Bob Dylan · John Mayer · Hendrix-Spielweise · Horst Keller
Like a Rolling Stone auf der Gitarre
Horst baut aus der A-Dur-Begleitung eine lebendige Gitarrenversion mit verschiebbaren Dreiklängen, Dur- und Moll-Pentatonik, Hendrix-Fills und einem freien Solo. Du lernst nicht nur die Akkorde, sondern wie du sie im Groove zum Klingen bringst.
Beginne mit A, D und E. Halte den Puls stabil und setze erst danach kurze Fills zwischen die Akkorde. Der Wechsel zwischen A-Dur- und A-Moll-Pentatonik kommt als eigener Arbeitsschritt.
Die vollständige Gitarrenstunde
Akkorde, Fills und Solo in einer Fassung
Horst verbindet die ursprüngliche Songform mit Ideen aus John Mayers Live-Spiel und der Akkordarbeit von Jimi Hendrix. Die Lektion führt von der Begleitung bis zur freien Improvisation.
Begleitung und Lead greifen ineinander
Die Akkorde liefern nicht nur das harmonische Gerüst. Ihre kleinen Formen öffnen direkt den Weg zu Hammer-Ons, Pull-Offs und Zweiklängen.
Der Kern der Lektion ist das Wechselspiel. Ein Akkord setzt die Richtung, ein kurzes Fill antwortet, danach kehrt die rechte Hand sofort in den Puls zurück.
Das harmonische Fundament
Vom Intro bis zur absteigenden Kadenz
Die Songform bleibt überschaubar. Klangliche Tiefe entsteht durch Lage, Bassführung und die Art, wie du die Akkorde verbindest.
Intro und Refrain
A ist der tonale Mittelpunkt. D und E spielst du als kleine verschiebbare Dreiklänge, damit zwischen den Griffen Platz für Fills bleibt.
Strophe steigt an
Die Folge läuft von A über H-Moll und Cis-Moll weiter zu D und E. Der gleichmäßige Anstieg gibt der Strophe ihre Richtung.
Spannung vorbereiten
Zwei Wechsel zwischen D und E halten die Spannung, bevor die Harmonie wieder abwärts geführt wird.
Absteigende Antwort
Die Kadenz kehrt die vorherige Bewegungsrichtung um. Spiele sie zuerst mit vollständigen Griffen, danach mit kleineren Formen.
Für die Begleitung reicht dieses Gerüst. Variiere erst dann die Lagen, wenn jeder Wechsel im selben Puls landet.
Das historische Akkordblatt dokumentiert dieselbe A-Dur-Grundfolge. Die separate Hendrix-Partitur steht dagegen in einer anderen Tonart und gehört nicht zu Horsts hier erklärter Fassung.
Harmonie hörbar führen
Erst aufwärts, dann kontrolliert zurück
In der Strophe steigt die Harmonie von A über H-Moll und Cis-Moll nach D und E. Horst nutzt Barréformen, kleine Vierklänge und verschobene A-Dur-Formen, damit die Bewegung auch auf dem Griffbrett sichtbar bleibt.
Vor dem Refrain dreht sich die Richtung um: D, Cis-Moll, H-Moll und A. Als Variante hältst du den D-Klang und führst nur den Bass über Cis und H nach A.
Übe die aufsteigende und die absteigende Folge getrennt. Wenn beide sicher sind, verbindest du sie über die zwei D-E-Wechsel.
Vier Harmonie-Kontrollen
- Klingen H-Moll und Cis-Moll gleichmäßig?
- Bleiben D und E in derselben Griffidee?
- Ist die Abwärtsbewegung deutlich hörbar?
- Trägt der Basston die D-Variante?
- Landet der Refrain stabil auf A?
Hendrix-Prinzip auf den Akkorden
Kleine Formen schaffen Platz für Bewegung
Horst zeigt den E-Dur-Dreiklang im neunten Bund und ergänzt den tiefen E-Basston. Die Form liegt direkt unter den Tönen der A-Dur-Pentatonik und lässt sich mit Hammer-Ons und Pull-Offs beleben.
Dasselbe Prinzip funktioniert über A und D: Du greifst nur die für den Akkord nötigen Töne, dämpfst unbenutzte Saiten und setzt eine kurze melodische Bewegung in die freie Stelle.
Fills sauber einbauen
- Akkord ohne Verzierung anschlagen.
- Kleine Dreiklangsform isolieren.
- Einen Hammer-On ergänzen.
- Mit einem Pull-Off zum Akkord zurückkehren.
- Die nächste Eins wieder klar treffen.
Ein Fill darf den Takt nicht verlängern. Die Rückkehr auf den Akkord ist wichtiger als die Anzahl der gespielten Töne.
Zwei Klangfarben über A-Dur
Wechsle bewusst zwischen Dur und Moll
Horst improvisiert über die Folge A, D und E mit A-Dur- und A-Moll-Pentatonik. Der Wechsel verändert den Ausdruck, ohne dass die Begleitung ihre Tonart verlässt.
A-Dur-Pentatonik
Die hellere Farbe liegt drei Bünde links von der bekannten A-Moll-Grundposition. Lande deutlich auf A.
A-Moll-Pentatonik
Die vertraute erste Lage liefert die rauere Bluesfarbe und funktioniert als Kontrast über A-Dur.
