VIP-GUITAR Newsletter
WO.05/2026

Liebe Gitarrenfreunde, liebe VIP-Guitar Community,

ich möchte diese Woche ein paar Dinge offen ansprechen, die mir schon länger durch den Kopf gehen.

VIP-Guitar gibt es nun seit vielen Jahren. In dieser Zeit ist unglaublich viel entstanden: Videos, Kurse, Workshops, Livestreams, Lernmaterial, Trainingspläne. Alles mit dem gleichen Anspruch: ehrlicher, fundierter Gitarrenunterricht, der Menschen wirklich weiterbringt. Nicht schneller, nicht lauter, sondern besser. Wer hier lernt, soll verstehen, was er tut – und nicht nur irgendetwas nachspielen.

Der Preis dafür ist, dass diese Art von Arbeit im aktuellen Umfeld immer schwerer sichtbar wird. Algorithmen mögen Unterhaltung, kurze Reize und permanente Ablenkung. Ich gehe diesen Weg bewusst nicht mit. Nicht, weil ich ihn nicht könnte, sondern weil ich ihn nicht will. Ich weiß aus jahrzehntelanger Erfahrung, wie viel Frust, Stillstand und vergeudete Zeit schlechter Unterricht verursachen kann – und das möchte ich niemandem zumuten.

Gleichzeitig merke ich sehr deutlich: Allein geht das nicht mehr.

Deshalb bitte ich euch diese Woche ganz bewusst um Unterstützung. Wenn dir meine Arbeit hilft, wenn du von den Inhalten profitierst oder vielleicht schon seit Jahren dabei bist, dann lade ich dich ein, Teil davon zu werden – aktiv. Das kann durch Weiterempfehlen, Teilen der Videos oder auch durch direkte Unterstützung geschehen.

Hier findest du alle Infos dazu: 👉 https://www.vip-guitar.de/unterstuetzer/

Das ist kein Betteln und kein Drama, sondern ein ehrliches Angebot. VIP-Guitar lebt von Menschen, die sagen: Ja, diese Art von tiefem und ehrlichem Unterricht ist mir etwas wert. Was hier weiter bestehen soll, ist auf dem deutschen Markt in dieser Tiefe und Konsequenz nicht vergleichbar – und genau deshalb braucht es Rückhalt.

Am Donnerstag starten wir eine neue 5-teilige Live-Serie:
Riffs & Licks – Spielen wie Jimi Hendrix
.
Nicht als Kopie, nicht als Show, sondern als Blick auf das, was sein Spiel wirklich ausmacht: Rhythmus, Kontrolle, musikalisches Denken. Eine Serie, die sehr gut zeigt, wofür VIP-Guitar steht.

Für den Rest der Woche findest du wie gewohnt neue Inhalte, Übungen und Impulse. Alles mit dem gleichen Ziel wie immer: dich am Instrument ehrlich weiterzubringen.

Danke an alle, die schon lange dabei sind.
Und danke an alle, die mithelfen, dass diese Arbeit weitergehen kann.

Wir sehen uns am Donnerstag live.
Herzlich
Horst Keller


PS: Nutze unsere einzigartige neue KI-Suche, um gezielt genau das zu finden, was dich weiterbringt: 👉 VIP-Guitar KI Suche


Nächstes Livevideo: Donnerstag, 29.01. um 17:00 Uhr: Spielen wie Jimi Hendrix: Riffs und Licks Nr.1


Spielen wie Jimi Hendrix – Riffs & Licks (Teil 1)
 Jimi Hendrix steht wie kaum ein anderer Gitarrist für die Verschmelzung von Rhythmus- und Leadgitarre. Sein Spiel wirkt frei, fast improvisiert – ist aber in Wahrheit rhythmisch extrem präzise, harmonisch durchdacht und technisch kontrolliert. Genau das macht seinen Stil so lehrreich.
Nicht umsonst haben all unsere Guitar-Heroes versucht, ihn nachzuspielen und seinen legendären Stil zu lernen.

In diesem ersten Livestream einer 5-teiligen Serie legen wir das Fundament. Es geht um typische Hendrix-Riffs und kurze Licks, bei denen Akkorde, Double Stops und Einzeltöne organisch ineinandergreifen. Du lernst, wie diese Figuren aufgebaut sind, warum sie funktionieren und wie du sie musikalisch sinnvoll einsetzt – nicht als Zitat, sondern als Werkzeug für dein eigenes Spiel.


