Eric Clapton · Wonderful Tonight · Teil 2

Wonderful Tonight Gitarre Teil 2: Akkorde und Picking

Eine Ballade mit wenigen Akkorden kann gnadenlos ehrlich sein. Wenn Basssaite, Pickingrichtung oder Auftakt nicht stimmen, verliert die Begleitung sofort ihren ruhigen Fluss. Horst zeigt dir G, D, C, Em, D/Fis, ein achttöniges Pickingmuster, offene Klangfarben und kleine Bassübergänge. Das Ziel ist keine überladene Fassung, sondern eine Begleitung, die Melodie und Gesang trägt.

TonartG-Dur
AkkordeG, D, C, Em, D/Fis
BegleitungAcht Pickingbewegungen
Lektion16:45 Minuten

Die vollständige Videolektion

Eine Begleitung, die ruhig bleibt und trotzdem lebt

Horst verbindet einfache offene Akkorde mit Varianten aus unterschiedlichen Clapton-Fassungen. Du kannst zuerst bei G, D, C und Em bleiben. D/Fis, Hammer-Ons, Bassgänge und höhere Voicings kommen erst dazu, wenn das Grundmuster ohne Stocken läuft.

Dein Auftrag: Greife nur G-Dur und spiele das achttönige Muster in einer Dauerschleife. Die letzte Bewegung geht nach oben. Erst wenn Anfang und Ende ohne Suchbewegung ineinandergreifen, wechselst du zu D-Dur.

Einfach heißt hier: jede Note hat eine Aufgabe

Die Akkordfolge ist überschaubar. Die eigentliche Arbeit steckt in der rechten Hand. Bass, hohe Saiten und Bewegungsrichtung müssen so zusammenpassen, dass die nächste Runde automatisch beginnen kann.

Der letzte Aufschlag bereitet den nächsten Bass vor. Endest du mit einer Abwärtsbewegung, muss die Hand vor jedem neuen Takt umständlich umkehren. Horsts Richtungsmuster löst genau dieses Problem.

Für die Solobegleitung mischt Horst offene Griffe, höhere Voicings und kleine melodische Verzierungen. Du musst diese Ebenen nicht gleichzeitig lernen. Eine schlichte, gleichmäßig gespielte Fassung ist musikalisch vollständiger als eine komplizierte Begleitung mit Unterbrechungen.

Fünf Griffe als Grundgerüst

Die Harmonie bleibt klar

G, D, C und Em tragen den größten Teil der Begleitung. D/Fis verbindet G mit Em und erzeugt eine hörbare Basslinie.

G und D

Die ersten beiden Akkorde

Auf G beginnt das Muster auf der tiefen E-Saite. Beim D-Akkord wandert die Bassnote auf die D-Saite, die rechte Hand behält ihre Bewegungslogik.

C und D

Die Strophe schließen

Nach G und D folgen C und wieder D. Diese Viererfolge wird in der Strophe zweimal hintereinander gespielt.

Em

Offene Bassfarben

Am Em ergänzt Horst leere Basssaiten und Hammer-Ons im zweiten Bund. Der Akkord bleibt liegen, während sich die Basslinie bewegt.

D/Fis

Halber Takt als Verbindung

Greife den Fis-Basston mit Daumen oder Zeigefinger. Auf einer breiten klassischen Gitarre ist die Zeigefingervariante oft leichter erreichbar.

Reduziere jeden Wechsel zuerst auf die Bassnote. Triffst du bei G, D, C und Em den richtigen Startton, setzt du danach dasselbe Pickingmuster darüber.

Die rechte Hand

Acht Bewegungen, ein geschlossener Kreislauf

Horst zählt das Muster als acht Töne und zeigt die Plektrumrichtungen direkt an der Gitarre. Der Ablauf lautet: ab, ab, auf, ab, auf, auf, ab, auf.

Bass starten

Der erste Ton benennt den Akkord. Spiele ihn klar, aber nicht lauter als die ganze folgende Figur.

Mittelsaiten ordnen

Wechsle kontrolliert zwischen den hohen und mittleren Saiten. Jede Note soll einzeln hörbar bleiben.

Aufschlag beenden

Die achte Bewegung geht nach oben. Dadurch steht die Hand für den nächsten Bassanschlag bereits richtig.

Bass anpassen

Beim Akkordwechsel ändert sich vor allem der Startpunkt. Die Bewegungsfolge der rechten Hand bleibt gleich.

Spiele das Muster zunächst nur auf einem Akkord. Wenn die rechte Hand die acht Bewegungen ohne Zählen wiederholt, wechselst du zwischen G und D. C und Em kommen danach einzeln hinzu.

Form und Übergänge

Aus vier Akkorden wird eine tragfähige Begleitung

Die Strophe beginnt mit G, D, C und D. Diese Folge spielst du zweimal. Vor dem C kann ein Auftakt aus leerer A-Saite, H im zweiten Bund und dem C-Akkord stehen. Horst verbindet den Auftakt mit einem Hammer-On.

Später teilst du einen Takt zwischen G und D/Fis. Für diese halben Takte verkürzt Horst das Picking auf vier Töne: Bass, D-Saite, H-Saite und G-Saite. Zwei Bewegungen gehen abwärts, zwei aufwärts.

