Songtutorial · Alannah Myles · Akustik- und E-Gitarre
Black Velvet: Shuffle-Groove, Fills und Gitarrensolo
Die Begleitung wirkt auf den ersten Blick schlicht. Der eigentliche Lernstoff steckt in Shuffle-Feeling, kurzen Bluesantworten, klingenden Arpeggios und einem Solo, das sauber intonierte Bendings verlangt.
Die vollständige Gitarrenstunde
Ein zugänglicher Groove und ein Solo für Fortgeschrittene
Horst trennt die akustische Begleitung von den elektrischen Fills und dem Solo. Dadurch kannst du erst den Song tragen und danach an Phrasierung, Intonation und den schnellen Positionswechseln arbeiten.
Weniger Noten, mehr Kontrolle
Die akustische Spur liegt lange auf dem E im zweiten Bund der D-Saite. Der Bassbereich bleibt bewusst frei, damit die Begleitung nicht mit der Bassgitarre kollidiert.
Die kurzen Antworten sind überwiegend triolisch gedacht. Slides, Double Stops und Blue Notes sitzen deshalb nur dann richtig, wenn der Shuffle unter ihnen weiterläuft.
Das E-Gitarrensolo ist kein Anfänger-Solo. Es verbindet schnelle Ganzton-Bendings, Pull-Offs, Slides, Dead Notes, Vibrato und Repeating Licks zu langen, gesanglichen Bögen.
Horst hört die Spuren in der Lektion getrennt ab. Nutze dieselbe Reihenfolge beim Üben: erst den akustischen Puls stabilisieren, danach ein elektrisches Zwischenspiel ergänzen und das Solo zuletzt als eigenen Arbeitsblock behandeln.
Akustische Gitarrenrolle
Der Shuffle bleibt stehen, die Fills sprechen dazwischen
Die 85-taktige Partitur notiert 91 BPM und Standard-Tuning. Die akustische Spur trägt 549 Noten, darunter 261 palm-gemutete Töne. Das erklärt, warum die rechte Hand wichtiger ist als die Zahl der Akkorde.
E kurz und trocken
Dämpfe die Note mit der Handkante und spüre die Achteltriolen. Zu viel Druck erstickt den Ton, zu wenig Druck macht die Begleitung breit.
Slide, Rückweg, offene Saite
Der kurze Weg über vierten, fünften, dritten und zweiten Bund muss wie eine Antwort klingen, nicht wie eine separate Technikübung.
Zwei Saiten gemeinsam verschieben
Schlage beide Töne zusammen an, slide in die Zielposition und kehre ohne hektischen Griffdruck zurück.
2, 3, 2 als triolische Farbe
Die chromatische Bewegung erhält ihre Wirkung durch die Platzierung. Lerne sie zuerst ohne den ganzen Takt.
Form und Harmonie
Arpeggios öffnen den Song vor dem Refrain
Nach dem E-Moll-Shuffle wechselt die Begleitung in klingende Dreiklangs- und Sus-Farben. Die Hand bleibt möglichst ruhig, während einzelne Finger die obere Stimme verändern.
Bridge
E-Moll, D und C werden als Arpeggios verbunden. Lasse die Töne ineinanderklingen und trenne den Wechsel vom Anschlagsmuster.
Sus-Farbe
Die Griffbilder arbeiten mit offenen beziehungsweise liegenden Tönen. Hebe nur den benötigten Finger, statt den ganzen Akkord neu zu bauen.
Refrain
Am7, Dsus4, D, F, C, C7 und B7 bilden den deutlichen harmonischen Kontrast zum Strophen-Shuffle.
Outro
Die akustische Gitarre bleibt auf E. Die elektrische Spur setzt darüber neue Antworten, ohne den Grundpuls zu verlassen.
Übe Bridge und Refrain zunächst ohne Fills. Sobald die Akkordwechsel stabil sind, setzt du die triolischen Antworten wieder an ihre Formpunkte.
Elektrische Fills und Solo
E-Moll-Pentatonik mit vokaler Artikulation
Die elektrische Spur bewegt sich zwischen der vierten und der ersten Lage der E-Moll-Pentatonik. Hammer-Ons, Pull-Offs und Slides verbinden die Positionen, während kurze Dead Notes die Phrasen rhythmisch schärfen.
Ein markantes Prinzip ist Frage und Antwort. Eine hohe Slide-Phrase wird von einer tieferen Bewegung beantwortet. Ein Bending erreicht seine Zielhöhe und stoppt sofort in der folgenden Pause.
Intonation kommt vor Geschwindigkeit. Spiele den Zielton jedes Ganzton-Bendings zuerst normal, merke dir seine Höhe und ziehe erst danach aus dem tieferen Bund hinauf.
Bei langen Slides bleibt die Greifhand dicht über den Saiten. Der Zielbund wird nicht gesucht, sondern aus einer wiederholbaren Bewegung erreicht. Stoppe den Ton am Ende bewusst mit der rechten Hand.
Vier Hörkontrollen
- Bleibt der Shuffle unter jedem Fill stabil?
- Erreichen Bendings die Zielhöhe ohne Nachdrücken?
- Klingen Slides wie eine Stimme und nicht wie Griffgeräusche?
- Enden schnelle Licks klar in der notierten Pause?
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20 direkte Kapitel
- 00:11 · EinführungBegleitung, Solo und Klangziele.
- 03:08 · Akkorde und TonartE-Moll und die Grundform des Songs.
