufbauen.
  5. Bridge: E und D als perkussive Powerchords verbinden.
  6. Form: Begleitung durchspielen und erst danach Picking oder Lead ergänzen.

Mit kleinen Kontrasten arbeiten

Nimm eine Strophenschleife auf. Höre zuerst auf den Puls, danach auf offene Saiten und Griffgeräusche. Korrigiere immer nur eine Ebene.

Wechsle anschließend zwischen leiser Strophe und kräftiger Bridge. Der Lautstärkeunterschied soll aus Anschlag und Artikulation entstehen, nicht aus zusätzlicher Spannung.

Das Tempo steigt erst, wenn jeder Wechsel ohne Unterbrechung und ohne unnötigen Greifdruck funktioniert.

Zwei klare Klangrollen

Weite Akkorde und trockene Bridge

Strophe und Refrain

Offen und schwebend

Lass die freien E- und H-Saiten bewusst ausklingen. Ein leichter Anschlag hält Emaj7 und Badd11 durchsichtig.

Bridge und Gitarrenpart

Kurz und perkussiv

Die Powerchords brauchen klare Stopps und eine härtere Kontur. Zu viel Nachklang verwischt den rhythmischen Kontrast.

Horsts Fassung funktioniert vollständig auf der Akustikgitarre. Der Rollenwechsel entsteht zuerst in der Hand, nicht durch zusätzliches Equipment.

Material und nächste Schritte

Vertiefe Steve-Stevens-Akkorde und Songbegleitung

Geschütztes Originalmaterial

Die bestehende Downloadroute bleibt unverändert. Das Archiv enthält Akustik-, Electric- und Lead-Part als Guitar Pro und PDF sowie einen Backingtrack.

Dein nächster Schritt

Zwei Akkorde, ein Groove, offene Ohren

Beginne mit Emaj7 und C#m. Höre die Unterrichtsfassung mehrfach und spiele erst dann die komplette Strophe. Bridge, Schlussgriff und Lead-Material sind Erweiterungen, nicht der Startpunkt.

„Oft anhören. Das ist der Schlüssel.“Horst Keller, aus der Videolektion

Was fordert dich mehr: die offenen Akkorde, der durchgehende Rhythmus oder der Kontrast der Bridge?

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