Elvis Presley · Rhythmusgitarre · Country-Groove · Horst Keller

Devil in Disguise auf der Gitarre

Fünf Akkorde reichen für diesen Song. Die eigentliche Aufgabe liegt in der Bewegung: ein prägnantes Intro, ein schneller Country-Groove, kurze Bassakzente und sauber gestoppte Barré-Akkorde. Horst zeigt eine vollständige Begleitfassung und baut sie von der einfachen Variante bis zum Originalgefühl auf.

Wenn das Tempo noch bremst, spielst du B♭ und C als Powerchords und lässt die Doppelschläge weg. Erst wenn die Wechsel sicher sind, kommen die volle Barré-Fassung, die Aufschläge und das kontrollierte Lösen der linken Hand dazu.

TonartF-Dur
AkkordeB♭, C, F, C7, Dm
SchwerpunktCountry-Groove
Lektion17 Minuten

Die vollständige Gitarrenstunde

Akkordwechsel, Rhythmus und kontrollierte Stopps

Horst erklärt zuerst die Griffe, zerlegt dann Intro und Strophenbegleitung und zeigt schließlich, wie beide Hände gemeinsam den Puls formen.

Dein Auftrag: Spiele das Intro langsam als B♭, C, F und C. Nutze Powerchords, wenn der volle B♭-Barré den Puls stoppt. Höre erst auf die gleichmäßige Bewegung, dann auf den Klang der Griffe.

Der Rhythmus kommt nach den Wechseln

Horsts Reihenfolge ist eindeutig: Tempo herausnehmen, Akkordwechsel sichern, die einfache Rhythmusstruktur spielen und erst danach die Doppelschläge ergänzen.

Die schnellere Fassung ist kein eigener Übeschritt, sondern das Ergebnis einer stabilen langsamen Bewegung. Beim Hören orientierst du dich nicht nur an der Gitarre, sondern auch an Schlagzeug und Bläsern.

Fünf Griffe mit klarer Aufgabe

F-Dur trägt den Song, B♭ fordert die Hand

Das Akkordblatt und Horsts Lektion führen denselben Bestand: B♭, C, F, C7 und D-Moll. Für Intro und schnelle Wechsel sind kontrollierbare Varianten wichtiger als große Vollgriffe.

F-Dur

Ruhepunkt

Der Song landet immer wieder auf F. Übe hier zuerst die Strophenbewegung und den finalen Stopp.

B♭

Barré oder Powerchord

Der volle Griff klingt dichter. Der Powerchord im ersten Bund ist die sichere Einstiegsversion für das schnelle Intro.

C und C7

Bewegung und Zug

C verbindet die Introgriffe. C7 verstärkt den Zug zurück nach F und braucht einen klaren Wechsel ohne Pause.

D-Moll

Offen oder im fünften Bund

Horst empfiehlt für den schnellen Groove die verschobene A-Moll-Form im fünften Bund, weil sie sich leichter stoppen lässt.

Wähle bei jedem Griff die Fassung, die du rhythmisch lösen und wieder greifen kannst. Dauerhafter Druck macht die Hand müde und den Klang zu voll.

Das Erkennungsmotiv

Das Intro lebt von fünf präzisen Schlägen

Horst zerlegt die Bewegung in zwei Abschläge, zwei Aufschläge und einen letzten Abschlag. Die Akkordfolge B♭, C, F und C muss dabei wie ein einziges rhythmisches Motiv klingen.

Mit Powerchords wird die linke Hand einfacher. Beim B♭-Powerchord berührt der Zeigefinger die tiefe E-Saite leicht, damit sie nicht ungewollt mitklingt.

Übe zuerst nur das Anschlagsmuster auf gedämpften Saiten, danach setzt du die Akkordwechsel darunter.

Intro aufbauen

  1. Fünf Schläge auf gedämpften Saiten.
  2. B♭ und C als Powerchords verbinden.
  3. F und C ohne Zusatzpause ergänzen.
  4. Die tiefe E-Saite beim B♭ stumm halten.
  5. Erst danach volle Barré-Varianten testen.

Bass und Akkord trennen

Die Strophe bekommt einen schnellen Country-Groove

In der Strophe setzt Horst zuerst einen Bassschlag, spielt danach den Akkord und führt die Hand mit mehreren leichten Aufschlägen zurück. So bleibt die Begleitung luftig, obwohl das Tempo hoch ist.

Für den Einstieg genügt eine einfachere Fassung ohne Doppelschläge. Sie bewahrt die Form und lässt Raum, die Akkordwechsel wirklich zu hören.

