John Denver · Akustikgitarre · Liedbegleitung · Horst Keller

Country Roads auf der Gitarre

Horst zeigt den Song als vollständige Begleitstunde in G-Dur. Du lernst vier Grundakkorde, den Wechselbass, das verdoppelte Country-Muster, die Bridge und kleine Verzierungen. Mit dem Capo im zweiten Bund erreichst du A-Dur, ohne neue Griffbilder lernen zu müssen.

SpielfassungG-Dur
Mit Capo 2A-Dur
SchwerpunktWechselbass
Lektion26 Minuten

Die vollständige Gitarrenstunde

Erst der Bass, dann der Groove

Horst baut die Begleitung von einer einfachen Bass-Akkord-Bewegung bis zum vollständigen Country-Rhythmus auf. Dadurch kannst du den Song bereits spielen, bevor jede Verzierung sitzt.

Dein Auftrag: Spiele G, Em, D und C zunächst ohne Schlagmuster. Setze danach nur den passenden Basston vor einen ruhigen Akkordschlag. Erst wenn diese Bewegung durchläuft, verdoppelst du die Schläge.

Ein Muster für Strophe und Refrain

Die Akkordreihenfolge ändert sich zwischen Strophe und Refrain, das Bewegungsprinzip der rechten Hand bleibt gleich. Horst empfiehlt, den Wechselbass langsam aufzubauen und den schwierigeren Doppelschlag zunächst wegzulassen.

Der Klang entsteht nicht durch viele Akkorde. Er entsteht durch einen sicheren Bass, einen leichten Akkordschlag und einen gleichmäßigen Puls.

G, Em, D und C als Fundament

Vier Akkorde tragen fast den ganzen Song

Horsts Spielfassung steht in G-Dur. In der Strophe folgen G, Em, D und C. Der Refrain beginnt ebenfalls mit G, führt aber früher nach D und danach zu Em und C.

G-Dur

Wähle eine stabile Griffversion

Horst zeigt mehrere G-Griffe. Entscheide dich zunächst für die Form, die ohne Nebengeräusche klingt und schnell zu Em führt.

E-Moll

Beide tiefen Basssaiten nutzen

Em lässt viel Platz für den Wechselbass. Halte die Greifhand ruhig und kontrolliere die tiefe E- und A-Saite getrennt.

D-Dur

Der Bassweg kehrt sich um

Bei D beginnt das Muster auf der offenen D-Saite und wechselt danach zur A-Saite. Dieser Richtungswechsel braucht eigene Wiederholungen.

C-Dur

C und E verbinden

Der Grundton C liegt im dritten Bund der A-Saite. Als zweiter Basston folgt E auf der D-Saite.

Die Zahlen in Horsts Material geben an, wie oft ein Akkord im gewählten Begleitmuster gespielt wird. Lerne die Folge deshalb zuerst als Formweg, nicht als Sammlung einzelner Griffe.

G-Dur spielen, A-Dur erreichen

Der Capo passt die Tonart an deine Stimme an

Horst erklärt den Song einen Ganzton unter der Originaltonart. Seine G-Dur-Fassung vermeidet den Fis-Moll-Barré der A-Dur-Grundlage und bleibt dadurch für die Liedbegleitung leichter zugänglich.

Legst du den Capo in den zweiten Bund, klingen dieselben G-, Em-, D- und C-Griffbilder einen Ganzton höher. Du erreichst damit A-Dur, ohne die Greifbewegungen zu ändern.

Die passende Tonart ist die, in der Stimme und Gitarre gemeinsam entspannt bleiben.

Tonart kontrollieren

  1. Song ohne Capo in G-Dur spielen.
  2. Gesangslage oder Melodiehöhe prüfen.
  3. Capo in den zweiten Bund setzen.
  4. Dieselben Griffbilder erneut spielen.
  5. Die angenehmere Lage als Arbeitsfassung wählen.

Grundton und Nachbarsaite

Der Wechselbass macht die Begleitung beweglich

Horst leitet das Muster aus den Basssaiten der Akkorde ab. Der erste Ton gehört immer sicher zum Griff. Danach folgt eine zweite Bassnote auf der benachbarten Saite.

G und Em

Tiefe E-Saite, dann A-Saite

Beginne bei beiden Akkorden auf der tiefen E-Saite. Danach wechselst du zur A-Saite und hältst die Akkordform stehen.

D und C

Der Startpunkt wandert

D beginnt auf der D-Saite und geht zur A-Saite. C beginnt auf der A-Saite und wechselt zum E auf der D-Saite.

Spiele zwischen den Basstönen nur die unteren drei oder vier Saiten des Akkords. So bleibt der Bass hörbar und der Anschlag wird nicht zu schwer. Mit Plektrum oder Fingern gilt derselbe Bewegungsplan.

