AC/DC Songtutorial · Rhythmusgitarre und Solo
The Jack Gitarre: So wird aus einem einfachen Blues echter AC/DC-Groove.
„The Jack“ klingt reduziert. Genau deshalb hört man jeden Anschlag. In diesem Tutorial lernst du den langsamen 12-Takt-Blues, Malcolm Youngs dynamische Begleitung und Angus Youngs Solo als Lehrstück für Dur- und Moll-Pentatonik.
Komplette Videolektion
Die Noten sind nicht das Problem. Das Timing ist es.
AC/DC spielt diesen Blues nicht schwer, weil ständig etwas Neues passiert. Er wirkt, weil beide Gitarren exakt wissen, wann sie sich zurücknehmen und wann sie Druck aufbauen. Das Tutorial zerlegt Begleitung und Solo so, dass du beides wirklich üben kannst.
Was du mitnimmst
Ein Songtutorial mit drei echten Gitarrenlektionen
Laid-back statt lahm
Du lernst den 12-Takt-Blues in E, die Unterschiede zwischen Strophe, Chorus und Bridge und vor allem die Anschlagdynamik, die den Song trägt.
Malcolm und Angus trennen
Die Rhythmusgitarren sind verwandt, aber nicht identisch. Kleine Zusatznoten und unterschiedliche Akzente machen die Begleitung breiter, ohne sie vollzustopfen.
Dur trifft Moll
Angus beginnt in der E-Dur-Pentatonik und zieht später in die E-Moll-Pentatonik. Genau dieser Wechsel erzeugt die typische Mischung aus Blues, Rock und Spannung.
Rhythmusgitarre
Weniger Verzerrung. Mehr Kontrolle.
Der Groove lebt von einem sehr leichten Anschlag und einem Amp, der auf deine rechte Hand reagiert. Die Strophe bleibt klein und atmosphärisch. Im Chorus bekommt derselbe Blues mehr Gewicht; in der Bridge zieht das Triolen-Feeling an.
- Baue den Zwölftakter zuerst ohne Solo und ohne Klangspielereien stabil auf.
- Achte auf die kleine Zusatzfarbe in Malcolms A-Begleitung.
- Spiele den Chorus-Riffablauf bewusst shufflemäßig und leicht hinter dem Beat.
- Öffne die Palm-Mutes nur so weit, dass die Betonungen größer werden.
Sound-Grundlage
Britischer Crunch, der noch atmet
- Marshall-artiger Grundsound oder ein anderer britischer Crunch.
- Nicht zu viel Gain: die Dynamik muss aus dem Anschlag kommen.
- Für das Solo kann ein Tube Screamer die Vorstufe anschieben.
- Drive am Booster moderat halten; Ziel ist singend, nicht zugeschmiert.
Angus-Young-Solo
Warum dieses Solo eine komplette Blues-Lick-Sammlung ist
Das Solo zeigt, wie Angus aus bekanntem Pentatonikmaterial eine Dramaturgie baut. Er startet melodisch, arbeitet mit Frage und Antwort, erhöht die Intensität und feuert erst am Ende die schnellen Linien ab.
Frage und Antwort
Kurze Motive bekommen Raum. Der nächste Lick antwortet, statt sofort alles mit Noten zu füllen.
E-Dur zu E-Moll
Der Wechsel zwischen Dur- und Moll-Pentatonik ist kein Theorie-Trick, sondern der emotionale Motor des Solos.
Beschleunigung mit Ziel
Triolen, Sechzehntel und Zweiunddreißigstel steigern die Spannung. Die Geschwindigkeit kommt erst, nachdem die Motive stehen.
Konkreter Übeplan
So arbeitest du dich bis 77 BPM vor
Versuche nicht, das ganze Solo in einem Rutsch zu lernen. Zerlege es in die kleinstmöglichen musikalischen Einheiten und setze sie erst zusammen, wenn jede einzelne sitzt.
- Rhythmus trocken: Spiele E-, A- und H-Begleitung ohne Verzerrung, bis der Zwölftakter nicht mehr wackelt.
- Dynamik: Nimm Strophe, Chorus und Bridge auf. Die Abschnitte müssen sich unterscheiden, ohne dass das Tempo steigt.
- Solo in Kleinteilen: Übe jeweils drei bis fünf Töne. Bendings und Vibrato zählen mehr als Geschwindigkeit.
- Halbes Tempo: Starte schnelle Licks ungefähr bei 36 bis 40 BPM und spiele sie fünfmal fehlerfrei.
- Zusammenbauen: Erhöhe schrittweise bis 77 BPM und kontrolliere jede Stufe mit einer Aufnahme.
Für VIP-Guitar Unterstützer
Zusatzmaterial zum Tutorial
Das ergänzende Arbeitsmaterial zu „The Jack“ steht Unterstützern im geschützten Downloadbereich zur Verfügung.
Diese Dateien sind das Werk des Autors und stellen seine Interpretation des Liedes dar. Sie sind ausschließlich für das private Studium, die Ausbildung oder Forschung gedacht.
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