Die Toten Hosen · Tage wie diese · Teil 2
Tage wie diese Gitarre Teil 2: Riff, Refrain und Drop D
Das Intro wirkt leicht, solange man nur auf die linke Hand schaut. Der eigentliche Widerstand liegt im leisen Pendelanschlag, in der 6-6-4-Phrasierung und im sauberen Wechsel zwischen Clean-, Refrain- und Drop-D-Sound. Horst führt die Gitarrenstimmen einzeln auseinander: hohe Akkordlage, leichtere Fassung, Oktavmelodie, Powerchords und die tiefe Refrainfigur.
Die vollständige Videolektion
Teil 2 verbindet Spielweise, Form und Sound
Die Lektion setzt direkt bei der hohen Riffposition aus Teil 1 ein. Danach zeigt Horst die leichtere Lage, beide Gitarren im Refrain, die tiefe Drop-D-Figur und einen vollständigen Durchgang mit allen Sounds.
Eine Bandfassung lässt sich nicht eins zu eins allein spielen
Horst trennt bewusst mehrere Ebenen. Eine Gitarre führt die hohe Melodie beziehungsweise Oktavlinie, eine zweite trägt Powerchords. Bass und tiefe Drop-D-Figur ergänzen weitere Töne.
Wähle für jede Passage eine klare Rolle. Wenn du allein spielst, ist ein stabiles Riff oder eine saubere Powerchordbegleitung sinnvoller als der Versuch, alle Studiostimmen gleichzeitig nachzubauen.
Teil 1 erklärt Soundbasis und Grundbewegung ausführlich. Teil 2 zeigt, wie daraus Refrain, Übergänge, Finale und ein spielbarer Gesamtablauf entstehen.
Das Intro als Bewegungsfolge
Sechs, sechs und vier statt hektischem Picking
Die linke Hand verändert einzelne Töne im D-Umfeld. Die rechte Hand bleibt klein, leise und pendelnd. Genau diese Trennung macht den Part kontrollierbar.
Erster Klang
Halte die Hand locker und spiele die erste Gruppe gleichmäßig. Die Eins bekommt eine leichte Betonung, nicht mehr Kraft.
Zweiter Klang
Ändere nur den gegriffenen Ton. Das Tempo und die Größe der rechten Bewegung bleiben unverändert.
Dritte Gruppe
Die kurze Schlussgruppe führt zurück zum Anfang. Horst ergänzt an dieser Stelle einen kleinen Hammer-On.
Leichtere Lage
In der tieferen Fassung pendelt die rechte Hand zwischen D- und G-Saite. Sie bildet die musikalische Funktion ab, ohne den großen Lagensprung.
Nebengeräusche werden vom Delay mitvergrößert. Dämpfe unbenutzte Saiten und übe zunächst trocken. Der Effekt kommt erst hinzu, wenn jede Bewegung bewusst endet.
Zwei Gitarren, zwei Aufgaben
Oktavmelodie und Powerchords getrennt lernen
Im Refrain hört Horst zwei klar unterscheidbare Stimmen. Die melodische Gitarre spielt Oktaven, die Begleitgitarre setzt verzerrte Powerchords dagegen.
Oktaven greifen
Zeigefinger und kleiner Finger greifen die beiden klingenden Töne. Die Saite dazwischen bleibt gedämpft.
Mittelsaite stumm
Kontrolliere jeden Anschlag langsam. Die gedämpfte Saite darf perkussiv reagieren, aber keine eigene Tonhöhe liefern.
Powerchords tragen
Die zweite Rolle liefert die breite Refrainfläche. Spiele sie rhythmisch geschlossen und lasse die Oktavmelodie weg.
Sound umschalten
Horst nimmt Kompressor und Echo heraus und fügt Distortion hinzu. So bleibt der Refrain klarer und direkter.
Nimm zuerst die Powerchordspur auf und spiele danach die Oktaven darüber. So hörst du sofort, ob beide Stimmen dieselbe Form und denselben Puls teilen.
Übergänge und Finale
Der Song lebt von klaren Zustandswechseln
Nach dem Refrain schaltet Horst die Verzerrung aus und kehrt zum ursprünglichen Clean-Thema zurück. Später folgt ein Refrain mit tieferer Gitarrenlage. Dafür stimmt er die tiefe E-Saite auf D und nutzt das zusätzliche tiefe D.
Vor dem letzten Durchlauf setzt die verzerrte Gitarre einen klaren A-Stopp. Der Ton endet gemeinsam mit der rechten Hand. Ein unsauberes Ausschwingen verwischt die Form.
Das Finale greift den Anfang wieder auf. Horst variiert den D-Klang mit dem kleinen Finger und führt anschließend erneut in die Refrainfigur.
Eine zusätzliche melodische Linie beschreibt Horst als mixolydische Farbe. Ohne Drop D beginnt sie auf der A-Saite und nutzt unter anderem Fis, D und C. Mit Drop D wird der tiefe Grundton auf der sechsten Saite gespielt.
Deine Formkarte
- Intro und Strophe: Clean, Kompressor und kurzes Echo.
- Refrain: Echo und Kompressor aus, Distortion an.
- Rückkehr: Verzerrung aus und Ausgangsriff wieder aufnehmen.
- Finale: Anfangsmotiv, tiefe Figur und sauberer Schluss.
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20 direkte Kapitel
- 00:00 · Hohe RiffpositionFortsetzung der Lage aus Teil 1.
- 00:29 · Hammer-OnVerzierung am Ende der 6-6-4-Folge.
- 00:55 · D im zwölften BundObere Saitengruppe und zweiter Griff.
- 01:19 · Bausteine verbindenDie hohe Fassung im Zusammenhang.
