Bob Dylan · John Mayer · Hendrix-Spielweise · Horst Keller

Like a Rolling Stone auf der Gitarre

Horst baut aus der A-Dur-Begleitung eine lebendige Gitarrenversion mit verschiebbaren Dreiklängen, Dur- und Moll-Pentatonik, Hendrix-Fills und einem freien Solo. Du lernst nicht nur die Akkorde, sondern wie du sie im Groove zum Klingen bringst.

Beginne mit A, D und E. Halte den Puls stabil und setze erst danach kurze Fills zwischen die Akkorde. Der Wechsel zwischen A-Dur- und A-Moll-Pentatonik kommt als eigener Arbeitsschritt.

TonartA-Dur
IntroA · D · E
LeadDur und Moll
Lektion34:55 Minuten

Die vollständige Gitarrenstunde

Akkorde, Fills und Solo in einer Fassung

Horst verbindet die ursprüngliche Songform mit Ideen aus John Mayers Live-Spiel und der Akkordarbeit von Jimi Hendrix. Die Lektion führt von der Begleitung bis zur freien Improvisation.

Dein Auftrag: Spiele A, D und E acht Durchgänge lang ohne Fill. Nutze für D den kleinen Dreiklang im zweiten Bund und verschiebe dieselbe Form für E zwei Bünde höher. Erst wenn der Groove steht, ergänzt du eine kurze Antwort aus der Pentatonik.

Begleitung und Lead greifen ineinander

Die Akkorde liefern nicht nur das harmonische Gerüst. Ihre kleinen Formen öffnen direkt den Weg zu Hammer-Ons, Pull-Offs und Zweiklängen.

Der Kern der Lektion ist das Wechselspiel. Ein Akkord setzt die Richtung, ein kurzes Fill antwortet, danach kehrt die rechte Hand sofort in den Puls zurück.

Das harmonische Fundament

Vom Intro bis zur absteigenden Kadenz

Die Songform bleibt überschaubar. Klangliche Tiefe entsteht durch Lage, Bassführung und die Art, wie du die Akkorde verbindest.

A, D und E

Intro und Refrain

A ist der tonale Mittelpunkt. D und E spielst du als kleine verschiebbare Dreiklänge, damit zwischen den Griffen Platz für Fills bleibt.

A, H-Moll, Cis-Moll

Strophe steigt an

Die Folge läuft von A über H-Moll und Cis-Moll weiter zu D und E. Der gleichmäßige Anstieg gibt der Strophe ihre Richtung.

D und E

Spannung vorbereiten

Zwei Wechsel zwischen D und E halten die Spannung, bevor die Harmonie wieder abwärts geführt wird.

D, Cis-Moll, H-Moll, A

Absteigende Antwort

Die Kadenz kehrt die vorherige Bewegungsrichtung um. Spiele sie zuerst mit vollständigen Griffen, danach mit kleineren Formen.

Für die Begleitung reicht dieses Gerüst. Variiere erst dann die Lagen, wenn jeder Wechsel im selben Puls landet.

Das historische Akkordblatt dokumentiert dieselbe A-Dur-Grundfolge. Die separate Hendrix-Partitur steht dagegen in einer anderen Tonart und gehört nicht zu Horsts hier erklärter Fassung.

Harmonie hörbar führen

Erst aufwärts, dann kontrolliert zurück

In der Strophe steigt die Harmonie von A über H-Moll und Cis-Moll nach D und E. Horst nutzt Barréformen, kleine Vierklänge und verschobene A-Dur-Formen, damit die Bewegung auch auf dem Griffbrett sichtbar bleibt.

Vor dem Refrain dreht sich die Richtung um: D, Cis-Moll, H-Moll und A. Als Variante hältst du den D-Klang und führst nur den Bass über Cis und H nach A.

Übe die aufsteigende und die absteigende Folge getrennt. Wenn beide sicher sind, verbindest du sie über die zwei D-E-Wechsel.

Vier Harmonie-Kontrollen

  1. Klingen H-Moll und Cis-Moll gleichmäßig?
  2. Bleiben D und E in derselben Griffidee?
  3. Ist die Abwärtsbewegung deutlich hörbar?
  4. Trägt der Basston die D-Variante?
  5. Landet der Refrain stabil auf A?

Hendrix-Prinzip auf den Akkorden

Kleine Formen schaffen Platz für Bewegung

Horst zeigt den E-Dur-Dreiklang im neunten Bund und ergänzt den tiefen E-Basston. Die Form liegt direkt unter den Tönen der A-Dur-Pentatonik und lässt sich mit Hammer-Ons und Pull-Offs beleben.

Dasselbe Prinzip funktioniert über A und D: Du greifst nur die für den Akkord nötigen Töne, dämpfst unbenutzte Saiten und setzt eine kurze melodische Bewegung in die freie Stelle.

Fills sauber einbauen

  1. Akkord ohne Verzierung anschlagen.
  2. Kleine Dreiklangsform isolieren.
  3. Einen Hammer-On ergänzen.
  4. Mit einem Pull-Off zum Akkord zurückkehren.
  5. Die nächste Eins wieder klar treffen.

