Bryan Adams · Akustikgitarre · Horst Keller

Summer of 69 auf der Gitarre

Das Intro erkennt man nach wenigen Tönen. Spielbar wird der ganze Song aber erst, wenn Sus-Akkorde, klingende Basssaiten, Palm Muting, Refrain-Picking und Powerchords zusammenarbeiten. Horst zeigt eine vollständige Akustikfassung für eine Gitarre und führt dich vom D-Dur-Intro bis zum Schluss.

Tonales ZentrumD-Dur
StropheD und A
FokusPicking und Rhythmus
Lektion16 Minuten

Die vollständige Gitarrenstunde

Vom Erkennungsmotiv zum kompletten Ablauf

Nach einer vollständigen Spielfassung zerlegt Horst das Arrangement in kurze Bausteine. Die Akkorde sind überschaubar, die eigentliche Arbeit steckt in der rechten Hand und in den Übergängen.

Dein Auftrag: Spiele zuerst nur das D-Dur- und A-Dur-Intro. Lass die jeweilige Basssaite bewusst stehen und halte das Picking in jeder Akkordvariante unverändert. Erst danach ergänzt du Strophenrhythmus, Refrain und Bridge.

Eine Akustikgitarre übernimmt mehrere Rollen

Die Studiovorlage verteilt Introfigur, Rhythmus und Klangflächen auf mehrere Instrumente. Horst bündelt diese Aufgaben in einer spielbaren Fassung. Das Intro behält seine offenen Saiten und Sus-Farben, die Strophe bekommt einen kompakten Rockpuls.

Im Refrain wechselt die rechte Hand zum Picking. Der harmonische Druck entsteht jetzt durch H-Moll, A, D und G, nicht durch mehr Lautstärke. Die Bridge setzt mit F5, B5 und C5 einen klaren Gegenpol.

Ziel ist kein starres Durchspielen. Jeder Formteil erhält eine eigene Bewegungsart, bleibt aber rhythmisch mit dem nächsten verbunden.

Das Erkennungsmotiv

D-Dur und A-Dur mit bewegter Oberstimme

Die rechte Hand wiederholt dieselbe kleine Pickingbewegung. Die linke Hand verändert nur einzelne Töne. Dadurch bleibt der Puls stabil, während Dsus2, Dsus4, Asus2 und Asus4 hörbar werden.

D-Dur

Leere D-Saite

Beginne mit der D-Saite als Bass. Danach folgen die hohen Saiten. Lass den Basston in die Figur hinein klingen.

Dsus4

Kleiner Finger dazu

Der kleine Finger verändert nur die Oberstimme. Das Picking bleibt exakt gleich.

Dsus2

Hohe E-Saite öffnen

Nimm den Finger von der hohen E-Saite. Fis und die leere Saite bilden die Rückbewegung.

A-Dur

Dasselbe Prinzip

Auf A wechseln Bass und hohe Saitengruppe. Asus2 und Asus4 entstehen wieder durch Wegnehmen und Hinzufügen.

Der Basston macht die Figur größer. Horst schlägt D beziehungsweise A zusätzlich an und lässt die Saite unter dem Picking weiterklingen. Kontrolliere dabei, dass keine unerwünschte tiefe Saite mitschwingt.

Strophe und Refrain

Gerader Rockpuls trifft auf klares Picking

Die Strophe beschränkt sich harmonisch weitgehend auf D und A. Damit sie trotzdem trägt, trennt Horst offene Schläge und gedämpfte Anschläge deutlich voneinander.

Offener Schlag

Der erste Akkord darf klingen. Er setzt die harmonische Klammer für den Takt.

Palm Muting

Die gedämpften Schläge bleiben kurz und gleichmäßig. Die Hand liegt nur so weit auf, dass der Ton kompakt bleibt.

Refrain-Picking

Auf H-Moll, A, D und G nutzt Horst ein einfaches wiederkehrendes Picking statt des Strophenschlags.

Kurzer A-Akkord

Am Ende der Refrainphrase wird A bewusst verkürzt. Dieser Stopp öffnet den Weg zurück zum Intro.

Das Akkordblatt notiert als Grundmuster Ab, Ab-Auf, Auf-Ab-Auf. In Horsts Fassung kommt die Unterscheidung aus offenem Klang und Dämpfung hinzu. Übe beides zuerst auf nur einem Akkord.

Form und Kontrast

Der Song wächst aus drei klaren Bewegungsarten

Intro und Zwischenspiel nutzen die Sus-Figur auf D und A. Die Strophe bleibt auf denselben Grundakkorden, wechselt aber zum geraden Rockanschlag.

Der Refrain öffnet die Harmonie mit H-Moll, A, D und G. Horst bietet zwei Wege an: gerader Rhythmus oder das gezeigte Picking. Für die Akustikfassung schafft das Picking mehr Luft.