Blue Notes
Horst ergänzt Zwischentöne sparsam. Sie brauchen eine klare Auflösung und dürfen nicht zum Dauerzustand werden.
Double Stops
Zweiklänge auf benachbarten Saiten geben der Pentatonik mehr Gewicht und erzeugen sofort eine akkordische Wirkung.
Spiele zunächst zwei Takte ausschließlich in Dur, danach zwei Takte ausschließlich in Moll. Erst im dritten Durchgang wechselst du innerhalb einer Phrase. So hörst du die Klangfarben, statt die beiden Positionen nur mechanisch zu vermischen.
Vom Grundgroove zur eigenen Version
Ordne Begleitung, Fills und Solo
Das Intro läuft achtmal über A, D und E. In der Strophe nimmst du die Verzerrung über das Gitarrenvolume zurück und lässt die Akkordbewegung deutlich sprechen.
Im zweiten Durchgang kannst du höhere Lagen, den E-Dur-Griff im neunten Bund und mehr Verzierungen einsetzen. Das Solo bleibt über dem Grundgerüst A, D und E und wächst durch den Wechsel der Pentatoniken.
Jede neue Ebene braucht eine Funktion. Die höhere Lage öffnet den Klang, der Fill beantwortet die Stimme, das Solo bildet den Höhepunkt.
Form hörbar machen
- Intro achtmal mit stabilem Groove.
- Erste Strophe mit klaren Grundgriffen.
- Absteigende Kadenz vor dem Refrain.
- Zweite Strophe mit höheren Lagen.
- Solo über A, D und E entwickeln.
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20 direkte Kapitel
- 00:10 · EinführungSong, Fassung und Ziel der Lektion.
- 03:26 · GitarrensoundStratocaster, angezerrter Amp und Hall.
- 04:41 · Intro-AkkordeA, D und E als kleine Formen.
- 06:40 · Dur und MollDie beiden A-Pentatoniken im Wechsel.
- 08:07 · Blue NotesZwischentöne in beiden Pentatoniken.
- 08:42 · IntroformAcht Durchgänge und Groovekontrolle.
- 09:16 · E7 als AbschlussÜbergang aus dem Intro in die Strophe.
- 10:04 · StrophenakkordeA, H-Moll, Cis-Moll, D und E.
- 12:17 · Höhere LagenVerschiebbare Formen für D und E.
- 13:14 · Aufsteigende FolgeDie harmonische Richtung der Strophe.
- 14:03 · Absteigende KadenzD, Cis-Moll, H-Moll und A.
- 15:32 · Bewegter D-BassD über Cis und H zurück nach A.
- 17:36 · Zweite StropheNeue Lagen über derselben Form.
- 19:45 · Hendrix-E-DurDreiklang im neunten Bund mit tiefem E.
- 22:07 · Pentatonik am AkkordHammer-Ons und Pull-Offs unter der Form.
- 24:44 · AkkordumkehrungenA, D und E in höheren Lagen.
- 25:37 · Kadenz verbindenZwei Griffwege für die Abwärtsbewegung.
- 27:59 · SoloaufbauA-Moll und A-Dur über dem Playback.
- 31:15 · Double StopsZweiklänge innerhalb der Pentatonik.
- 32:24 · Langsamer DurchgangBegleitung im Zusammenhang und Abschluss.
Konkreter Übeplan
Sechs Einheiten vom Akkord zum Solo
- Intro: A, D und E achtmal ohne Fill spielen.
- Strophe: A, H-Moll, Cis-Moll, D und E verbinden.
- Kadenz: D, Cis-Moll, H-Moll und A isolieren.
- Akkordarbeit: Ein Hammer-On über E-Dur ergänzen.
- Klangfarben: Je zwei Takte A-Dur- und A-Moll-Pentatonik.
- Form: Intro, Strophe, Refrain und kurzes Solo aufnehmen.
Nur eine Variable pro Durchgang
Halte im ersten Durchgang die Akkordlage fest. Im zweiten veränderst du nur D und E. Im dritten ergänzt du genau ein Fill.
Für das Solo nimmst du die Begleitung A, D und E als kurze Schleife auf. Markiere den Wechsel von Dur zu Moll bewusst mit einer Pause oder einem deutlich neuen Startton.
Der Kontrollpunkt lautet: Bleibt der Groove auch dann stabil, wenn du zwischen Akkord und Lead wechselst?
Zwei sinnvolle Klangstufen
Leicht angezerrt, aber klar genug für Details
Volume leicht zurück
Horst reduziert das Gitarrenvolume für die Strophe. So bleibt der Akkordanschlag klar und der Amp reagiert weniger verzerrt.
Edge of Breakup
Ein angezerrter Fender-artiger Grundsound mit etwas Hall trägt Double Stops, Hammer-Ons und die beiden Pentatoniken.
Horst verwendet in der Lektion keine zusätzlichen Echoeffekte. Der Sound soll Anschlag, Dämpfung und Dynamik hörbar lassen.
Material und nächste Schritte
Vertiefe Pentatonik, Hendrix-Fills und John-Mayer-Groove
Geschütztes Originalmaterial
Die bestehende Premium-Route und ihre Datei-ID bleiben unverändert. Das Material unterstützt dich beim Nachvollziehen von Akkorden und Form.

