Songtutorial · AC/DC · Malcolm und Angus Young

Whole Lotta Rosie: Riff, Groove und drei Solos

Ein Riff, das fast den ganzen Song trägt, zwei klar getrennte Gitarrenrollen und drei Solos voller klassischer Rocksprache. Du entwickelst Malcolms trockene Rhythmusarbeit, Angus‘ Pentatonik-Mix und einen belastbaren Übeweg für das Originaltempo.

Tempoetwa 160 BPM
TonzentrumA-Dur
StimmungStandard-Tuning
LernkernGroove, Stopps, Solos

Die vollständige Gitarrenstunde

Der Druck entsteht vor allem in der rechten Hand

Horst zerlegt die 208-taktige Form, Malcolms Begleitung, Angus‘ Gegenstimmen und die drei Solos. Im Mittelpunkt steht nicht mehr Verzerrung, sondern ein präziser Anschlag mit klaren Stopps, viel Luft und kontrollierter Steigerung.

Dein Auftrag: Spiele nur A5, C5 und D5 bei reduziertem Tempo. Stoppe A5 sofort mit der Handkante und prüfe, ob die Pause genauso klar ist wie der Akkord.

Ein Riff, zwei Aufgaben

Das Grundmotiv verbindet A5, C5 und D5 mit der leeren A-Saite. In den ersten Takten stehen die Stopps im Vordergrund, später ergänzt Malcolm die palm-gemuteten A-Achtel.

Schon diese zwei Varianten decken einen großen Teil der Begleitung ab. Der Lerngewinn liegt deshalb nicht in immer neuem Material, sondern in Timing, Dämpfung und Ausdauer.

Horst reduziert die Aufnahme auf einzelne Gitarrenspuren. So wird hörbar, wann Malcolm volle Powerchords spielt und wann Angus mit Einzeltönen Platz schafft.

Malcolm Youngs Rhythmusgitarre

A5, C5 und D5 müssen wie eine Maschine mit Luft klingen

Malcolm greift die Powerchords kompakt und schlägt weitgehend mit Downstrokes an. Die Akkorde klingen trocken, die Pausen bleiben konsequent stehen und die offenen Saiten werden gezielt kontrolliert.

Hauptriff

A5, C5, D5, C5, A5

Die leere A-Saite verbindet die Powerchords. Greife C5 und D5 mit Zeigefinger und kleinem Finger, wenn dir diese Form bei hohem Tempo stabiler liegt.

Stopptechnik

Anschlagen und sofort schließen

Nach A5 legt sich die rechte Handkante auf die Saiten. Übe Anschlag und Stopp zunächst getrennt, bis keine Nebengeräusche nachlaufen.

Pre-Chorus

F5 und D5: kurz, kurz, lang

Beide Akkorde werden zweimal kurz und einmal über den Folgetakt gehalten. Die Länge der dritten Note macht den Formwechsel hörbar.

Chorus

G und D/Fis sauber trennen

Bei G wird die A-Saite gedämpft. Auch D/Fis bleibt kompakt, damit die tiefen Töne druckvoll und nicht verwaschen klingen.

Zwei Gitarrenrollen

Malcolm trägt, Angus öffnet den Frequenzraum

Die beiden Gitarren verdoppeln sich nicht dauerhaft. Malcolm liefert Akkordkörper und Puls, Angus reduziert Übergänge auf Einzeltöne oder setzt die höhere Gegenstimme.

Downstrokes

Beginne langsam und halte die Bewegung klein. Ein gelegentlicher Upstroke kann beim Üben entlasten, der Zielklang bleibt aber der druckvolle Abwärtsschlag.

Palm Muting

Die A-Achtel müssen trocken und gleichmäßig laufen. Zu viel Druck würgt den Ton ab, zu wenig Druck macht ihn breit.

Solo begleiten

Unter dem ersten Solo reduziert Malcolm die vollen Akkorde. Dadurch bekommt Angus mehr Raum, ohne dass Puls und Riffidentität verschwinden.

Finale steigern

In den letzten Takten wandelt sich die Begleitung. Gerade A- und G-Schläge bauen Energie auf, bevor beide Gitarren im Schluss zusammenfinden.

Nimm beide Rollen getrennt auf. Wenn die Rhythmusspur allein schon drückt, brauchst du weniger Gain und weniger zusätzliche Anschläge.

Angus Youngs Solosprache

A-Moll-Pentatonik, Dur-Farbe und wiederholbare Bausteine

Angus beginnt in der A-Moll-Pentatonik und ergänzt gezielt Töne aus der A-Dur-Pentatonik. Horst zeigt diesen Mix über mehrere Griffbrettlagen und verbindet ihn mit Bendings, Slides, Pull-Offs, Double Stops und chromatischen Abgängen.

