Bill Haley · Danny Cedrone · Rockabilly · Horst Keller
Rock Around the Clock auf der Gitarre
Horst trennt den Song in zwei klar hörbare Gitarrenrollen: Akkorde und Groove auf der einen Seite, Bläsersätze und das schnelle Danny-Cedrone-Solo auf der anderen. Du lernst A, D7 und E7, die verschobenen Dreiklänge und einen kontrollierten Weg durch Tremolo Picking, Jazz-Licks und Chromatik.
Baue zuerst die Begleitung auf. Das Solo beginnt nicht mit den schnellsten Noten, sondern mit einer rechten Hand, die bei gleichbleibender Lautstärke und ohne Verkrampfung durchhält.
Die vollständige Gitarrenstunde
Begleitung und Solo in einer Lektion
Horst zeigt beide Gitarrenrollen, reduziert die schnellen Solotakte, erklärt seine spielbare Fassung und setzt das Material anschließend wieder im Zusammenhang zusammen.
Zwei Aufgaben, zwei Klangräume
Die Begleitgitarre hält das harmonische Gerüst. Die zweite Gitarre antwortet mit kleinen Akkordformen, rhythmischen Akzenten und dem Solopart.
Halte diese Rollen beim Üben getrennt. So bleibt die Begleitung belastbar, auch wenn das Solo später mehr Aufmerksamkeit fordert.
Das harmonische Fundament
A, D7 und E7 tragen den ganzen Song
Drei Akkorde reichen, aber ihre Lage und ihre rhythmische Funktion entscheiden darüber, ob die Fassung nach Rockabilly klingt oder nur wie eine Akkordfolge.
Tonales Zentrum
Die Grundbegleitung kehrt immer wieder nach A zurück. Greife den Akkord so, dass du die nicht benötigten Saiten sicher dämpfen kannst.
Subdominante
Die kleine Septime bringt sofort Bewegung in den Klang. Die zweite Gitarre erweitert den Griff in einer hohen Lage.
Spannung vor A
E7 führt klar zurück zum Grundakkord. Halte den Wechsel kurz und rhythmisch präzise.
Bluesfärbung
Das historische Akkordblatt setzt A7 als kurze Farbe ein. Der Grundweg bleibt A, D7 und E7.
Horst zeigt für die zweite Gitarre außerdem hohe Dominantklänge mit None und Tredezime. Du brauchst nicht jede Erweiterung sofort. Spiele zunächst die mittleren vier Saiten sauber und ergänze die Klangfarben erst danach.
Die zweite Gitarrenstimme
Verschobene Dreiklänge doppeln die Bläser
Aus einer kleinen D-Dur-artigen Form entsteht durch Verschieben ein hoher A-Dur-Dreiklang. Die Form bewegt sich anschließend zu D und E und folgt damit der Bläserstimme.
Später verdichtet sich der Groove. Dazu kommen kurze Jazz-Slides, bei denen der Akkord aus einem Halbton Abstand in die Zielposition rutscht.
Die Akkorde sollen wie ein Satz klingen, nicht wie vier einzelne Saiten. Greife die Form geschlossen, schlage nur die vorgesehenen Saiten an und stoppe sie gemeinsam.
Vier Rollen-Kontrollen
- Bleibt die A-Form auf drei Saiten klar?
- Landet D ohne Suchbewegung?
- Führt E7 deutlich zurück nach A?
- Sitzen die Bläserakzente im Puls?
- Endet der Slide exakt im Zielakkord?
Der schnelle Solostart
Tremolo Picking vor Einzelnoten
Die Solo-Partitur steht bei 150 BPM und setzt am Anfang durchgehende Sechzehntel. Horst hört und spielt diesen Bereich als Tremolo Picking, also als schnelle, gleichmäßige Anschlagsbewegung mit melodischer Richtung.
Er reduziert den ersten Takt auf ungefähr ein Drittel des Zieltempos. So wird sichtbar, welche Töne die Linie führen und wo ein Slide in die nächste Position vorbereitet.
Tempo ist hier ein Ergebnis der Bewegung. Wenn die Hand bei einer Saite hart wird, löst du das Problem nicht durch mehr Druck, sondern durch kürzere Übeintervalle und einen kleineren Bewegungsweg.
Tremolo Picking aufbauen
- Eine Saite gleichmäßig anschlagen.
- Vier Sechzehntel pro Puls gruppieren.
- Eine einfache Melodie damit spielen.
- Den ersten Solotakt langsam ergänzen.
- Tempo nur bei gleichem Klang erhöhen.
Bends, offene Saiten und Chromatik
Vier Bausteine für den Soloverlauf
Nach dem schnellen Einstieg wird das Solo artikulatorisch vielseitiger. Jeder Baustein bekommt eine eigene Bewegungsaufgabe.
Slide in den Zielton
Horst zeigt den hörbaren und im Video sichtbaren Rutsch aus der siebten in die achte Lage.
Halbton-Bending
Der Ton im siebten Bund wird kontrolliert um einen Halbton gezogen, abgesenkt und mit Pull-Off fortgesetzt.
Jazz-Lick
Offene G-Saite, Hammer-On und eine absteigende Linie verbinden Leersaitenklang mit enger Lage.