Letztes Livevideo: 

Im Test: Angry Gorilla – Marcus Deml Signature Distortion

Ist es wirklich möglich, dass ein einziges Pedal jeden cleanen Amp zum Singen bringt?

Heute mache ich auf meinem Blog und im Video eine echte Ausnahme. Normalerweise bin ich zurückhaltend mit Einzeltests von Pedalen, aber hier musste ich einem Versprechen Folge leisten. Der Auslöser war ein Interview mit Marcus Deml. Er stellte darin eine steile These auf: Sein Signature-Pedal, der „Angry Gorilla“, sei in der Lage, jeden noch so trockenen Clean-Amp in eine singende Lead-Maschine zu verwandeln. Für ihn sei es das wichtigste Werkzeug („Survival Kit“), wenn er auf Reisen ist, über fremde Backline spielen muss und nicht weiß, welcher Verstärker ihn vor Ort erwartet.

Was macht den „Angry Gorilla“ besonders?

Mein Fazit: wenn du schon ewig nach einem Pedal suchst, das deinen cleanen Kanal in einen echten Lead-Channel verwandelt, ohne dass du Dynamik verlierst, dann solltest du dir den Angry Gorilla unbedingt ansehen (und anhören). Es ist erstaunlich, wie „organic“ das Pedal auf die verschiedenen Amps reagiert.


Klassikvideo der Woche: 

Pentatonik für Fortgeschrittene – Teil 9: High-End Rock Licks Level 2 

In Teil 9 unserer Pentatonik-Trainingsreihe erwarten dich zwei High-End Rock-Licks, die deine Technik und Kreativität auf das nächste Level bringen. Der erste Lick ist im Stil von Slash gehalten, während der zweite sich an den virtuosen Techniken von Joe Bonamassa orientiert. 

Beide Licks haben ihre eigenen Herausforderungen, lassen sich aber mit etwas Geduld und konsequentem Üben meistern. Wichtig ist, dass du sie nicht nur in einer Position übst, sondern sie in verschiedenen Lagen der Pentatonik anwendest. Das wird nicht nur deine Flexibilität verbessern, sondern auch deine musikalische Kreativität erweitern. 

Diese Licks sind so konzipiert, dass sie auf jedem Tempo positive Effekte auf deine Technik haben. Ob langsam und präzise oder schnell und kraftvoll – sie bringen dich in jedem Fall weiter! 


EDDIE VAN HALEN – der Jahrhundertgitarrist, der alles neu erfand (lesenswertes PDF)

Er kam mit 50 Dollar und einem Klavier aus den Niederlanden nach Pasadena. Zehn Jahre klassischer Klavierunterricht bei einem russischen Lehrer, der ihm ins Gesicht schlug, wenn er einen Fehler machte. Dann baute er sich für 130 Dollar aus Resten eine Gitarre zusammen – und revolutionierte damit die Rockmusik für immer.

Edward Lodewijk Van Halen war mehr als ein virtuoser Gitarrist. Er war Erfinder, Bastler, Visionär. Seine Frankenstrat hängt heute im Metropolitan Museum of Art. Seine Tapping-Technik wurde zum Pflichtprogramm einer ganzen Generation. Sein „Brown Sound“ ist bis heute der heilige Gral für Rock-Gitarristen. Guitar World-Leser wählten ihn 2012 zum größten Gitarristen aller Zeiten. Steve Vai nannte seinen Beitrag „unermesslich“. Joe Perry sagte schlicht: „Eddie hat das Gitarrenspiel neu erfunden.“