Der Bass macht den Übergang hörbar. G führt über Fis zum Em. Am Em kannst du mit leerer tiefer E-Saite, Fis, leerer A-Saite und H im zweiten Bund kleine Hammer-Ons formen.

Für mehr Dynamik spielt Horst Teile der Strophe mit den Fingern und nimmt das Plektrum erst am Auftakt hinzu. Der Wechsel erzeugt Lautstärke und Kontur, ohne das Grundtempo zu verändern.

Die Reihenfolge

  1. Strophe: G, D, C, D zweimal spielen.
  2. Auftakt: Leere A-Saite, H und C verbinden.
  3. Basslinie: G, D/Fis und Em als Linie hören.
  4. Dynamik: Finger und Plektrum erst nach stabiler Form mischen.

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten für einen ruhigen Fluss

  1. G-Dur: Spiele das achttönige Muster zehnmal ohne Akkordwechsel.
  2. G und D: Wechsle nur den Bassstart und halte die rechte Hand unverändert.
  3. Viererfolge: Verbinde G, D, C und D zuerst einmal, danach zweimal.
  4. Auftakt: Übe leere A-Saite, H und C als eigene Dreitonfigur.
  5. Basslinie: Spiele G, D/Fis und Em zunächst mit einem Anschlag pro Akkord.
  6. Dynamik: Begleite eine Runde mit Fingern und setze am Auftakt das Plektrum ein.

Übe die rechte Hand vor der Form

Wenn das Muster bei jedem Akkordwechsel neu beginnt, ist es noch nicht automatisiert. Bleibe auf einem Griff, bis Anfang und Ende der acht Bewegungen ohne Pause verbunden sind.

Ändere pro Einheit nur eine Ebene. Entweder kommt ein neuer Akkord hinzu, ein Bassübergang oder eine dynamische Veränderung.

Nimm am Ende eine Strophe auf. Höre zuerst nur auf den Puls, danach auf die Bassnoten und zuletzt auf die Lautstärke der hohen Saiten.

Klang und Dynamik

Offene Saiten brauchen Platz und Kontrolle

Anschlag

Bass und hohe Saiten ausbalancieren

Der Basston soll den Akkord benennen, aber die folgenden Saiten nicht erschlagen. Spiele den ganzen Ablauf mit möglichst gleichmäßiger Handbewegung.

Kontrast

Finger weich, Plektrum klar

Horst hält das Plektrum im Mittelfinger und setzt es am Auftakt ein. Nutze diesen Wechsel erst, wenn die Form ohne Unterbrechung steht.

Akustikgitarre verstärken

Für eine verstärkte Fassung ist ein transparenter Grundsound sinnvoll. Das Akustik-Preamp-Preset ist eine passende technische Option, kein Wonderful-Tonight-Songpreset.

Begleitung und Melodie verbinden

Teil 2 schafft den Boden für das Solo

Nimm zuerst eine saubere Runde G, D, C und D auf. Spiele darüber die Melodie aus Teil 1. So hörst du sofort, ob deine Begleitung genügend Raum lässt.

Die höhere Akkordlage aus dieser Lektion kann als zweite Gitarrenstimme dienen. Wenn du allein spielst, reichen die offenen Griffe. Zwei verschiedene Ebenen sind nur dann sinnvoll, wenn beide rhythmisch stabil bleiben.

Begleitung ist keine Pause vor dem Solo. Sie entscheidet, ob die Melodie später getragen wird oder gegen einen unruhigen Untergrund kämpfen muss.

Dein Aufbau

  1. Offene Akkorde ohne Verzierung aufnehmen.
  2. Auftakt und Basslinie als zweite Fassung ergänzen.
  3. Melodie aus Teil 1 über beide Fassungen spielen.

Zu Teil 1: Solo und Bending

Getrennter Kontrollpass

Drei Hördurchgänge mit einer Aufgabe

Im ersten Durchgang hörst du nur auf den Puls. Läuft das achttönige Muster durch jeden Akkordwechsel, oder entsteht vor dem nächsten Bass ein Loch?

Im zweiten Durchgang kontrollierst du die Basslinie. G, Fis und Em müssen als absteigende Verbindung hörbar sein.

Im dritten Durchgang zählt die Dynamik. Bleiben Fingeranschlag und Plektrum zwei kontrollierte Lautstärken, oder springt die Begleitung am Auftakt ungewollt nach vorn?

Hörkontrolle

  1. Endet jede Achterfigur mit einem Aufschlag?
  2. Beginnt jeder Akkord auf seiner richtigen Basssaite?
  3. Bleibt der Auftakt deutlich, ohne den Puls zu stören?

Passende nächste Schritte

Vertiefe Picking, Liedbegleitung und Gesang

Dein nächster Durchgang

Spiele heute nur G, D, C und D. Wenn zwei vollständige Runden ohne Pause laufen, ergänzt du morgen Auftakt und D/Fis.

Dein nächster Schritt

Stabilisiere zuerst acht Bewegungen

Bleibe auf G-Dur, spiele das Muster zehnmal und kontrolliere den letzten Aufschlag. Danach wechselst du zu D-Dur, ohne die rechte Hand neu zu sortieren.

„Lern dieses Picking-Muster. Lern die Griffe. Spiel es schön. Spiel es mit Gefühl.“Horst Keller in der Videolektion

Was stoppt deinen Fluss noch: der Akkordwechsel oder die Richtung der rechten Hand?

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