- 01:52 · Leichtere LageTiefere Alternative mit H-Moll-Bassbezug.
- 02:17 · Rechte HandPendeln zwischen D- und G-Saite.
- 03:10 · RefrainsoundEffekte herausnehmen und Distortion ergänzen.
- 03:33 · Zwei GitarrenMelodiestimme und Begleitstimme trennen.
- 04:02 · OktavmelodieZeigefinger, kleiner Finger und gedämpfte Saite.
- 04:31 · PowerchordsDie zweite Refrainrolle.
- 05:08 · Zurück zum Clean-ThemaVerzerrung ausschalten und Form schließen.
- 06:15 · Tiefe RefrainlageDrop-D-Klang und tiefer Grundton.
- 06:38 · Refrain am StückPowerchords in der Form hören.
- 07:37 · A mit StoppVerzerrten Akkord kontrolliert beenden.
- 08:28 · FinaleDas Anfangsmotiv kehrt zurück.
- 09:18 · Mixolydische LinieZusätzliche Refrainfarbe ohne Drop D.
- 10:35 · Hammer-On und Pull-OffBewegung im vierten und fünften Bund.
- 11:01 · Linie in Drop DTiefes D auf der sechsten Saite.
- 11:32 · Passagen verbindenEinzelteile in der richtigen Reihenfolge.
- 12:04 · Kompletter DurchgangAlle Sounds und Rollen im Zusammenhang.
Konkreter Übeplan
Sechs Einheiten vom Pendeln bis zur Form
- 6-6-4: Spiele nur den ersten D-Baustein und zähle zehn fehlerfreie Runden.
- Hammer-On: Ergänze die Verzierung, ohne die rechte Bewegung zu vergrößern.
- Leichte Lage: Pendle zwischen D- und G-Saite und betone jede neue Gruppe.
- Oktaven: Prüfe jeden Anschlag auf eine sicher gedämpfte Mittelsaite.
- Powerchords: Spiele den Refrain separat und setze den A-Stopp exakt.
- Form: Verbinde Clean, Distortion und Rückkehr zunächst ohne Drop D.
Übe Spielweise und Sound nicht gleichzeitig
Die Effekte lassen einen unsauberen Part größer wirken, aber nicht besser. Beginne trocken und leise. Erst wenn die rechte Hand gleichmäßig pendelt, schaltest du Kompressor und Delay dazu.
Ein Durchgang, eine Kontrollfrage. Höre zuerst nur auf die 6-6-4-Gruppen. Im nächsten Durchgang kontrollierst du Dämpfung und Nebengeräusche. Danach kommt die Form.
Nimm Refrainbegleitung und Oktavstimme getrennt auf. Beide Spuren müssen ohne gegenseitige Hilfe vollständig verständlich bleiben.
Klangaufbau aus Horsts Lektion
Clean zuerst, Effekte als Verstärker der Spielweise
Kompressor plus kurzes Digitaldelay
Horst nutzt einen cleanen Grundsound, einen vorgeschalteten Kompressor und ein digitales Echo mit ungefähr 300 Millisekunden, ein bis zwei Wiederholungen und 40 Prozent Mix.
Direkter verzerrter Klang
Für den Chorus nimmt Horst Echo und Kompressor heraus und schaltet eine Rat-artige Distortion hinzu. Der Stopp muss auch mit Gain klar enden.
Passendes Songpreset
Das Helix-Preset für Tage wie diese ist die sachlich direkte Klangoption zu dieser Lektion. Es ersetzt nicht die Pendelbewegung, Dämpfung und Pegelkontrolle der rechten Hand.
Teil 1 und Teil 2 verbinden
Erst Grundlage, dann kompletter Ablauf
Teil 1 erklärt den cleanen Grundsound, Kompressor, Echo, D5-Position und die entscheidende Pendelbewegung. Teil 2 setzt mitten in der Griffarbeit ein und baut daraus Refrain, Drop-D-Figur und Finale.
Wenn dir der Beginn von Teil 2 zu abrupt ist, starte mit Teil 1. Übe dort den Grundpuls und kehre erst danach zur oberen Lage und zu den Refrainrollen zurück.
Das historische Akkordblatt enthält die Begleitakkorde D, G, Hm, C, Em und A. Nutze es als Formübersicht. Die detaillierten Gitarrenstimmen stammen aus den beiden Videolektionen.
Dein Aufbau
- Grundsound und Pendelbewegung aus Teil 1.
- Hohe oder leichte Riffposition aus Teil 2.
- Eine Refrainrolle auswählen.
- Drop D erst als letzte Ebene ergänzen.
Getrennter Kontrollpass
Drei Hördurchgänge mit klarer Aufgabe
Im ersten Durchgang hörst du nur auf den Puls. Bleiben die Gruppen sechs, sechs und vier gleich lang, oder beschleunigt die Hand vor dem Wechsel?
Im zweiten Durchgang kontrollierst du die Nebengeräusche. Delay und Distortion dürfen keine offenen Saiten oder ungewollten Griffwechsel verlängern.
Im dritten Durchgang zählt die Form. Clean, Refrain und Rückkehr müssen als drei klare Zustände hörbar sein. Der A-Stopp endet exakt, das Finale beginnt ohne Suchpause.
Hörkontrolle
- Pendelt die rechte Hand leise und gleichmäßig?
- Bleibt die Saite zwischen den Oktaven stumm?
- Endet jeder Stopp wirklich gemeinsam?
Passende nächste Schritte
Vertiefe Powerchords, Rhythmus und Timing
Dein nächster Durchgang
Spiele heute nur eine Clean-Runde und eine Refrainrolle. Wenn beide ohne Pause funktionieren, ergänzt du morgen Soundwechsel und A-Stopp.