Die drei Solos haben eine klare Dramaturgie. Solo eins führt die wichtigsten Licks ein, Solo zwei arbeitet mit chromatischem Spannungsaufbau und oktaviertem Material, Solo drei verdichtet Repeating Licks, hohe Bendings und das Finale.

Du musst nicht jede Note sofort übernehmen. Horsts Ziel ist, zwei oder drei typische Bausteine sauber zu lernen und in dein eigenes Rockvokabular einzubauen.

Vier Hörkontrollen

  1. Erreicht jedes Bending seine Zielhöhe?
  2. Bleibt der Repeating Lick rhythmisch gleichmäßig?
  3. Sind Dur- und Molltöne als bewusste Farben hörbar?
  4. Endet die Phrase klar auf A, statt nur auszulaufen?

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten vom Riff bis zum ersten Solo

  1. Stopp: A5 anschlagen und sofort mit der Handkante schließen.
  2. Riff: A5, C5 und D5 bei halbem Tempo verbinden.
  3. Achtel: Palm-gemutete A-Saite gleichmäßig ergänzen.
  4. Form: Pre-Chorus und Chorus ohne Pause anfügen.
  5. Rolle: Malcolm- und Angus-Variante getrennt aufnehmen.
  6. Solo: Einen Repeating Lick und einen Dur-Moll-Lauf sichern.

Vier Töne sind eine vollständige Übeeinheit

Horst teilt schnelle Licks zuerst in Gruppen von vier Sechzehnteln. Spiele eine Gruppe so oft, bis Fingersatz, Anschlag und Timing ohne Suchbewegung funktionieren.

Danach kommt nur die nächste Gruppe hinzu. Verbinde zwei Gruppen, dann drei. Erst wenn die Übergänge ruhig bleiben, steigt das Tempo.

Für die Rhythmusgitarre gilt dasselbe Prinzip. Übe zuerst Anschlag und Stopp, danach einen vollständigen Rifftakt und erst dann die Kombination mit den palm-gemuteten Achteln.

Nutze den Backingtrack zunächst deutlich langsamer. Spiele die komplette Form erst dann, wenn die rechte Hand auch nach mehreren Wiederholungen locker bleibt.

Premium-Material

Malcolm- und Angus-Notation plus Backingtrack

Der bestehende geschützte Download bleibt unverändert. Im lokalen Quellenbestand liegen zwei achtseitige Gitarrennotationen und der vollständige Backingtrack für die Sologitarre vor.

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Klang und passende Vertiefung

Weniger Gain, mehr Anschlag und ein klarer Soloboost

Rhythmusklang

Bridge-Pickup und aufgerissener Plexi

Horst nutzt einen trockenen britischen Plexi-Grundsound mit moderatem Gain, kräftigem Master und wenig Effekten. Der drahtige Druck kommt aus der rechten Hand.

Soloklang

Boost statt komplett neuer Sound

Für die Solos kommt ein Tube-Screamer-artiger Boost hinzu. Etwas Hall genügt, damit Bendings und Repeating Licks vorne bleiben.

Aktueller Stadium-Sound und klassisches Helix-Preset

Die Helix Stadium Edition 2 enthält den Sound AC/DC Angus. Für die klassische Helix-Reihe bleibt zusätzlich das bestehende AC/DC-Angus-Preset erreichbar. Prüfe vor dem Kauf das benötigte Geräteformat.

Hörkontrolle

Vier Fragen nach jedem Durchlauf

Sind die Stopps wirklich still? Bleibt die A-Saite bei G und D/Fis kontrolliert? Trägt die Rhythmusspur auch ohne viel Gain? Und erreicht jedes Solo-Bending seine Zielhöhe?

Wenn der Druck nur mit mehr Verzerrung entsteht, geh zum trockenen Grundsound zurück. Nimm einen Rifftakt auf und höre nur auf Anschlag, Pause und Gleichmaß.

Der Rollen-Test

Spiele denselben Übergang zuerst mit Malcolms Powerchords, danach mit Angus‘ Einzeltönen. Beide Versionen müssen allein funktionieren und zusammen mehr Raum erzeugen, nicht mehr Unordnung.

Passende nächste Schritte

Vertiefe Pentatonik, Rocklicks und AC/DC-Blues

Welche Rolle fordert dich mehr?

Schreibe im Kommentar, ob Malcolms Downstroke-Groove, der Dur-Moll-Mix oder Angus‘ Repeating Licks deine größte Baustelle sind.

Dein nächster Schritt

Ein Rifftakt, ein sauberer Stopp, zehn Wiederholungen

Starte heute nicht mit dem ganzen Song. Nimm den ersten A5-Stopp, setze C5 und D5 dahinter und wiederhole diesen Takt so lange, bis Groove und Stille gleich zuverlässig sind.

„Das ist ein super, super Training, wenn man nur die rechte Hand isoliert an dieses Feeling, an diesen Groove, an dieses luftige Spiel von Malcolm gewöhnt.“Horst Keller, aus der Videolektion

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