Ein Fill darf den Takt nicht verlängern. Die Rückkehr auf den Akkord ist wichtiger als die Anzahl der gespielten Töne.

Zwei Klangfarben über A-Dur

Wechsle bewusst zwischen Dur und Moll

Horst improvisiert über die Folge A, D und E mit A-Dur- und A-Moll-Pentatonik. Der Wechsel verändert den Ausdruck, ohne dass die Begleitung ihre Tonart verlässt.

A-Dur-Pentatonik

Die hellere Farbe liegt drei Bünde links von der bekannten A-Moll-Grundposition. Lande deutlich auf A.

A-Moll-Pentatonik

Die vertraute erste Lage liefert die rauere Bluesfarbe und funktioniert als Kontrast über A-Dur.

Blue Notes

Horst ergänzt Zwischentöne sparsam. Sie brauchen eine klare Auflösung und dürfen nicht zum Dauerzustand werden.

Double Stops

Zweiklänge auf benachbarten Saiten geben der Pentatonik mehr Gewicht und erzeugen sofort eine akkordische Wirkung.

Spiele zunächst zwei Takte ausschließlich in Dur, danach zwei Takte ausschließlich in Moll. Erst im dritten Durchgang wechselst du innerhalb einer Phrase. So hörst du die Klangfarben, statt die beiden Positionen nur mechanisch zu vermischen.

Vom Grundgroove zur eigenen Version

Ordne Begleitung, Fills und Solo

Das Intro läuft achtmal über A, D und E. In der Strophe nimmst du die Verzerrung über das Gitarrenvolume zurück und lässt die Akkordbewegung deutlich sprechen.

Im zweiten Durchgang kannst du höhere Lagen, den E-Dur-Griff im neunten Bund und mehr Verzierungen einsetzen. Das Solo bleibt über dem Grundgerüst A, D und E und wächst durch den Wechsel der Pentatoniken.

Jede neue Ebene braucht eine Funktion. Die höhere Lage öffnet den Klang, der Fill beantwortet die Stimme, das Solo bildet den Höhepunkt.

Form hörbar machen

  1. Intro achtmal mit stabilem Groove.
  2. Erste Strophe mit klaren Grundgriffen.
  3. Absteigende Kadenz vor dem Refrain.
  4. Zweite Strophe mit höheren Lagen.
  5. Solo über A, D und E entwickeln.

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten vom Akkord zum Solo

  1. Intro: A, D und E achtmal ohne Fill spielen.
  2. Strophe: A, H-Moll, Cis-Moll, D und E verbinden.
  3. Kadenz: D, Cis-Moll, H-Moll und A isolieren.
  4. Akkordarbeit: Ein Hammer-On über E-Dur ergänzen.
  5. Klangfarben: Je zwei Takte A-Dur- und A-Moll-Pentatonik.
  6. Form: Intro, Strophe, Refrain und kurzes Solo aufnehmen.

Nur eine Variable pro Durchgang

Halte im ersten Durchgang die Akkordlage fest. Im zweiten veränderst du nur D und E. Im dritten ergänzt du genau ein Fill.

Für das Solo nimmst du die Begleitung A, D und E als kurze Schleife auf. Markiere den Wechsel von Dur zu Moll bewusst mit einer Pause oder einem deutlich neuen Startton.

Der Kontrollpunkt lautet: Bleibt der Groove auch dann stabil, wenn du zwischen Akkord und Lead wechselst?

Zwei sinnvolle Klangstufen

Leicht angezerrt, aber klar genug für Details

Begleitung

Volume leicht zurück

Horst reduziert das Gitarrenvolume für die Strophe. So bleibt der Akkordanschlag klar und der Amp reagiert weniger verzerrt.

Lead und Fills

Edge of Breakup

Ein angezerrter Fender-artiger Grundsound mit etwas Hall trägt Double Stops, Hammer-Ons und die beiden Pentatoniken.

Horst verwendet in der Lektion keine zusätzlichen Echoeffekte. Der Sound soll Anschlag, Dämpfung und Dynamik hörbar lassen.

Material und nächste Schritte

Vertiefe Pentatonik, Hendrix-Fills und John-Mayer-Groove

Geschütztes Originalmaterial

Die bestehende Premium-Route und ihre Datei-ID bleiben unverändert. Das Material unterstützt dich beim Nachvollziehen von Akkorden und Form.

Dein nächster Schritt

Ein Akkord, eine Antwort, zurück in den Puls

Spiele vier Takte A, D und E ohne Verzierung. Ergänze danach genau ein kurzes Dur-Pentatonik-Fill und kehre auf die nächste Eins zurück. Wenn das sicher läuft, wiederholst du dieselbe Aufgabe mit der A-Moll-Pentatonik.

„Wichtig ist, dass du hier auf dem A landest.“Horst Keller, aus der Videolektion

Was fordert dich mehr: die Akkordumkehrungen, der Dur-Moll-Wechsel oder die Rückkehr in den Groove?

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