Chromatischer Lauf
Die Folge 7, 6, 5, 4 wandert über die Saiten. Ein Economy-Übergang verbindet die Saitenwechsel.
Übe den Bending-Ton gegen einen vorher angeschlagenen Zielton. Beim chromatischen Lauf bleibt jeder Finger nahe am Griffbrett. Geschwindigkeit zählt erst, wenn Tonhöhe, Dämpfung und Richtung stimmen.
Vom Grundgroove zum Finale
Ordne Rollen, Solo und Schlussfigur
Die erste Gitarrenrolle hält A, D7 und E7. Darüber setzt die zweite Rolle die hohen Dreiklänge. Nach dem Begleitteil übernimmt sie das Solo und kehrt danach zu den rhythmischen Antworten zurück.
Im letzten Durchgang führt Horst in eine eigene Schlussfigur: wiederholte Töne, offene Saiten und eine kurze Rockabilly-Linie ersetzen die normale Rückkehr nach A.
Setze das Finale als getrennten Formteil. Markiere den Einstieg, spiele die Figur dreimal langsam und verbinde sie erst dann mit dem vorherigen Akkord.
Form hörbar machen
- Grundbegleitung mit A, D7 und E7.
- Hohe Dreiklänge als zweite Rolle.
- Verdichteter Groove und Jazz-Slides.
- Solo aus vier getrennten Bausteinen.
- Schlussfigur statt normaler Auflösung.
Direkt zu den Stellen
20 direkte Kapitel
- 00:09 · EinführungBegleitung, Rollen und Ziel des Tutorials.
- 01:02 · GitarrensoundClean, Hall und kurzes Slapback-Echo.
- 03:17 · Drei AkkordeA, D7 und E7 als Grundgerüst.
- 03:40 · Zweite GitarreHohe Dreiklänge doppeln die Bläser.
- 05:20 · DominantgriffeD7 und E7 auf den mittleren Saiten.
- 07:34 · RhythmikBläserakzente und Anschlagsrichtung.
- 08:21 · Verdoppelter GrooveDie Begleitung wird rhythmisch dichter.
- 09:27 · Jazz-SlidesAus dem Halbtonabstand in den Akkord.
- 10:23 · Solo-EinstiegAufgabe und Spielbarkeit der Notation.
- 11:53 · Picking-HandWinkel und kleiner Bewegungsweg.
- 12:39 · Tempo reduzierenErster Takt bei ungefähr einem Drittel.
- 13:42 · SechzehntelTremolo Picking bei notierten 150 BPM.
- 14:43 · Picking trainierenMelodien als Geschwindigkeitsübung.
- 15:43 · Zweiter TaktNotenbild und spielbare Fassung.
- 18:08 · SlidesReinsliden und Zielton kontrollieren.
- 19:24 · Rockabilly-LicksHalbton-Bending, Pull-Off und Antwort.
- 21:03 · Jazz-LickOffene G-Saite und Hammer-On.
- 23:39 · Chromatischer Lauf7, 6, 5, 4 über mehrere Saiten.
- 24:45 · Picking-WegWechselschlag und Economy-Übergang.
- 26:58 · SchlussfigurFinaler Lick und vollständiger Abschluss.
Konkreter Übeplan
Sechs Einheiten vom Groove zum Solo
- Akkorde: A, D7 und E7 ohne Unterbrechung wechseln.
- Zweite Rolle: Hohe Dreiklänge auf drei Saiten isolieren.
- Groove: Bläserakzente und Jazz-Slides ergänzen.
- Picking: Eine Melodie als Tremolo-Picking-Übung spielen.
- Solo: Bending, Jazz-Lick und Chromatik einzeln aufnehmen.
- Form: Begleitung, Solo und Schlussfigur verbinden.
Kurze Intervalle, klare Hörkontrolle
Arbeite am schnellen Teil in Intervallen von 20 bis 30 Sekunden. Danach lockerst du die Hand und prüfst, ob jeder Anschlag gleich laut geblieben ist.
Beim Bending kontrollierst du zuerst nur die Tonhöhe. Beim chromatischen Lauf kontrollierst du nur die Gleichmäßigkeit. Erst der nächste Durchgang verbindet beides mit Tempo.
Der Kontrollpunkt lautet: Bleibt die rechte Hand klein und locker, wenn du die Saite wechselst?
Clean mit kurzer Wiederholung
Slapback macht den Anschlag größer
Clean und klar
Ein sauberer Grundsound hält Dreiklänge, Dämpfung und Jazz-Slides deutlich auseinander.
Hall plus Slapback
Horst empfiehlt ein kurzes Echo mit einer Wiederholung im Bereich von 115 bis 130 Millisekunden.
Stelle das Echo leiser als das Direktsignal. Die Wiederholung soll den Anschlag verbreitern, nicht die schnelle Linie verdecken.
Material und nächste Schritte
Vertiefe Rhythmus, Picking und Rockabilly-Sprache
Geschütztes Originalmaterial
Die bestehende Premium-Route und ihre Datei-ID bleiben unverändert. Das Material unterstützt dich beim Nachvollziehen von Begleitung und Solo.



