Wie du auf der Gitarre jeden Dreiklang bilden kannst!

Heute geht es um die Dreiklänge und warum sie so wichtig sind, welche man unbedingt können muss und wie man sie am besten trainiert.

Ein Dreiklang besteht in der Regel aus drei Tönen, welche im Intervall-Abstand einer Terz übereinander gestapelt werden. Diese werden als Grundton, Terz und Quinte bezeichnet. Reiht man nun die exakt selben Töne chronologisch auf Terz, Quinte und Grundton an, erhält man die 1. Umkehrung (auch als Oktavlage bezeichnet, da die Oktave
(Grundton) an oberster Stelle liegt). Reiht man die Töne nun auf Quinte, Grundton und Terz haben wir nun die II. Umkehrung, auch Terzlage genannt.
Im folgenden Beispiel werden durch die Ziffern 1 (für den Grundton), 3 (für Terz) und 5 (für die Quinte), die jeweiligen Funktionstöne beschriftet.

Der Dur Dreiklang

Anhand des Beispiels C-Dur ergeben sich folgende Tonaneinanderreihungen:
Grundposition I c-e-g I Grundton-Terz-Quinte
I. Umkehrung I e-g-c I Terz-Quint-Grundton
II. Umkehrung I g-c-e I Quint-Grundton-Terz

Der Moll Dreiklang

Erniedrigen wir nun die Terz um einen Halbton, ergibt sich der Molldreiklang / Mollakkord.
Grundposition I c-eb-g I Grundton-kl. Terz-Quinte
I. Umkehrung I eb-g-c I kl. Terz-Quinte-Grundton
II. Umkehrung I g-c-eb I Quinte-Grundton-kl. Terz
Die Einprägung der Töne und Intervalle auf dem Griffbrett
Um den größtmöglichen Nutzen aus diesem neuen Wissen zu ziehen, ist es wichtig, alle Umkehrungen auf den jeweiligen Saiten (e-g, h-A, g-E) mit den richtigen Fingersätzen zu lernen.
Basis der folgenden Akkorde ist der Einfachheit halber „C“
WICHTIG: Präge dir bei jedem Voicing gleich die Basistöne: Grundton / Terz / Quinte ein.
Dies ermöglicht dir ein einfacheres Erlernen des nächsten Akkordgeschlechts und ein schnelleres Transponieren in eine andere Tonart.

Viel Spaß und viel Erfolg
Horst Keller & Sebastian Minet

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Griffbretteinprägung – Teil 2 – Visualisierung der Tonleitern auf der Gitarre

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

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    dirk.lewanzik@web.de
    30. August 2020 13:14

    Geniale Session. Habe mir es ein paar Mal ansehen, bis ich gecheckt hatte :-). Aber es ist gut investierte Zeit ! Man gewinnt einen neuen Freiheitsgrad beim Spielen.

    Antworten
  • Avatar
    Uli Eingrüber
    5. Januar 2021 00:25

    Wie es der Zufall so will habe ich mir letztens aufgrund eines Artikels in einem Magazin dieses Schema nochmal für mich aufgezeichnet. Bin aber beim Üben stecken geblieben weil es ohne Anwendungsaufgabe sooo mühseelig ist. Aber Euer Video gibt mir nochmal neuen Schwung mich damit zu befassen…
    Woran ich übrigens jahrelang als Harmonielehre-Greenhorn gescheitert bin waren ein paar simple Geheimnisse welche man vorher wissen sollte wenn man das Video verstehen will:
    – Im (Bachschen) Tonsystem gibt es nur 7 Töne – definitiv sind (aus Anfängersicht), auf dem Griffbrett mehr – aber da man einen oktavierten Ton als relativ den selben hört sind es nur sieben (technisch gesehen Frequenzen welche man unterscheiden kann).
    – Ein Akkord besteht aus einer Schichtung von Terzen – Grundton -1 -3-5 so die einhellige Lehrmeinung.Aber oft wird verschwiegen das man durch Oktavierung einen Akkord auch mit Schema 1-5-3 oder 5-3-1 usw. wahrnehmen (kann).
    Auf dem Griffbrett hat z.B. die verwendete C-Dur ein bestimmtes Schema/Muster. Für die anderen Tonarten muss man das Muster einfach nur verschieben. Es lohnt sich also schon die Dreiklangmuster zu verinnerlichen.

    Grüße
    Der Feierabendklampfer

    Antworten

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