Vom einfachen Muster zum Country-Puls

Verdopple erst, wenn der Wechselbass sicher ist

Die erste Stufe besteht aus Basston und Akkordschlag. In der nächsten Stufe werden die Akkordschläge als lockerer Ab- und Aufschlag verdoppelt. Der Bass bleibt der Orientierungspunkt.

Basston setzen

Triff nur die zum Akkord passende tiefe Saite.

Akkord leicht öffnen

Streiche danach über drei oder vier Saiten.

Zweiten Bass finden

Wechsle zur benachbarten Basssaite, ohne den Griff zu lösen.

Schläge verdoppeln

Ergänze den Aufschlag erst bei stabilem Puls.

Wenn der zweite Doppelschlag auf der Bassnote die Bewegung stoppt, lässt du ihn weg. Die einfache Fassung ist eine vollständige Begleitung, keine Vorübung ohne musikalischen Wert.

Bridge, Kadenz und F-Dur

Ein neuer Akkord verändert die Farbe

Vor der Bridge führt Horst vom Ende des Refrains über G und Fis nach Em. Diese fallende Verbindung bereitet den neuen Abschnitt vor und sollte als eigene kleine Bewegung geübt werden.

In der Bridge bleiben Em, D, G und C erhalten. Neu ist F-Dur. Horst zeigt dafür mehrere Griffmöglichkeiten. Eine kleine Form reicht, wenn sie sauber klingt und den Puls nicht bremst.

Lass die Akkorde hier länger klingen und höre auf die Form. Die Bridge braucht weniger Schlagbewegung und mehr Orientierung.

Bridge in fünf Schritten

  1. G, Fis und Em als Einzellinie spielen.
  2. Em, D und G ohne Rhythmus verbinden.
  3. C und G ergänzen.
  4. Eine spielbare F-Dur-Form wählen.
  5. Den Refrain ohne Pause anschließen.

Hammer-ons, offene Töne und Pentatonik

Kleine Bewegungen beleben die Wiederholungen

Horst zeigt kurze Hammer-ons und abgehobene Finger innerhalb von G, D, Em und C. Diese Töne sind optionale Antworten zwischen den Akkordschlägen. Sie dürfen den nächsten Basston nicht verschieben.

Für eigene kleine Linien nennt Horst die G-Dur-Pentatonik. Ihr Fingersatz entspricht der E-Moll-Pentatonik, der musikalische Ruhepunkt liegt jedoch auf G.

Eine Verzierung bleibt nur dann im Arrangement, wenn sie zweimal hintereinander im Tempo gelingt.

Verzierungen dosieren

  1. Nur den Grundakkord aufnehmen.
  2. Eine Hammer-on-Stelle auswählen.
  3. Vier Takte ohne weitere Idee spielen.
  4. Auf den nächsten Basston achten.
  5. Erst danach eine zweite Verzierung testen.

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten vom Akkordwechsel zum Song

  1. Griffe: G, Em, D und C ohne Rhythmus in beiden Formreihenfolgen wechseln.
  2. Basstöne: Für jeden Akkord ersten und zweiten Basston einzeln spielen.
  3. Grundmuster: Bass und einen leichten Akkordschlag im halben Tempo verbinden.
  4. Verdopplung: Ab- und Aufschlag ergänzen, ohne den Basston zu verschieben.
  5. Bridge: G-Fis-Em, F-Dur und Rückkehr zum Refrain isolieren.
  6. Songfassung: Eine Strophe und einen Refrain aufnehmen, danach genau eine Verzierung ergänzen.

Gesang kommt auf ein stabiles Fundament

Horsts Newsletter zum Zusammenspiel von Gitarre und Stimme empfiehlt, beide Aufgaben zunächst zu trennen. Automatisiere die Akkordwechsel und vereinfache den Rhythmus, bevor du einzelne Gesangsphrasen ergänzt.

Wenn du beim Singen aus dem Puls fällst, kehrst du zum einfachen Bass-Akkord-Muster zurück. Die Begleitung muss nicht dichter werden, sie muss zuverlässig Platz für die Stimme lassen.

Prüfe Fortschritt mit einer kurzen Aufnahme, nicht mit einem schnelleren Tempo.

Material und nächste Schritte

Vertiefe Wechselbass, Liedbegleitung und Gesang

Geschütztes Originalmaterial

Das bestehende Material bleibt über dieselbe Mitgliederroute verknüpft. Nutze es zur Kontrolle von Akkorden und Form. Liedtext wird im Beitrag nicht wiedergegeben.

Dein nächster Schritt

Vier Akkorde, ein ruhiger Wechselbass

Spiele G, Em, D und C jeweils mit einem Basston und einem leichten Akkordschlag. Wenn der Formweg viermal ohne Pause gelingt, ergänzt du die zweite Bassnote. Der Aufschlag kommt zuletzt.

„Nicht zu sehr komplizieren.“Horst Keller, aus der Videolektion

Was fordert dich mehr: der Wechselbass, das verdoppelte Muster oder die Bridge mit F-Dur?

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