Bill Haley · Danny Cedrone · Rockabilly · Horst Keller

Rock Around the Clock auf der Gitarre

Horst trennt den Song in zwei klar hörbare Gitarrenrollen: Akkorde und Groove auf der einen Seite, Bläsersätze und das schnelle Danny-Cedrone-Solo auf der anderen. Du lernst A, D7 und E7, die verschobenen Dreiklänge und einen kontrollierten Weg durch Tremolo Picking, Jazz-Licks und Chromatik.

Baue zuerst die Begleitung auf. Das Solo beginnt nicht mit den schnellsten Noten, sondern mit einer rechten Hand, die bei gleichbleibender Lautstärke und ohne Verkrampfung durchhält.

TonartA-Dur
AkkordeA · D7 · E7
Solo-Notat150 BPM
Lektion31:35 Minuten

Die vollständige Gitarrenstunde

Begleitung und Solo in einer Lektion

Horst zeigt beide Gitarrenrollen, reduziert die schnellen Solotakte, erklärt seine spielbare Fassung und setzt das Material anschließend wieder im Zusammenhang zusammen.

Dein Auftrag: Spiele A, D7 und E7 zunächst ohne Solo. Wechsle dann zur hohen Dreiklangsrolle und doppel die Bläserfigur im gleichmäßigen Puls. Erst wenn beide Rollen getrennt funktionieren, beginnst du mit dem ersten Solotakt bei deutlich reduziertem Tempo.

Zwei Aufgaben, zwei Klangräume

Die Begleitgitarre hält das harmonische Gerüst. Die zweite Gitarre antwortet mit kleinen Akkordformen, rhythmischen Akzenten und dem Solopart.

Halte diese Rollen beim Üben getrennt. So bleibt die Begleitung belastbar, auch wenn das Solo später mehr Aufmerksamkeit fordert.

Das harmonische Fundament

A, D7 und E7 tragen den ganzen Song

Drei Akkorde reichen, aber ihre Lage und ihre rhythmische Funktion entscheiden darüber, ob die Fassung nach Rockabilly klingt oder nur wie eine Akkordfolge.

A-Dur

Tonales Zentrum

Die Grundbegleitung kehrt immer wieder nach A zurück. Greife den Akkord so, dass du die nicht benötigten Saiten sicher dämpfen kannst.

D7

Subdominante

Die kleine Septime bringt sofort Bewegung in den Klang. Die zweite Gitarre erweitert den Griff in einer hohen Lage.

E7

Spannung vor A

E7 führt klar zurück zum Grundakkord. Halte den Wechsel kurz und rhythmisch präzise.

A7

Bluesfärbung

Das historische Akkordblatt setzt A7 als kurze Farbe ein. Der Grundweg bleibt A, D7 und E7.

Horst zeigt für die zweite Gitarre außerdem hohe Dominantklänge mit None und Tredezime. Du brauchst nicht jede Erweiterung sofort. Spiele zunächst die mittleren vier Saiten sauber und ergänze die Klangfarben erst danach.

Die zweite Gitarrenstimme

Verschobene Dreiklänge doppeln die Bläser

Aus einer kleinen D-Dur-artigen Form entsteht durch Verschieben ein hoher A-Dur-Dreiklang. Die Form bewegt sich anschließend zu D und E und folgt damit der Bläserstimme.

Später verdichtet sich der Groove. Dazu kommen kurze Jazz-Slides, bei denen der Akkord aus einem Halbton Abstand in die Zielposition rutscht.

Die Akkorde sollen wie ein Satz klingen, nicht wie vier einzelne Saiten. Greife die Form geschlossen, schlage nur die vorgesehenen Saiten an und stoppe sie gemeinsam.

Vier Rollen-Kontrollen

  1. Bleibt die A-Form auf drei Saiten klar?
  2. Landet D ohne Suchbewegung?
  3. Führt E7 deutlich zurück nach A?
  4. Sitzen die Bläserakzente im Puls?
  5. Endet der Slide exakt im Zielakkord?

Der schnelle Solostart

Tremolo Picking vor Einzelnoten

Die Solo-Partitur steht bei 150 BPM und setzt am Anfang durchgehende Sechzehntel. Horst hört und spielt diesen Bereich als Tremolo Picking, also als schnelle, gleichmäßige Anschlagsbewegung mit melodischer Richtung.

Er reduziert den ersten Takt auf ungefähr ein Drittel des Zieltempos. So wird sichtbar, welche Töne die Linie führen und wo ein Slide in die nächste Position vorbereitet.

Tempo ist hier ein Ergebnis der Bewegung. Wenn die Hand bei einer Saite hart wird, löst du das Problem nicht durch mehr Druck, sondern durch kürzere Übeintervalle und einen kleineren Bewegungsweg.