Die Bridge ist der stärkste Kontrast. F5, B5 und C5 werden als Powerchords gespielt. Grundton, Quinte und Oktave genügen. Der letzte C5 wird viermal angeschlagen, bevor das Intro zurückkehrt.

Am Ende läuft die D-A-Figur mehrfach weiter. Behalte die Kraft zurück, damit jede Wiederholung rhythmisch gleich bleibt.

Formkontrolle

  1. Intro: Picking und Sus-Bewegung bleiben ruhig.
  2. Strophe: offene und gedämpfte Schläge sind klar getrennt.
  3. Refrain: H-Moll sitzt ohne Suchpause.
  4. Bridge: Powerchords klingen kompakt und gleichmäßig.

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten bis zur vollständigen Fassung

  1. D-Figur: D, Dsus4 und Dsus2 zehnmal mit identischem Picking spielen.
  2. A-Figur: A, Asus2 und Asus4 ebenso isolieren. A-Saite bewusst stehen lassen.
  3. Verbindung: D- und A-Intro fünfmal ohne Pause wechseln. Erst langsam, dann näher am Zieltempo.
  4. Strophe: offene Schläge und Palm Muting auf D und A trennen. Keine Gesangsbegleitung nötig.
  5. Refrain: H-Moll, A, D und G erst als Akkorde, danach mit Picking verbinden.
  6. Form: Intro, Strophe, Refrain und Bridge aufnehmen. Nur Übergänge nacharbeiten, die den Puls verlieren.

Flüssig und fehlerfrei vor schneller

Horst setzt im Intro eine klare Grenze: Die Figur muss ohne Unterbrechung laufen. Erhöhe das Tempo erst, wenn die linke Hand die Sus-Bewegungen ausführt, ohne dass die rechte Hand ihr Muster verändert.

Übe die Basssaiten separat. Ein voller Klang entsteht hier nicht durch härteren Anschlag, sondern durch kontrolliertes Weiterklingen von D oder A.

Nimm anschließend nur einen Übergang auf: Refrainende in das Intro oder Bridge zurück in die D-A-Figur. Genau dort zeigt sich, ob du Form und Bewegung wirklich verbunden hast.

Premium-Material

Akkordblatt zur Form

Für VIP-Guitar-Mitglieder

Akkorde und Ablauf

Das bestehende Material enthält die Akkordfolge, das Grundmuster und die Formteile. Nutze es als Übersicht neben der Videolektion.

Der vorhandene geschützte Dateilink und seine Zuordnung bleiben unverändert.

Klang und Anschlag

Offene Saiten brauchen saubere Dämpfung

Picking

Jede Saite hat eine Aufgabe

Die Basssaite trägt den Akkord, die hohen Saiten zeichnen die Sus-Bewegung. Trenne beide Ebenen beim Üben.

Rhythmus

Palm Muting mit Restton

Dämpfe nicht vollständig ab. Der Anschlag bleibt hörbar, kurz und rhythmisch belastbar.

Akustikgitarre verstärken

Für eine verstärkte Akustikfassung ist ein transparenter Grundsound sinnvoll. Das Akustik-Preamp-Preset ist eine passende technische Option, kein Summer-of-69-Songpreset.

Getrennter Kontrollpass

Drei Hördurchgänge mit klaren Aufgaben

Im ersten Durchgang hörst du nur auf das Intro. Bleibt das Picking gleich, obwohl sich die Oberstimme bewegt?

Im zweiten Durchgang kontrollierst du Strophe und Refrain. Offene Schläge, Palm Muting und Picking müssen drei unterscheidbare Texturen bilden.

Der dritte Durchgang gilt den Übergängen. Refrainende, Bridge und Rückkehr zum Intro dürfen den Puls nicht unterbrechen.

Hörkontrolle

  1. Klingen D- und A-Bass sauber weiter?
  2. Sitzt H-Moll ohne Suchpause?
  3. Bleibt der letzte Durchgang trotz Wiederholung gleichmäßig?

Passende nächste Schritte

Vertiefe Picking, Barré und Bryan-Adams-Spiel

Dein nächster Durchgang

Spiele D und A zunächst nur als Introfigur. Danach wechselst du ohne Pause in den gedämpften Strophenpuls. Wenn dieser Übergang trägt, ist der wichtigste Baustein des Arrangements gesetzt.

Dein nächster Schritt

Ein bekanntes Intro wird zur vollständigen Begleitung

Sichere zuerst die Sus-Bewegungen und den Basston. Baue danach Strophe, Refrain und Bridge als eigene Bewegungsarten auf und verbinde sie erst im letzten Schritt.

„Das musst du richtig gut üben, damit du das fließend und fehlerfrei spielen kannst.“Horst Keller, aus der Videolektion

Bleibt dein Picking stabil, wenn die linke Hand den Akkord verändert?

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