Die Prinzipien von Eddie Van Halen

  1. Akzeptiere nie den Standard (der Bastler): Eddie zersägte Gitarren, tauchte Pickups in Paraffin, schraubte Vierteldollarmünzen unter den Steg. Er fragte nie: „Geht das?“ – sondern: „Warum nicht?“ Lektion: Verstehe dein Equipment. Experimentiere. Die beste Gitarre ist die, die du an deine Bedürfnisse anpasst.
  2. Klassische Grundlagen zahlen sich aus (der Pianist): Fast ein Jahrzehnt Klavierunterricht formten Eddies Fingerfertigkeit und sein harmonisches Denken. Sein Tapping war im Grunde Klavierspielen auf dem Griffbrett. Lektion: Musiktheorie ist kein Hindernis für Kreativität – sie ist ein Werkzeug. Lerne Akkordstrukturen, denke in Arpeggien.
  3. Der Ton kommt aus den Fingern (der Dynamiker): Eddie konnte mit praktisch jeder Gitarre seinen Sound erzeugen. Das Geheimnis: Anschlagsdynamik, präzises Vibrato, Volumenpoti, Kontrolle über jeden Ton. Lektion: Spiele dieselbe Passage leise, mittel und laut. Übe Kontrolle, nicht nur Geschwindigkeit.
  4. Technik dient der Musik (der Songwriter): Tapping war nie Selbstzweck. „Eruption“ dauert 102 Sekunden – nicht 10 Minuten. Eddie wusste: Ein perfektes Riff schlägt endloses Shredding. Lektion: Frag dich bei jeder technischen Spielerei: Dient das dem Song?
  5. Übe besessen (der Workaholic): Eddie spielte 8-12 Stunden täglich, bevor Van Halen überhaupt existierte. Die Besessenheit war sein Geheimnis. Lektion: Es gibt keine Abkürzung. Jede Stunde am Instrument zählt.

Essenz für dein Spiel

  • Beginne mit einfachen Tapping-Sequenzen: drei Noten (5-8-12 auf der hohen E-Saite), langsam mit Metronom.
  • Übe Eddies Tremolo-Picking: Plektrum zwischen Daumen und Mittelfinger, Zeigefinger frei für Tapping.
  • Experimentiere mit Harmonics – natürliche, künstliche, getappte. Eddie nutzte alle drei.
  • Spiele zu Van-Halen-Aufnahmen mit – aber konzentriere dich auf die Rhythmusgitarre, nicht nur die Soli.
  • Nimm dein Spiel auf: Eddie hörte sich ständig selbst zu und korrigierte.

Einstieg: „Ain’t Talkin‘ ‚Bout Love“ Das perfekte Rock-Riff – simpel, aber unwiderstehlich. Arpeggierte Am- und F-Akkorde, präzises Palm Muting, dramatische Dynamikwechsel. Wer dieses Riff tight und mit Gefühl spielen kann, versteht Eddies Rhythmusspiel. Erst danach: „Eruption“.

Eddie Van Halen bewies, dass wahre Innovation aus Besessenheit entsteht – nicht aus Geld oder den besten Lehrern. Er war ein Einwandererkind, das kein Englisch sprach, in der Schule gemobbt wurde, und trotzdem die Musikwelt eroberte. Seine Botschaft: Nimm alles auseinander. Bau es neu zusammen. Der perfekte Ton wird nicht gekauft – er wird gebaut.

Unbedingt anschauen:

Lernmaterial (Auswahl):

„Ich habe nie behauptet, das Tapping erfunden zu haben. Aber ich habe nie jemanden gehört, der damit echte Musik macht – das ist der Unterschied.“ — Eddie Van Halen


Für weiteren Input: https://soundcloud.com/horstkeller

11.2025 – 10 neue Helix Songpresets

Die besten Presets: Line 6 Helix Presets 


Die besten Plektren: 
VIP-Guitar Plektren

Aktueller Videokurs: Chord Knowledge – Sebastian Minet

Wenn du bereit bist, tiefer in die Harmonik einzutauchen, das Akkordspiel zu verstehen und auf ein neues Level zu heben – dann findest du hier genau das, was du benötigst.
Viel Erfolg!

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Ich wünsche dir, dass du jeden Tag ein klein bisschen #besser wirst.

Viel Freude mit der Gitarre
Horst Keller
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PS: Nutze die Gelegenheit und schreibe mir. Sende mir deine Fragen, Wünsche, Ideen, Anregungen hier.

Onlineshop:
NEU: 12.25 – Chord Knowledge – Sebastian Minet
NEU: 11.25 – Helix Songpresets VOL.2
NEU: 04.25 – Line 6 Helix TOP 10 Amps VOL.2

Unterstütze uns über die VIP-Guitar Webseite. Das Material, das ich dir biete, ist Arbeit aus tausenden Stunden, alles liegt weit über den Unterstützerbeiträgen. Es ist die Herzensarbeit von vielen Jahren, eine Arbeit, die sich aus über 45 Jahren des Gitarrenspiels zusammensetzt. 

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