Tremolo Picking aufbauen

  1. Eine Saite gleichmäßig anschlagen.
  2. Vier Sechzehntel pro Puls gruppieren.
  3. Eine einfache Melodie damit spielen.
  4. Den ersten Solotakt langsam ergänzen.
  5. Tempo nur bei gleichem Klang erhöhen.

Bends, offene Saiten und Chromatik

Vier Bausteine für den Soloverlauf

Nach dem schnellen Einstieg wird das Solo artikulatorisch vielseitiger. Jeder Baustein bekommt eine eigene Bewegungsaufgabe.

Slide in den Zielton

Horst zeigt den hörbaren und im Video sichtbaren Rutsch aus der siebten in die achte Lage.

Halbton-Bending

Der Ton im siebten Bund wird kontrolliert um einen Halbton gezogen, abgesenkt und mit Pull-Off fortgesetzt.

Jazz-Lick

Offene G-Saite, Hammer-On und eine absteigende Linie verbinden Leersaitenklang mit enger Lage.

Chromatischer Lauf

Die Folge 7, 6, 5, 4 wandert über die Saiten. Ein Economy-Übergang verbindet die Saitenwechsel.

Übe den Bending-Ton gegen einen vorher angeschlagenen Zielton. Beim chromatischen Lauf bleibt jeder Finger nahe am Griffbrett. Geschwindigkeit zählt erst, wenn Tonhöhe, Dämpfung und Richtung stimmen.

Vom Grundgroove zum Finale

Ordne Rollen, Solo und Schlussfigur

Die erste Gitarrenrolle hält A, D7 und E7. Darüber setzt die zweite Rolle die hohen Dreiklänge. Nach dem Begleitteil übernimmt sie das Solo und kehrt danach zu den rhythmischen Antworten zurück.

Im letzten Durchgang führt Horst in eine eigene Schlussfigur: wiederholte Töne, offene Saiten und eine kurze Rockabilly-Linie ersetzen die normale Rückkehr nach A.

Setze das Finale als getrennten Formteil. Markiere den Einstieg, spiele die Figur dreimal langsam und verbinde sie erst dann mit dem vorherigen Akkord.

Form hörbar machen

  1. Grundbegleitung mit A, D7 und E7.
  2. Hohe Dreiklänge als zweite Rolle.
  3. Verdichteter Groove und Jazz-Slides.
  4. Solo aus vier getrennten Bausteinen.
  5. Schlussfigur statt normaler Auflösung.

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten vom Groove zum Solo

  1. Akkorde: A, D7 und E7 ohne Unterbrechung wechseln.
  2. Zweite Rolle: Hohe Dreiklänge auf drei Saiten isolieren.
  3. Groove: Bläserakzente und Jazz-Slides ergänzen.
  4. Picking: Eine Melodie als Tremolo-Picking-Übung spielen.
  5. Solo: Bending, Jazz-Lick und Chromatik einzeln aufnehmen.
  6. Form: Begleitung, Solo und Schlussfigur verbinden.

Kurze Intervalle, klare Hörkontrolle

Arbeite am schnellen Teil in Intervallen von 20 bis 30 Sekunden. Danach lockerst du die Hand und prüfst, ob jeder Anschlag gleich laut geblieben ist.

Beim Bending kontrollierst du zuerst nur die Tonhöhe. Beim chromatischen Lauf kontrollierst du nur die Gleichmäßigkeit. Erst der nächste Durchgang verbindet beides mit Tempo.

Der Kontrollpunkt lautet: Bleibt die rechte Hand klein und locker, wenn du die Saite wechselst?

Clean mit kurzer Wiederholung

Slapback macht den Anschlag größer

Begleitung

Clean und klar

Ein sauberer Grundsound hält Dreiklänge, Dämpfung und Jazz-Slides deutlich auseinander.

Solo

Hall plus Slapback

Horst empfiehlt ein kurzes Echo mit einer Wiederholung im Bereich von 115 bis 130 Millisekunden.

Stelle das Echo leiser als das Direktsignal. Die Wiederholung soll den Anschlag verbreitern, nicht die schnelle Linie verdecken.

Material und nächste Schritte

Vertiefe Rhythmus, Picking und Rockabilly-Sprache

Geschütztes Originalmaterial

Die bestehende Premium-Route und ihre Datei-ID bleiben unverändert. Das Material unterstützt dich beim Nachvollziehen von Begleitung und Solo.

Dein nächster Schritt

Erst die Hand, dann das Tempo

Spiele den ersten Solotakt 20 Sekunden lang mit kleiner Bewegung und gleichmäßiger Lautstärke. Danach übst du nur das Halbton-Bending und schließlich den chromatischen Lauf. Verbinde die drei Teile erst, wenn jeder einzeln kontrolliert klingt.

„Das Wichtige ist jetzt erst mal, dieses Picking-Tempo zu erreichen.“Horst Keller, aus der Videolektion

Was fordert dich mehr: der Groove, das Tremolo Picking oder der chromatische Lauf?

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