Von einfach zu vollständig

  1. Bassnote auf den Grundschlag setzen.
  2. Akkord klar und kurz anschlagen.
  3. Leichte Aufschläge ohne Greifdruck üben.
  4. Einfachen Groove durch die Strophe spielen.
  5. Doppelschläge erst bei sicherem Puls ergänzen.

Der Puls entsteht zwischen den Tönen

Greifen, lösen, stoppen

Horst koppelt rechte und linke Hand. Auf dem Akzent drückt er die Saiten herunter, dazwischen löst er den Barré-Griff leicht. Dadurch entstehen kurze Akkorde und ein hörbarer Puls.

Akzent greifen

Drücke nur dort vollständig, wo der Akkord wirklich sprechen soll.

Druck lösen

Hebe die Finger nicht ab. Reduziere nur den Druck, damit die Saiten sofort verstummen.

Offene Saite stoppen

Wenn beim D-Moll die D-Saite weiterklingt, fängst du sie gezielt mit der Greifhand ab.

Hand entspannen

Der Wechsel aus Druck und Entlastung verhindert Verkrampfung und hält den Groove beweglich.

Ein dauerhaft gedrückter Barré klingt nicht nur voller, er kostet auch Kraft und nimmt der Begleitung den Puls.

Vom Refrain bis zum Schluss

Die Form bleibt übersichtlich

Der Song beginnt mit dem Refrain. Danach folgen Strophe und Refrain, eine zweite Strophe und erneut der Refrain. Das Finale greift die Introbewegung wieder auf und endet klar auf F-Dur.

Diese überschaubare Form eignet sich gut für eine Begleitfassung mit Gesang. Du kannst die rhythmische Dichte je Abschnitt verändern, ohne den harmonischen Ablauf umzubauen.

Form in sechs Stationen

  1. Intro mit B♭, C, F und C.
  2. Refrain als Einstieg.
  3. Erste Strophe.
  4. Refrain und zweite Strophe.
  5. Letzter Refrain.
  6. Introfigur und Schluss auf F.

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten vom Akkordwechsel zum Tempo

  1. Griffe: B♭, C, F, C7 und D-Moll einzeln sauber lösen.
  2. Intro: Fünf Schläge auf gedämpften Saiten stabilisieren.
  3. Wechsel: B♭, C, F und C langsam ohne Pause verbinden.
  4. Strophe: Bassschlag und einfache Akkordbewegung spielen.
  5. Kontrolle: Barré auf den Akzenten greifen und dazwischen lösen.
  6. Tempo: Doppelschläge ergänzen und den Song durchspielen.

Immer nur eine Schwierigkeit

Nimm zuerst eine kurze Intro-Schleife auf. Prüfe, ob alle fünf Schläge gleichmäßig bleiben und die tiefe E-Saite beim B♭ wirklich stumm ist.

In der Strophe hörst du getrennt auf Bassnote, Akkord und Aufschläge. Wenn die Hand fest wird, reduzierst du sofort das Tempo und die Zahl der Doppelschläge.

Erst Akkordwechsel, dann einfache Rhythmik, dann Country-Groove. Diese Reihenfolge ist der Übeweg der Lektion.

Zwei Stufen derselben Begleitung

Offen starten, kompakt verdichten

Einfache Fassung

Klar und tragfähig

Weniger Doppelschläge, deutliche Bassnoten und sichere Wechsel lassen genug Raum für Gesang und Formgefühl.

Volle Fassung

Kurz und pulsierend

Barré-Akkorde werden auf den Akzenten gedrückt und sofort wieder gelöst. So bleibt die schnelle Bewegung kontrolliert.

Der Klang entsteht aus der Dauer der Akkorde. Mehr Druck macht den Groove nicht kräftiger, sondern häufig nur schwerer.

Material und nächste Schritte

Vertiefe Elvis-Begleitung und Country-Rhythmus

Geschütztes Originalmaterial

Die bestehende Downloadroute bleibt unverändert. Sie enthält Horsts Songmaterial mit Akkordübersicht und Guitar-Pro-Datei.

Dein nächster Schritt

Fünf Griffe, eine saubere Bewegung

Beginne mit dem Intro in Powerchords. Spiele danach die Strophe ohne Doppelschläge und kontrolliere, ob du jeden Akkord auf dem Akzent greifen und sofort wieder lösen kannst.

„Die Rhythmik ist entscheidend, aber die Rhythmik kommt immer erst nach den Akkordwechseln.“Horst Keller, aus der Videolektion

Was fordert dich mehr: der B♭-Wechsel, die Aufschläge oder das Lösen der Barré-Hand?

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