- 03:27 · Shuffle-GroovePalm Muting und triolischer Puls.
- 04:14 · Intro-SlideErste bluesige Antwort langsam lernen.
- 05:47 · Double-Stop-FillZwei Saiten gemeinsam verschieben.
- 07:50 · Bending vor der StropheHalbtonbewegung und Rückkehr zum Groove.
- 09:36 · Blue-Note-Antwort2, 3, 2 als kurze Triole.
- 12:56 · Arpeggio-BridgeE-Moll, D und C klingend verbinden.
- 15:41 · Sus-AkkordeLiegende Töne und kleine Griffänderung.
- 18:33 · RefrainAm7, Dsus4, D, F, C und B7.
- 25:47 · E-GitarrensoundAkustiksimulation und Plexi-Wechsel.
- 27:24 · Erstes E-Gitarren-FillDead Note, Hammer-On und Pull-Off.
- 31:21 · Vokale SlidesFrage, Antwort und Positionswechsel.
- 33:51 · Solo vorbereitenVier Techniken und realistischer Lernweg.
- 34:52 · SoloanfangBend and Release, Pull-Off und Slide.
- 39:06 · Repeating LicksErste Pentatoniklage und rechte Hand.
- 42:23 · Belastung dosierenBending-Pausen und Schutz des Ringfingers.
- 43:00 · Finale SolotaktePalm Mutes, Double Stop und langer Slide.
- 48:44 · Outro-FillsBlues-Rock-Antworten über dem E-Groove.
- 51:55 · SolodurchlaufTempo reduzieren und Form lesen.
Konkreter Übeplan
Sechs Einheiten vom Shuffle bis zum Solo
- Puls: E im Shuffle eine Minute gleichmäßig dämpfen.
- Fill: Intro-Slide ohne Tempoverlust ergänzen.
- Form: Bridge und Refrain ohne Unterbrechung wechseln.
- Tonhöhe: Halbton- und Ganzton-Bendings gegen Zielnoten prüfen.
- Phrase: Zwei Solotakte bei reduziertem Tempo verbinden.
- Durchlauf: Erst Begleitung, danach Solo zum Backingtrack spielen.
Reduziere ungefähr zwanzig Prozent
Horst warnt davor, den Song so langsam zu stellen, dass der Shuffle sein Gefühl verliert. Für die Fills und Solophrasen funktioniert eine Reduktion um ungefähr zwanzig Prozent als musikalischer Ausgangspunkt.
Markiere nur einen oder zwei Takte. Wiederhole zuerst den Fingersatz, dann den Übergang in die nächste Phrase. Erst danach wächst die Schleife.
Schnelle Ganzton-Bendings beanspruchen den Ringfinger stark. Horst empfiehlt kurze Einheiten von ungefähr 15 bis 20 Minuten und Vorsicht, wenn die Haut diese Belastung nicht gewohnt ist.
Die Partitur bietet mehrere mögliche Fingersätze. Wähle die Lage, in der die Töne stimmen, die Bewegung locker bleibt und du die folgende Phrase sicher erreichst.
Premium-Material
Notationen, Guitar Pro und Solo-Backingtrack
Der bestehende geschützte Download bleibt unverändert. Im lokalen Originalbestand liegen Akustik- und Sologitarren-Notation, eine alternative Soloseite, GP- und GPX-Partitur sowie ein 27,77 Sekunden langer Solo-Backingtrack.
Noch kein Zugriff? Unterstützerstufen ansehen
Hinweis: Das Material ist zum persönlichen Lernen bestimmt. Rechte an Komposition, Text und Originalaufnahme verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern.
Zwei Klangrollen
Akustiksimulation und singender Plexi-Sound
Akustiksimulation sparsam schärfen
Horst nutzt eine Akustiksimulation auf der E-Gitarre. Body bleibt in der Mitte, Top und Schimmer werden vorsichtig dosiert, damit der Shuffle nicht harsch klingt.
Plexi-Crunch mit Raum
Die elektrische Spur arbeitet mit einem britischen Plexi-Grundklang, deutlichem Hall und kontrollierter Lautstärke. Die vokale Wirkung entsteht vor allem in den Händen.
Passender Helix-Sound
Das bestehende Black-Velvet-Preset schaltet zwischen Akustiksimulation und Soloklang um. Prüfe vor dem Kauf, ob du die klassische Helix-Plattform nutzt.
Hörkontrolle
Vier Fragen nach jedem Durchlauf
Bleibt die Begleitung auch ohne Fills im Shuffle? Sind die Arpeggios vollständig ausgeklungen? Treffen die Bendings ihre Zielhöhe? Und endet jede elektrische Antwort sauber in der Pause?
Nimm zuerst nur Begleitung und Metronom auf. Wenn der Puls trägt, ergänzt du ein Fill. So hörst du sofort, ob die Verzierung den Song stützt oder den Takt verschiebt.
Frage und Antwort
Spiele eine hohe Slide-Phrase und antworte in einer tieferen Lage. Beide Teile brauchen einen klaren Anfang, eine Richtung und ein hörbares Ende.
Passende nächste Schritte
Vertiefe Bendings, Pentatonik und Rocklicks
Welche Stelle kostet dich die meiste Ruhe?
Schreibe im Kommentar, ob Shuffle, Arpeggio-Bridge, Ganzton-Bendings oder der finale Sololauf deine größte Baustelle sind.



